US-Notenbank erhöht Leitzins erneut um 0,25 Prozentpunkte

Die Fed hebt den Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte an. Die Spanne werde künftig zwischen 5,25 und 5,50 Prozent liegen, teilte die US-Notenbank am Mittwoch mit. Der Leitzins erreicht damit seinen höchsten Stand seit 2001.

dts

Die US-Notenbank Federal Reserve erhöht den Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte. Die Spanne werde künftig zwischen 5,25 und 5,50 Prozent liegen, teilte die Fed am Mittwoch mit. Der Leitzins erreicht damit seinen höchsten Stand seit 2001.

Bei ihrer letzten Sitzung hatte die Zentralbank eine Zinspause eingelegt, aber zugleich in Aussicht gestellt, dass wohl zwei weitere Leitzinserhöhungen in diesem Jahr folgen werden. Von der Zinspause erhoffte man sich, „zusätzliche Informationen und deren Auswirkungen auf die Geldpolitik“ besser bewerten zu können. In ihrer aktuellen Stellungnahme verweist die Fed weiterhin darauf, dass die Wirtschaft in moderatem Tempo expandiere. „In den letzten Monaten war der Beschäftigungszuwachs robust, und die Arbeitslosenquote blieb niedrig.“

Die Inflation sei jedoch nach wie vor hoch. Das US-Bankensystem sei solide und widerstandsfähig. Verschärfte Kreditbedingungen für Haushalte und Unternehmen würden jedoch wahrscheinlich die Wirtschaft, die Einstellung von Arbeitskräften und die Inflation belasten, so die Federal Reserve.

Man behalte die Inflationsrisiken jedoch weiterhin sehr aufmerksam im Auge. Ziel der Fed ist eine Inflationsrate von unter zwei Prozent.

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Kommentare ( 10 )

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Peter Klaus
11 Monate her

Die EZB hat nachgezogen – jetzt bei 4,25%. Mal sehen, wann die ersten EU-Süd-Staaten anfangen unter der Zinslast zu ächzen. War da mal was Anno Domini 2008? Jeder Volkswirt hatte damals eindeutig vor den Konsequenzen der 0%-Zinspolitik gewarnt, aber keiner wollte hören, weil die €-Rettung „alternativlos“ sei. Mal sehn, wie man jetzt aus der Misere herauskommen wird – mit schon wieder noch mehr „billigem“ neuen Geld als aller letzte Patrone?

Nibelung
11 Monate her

Das mit dem Leitzins kann man so oder so sehen, denn steigt der Leitzins senkt es die Inflation oder läßt sie weniger stark ansteigen, hat aber den Nachteil, daß damit auch die Wirtschaftsleistung gebremst wird und somit könnte man annehmen, daß eine Handlung die andere aufhebt und am Ende ist gutes und schuldenfreies Haushalten immer noch die größte Garantie für eine ausgewogene Fiskalpolitik und selbst wenn der Konsument kurzfristige Vorteile genießen könnte, werden diese in der Summe am Ende wieder aufgefressen. Wer sich also seinem Vermögensstand anpaßt und nicht über die eigenen Verhältnisse lebt hat immer noch die größten Chancen… Mehr

Delarue
11 Monate her

Habe gerade mal nachgeschaut: Schuldenuhr USA . 32,7 Billionen Dollar.
Pro Kopf ca. 99.546,- Dollar. Bei den hohen Zinsen müssen die US-Steuerzahler 1-2 Monate pro Jahr nur für Zinszahlungen arbeiten.

Peter Klaus
11 Monate her
Antworten an  Delarue

Die Gläubiger freut es! Ich bin mir nicht ganz sicher, aber m.E. gehen ca. 13-14% des jährlichen deutschen Bundeshaushaltes nur für Zinszahlungen der Staatsverschuldung drauf (keine Tilgung!). Und dann noch ca. 42-45% für (Nicht-) „Arbeit & Soziales“….damit ist in Summe der größte Teil des Kuchens schon mal WEG.

Delarue
11 Monate her
Antworten an  Peter Klaus

Wie kann man kreditwürdig sein, wenn noch nicht einmal die laufenden Ausgaben aus den Einnahmen bestritten werden können?

Peter Pascht
11 Monate her

Was angehoben wird, ist der Schuldzins auf Schulden und Kredite.
Der Guthabenzins auf Spareinlagen ist nach wie vor seit Jahren,
= NULL, bestenfalls.
Es findet ganz unverkenntliche eine stille Absprache zwischen den Banken statt, also keine freie Marktwirtschaft.
Die Folge ist die Hemmung von Investitionen, Reduzierung der Kaufkraft, mit der Folge eines Konjunktureinbruchs und Rezession.
Also kontraproduktiv zu den verkündigten Absichten.
Es verhindert lediglich minimalst oder gar nicht, ein Anstieg der Inflation.
Ein schon längst hinfälliger Grund für das Bundeskartellamt einzugreifen.

Last edited 11 Monate her by Peter Pascht
Lucius de Geer
11 Monate her
Antworten an  Peter Pascht

Sie bekommen derzeit auf Tagesgeldkonten problemlos über 3 % p.a. bei deutschen Banken. Die Verzinsung dort folgt mit Verzögerung dem Geldmarktsatz (und damit dem Leitzins).

Karl Heinz Nusser
11 Monate her

Ich halte mich da an Dr. Markus Krall:
Zinsanpassung nach oben „Staaten sind pleite“, keine Zinsanpassung „Inflation geht durch die Decke“.
Die falschen Weichen wurde von der Politik vor Jahren gestellt, es wird kein Entkommen geben, der Zug rollt….
Das Erwachen wird sehr schmerzhaft werden, aber ohne Schmerz keine Umkehr. Mit Verstand ist der Politik nicht beizukommen, wir werden von drittklassigen Dilettanten(fremdgesteuerte Marionetten?) regiert und die deutschen Schlafschafe machen das, was Schafe immer machen, sie schlafen (noch!).

Albert Pflueger
11 Monate her

Jetzt haben wir in Deutschland eine Rezession. Die Zinsen kann man aber nicht senken, weil die Amis sie erhöhen und wir eine Inflation haben, die durch die Decke geht. Und nun?

Kuno.2
11 Monate her

Da verhält sich die FED sehr vernünftig. Der Angriff der BRIGS Staaten auf den Dollar kann man nicht besser beantworten.