Berlin: Weder law noch order

Die Handlungslosigkeit der Stadt Berlin ist der politische Skandal der offenkundigen Kapitulation von Recht und Ordnung vor der Willkür der sogenannten Ziviligesellschaft.

imago images / Christian Spicker

„Die illegale Mahnmal-Säule am Reichstag bleibt jetzt einfach stehen”, ist der Titel der BZ-Kolumne Mein Ärger von Gunnar Schupelius. Sein Fazit: „Im Tiergarten kann jeder machen was er will. Die Polizei schaut zu und wenn ein Schaden entsteht, dann zahlt die öffentliche Hand.“

Das Bezirksamt Tiergarten fordert die Entfernung des illegalen Objekts. Die Reaktion der Chaoten vom ZPS ist das eine:

»„Unser Sonderbetonkommando (SBK) hat (…) ein vier Tonnen schweres Stahlbeton-Fundament unter den Augen der Polizei gegossen“, berichtete Thilda Rosenfeld vom „Zentrum für politische Schönheit“ der B.Z.« 

Die Handlungslosigkeit der Stadt Berlin ist das andere: der politische Skandal der offenkundigen Kapitulation von Recht und Ordnung vor der Willkür der sogenannten Ziviligesellschaft.

Ralf Dahrendorf sprach in Büchern und Vorträgen oft von seinem prägenden Erlebnis 1945 in Berlin. Der NS-Staat war zu Ende, die Sowjets hatten ihr Regime noch nicht etabliert. Die Tage dazwischen, in denen Plünderungen und anderes mehr an der Tagesordnung waren, nannte er Anomie: einen Zustand ohne Normen und Normendurchsetzer.

Wozu es im Berlin des Jahres 1945 den Zusammenbruch der Hitler’schen Diktatur und die Einnahme der Stadt durch die Rote Armee bedurfte, schafft der Berliner Senat heute ganz allein – nicht für wenige Tage, sondern als Dauerzustand.

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Kommentare ( 29 )

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29 Kommentare auf "Berlin: Weder law noch order"

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In einer Stadt, in der Linksterroristen ungestraft fremde Gebäude besetzen und fundamentalistische Killer nachts ihrem blutigen Handwerk nachgehen können, ohne von der minderbemittelten, entmachteten Polizei behelligt zu werden, ist dieser Akt der widerlichsten Holocaustverunglimpfung leider keine Überraschung. Ich habe das Unglück, in Berlin zu leben. Schon seit Jahren stehen jeden Abend die Dealer auf der Straße. Polizisten antworten, sie „können nichts tun“. Ebenfalls nichts gegen die Grasraucher in der Nachbarswohnung. Armes, armes Berlin. Einst Stolz dieses Landes, jetzt sein grauslichster Schandfleck. Die SED-Grünen-Regierung versenkt das ihr anvertraute Geld in genderideologische und marxistische „Projekte“ an Kindergärten, in unsinnige Verkehrsbehinderungsmaßnahmen (ohne dabei… Mehr

In einer Stadt, in der Linksterroristen ungestraft fremde Gebäude besetzen und fundamentalistische Killer nachts ihrem blutigen Handwerk nachgehen können, ohne von der minderbemittelten, entmachteten Polizei behelligt zu werden, ist dieser Akt der widerlichsten Holocaustleugnung leider keine Überraschung. Ich habe das Unglück, in Berlin zu leben. Schon seit Jahren stehen jeden Abend die Dealer auf der Straße. Polizisten antworten, sie „können nichts tun“. Ebenfalls nichts gegen die Grasraucher in der Nachbarswohnung.

Armes, armes Berlin. Einst Stolz dieses Landes, jetzt sein grauslichster Schandfleck.

Das Ding sieht aus wie eine Radarfalle.

Wenn linke Mehrheiten möglich werden, ist eine Gesellschaft verwahrlost.

Berlin ist die größte Freiluftklapse in Deutschland – und Deutschland ist die größte Freiluftklapse der ganzen Welt.

„Im Tiergarten kann jeder machen was er will.“ – Nein, ganz sicher nicht JEDER. Es müssen schon Linksextreme sein.

Wäre eine „Kunstaktion“ gegen grün-rot-dunkelroten Irrsinn von einem rechten Künstlerkollektiv gelaufen, sie wäre im Ansatz abgewürgt worden, die Initiatoren wären längst angezeigt und (mindestens zeitweise) weggesperrt worden. Freiheit der Kunst hin oder her. Mit der Kunstfreiheit ist es in Merkel-Land wie mit der Demonstrationsfreiheit und dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Einige haben diese Grundrechte vorbehaltlos, andere haben sie durch ihre „falsche“ Haltung zumindest teilweise „verwirkt“.

Gibt’s keinen Baggerfahrer in Berlin, der das Ding einfach mit der Schaufel umhauen könnte?

Das ist doch mal was. Bauen ohne Baugenehmigung vor dem Reichstag.
Mietendeckel-Lompscher wird es gefallen.

Warum hat die Redaktion nicht die Inschrift erwähnt, die das ZPS hinterlassen hat?

„Ich schwöre Tod durch Wort und Tat, Wahl und eigene Hand (wenn ich kann) jedem, der die Demokratie zerstört.“

Hört sich doch an, als würde künftig weit schlimmeres passieren, als illegal Stelen quasi direkt vor den Reichstag zu setzen.

Der Staat, bzw. dessen gewählte Vetreter, muss sich nicht wundern, wenn dieser selbst nicht mehr wilens ist Recht und Ordnung durchzusetzen und krasse politische Fehlentscheidungen relativiert werden, das das System zwangsläufig kippt

Vielleicht ein guter Zeitpunkt, ein 4 Tonnen-Fundament für ein anti-Merkel, anti-EU Mahnmal direkt daneben zu giessen?

Man darf nicht vergessen, dass im Berliner Senat genau die gleiche Klientel sitzt, die draußen auf der Straße macht, besser machen darf, was sie will, nämlich der links(grün)extreme Mob.