Mit seinem neuen Buch über „Remigration“ sorgt der österreichische Publizist Gerald Grosz bereits kurz nach Erscheinen für große Aufmerksamkeit in Deutschland. Bereits vor Erscheinen lagen 15.000 Bestellungen vor.
IMAGO - Collage: TE
Nach Angaben aus seinem Umfeld entwickelt sich das Werk schon in den ersten Verkaufstagen zu einem bemerkenswerten Erfolg – und knüpft damit direkt an den Triumph seines vorherigen Buches „Merkels Werk – unser Untergang“ an, mit dem Grosz sogar die SPIEGEL-Bestsellerliste eroberte – gegen den anfänglichen Widerstand. Tichys Einblick hatte mehrfach darüber berichtet und das Buch promotet. „Ich verdanke Euch den Start in Deutschland“, sagte Grosz auf der alternativen Buchmesse „Seitenwechsel“ in Halle. Vom Publikum erhielt er donnernden Applaus.
Gerade dieser Erfolg macht Grosz inzwischen zu einer festen Größe im deutschsprachigen Politbuchmarkt. Denn „Merkels Werk – unser Untergang“ war keineswegs nur ein Nischenphänomen konservativer Medien. Das Buch schaffte den Sprung in die offiziellen SPIEGEL-Sachbuchcharts und rückte zeitweise sogar bis auf Platz 2 der Bestsellerliste vor. Für einen Autor außerhalb des klassischen deutschen Politik- und Medienbetriebs war das ein außergewöhnlicher Erfolg.
Mit seinem neuen Werk geht Grosz nun noch weiter. Während „Merkels Werk“ vor allem als politische Abrechnung verstanden wurde, präsentiert er nun konkrete Forderungen zur Migrationspolitik. Im Mittelpunkt steht dabei der Begriff „Remigration“ – also die Rückführung von Personen ohne Aufenthaltsrecht oder von Migranten, die sich dauerhaft nicht integrieren wollen oder straffällig geworden sind.
Damit greift Grosz eine Debatte auf, die inzwischen auch in Deutschland immer offener geführt wird. Noch vor wenigen Jahren galt der Begriff „Remigration“ als politisches Tabu. Inzwischen bestimmen Themen wie Abschiebungen, Grenzschutz und Rückführungen zunehmend den politischen Diskurs. Selbst Vertreter etablierter Parteien sprechen inzwischen deutlich schärfer über Migration als noch während der Merkel-Jahre.
Der Erfolg des neuen Buches dürfte deshalb auch Ausdruck eines politischen Klimawandels in Deutschland sein. Viele Bürger haben den Eindruck, dass die Probleme der Migrationspolitik lange verdrängt oder schöngeredet wurden – etwa wenn Arbeitsministerin Bärbel Bas davon sprach, dass „niemand“ in das deutsche Sozialversicherungssystem einwandern würde. Nach einem öffentlichen Aufschrei versucht sie, diese Aussage zu relativieren – zu viele Bürger hatten dies als Verdrängung der Realität kritisiert. Grosz präsentiert sich als jemand, der genau diese Unzufriedenheit ausspricht – kompromisslos, zugespitzt und medienwirksam.
Der Verweis auf die SPIEGEL-Bestsellerliste spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn damit lässt sich der Erfolg nicht mehr als bloßes Randphänomen abtun. Ein Autor, der Platz 2 der deutschen Sachbuchcharts erreicht, hat offensichtlich ein großes Publikum erreicht – weit über politische Nischen hinaus.
Kritiker werfen Grosz vor, mit drastischer Sprache Ängste zu schüren und gesellschaftliche Konflikte weiter anzuheizen. Seine Anhänger sehen dagegen genau darin seine Stärke: Er spreche Themen aus, die lange tabuisiert worden seien.
Fest steht: Gerald Grosz hat sich vom österreichischen Politkommentator zu einem der erfolgreichsten migrationskritischen Autoren im deutschsprachigen Raum entwickelt. Und der neuerliche Erfolg seines Buches über Remigration zeigt, dass die Debatte über Migration und die Folgen der Merkel-Ära in Deutschland längst nicht beendet ist.




Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein