Künstliche Intelligenz ist ein Billionen-Business. Ausgerechnet im Hohenlohischen verdienen zwei deutsche Familienkonzerne kräftig mit. Einer davon wurde gerade in die USA verkauft.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Michael Probst
Künstliche Intelligenz verlangt nach riesigen Rechenzentren und Computer-Farmen –und die brauchen Kühlung. Damit springt man ins Hohenlohische, eine Gegend, die fälschlicherweise zu Baden-Württemberg gezählt wird. Was zwar verwaltungstechnisch stimmt, aber nicht historisch und schon gar nicht mental.
Schön ist es da. Der Dichter Eduard Mörike beschrieb die Gegend mit dem Verwaltungssitz Künzelsau und der größten Stadt Öhringen einst treffend als „besonders zärtlich ausgeformte Handvoll Deutschland“ – idyllisch, poetisch und voller Ruhe.
Dort kämpfen zwei Hidden Champions um die Vorherrschaft über Kühlung, Ventilation und Luft – beide sind Gewinner des KI-Booms, haben dieselben Wurzeln.
ebm-papst in die USA verkauft
Gerade wurde der Familienkonzern EBM-Papst aus Mulfingen im Hohenlohe-Kreis an den US-Industriekonzern Madison Air verkauft – für rund fünf Milliarden Euro. Ebm-Papst baute bislang Ventilatoren und Luftkühlung etwa für Kühltruhen in Supermärkten, für Autos und früher auch für Haushaltsgeräte, dazu KfZ-Teile. Es ist einer dieser heimlichen Riesen, den kaum einer kennt – 13.000 Beschäftigte, davon 5.800 hauptsächlich in Mulfingen und um Mulfingen herum.
Größter Konkurrent ist der Konzern Ziehl-Abegg, der nur elf Kilometer entfernt in Künzelsau sein Global Headquarter unterhält; englisch muss es schon sein. Was Mitarbeiter und Umsatz betrifft, ist Ziehl-Abegg nur halb so groß wie der jetzt amerikanisierte Konkurrent, und das auf identischen Geschäftsfeldern. Neuerdings neben Kühltruhen eben KI-Rechenzentren.
Ziehl-Abegg wächst mit 12 Prozent schneller als EBM-Papst. Zudem hat ebm-papst einige schwierige Jahre hinter sich und hat ein Viertel seines Umsatzes verloren – Rückzug aus der KfZ-Zulieferung und dem Geschäft mit Haushaltsgeräten bremste das Unternehmen. Der Vorstoß ins KI-Geschäft kostete zunächst Kraft – aber nach der Umstrukturierung ist das Wachstum zweistellig zurück. Mit dem neuen US-Partner Madison Air fühlt sich das Unternehmen auf der sicheren Seite.
Madison ist vor allem in Nordamerika stark, EBM-Papst dagegen in Europa und Asien. Besonders interessant ist für beide Seiten das schnell wachsende Geschäft mit der Kühlung von Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Mulfingen soll Unternehmenssitz sowie wichtiger Entwicklungs- und Produktionsstandort bleiben. Madison hat zudem erklärt, das Unternehmen weiterentwickeln und zusätzlich investieren zu wollen.
Jahrelang sollen Streitereien der drei Familien, denen das Unternehmen bislang gehört, Expansion und Neuausrichtung gebremst haben. Es ist eine Dallas-Story – Kampf um Vorherrschaft, Familienkrach und Reibereien in idyllischer Landschaft. Jetzt hat die US-Unternehmung ganz allein das Sagen und Hohenlohe ein paar Cash-Milliardäre mehr – man gönnt sich ja sonst nichts und liegt im harten Wettbewerb: Das Hohenlohische ist ein Ort, in dem die Giganten hausen. Die familiengeführte Würth-Gruppe ist der Platzhirsch – und zwar mit Riesengeweih: 20,7 Milliarden Umsatz, 86.000 Mitarbeiter.
Die Bürkert Fluid Control Systems sitzt in Ingelfingen und ist auf Ventile sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik spezialisiert. Sie beschäftigt 2.800 Mitarbeiter. Die GEMÜ Ingelfingen ist ebenfalls ein Ventil- und Regeltechnikspezialist und international tätig. Die Berner Group Handel und Chemie beschäftigt mehr als 8.000 Mitarbeiter; Wittenstein beschäftigt 2.500 Angestellte im wesentlichen mit Mechatronik und die börsennotierte R. Stahl produziert Explosionsschutz mit 1.700 Mitarbeitern.
Aber das sind nur die Größten der Großen. So viel wird geflogen, dass sich die Unternehmen eine eigene Infrastruktur geschaffen haben: Der „Adolf Würth Airport Schwäbisch Hall – EDTY“ verfügt über eine 1.540 mal 30 Meter lange Betonpiste, für Instrumentenlandesystem, Nachtflugbetrieb, General Aviation Terminal – mit Hangars, Tankstelle und Wartung. Man ist eben viel unterwegs und Stuttgart weit weg. Rund 35 bis 40 km weiter östlich liegt Niederstetten, ein Bundeswehrflugplatz mit ziviler Mitbenutzung. Dort steht beispielsweise der Firmenjet von ebm-papst im Hangar.
2024 entfielen laut Heilbronner Stimme rund 150 der etwa 600 gewerblichen Flugbewegungen in Niederstetten auf ebm-papst. Hohenlohe fliegt in die Welt.
Aber am liebsten bleibt man unter sich. Man kennt sich, man hilft sich, man be-kämpft sich auch und wächst gleich noch schneller. 1910 gründet Emil Ziehl die Ziehl-Abegg; Heinz Ziehl fördert den genialen Ingenieur Gerhard Sturm. 1963 gründen Heinz Ziehl, Günther Ziehl und Gerhard Sturm die „Elektrobau Mulfingen“, daher ebm. Gerhard Sturm wurde die zentrale Unternehmerfigur. Er führte das Unternehmen mehr als 40 Jahre als geschäftsführender Gesellschafter und schied 2007 aus der operativen Führung aus. Unter ihm wurde aus den 35 Mitarbeitern Weltmarktführer ebm, später nach der Fusion mit Motoren Papst: EBM-Papst.
Wettbewerb belebt das Geschäft
Wettbewerb belebt das Geschäft. Es ist ein gewaltiges industrielles Cluster entstanden. Jetzt entscheidet sich: Wer hat zukünftig die Nase vorne? Die amerikanische ebm-papst oder Ziehl-Abegg?
Gerade 115.000 Einwohner hat der heutige Hohenlohe-Kreis, aber die vermutlich höchste Milliardärsdichte pro Einwohner. Das ist die Konsequenz der Geschichte. Nichts beleidigt einen Hohenloher mehr, als wenn man ihn zu Baden (zu leger, zu schlampig) oder gar Württemberg (zu arrogant) zählt. Hohenlohe ist nicht einfach nur eine Gegend um Künzelsau, sondern Name eines alten fränkischen Fürstenhauses und seiner kleinräumigen Territorien. Von denen so ziemlich jedes einen Weltmarktführer hervorgebracht hat. Aus Vielfalt folgt Größe, nicht umgekehrt.


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Über Google/KI nach Brandmauer gefragt .Das „Künstliche“ akzeptierbar ,von „Intelligenz“ nicht die kleinste Spur .
Würde Google/Maps arbeiten wie Google/KI (Gemini) würde Europa links fahren und die Briten rechts .
und schon macht das laute Geplärre nach Subventionen für Klimaanlagen wieder Sinn.
Eine erwartbar wohlwollende Begleitung der Entwicklung. Könnte die FAZ nicht besser. Auch der Commerzbank-Verkauf an den Euro-Pleitestaat Italien wird wohlwollend begleitet. Schließlich profitieren alle: Beschäftigte, der Finanzplatz Frankfurt, der deutsche Mittelstand, der Industrie- und Handelsnation Deutschland. Nur Italien bzw. die Unicredit profitieren nicht. Na sowas. Was können wir Deutschen denn noch weiter für ausländische Unternehmen und Staaten tun? Wir müssen mehr opfern! Die folgende Übersicht ist bei weitem nicht vollständig. Sie ist in keinem – nochmal: in keinem anderen Land Europas, auch nicht in den USA oder Japan oder China auch nur ansatzweise in dieser Dimension erfolgt oder auch nur… Mehr
Kühlung ist bei KI ein wichtiges Thema…aber das Ventilatoren aus Deutschland hier eine führende Rolle spielen können erstaunt mich sehr….aber man lernt ja täglich was dazu…Apropos Kühlung: übrigens ist die Idee von div. Tech-Bossen aus den USA, Rechenzentren ins All zu verlegen nicht wegen der Kühlung. Das ist nur ein vorgeschobener Grund. Es geht einfach darum dass das All ein rechtsfreier Raum ist und man dort (noch) machen kann was man möchte.
KI – das neue Wasserstoff-Ersatzprodukt.
Viel Spaß beim Geldversenken.
Hat nix mit dem Beitrag zu tun.
Aber will TE sich später sagen lassen, sie hätten sich um einen der größten politischen Justizskandale im Zusammenhang mit einem Menschheitsverbrechen nicht gekümmert?
https://fassadenkratzer.de/2026/08/16/erzbischof-vigano-an-dr-fuellmich-in-u-haft/
Genau, es stört mich genauso wie Sie, dass weder „TE“ noch „Kontrafunk“ auf diesen himmelschreienden Skandal in Bezug auf den verschleppten und inhaftierten Rechtsanwalt und „CORONA – Aufklärer“ Dr. Fuellmich eingehen, wirft bei mir Fragen auf!
Durch den „Fassadenkratzer“ wird man zumindest über diesen Justizskandal auf dem Laufenden gehalten.
Gläubige mögen für IHN und seine Frau beten!
Vielleicht bin ich Ventilatoren-Banause, doch von allen Dingen, die man in KI-Rechenzentren braucht, Ventilatoren dürften zu den einfacheren gehören? Sicherlich gibt es chinesische Firmen, die genauso gute viel billiger produzieren?
Hohenlohe gehört zu Heilbronn-Franken und ist das nichtschwäbische Württemberg. Zu Nordbaden gehört auch noch ein Anteil mit fränkischen Herkunft.
Man ist dort tolerant und trinkt den Wein aus Taberfranken(Württemberg und Baden) und steht so über den Dingen.
Letztlich ist die Gegend mit ertragreicherLandwirtschaft und vielfältiger Industrie die Vorzeigeregion von BW. Das zeigte sich früher so, daß Heilbronn die industriestärkste Stadt von Wüttemberg war.
Gruß
Ein Hohenloher
Ich glaube dem Grossteil der Menschheit ist bislang nicht einmal ansatzweise bewusst, wie die folgende Formel für immer die Welt vräerändert hat bzw. verändern wird:
_________________________________________
Attention (Q,K,V) = softmax (Q× K^T/sqrt(d)) x V
——————————————————————-
P.S.:
Ich würde hierzu gerne mal einen Gastbeiteag für TE schreiben…
https://en.wikipedia.org/wiki/Attention_(machine_learning)
Interessant ist, dass es sich hierbei um eine Emergenz handelt.
Insgesamt gibt es im Universum nur eine Intelligenz, d.h. die Unterscheidung von natürlicher und künstlicher Intelligenz ist willkürlich.
Der Mensch ist mit seinen 30 Watt und 1,4 kg Hirn aus nur sehr bedingt geeigneter „intelligenter Substanz“ die zudem nur linear sehr langsam (50m/s) denken kann für Intelligenz sehr schlecht ausgestattet. Einstein ist mittelfristig im Vergleich zu KI wie eine Amöbe….
Hier ist nichts emergent, der simple Attenuation-Begriff der Transformer ist eingebacken und stellt etwas sehr Einfaches im Vergleich zur Aufmerksamkeit der Neurowissenschaften dar, selbst wenn man nur deren bekannte materiellen Inkarnationen betrachtet. Um etwas dazu zu sagen, was Intelligenz oder – viele Potenzen hoeher – Bewusstsein darstellt, muessten Sie sie/es erst einmal definieren koennen. Dann koennen Sie vielleicht anfangen von dem zu fabulieren, was und in welcher Form das Universum in dieser Hinsicht ausbildet. Dass es seinen Preis an Energie hat, ist schon jetzt deutlich sichtbar. Koepfe sind optimiert auf einen mobilen Agenten mit begrenzten räumlichen und energetischen Ressourcen. Aus… Mehr
Intelligenz ist ganz simpel „die Fähigkeit durch Abstraktion Analogien zu entdecken“. Hierzu ist kein Bewusstsein nötig.
Ganz simple Frage:
Was ist ein Säugetier ?
Fall Sie mit ihrem Bewusstsein sich schwer tun, das zu beantworten, hier die Antwort einer gewöhnlichen Zecke ohne Beweusstsein:
Ein Säugetier ist ein Objekt von 37 Grad Körpertemperatur, wekches nach Buttersäure stinkt.
Schöner kann man die Fähigkeit durch Abstraktion Analogien tu entdecken nicht beschreiben.
Es blendet völlig die Bereiche aus, die KI nicht mal ansatzweise leisten kann.
Fragen sie die KI, was sie nicht kann.
„Ein KI-Tool kann bei der Strukturierung von Massendaten unterstützen, besitzt aber kein Bewusstsein für die rechtliche und logische Tragweite von Informationen. Die finale Bewertung und das Erkennen von strategischen Wendepunkten (wie dem OLG-Revisionsurteil) bleibt die unersetzbare Kernkompetenz des menschlichen Analytikers.
Ein Tool sieht nur, was geschrieben steht; der Analytiker sieht, was bewiesen ist.
..und wo die KI nichts liefern kann, erfindet sie. Urteile bis sonstwas.
> Nichts beleidigt einen Hohenloher mehr, als wenn man ihn zu Baden (zu leger, zu schlampig) oder gar Württemberg (zu arrogant) zählt. Hohenlohe ist nicht einfach nur eine Gegend um Künzelsau, sondern Name eines alten fränkischen Fürstenhauses und seiner kleinräumigen Territorien.
Aha. Welche Schlüsse ergeben sich daraus für die gebotene Industriepolitik?
Kleinräumigkeit und Wettbewerb statt Brüsseler Zentralplanung
Am Ende hats der „Ami“ – früher oft kriegerisch, diesmal wenigstens zum Schein friedlich. Da geht er hin, fast jeder deutsche Triumph. Landauf – und landab, einer nach dem anderen!
Die amerikanischen Beutezüge im Gefolge des Ersten und Zweiten Weltkriegs werden hierzulande freundlich verschwiegen. Von Chinas heutigen Aktivitäten hier ganz zu schweigen, natürlich selbst verschuldet, genau von den jetzigen Opfern. Alles steht in Frage und droht, verlustig zu gehen. Selbst die Franzosen im Gefolge, wie immer, gehören zu den Rosinenpickern, die meistens noch mit freundlicher Unterstützung der elenden Parteien-Nomenklatura, die das Land zermürben.