Für die Freiheit der Wissenschaften muss in Merkels Deutschland wieder gekämpft werden!

Bedroht wird die Freiheit der Wissenschaften auf der institutionellen, der medialen und der inneruniversitären Ebene, politisch gewollt, aus Zaghaftigkeit, Desinteresse, Opportunismus oder Feigheit zugelassen.

IMAGO / Peter Schickert

Die schlechte Nachricht lautet, dass für die Freiheit der Wissenschaft in Deutschland inzwischen wieder gekämpft werden muss, die gute, dass renommierte Wissenschaftler sich zu einem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit zusammengefunden haben, das „sich für ein freiheitliches Wissenschaftsklima“ einsetzt. Darunter verstehen die Mitglieder des Netzwerkes „eine plurale von Sachargumenten und gegenseitigem Respekt geprägte Debattenkultur und ein institutionelles Umfeld, in dem niemand aus Furcht vor sozialen und beruflichen Kosten Forschungsfragen und Debattenbeiträge meidet.“ Das Ziel des Netzwerkes besteht darin, „die Voraussetzungen freiheitlicher Forschung und Lehre an den Hochschulen zu verteidigen und zu stärken.“ Zu den Aktivitäten des Netzwerkes zählen öffentliche Veranstaltungen, die „die Bedeutung der Forschungs- und Lehrfreiheit“ herausstellen, die „Gefährdungen der gelebten Wissenschaftsfreiheit“ analysieren, „Fälle ihrer Einschränkung“ offenlegen und „Gegenstrategien“ entwickeln. Die Sprecherin des Netzwerkes ist die Historikern Sandra Kostner.

TE dokumentiert den Text des Aufrufs
Autoren und Wissenschaftler appellieren: Stoppt die Cancel Culture, befreit die öffentliche Debatte
Bedroht wird die Freiheit der Wissenschaft auf der institutionellen, der medialen und der inneruniversitären Ebene, politisch gewollt, aus Zaghaftigkeit, Desinteresse, Opportunismus oder Feigheit zugelassen.

An den Universitäten entsteht zunehmend ein Klima der Einschüchterung, zuweilen durch Langzeitstudenten als Aktivisten erzeugt, deren Studienfach seit Jahr und Tag Asta oder Stupa heißt, und die zuweilen der SPD, den Jusos, den Grünen oder den Linken angehören oder nahestehen. Das gelingt, weil nur wenige Studenten von ihrem Recht Gebrauch machen, „ihre“ Vertreter zu wählen. An der Universität Frankfurt ergab eine Befragung von knapp eintausend Studenten – zum großen Teil aus dem linken Spektrum -, dass viele Studenten nicht mehr mit anderen Meinungen konfrontiert zu werden wünschen und ein Drittel der Befragten es ablehnen, Redner mit anderen Meinungen zu Fragen des Islams, der Zuwanderung oder der Genderpolitik überhaupt an der Hochschule zu dulden. Über ein Drittel der Befragten verlangen, dass Lehrenden die Lehrbefugnisse verweigert werden, wenn sie eine abweichende wissenschaftliche Meinung vertreten und sprechen sich dafür aus, dass Bücher aus der Bibliothek entfernt werden. Erschreckend ist es, wenn ein Drittel der Befragten angibt, ihre Meinung zurückzuhalten oder nur mit Unbehagen zu äußern. Die „Frankfurter Allgemeine“ berichtete am 25. Januar 2019: „Am Dienstagnachmittag hatten vermummte Mitglieder der linksradikalen ,Antifa‘ einen Hörsaal gestürmt und Flugblätter verteilt. Ziel der Aktion war es, eine Studentin zu ,outen‘, die sich in rechtsextremen Kreisen bewegen soll.“ Aktionen der Einschüchterung zeigen Erfolg bei Studenten und Universitätslehrern.

Foucault und Co
Identitätspolitik, Sprachpolizei und Meinungsterror – ist die postmoderne Theorie schuld?
Die beschämenden Bilder, als der Hochschullehrer Bernd Lucke an der Wiederaufnahme seiner Vorlesungen zur Volkswirtschaftslehre gehindert wurde, erinnern an Zeiten deutscher Diktatur. Kunststudenten in Dresden wollten mit der Besetzung der Bibliothek erzwingen, dass die Leiterin der Bibliothek entweder ihren Job verliert oder sich von ihrem kommunalpolitischen Engagement distanziert, das darin bestand, dass sie zur Kommunalwahl als Parteilose auf der Liste der AfD angetreten war. Eine Studentenvertreterin verlangte sogar im Deutschlandfunk, die Bibliothekarin müsse „sich in einer schriftlichen Stellungnahme dazu … äußern, wie sie ihr politisches Engagement mit ihrer Arbeit in Verbindung bringe oder eben nicht.“

Eine Künstlergruppe, der Kunststudenten angehören, bewarfen Goethes Gartenhäuschen mit Klopapierrollen, weil sie darauf aufmerksam machen wollten, dass Goethe in dem Gedicht „Das Heidenröslein“ „eine brutale Vergewaltigung in lieblichem Trällerton” „verharmlost”. Und diese “brutale Vergewaltigung “heute immer noch unhinterfragter Unterichtsstoff” wäre, den „Kinder … auswendig lernen” müssten. „Wir fordern, dieses Gedicht aus den Schulen zu verbannen, beziehungsweise wenn darüber gesprochen wird, es als das zu markieren was es ist: humoristische Vergewaltigungslyrik von einem lüsternen Dichtergreis. Wir sagen: Fuck you, Goethe!” An der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin wurde ein harmloses Gedicht von Eugen Gommringer übermalt, weil ein paar Studenten es in ihrer Langeweile und ihrer germanistischen Unbedarftheit für sexistisch hielten – und die Hochschulleitung knickte ein.

»Cancel Culture« - Teil 1 / 2
Rauswürfe und Rücktritte können jeden treffen
In den Geisteswissenschaften, die immer stärker zu Tummelplätzen von Ideologen werden, versucht man auch durch aktive Berufungspolitik eine Art berufliches De-Plattforming für Wissenschaftler zu etablieren, die statt diverser Ideologien von Gender über Postkolonialismus bis Dekonstruktivismus ihrer Wissenschaft verpflichtet sind. So schrieb die Universität Münster eine Stelle für die „W3-Professur Humangeographie mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeographie und Globalisierungsforschung“ aus, für die nur Bewerber in Frage kämen, die „neomarxistische Ansätze, postkoloniale Ansätze, feministische Ansätze, New Materialism oder Assemblage-Ansätze“ vertreten würden. Vielleicht benennt sich die traditionsreiche Westfälische Wilhelms-Universität in Karl-Marx-Universität um – der Name ist durch die Friedliche Revolution in Ostdeutschland glücklicherweise frei geworden.

Für die zur „Diversität“ an der FU Berlin „forschende“ Chan de Avila steht deshalb auch die Frage im Mittelpunkt: „Wer lehrt an Universitäten?“ Dass es hierbei nicht um Wissenschaft geht, sondern um das Ersetzen von Wissenschaft durch Ideologie, hat Chan de Avila eingestanden: „Es gibt vor allem in Deutschland noch immer diese Idee, Wissenschaft sei objektiv und neutral.“ Genauer kann man es nicht sagen, denn gerade das Kriterium der Objektivität unterscheidet nun mal die Wissenschaft von der Ideologie. Dort, wo Wissenschaft parteilich zu sein hatte, wurde gern der Vorwurf des „Objektivismus“, wie in den fünfziger Jahren in der DDR als schlimme ideologische Verfehlung, erhoben, was berufliche Konsequenzen nach sich zog. Die Studentin Naledi Mmoledi „nennt Ansätze, um Universitäten als weiße Räume zu dekonstruieren und zu öffnen: die Beschäftigung von schwarzen Dozierenden, ein Überdenken von Lehrplänen unter Berücksichtigung dekolonialer Theorien, Gelder, um schwarze Berater*innen einzustellen.“ Es geht also um Geld und um Posten und um positive Diskriminierung. Wer weiß ist, hat in Mmoledis neuer Wissenschaft keinen Platz mehr. Chan de Avila moniert: „Wonach gar nicht erst gefragt wird, ist alles, was mit Ethnizität oder Hautfarbe zusammenhängt.“ Ausgerechnet in Deutschland sollten wir aus bösem Grund eben nicht mehr nach Ethnizität und Hautfarbe fragen.

 Amerikanische Universitäten
Wokeness in Princeton: Extra-Urlaub für die einen, Reinheitstests für die anderen
An den Universitäten in den USA lässt sich beobachten, was an den deutschen Universitäten Einzug hält. In Yale werden in Kunstgeschichte nur noch Kurse angeboten, die Fragen des Geschlechts im Sinne des Genderismus, der sozialen Zugehörigkeit und der „Rasse“ („question of gender, class and race“) in den Mittelpunkt stellen oder sich mit dem Klimawandel beschäftigen. An der Universität in Claremont empfahl die Leiterin des Department of Religion der gleichen Universität den Studenten, keine Zeit mit der Philosophie und Theologie der toten weißen Männer Europas zu verschwenden. In der Ausschreibung für den Lehrstuhl der Religionsphilosophie wurde festgelegt, dass sich nur eine „person of Color“ bewerben darf. Da sich kein Religionsphilosoph of Color fand, wurde eine person of Color eingestellt, die sich mit Afrikastudien beschäftigt hatte.

In dem Aufsatz „Komplexität entfalten durch Veränderungsmanagement in einer Universität:
Das Dortmunder Pro l für inklusionsorientierte Lehrerinnen- und
Lehrerbildung (DoPro L)“ entwickeln Liudvika Leišytė, Bianca Schumacher und Barbara Welzel den Masterplan für die Abschaffung der akademischen Freiheit, der Freiheit in Lehre und Forschung. Weil Professoren ihr Fach weiter gegen alle ideologischen Zumutungen verteidigen, stellen die Autorinnen fest, dass „die Einschätzungen darüber, was gelingende Lehre und erfolgreiches Lernen ausmacht, differieren.“ Und zwar, man lese und staune, zwischen den Wissenschaftlern auf der einen „und der Verwaltung sowie dem Management in Dekanaten und Rektoraten/Präsidien“ auf der anderen Seite. Nicht die Wissenschaftler sollen über Form und Inhalt von Lehre und Forschung entscheiden, sondern die Verwaltung. Die Gender- oder Gleichstellungsbeauftragte, die Pressstelle oder das Facility- oder Diversitätsmanagement entscheiden dann über Form und Inhalt der Lehre und Forschung in der Literaturwissenschaft oder in der Mathematik.

16000 Unterschriften für die Meinungsfreiheit
Nicht nur der Staat kann die Meinungsfreiheit gefährden
Die Autorinnen beklagen „unterschiedliche Machtverhältnisse“, denn für die Durchsetzung einer Verwaltungsdiktatur besitzen die Professoren noch zu viel Autonomie, die sie dann auch noch keck zur Renitenz nutzen, „weil die Norm der akademischen Freiheit suggeriert, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst entscheiden, was gute und erfolgreiche Forschung sowie Lehre auszeichnet.“ Wo käme man schließlich hin, wenn „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst entscheiden“ dürften und die akademische Freiheit auch noch nutzen würden? Schlimmer noch, weil die akademische Freiheit die Norm darstellt, neigen „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Angesicht von Management-Mechanismen und -Strukturen zu Widerstand.“

Die Autorinnen des plump obrigkeitsstaatlichen Aufsatzes bringt geradezu in Harnisch, dass Entscheidungen der Universitätsführung (top-down), also von Frau Prorektorin für Diversitätsmanagement sogar auf Kritik stoßen könnten, denn: „Top-down-Entscheidungen und -Initiativen können besonders im Kontext des deutschen Hochschulsystems, welches durch ein großes Maß an akademischer Freiheit gekennzeichnet ist, akademische Zurückweisung und Widerstände provozieren.“ Da die akademische Freiheit noch gesetzlich garantiert ist, werden andere Wege erforderlich, die man in Dortmund mit Erfolg exekutiert. Man kann die Taktik auf folgenden Nenner bringen: die bestehenden Strukturen werden umgangen, es werden Parallelstrukturen geschaffen, die eines Tages die bewährten Strukturen ersetzen werden. Im demokratischen und im wissenschaftspolitischen Sinn müssten alle Alarmglocken schrillen, wenn gefordert wird, dass die Hochschulleitung anstatt die Freiheit in Lehre und Forschung zu schützen, aktiv Netzwerke aus „Akteuren“ oder aus Aktivisten zu bilden hat.

Hatten wir an deutschen Universitäten nicht schon genügend Netzwerke aus Akteuren, aus Aktivisten? Für diese Netzwerke werden willige Professoren, Dozenten und Assistenten rekrutiert und es steht zu befürchten, dass bei Neueinstellungen darauf geachtet wird, nur noch diejenigen zu berufen, die auf Linie sind. Zudem werden neue Stellen geschaffen, die im Sinne der Ideologisierung wirken. Mehr noch, diese neuen Stellen erhalten anscheinend Kompetenzen, mit denen sie die alte Struktur sturmreif schießen können, alles sieht danach aus, dass sie dafür Vorwände zu liefern und zu schaffen haben. Aus diesen Netzwerken der Akteure des Wandels bildet man „Lenkungsgruppen“ oder Visionsgruppen unter dem Vorwand, dass die Universitäten und Hochschulen einerseits den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung tragen müssen, anderseits die alte Struktur der renitenten Wissenschaftler, die „zum Widerstand neigen“ zu schwerfällig für den Akt der Anpassung oder des Wandels oder der Unterwerfung unter die neue Doktrin sei.

DFG kapiltuliert vor Zeitgeist
Dieter Nuhr - Wissenschaft und Forschung knien nieder vor politischer Religion
Als der renommierter Historiker Jörg Baberowski ein Interdisziplinäres Zentrum für vergleichende Diktaturforschung gründen wollte, gelang es Studenten mit besten Verbindungen zur taz aufgrund der Feigheit der Universitätsleitung der Humboldt Universität zu Berlin, dieses wichtige wissenschaftliche Vorhaben zu zerstören. Vertrauliche Gutachten wurden aus dem Senat der Universität der taz durchgestochen, ohne dass diese Ungeheuerlichkeit für die Durchstecher irgendeine Konsequent gehabt hätte. Die FAZ schrieb darüber: Der Antrag für ein Interdisziplinäres Zentrum „Vergleichende Diktaturforschung“ sei zurückgezogen worden, twitterte Bengt Rüstemeier noch am selben Tag. Er engagiert sich bei den Jusos und gehört zu jenen Mitgliedern der Studentenvertretung, die in den sozialen Netzwerken gerne vorn dabei sind, wenn es darum geht, wahlweise die Universitätsleitung oder Baberowski zu attackieren. Die Präsidentin habe erklärt, dass der Antrag nicht mehr gestellt werde: „Im Ergebnis ein Erfolg.““ So beginnen Diktaturen.

Auf der Homepage der Universität kann man lesen: „Die Erinnerungskultur der Humboldt-Universität ist an vielen Stellen sichtbar. Am prominentesten zeigt sie sich in der Galerie der Nobelpreisträger, deren Porträts an exponierter Stelle vor dem Senatssaal im Hauptgebäude hängen.“ Das allerdings scheint nach dem Willen der Historischen Kommission der Universität bald schon der Vergangenheit anzugehören, weil man sich der großen Tradition der Universität, des Humboldtschen Bildungsideals und der epochalen Leistungen der Universität auf dem Gebiet der Medizin, der Physik, der Mathematik, der historischen Forschung wohl inzwischen schämt, denn: „Seit einigen Jahren wird immer wieder Kritik an der Galerie laut, weil in ihr nur eine kleine, ausschließlich weiße und männliche und daher von vielen als wenig repräsentativ empfundene Gruppe erinnerungswürdiger Angehöriger der Universität vertreten ist.“

Dieser Satz dokumentiert den Abschied von der Wissenschaft. Denn es geht nicht mehr um das Argument, nicht mehr um Rationalität, noch um eine Begründung, sondern um Empfindung und Befindlichkeit. Einige empfinden die Nobelpreisträger als nicht repräsentativ, weil sei weiß und männlich sind. Aber der Historischen Kommission fiel wohl nicht auf, dass man die Bilder der Wissenschaftler nicht deshalb ausstellte, weil sie „männlich“ oder „weiß“ waren, sondern weil sie für ihre wissenschaftliche Leistung geehrt worden waren. Niemand hat in Max Plancks Gesicht geschaut, um die Pigmente zu zählen, sondern man hat in die Forschungsergebnisse geblickt, sie studiert. Um endlich die Galerie der männlichen und weißen Nobelpreisträger – es gibt übrigens keine anderen – auflösen zu können, wird eine Ausstellung konzipiert unter dem schon vom Schriftbild satirepreisverdächtigen Titel: „Humboldtianer*innen mit Zivilcourage.“

Das neue Subjekt des revolutionären Kampfes
Cancel Culture - Ein Angriff, der zur Rückeroberung führen könnte
Damit liegt die Humboldtuniversität im Trend der Zeit. In diesen Tagen wird die Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes diskutiert. Dem Vernehmen nach sollen die Rechte der Studenten, ihrer Entscheidungsmöglichkeiten über Strukturen und Lehrinhalte gestärkt und alles, was mit Diversität und positiver Diskriminierung zusammenhängt, gefördert werden. Es steht zu erwarten, dass die Freiheit der Lehre und Forschung auf der Strecke bleiben könnte.

Dass für diejenigen, die sich in „Interventionen“ gegen die Freiheit der Wissenschaft in ihrem klassenkämpferischen Element fühlen, die Freiheit der Wissenschaft nur ein „reaktionäres“ Ärgernis darstellt, haben sie zur Genüge unter Beweis gestellt. Sie behaupten, dass Cancel Culture und Deplatforming nicht existieren, nur eine Erfindung der „Rechten“ wären, obwohl sie genau das betreiben. Man kennt den Mechanismus aus Diktaturen, dass diejenigen, die mit der herrschenden Ideologie und Propaganda übereinstimmen, behaupten, dass Meinungsfreiheit existiert, weil sie stets und ständig ihre herrschaftskonforme Meinung frei äußern können. Allerdings bedeutet Meinungsfreiheit eben nicht, dass nur die eigene Meinung frei geäußert werden darf, sondern auch die des anderen, oder wie es selbst Rosa Luxemburg auffiel: „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.“

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit wird viel Arbeit vorfinden.


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Kommentare ( 45 )

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45 Comments
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Michaelis
8 Monate her

Ein sehr guter und extrem wichtiger Artikel!!! Großen Dank dafür, er sollte – wenn irgend möglich – auch noch in anderen Presseorganen publiziert werden! Die beschriebene Entwicklung beobachten wir seit langem schon, ich schätze seit den 80er Jahren. Heute haben wir bereits zahlreiche Hochschullehrer/innen in führenden Positionen, die vollkommen konform gehen mit dieser Form von „Wissenschaft“, die definitiv keine mehr ist!! Und wer noch zur „alten Schule“ gehört (von denen es nur noch wenige gibt), wird tyrannisiert und stigmatisiert. Die „Wissenschaft“ ist tatsächlich auf den Hund gekommen – eine totalitäre Institution zur Rechtfertigung ideologischen Fanatismus, zur Rechtfertigung diktatorischer Strukturen!! Eine… Mehr

Michaelis
8 Monate her
Antworten an  Michaelis

Es wird immer doller! GMX lanciert heute einen Beitrag, wonach eine „Studie“ ergeben hätte, dass „der Klimawandel“ die Ausbreitung des Coronavirus begünstigen würde. Wer hätte auch anderes erwartet. Wissenschaft als ideologisches Kampfinstrument zur Förderung von Dummheit und Hysterie! Der manipulative Terror geht munter weiter, ganz massiv mit Blick auf diese zwei „Top-Themen“.

Sonny
8 Monate her

Das Netz ist weit gespannt und zieht sich zu. Jeden Tag ein bißchen mehr. Die Corona-Politik ist ein willkommenes Hilfsmittel, den „Sack“ weiter zuzuziehen. Die Löcher in diesem Sack sind groß genug, schon zu Beginn der Umwälzung genügend Existenzen über die Klinge springen zu lassen. Wenn sich Wissenschaftler zu einer Interessengruppe zusammen schließen, um die Freiheit zu verteidigen, können sie sich getrost hinten anstellen an die lange Schlange der Interessengruppen, die auch kaum etwas erreichen gegen diesen Moloch der selbsternannten Weltverbesserer und Realitätsleugner (wohl aber eher …-Vernichter). So lange sich so viele Menschen für das Böse einspannen lassen, um ihre… Mehr

Jonas J
8 Monate her

Hier zeigt sich wieder der wahre Geist moderner „Zivilcourage“: Es geht um Macht! Wissenschaft, Respekt, Toleranz und Weltoffenheit ist nur gefragt, wenn es der „guten Sache“ nützt. Nebenbei: Ist irgendjemanden hier im Forum ein Land bekannt, indem Millionen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe leben, wo es nicht zu dem in diesem Beitrag beschriebenen Rassismus kommt?

K.Behrens
8 Monate her

staatliche Studenten tun wie befohlen, alles nicht neu. Das bedeutet, verantwortungsvolle Familien geben sich besser nicht mit irgendwelchen staatlichen Erziehungsanstalten ab. Im Sinne der Volksgesundheit ist gerade ein Bankkaufmann am Wirken, eine lustige Gestalt im schlecht sitzenden Anzug, unentschieden mit krummem Rücken zwischen Östrogen und Testoron. Oder Maas als kleiner Wadenbeißer ohne Auftrag…Herr Zuckerberg und mehr halten die Massen unter Kontrolle und haben damit neidlos richtig gut verdient. Das soll keine Einladung an verwahrloste Zeitgenossen ala Spahn oder Maas sein. Nicht, dass die noch auf mehr komische Ideen kommen und das „Infektionsschutzgestz“ über den 31.März 2021 korrupt bis in die… Mehr

Schwabenwilli
8 Monate her

Ich weiß nicht warum mir dieser Vergleich dazu einfällt? Lokman Slim war einer, der unangenehme Wahrheiten aussprach. „Es ist unmöglich, den libanesischen Staat zu reformieren, weil nicht-staatliche Akteure hier stärker sind als der Staat“, hatte er im August nach der verheerenden Explosion im Hafen Beiruts mit Blick auf die Hisbollah gesagt.https://www.tagesspiegel.de/politik/libanesischer-aktivist-slim-ermordet-vier-kopfschuesse-und-eine-warnung/26885352.html Wenn NGOs den Staat und die Regierung beherrschen. Kommt mir bekannt vor. Ersetzte Hisbollah durch ASTA oder sonstige durchgerasterte Ideologische Organistationen und ihren Einfluss auf Politik und Medien. Ist der Libanon wirklich so weit weg? Viele wünschen sich das wenn Merkel endlich das politisch Zeitliche segnet es endlich besser wird in… Mehr

MeHere
8 Monate her
Antworten an  Schwabenwilli

Es geht im Libanon vor allem – wie in Afghanistan auch – um die Drogenproduktion und den weltweiten Vertrieb … seit 40 Jahren und länger …

R.J.
8 Monate her

Die Verengung ist allumfassend. Stellen Sie sich vor, heute wollte Friedrich Nietzsche publizieren. Seine Invektiven gegen das Christentum würden die Bedoelkistrohmarxe wohl hinnehmen, aber der Rest der Schriften? Und es käme doch der Islam vermutlich eher unvorteilhaft vor? Man nehme Bücher der Kaiserzeit zur Hand und studiere die Verlagsanzeigen, die sich oft am Ende finden, inspiziere Zeitschriften dieser Zeit, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche, Prospekte usw., und man wird sich schwerlich des Eindrucks erwehren können, dass damals mehr Freiheit des Denkens und des Wortes bestand als heute. Sicher gab es viele Verrücktheiten (Blavatsky etc.), man lese nur Karl Kraus, doch lief die… Mehr

Onan der Barbar
8 Monate her

Sorgen um die Wissenschaftsfreiheit? Die deutsche Wissenschaft ist vollkommen frei…
…von Fakten.

Zylinderbohrung
8 Monate her

Die deutschen Universitäten spielen im weltweiten ranking in den Top 100 keine Rolle. Mexico City liegt vor der ersten deutschen Uni. Also who cares? Der Zug ist abgefahren. Die können morgen Lehrstühle für Hamsterforschung aufmachen, der (universitären) Wissenschaftsstandort hat sich aus Deutschland weg verlagert. Allerdings ein Prozess der schon lange vor den Genderdozenten etc. anfing.

El Gordo
8 Monate her

Leider landen dann diese Linksextremen in den Medien, beim Staatsfernsehen oder einen NGO, für das Frau Merkel und Herr Soros Geld verteilt.

Und leider gibt es hier eine Interessenkonvergenz von Kapital und Linksextremen. Beide wollen Europa neu besiedeln, aber die Linken werden als Kettenhunde vorgeschickt.

Deutscher
8 Monate her

Das Problem wäre weniger groß, wenn „die Wissenschaft“ nicht wie eine heilige Kuh verehrt würde.

Was wissen die denn schon? Meist nur, dass ihr früheres Wissen ein Irrtum war.

Aus meiner Sicht eine Geldvernichtungsmaschine wie der ÖRR auch.

Wilhelm Roepke
8 Monate her
Antworten an  Deutscher

Sie können bei einer schweren Erkrankung gerne auf die wissenschaftliche Medizin verzichten und sich zum religiösen Wunderheiler Ihrer Wahl begeben. Niemand darf Sie dabei aufhalten.

Das hat mit Ihrer berechtigten Kritik am ÖRR nichts zu tun.

Michaelis
8 Monate her
Antworten an  Wilhelm Roepke

Der Fortschritt der „wissenschaftlichen Medizin“ ist vor allem einer der Medizintechnik und der Pharmazeutik. Klar gibt es noch Disziplinen, die weniger „politisiert“ sind als die Sozial- und Geistes-/Kulturwissenschaften, die Klimaforschung usw. Aber studieren Sie heute mal eine Naturwissenschaft oder ein technisches Fach. Sie wollen mir nicht erzählen, dass die Professorinnen dort wegen ihrer überragenden Qualifikation auf ihren Pöstchen sitzen? Habe selbst erlebt, wie haufenweise lesbische Feministinnen bevorzugt wurden. Und was glauben Sie, wie die mit ihren Student*innen umgehen?? Sehr naiv, Ihr Kommentar.