E-Fuels: Der Widerstand gegen die reine Elektromobilität formiert sich auch in Glasgow

BMW-Chef Oliver Zipse zeigt sich in Glasgow als einer der wenigen Industrieverantwortlichen der Autobranche, die über den Tellerrand hinausdenken. Glücklicherweise setzt auch Noch-Verkehrsminister Scheuer auf synthetische E-Fuels statt einzig Elektro-Antrieb.

IMAGO / ZUMA Press
Demonstration in Glasgow, 10.11.2021

Auf der seit 31. Oktober stattfindenden 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow 2021, international bekannt als COP 26, wurde von den fast dreitausend Delegierten aus über 140 Ländern viel gesprochen, debattiert und gestritten, von dem ein Abdruck in Schriftform nicht lohnt. Nur ein Satz von dort hat es bis in die Schlagzeilen gebracht, der sich lohnt, zitiert zu werden: „Es ist Zeit zu handeln. Jetzt.“ Und das Wichtigste sei nun gemeinsam „einen klaren, verbindlichen Pfad mit klaren Zielen zu wählen und auch zu verfolgen“.

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Wer glaubt, das sei ein Appell an die Gesundheitspolitiker jeglicher Couleur in Deutschland, die aktuelle Kakophonie von Maßnahmen der Corona-Bekämpfung zu beenden und endlich „klare Kante“ zu zeigen, der irrt. Das Zitat stammt von Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender des Münchner Autokonzerns BMW. Und er fiel bei der Klimakonferenz in Glasgow, wo am 9. November mehr als zwei Dutzend Staaten und elf Autohersteller angekündigt haben, dass von ihnen bis spätestens 2035 „in den führenden Märkten“ keine Autos mehr verkauft oder zugelassen werden sollen, die fossile Energie verbrennen. Vor allem die Autohersteller sind konkret verpflichtet, die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bis zum Jahr 2040 weltweit einzustellen und in führenden Märkten spätestens 2035 nur noch emissionsfreie Autos und Vans zu verkaufen.

Mit dieser Glasgower Erklärung für emissionsfreie Fahrzeuge wurde im Klartext das Ende des Verbrennungsmotors eingeleitet.

Und jetzt kommt der Gag: Diese Erklärung haben – neben 24 Staaten und 38 Regionen und Städten – von den Autoherstellern von Rang und Namen nur Daimler, Volvo, BYD, Jaguar Land Rover sowie die US-Autobauer Ford und General Motors unterschrieben. Der Volkswagen-Konzern und BMW haben die Vereinbarung nicht unterschrieben!

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Auch die Bundesregierung zählt zu den Nicht-Unterzeichnern. Der geschäftsführende Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte dem Vorstoß zuvor schon eine Absage erteilt. „Der fossile Verbrenner wird 2035 auslaufen. Die Verbrennertechnologie wird aber weiterhin gebraucht“, sagte Scheuer. „Wir wollen sie mit synthetischen Kraftstoffen klimaneutral machen und die Vorteile der Technologie erhalten.“ Die geplante Erklärung berücksichtige den Antrieb mit synthetischen Kraftstoffen nicht. Deshalb sei sein Ministerium dagegen. Das sei auch  die Linie der amtierenden Bundesregierung.

Das Umweltministerium, vertreten durch Staatssekretär Flasbarth, sah seine Umwelt-Felle als fanatischer Befürworter des E-Auto davon schwimmen. Doch durchgesetzt hat sich dann endgültig unter anderem der noch amtierende Bundesverkehrsminister Scheuer. Kurz nach Veröffentlichung der Erklärung in Glasgow bekräftigte Scheuer die Einigkeit der Bundesregierung in der Verbrennungsmotor-Frage und hielt auf Twitter fest: „Wir wollen saubere & klimaneutrale Mobilität, aber eben technologieoffen. Der FOSSILE Verbrenner muss 2035 auslaufen! Was in der Glasgow-Erklärung fehlt? – eFuels aus erneuerbaren Energien in Verbrennungsmotoren zu nutzen.“ So Scheuer wörtlich. Flasbarth resignierte. „Ich bin hier ja nicht auf einem Egotrip“, fasste er die Zwickmühle des Bundesumweltministeriums zusammen, das für sich nach eigenen Angaben gerne die Erklärung unterschrieben hätte.

Aber genau das war die bisherige Linie des Umweltministeriums und seiner Verantwortlichen, die voll für den Elektrotrip der Bundesregierung inclusive der Fördermilliarden für Infrastruktur und Anschaffung von E-Autos verantwortlich waren. Stets bemängelten sie, dass für die Herstellung von E-Fuels auf Basis von grünem Wasserstoff eine Menge Ökostrom nötig ist. Und übersahen dabei völlig, dass auch für die angestrebte Flotte von mindestens 10 Millionen Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen erhebliche Mengen an grünem Strom erforderlich sind, sollen E-Autos wirklich klimafreundlicher fahren als Verbrennerautos. Noch wird geglaubt, dass diese Menge in den kommenden Jahren mit einem Kraftakt zu erreichen wäre.

Das ist ein Irrtum! Faktum ist: Diese Zusatzmenge – die Betonung liegt auf Zusatz – an grünem Strom ist in Deutschland in keinem Fall bei der jetzigen Energiepolitik – raus aus der Kernkraft, raus aus der Kohle – zu erreichen. Ökostrom fehlt in Deutschland heute, und wird morgen in noch größerem Ausmaß fehlen. Weder für den Betrieb von E-Autos noch für die Produktion von E-Fuel steht in Deutschland ausreichend „grüner“ Strom zur Verfügung. Experten bezeifeln sogar, dass überhaupt genügend Strom in Zukunft im Netz wäre. Strom-Rationierung und Blackouts werden bereits vorgerechnet.

Inzwischen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass E-Fuels für Deutschland im Ausland produziert werden müssen, da wo die Sonne ständig scheint und/oder Wind stetig weht. Nicht nur Verkehrsminister Scheuer ist davon überzeugt, dass dies keine unüberwindbare Hürde darstellt. Auch die Ampel-Verhandler setzen auf E-Fuels und hatten dies auch schon ausdrücklich in ihrem Sondierungspapier verankert – zum großen Frust der grünen Elektro-Hardliner. Dazu gibt es noch ein interessantes Detail: Der Siemens-Konzern baut derzeit zusammen mit dem Autohersteller Porsche und dem Saudi-Ölkonzern Aramco in Chile eine Fabrik für E-Fuels.

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Interpretiert man CEO Zipse richtig, so hat BMW die Verbrenner-Beerdigungsanzeige nicht unterschrieben, weil BMW weiter an den Verbrennermotor glaubt, nicht jedoch an die fossile Verbrennung! Ein himmelweiter Unterschied, weil in der Öffentlichkeit völlig konfus und undifferenziert alles in eine Topf geworfen wird: Verbrenner als Motor, und fossiler Kraftstoff als Antriebsmittel, der im Motor verbrannt wird. Ein Verdikt des Motors, der nur ökologisch falsch „gefüttert“ wird. Als ob es keine synthetischen Kraftstoffe gäbe. Nach Zipse soll es „keine Regeln für ein Verbrennerverbot“ geben, stattdessen sollten alle verfügbaren Technologien verbessert werden – und auch der Verbrenner seine Berechtigung behalten.

Für BMW ist „Technologieoffenheit“ das Zauberwort. Zwar sollen auch bei BMW im Jahr 2030 die Hälfte der BMW-Autos nur mit Strom fahren. Aber es solle weiterhin Verbrennerfahrzeuge geben, die mit synthetischen Kraftstoffen und Wasserstoff betrieben werden können. Synthetische Kraftstoffe sollten auch für Pkw hergestellt und genutzt werden.

Damit gehört Oliver Zipse zu den wenigen Industrieverantwortlichen aus der Autobranche, die über den Tellerrand hinausdenken und das Weltklima als Ganzes im Auge haben und nicht nur in einzelnen Ländern oder Modellreihen ihres Konzerns. Selbst wenn global jährlich 30 Millionen neue Elektroautos auf den Markt kämen – unterstellt, sie seien grün betrieben und produziert – bedeutet das angesichts des Altbestands an 1,6 Milliarden Verbrennerautos nur einen Klimatropfen auf den heißen Stein. Wirksamer Klimaschutz kann nur betrieben werden, wenn dieser Altbestand CO2-neutral gestellt wird, also im Fahrbetrieb zwar CO2 emittiert, aber kein zusätzliches CO2 entsteht. In E-Fuels wird bereits vorhandenes CO2 recycelt, es entsteht also kein neues. Das ist der Trick!

Bei Daimler dagegen wird anders gedacht. Als einziger deutscher Autohersteller hat Daimler-Chef Ola Källenius auf der Klimakonferenz in Glasgow mit anderen Herstellern ein konkretes Datum für ein Verbrenner-Aus vereinbart. Auf dem  jüngsten Automobilwoche-Kongress hat der Daimlerchef die Festlegung auf ein Enddatum für den Verbrennermotor vehement verteidigt. „Ich habe unterschrieben, weil wir davon ausgehen, dass die Kunden im Premium-Segment schneller einen Zugang zu Ladeinfrastruktur haben“, so Källenius. So werden die allermeisten Mercedes in einer Garage geparkt, die sich im Zweifel mit einer Wallbox ausstatten lässt.

Zudem ist für Källenius klar, dass das Kapital des Unternehmens spätestens ab 2025 zum Großteil nur noch in die Elektromobilität fließen soll und der Umstieg beschleunigt wird. „Wenn man einmal losgeschwommen und in der Mitte eines Flusses ist, dann will man auch an das andere Ufer“, so Källenius. Zudem wachse der Druck von Investoren, auf CO2-Neutralität umzusteigen. Källenius rechnet damit, dass im Jahre „2030 + X“ Schluss ist mit dem Verbrenner

Dagegen spricht sich auch EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean wie der VDA und BMW, und völlig anders als ihr Vorgänger Timmermanns, für Technologieoffenheit aus. Noch könne man nicht sagen, welche Technik die erfolgreichste sein werde. Und: „Ich halte ein Verbrenner-Verbot schlichtweg für falsch“.

Elektromobilität ist die Zukunft, heißt es an vielen EU-Stellen. EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean sieht das nicht so einseitig. Im Rahmen des „Handelsblatt Auto-Gipfels“ zeigte sie sich als Befürworterin alternativer Kraftstoffe. „Flüssige Kraftstoffe für die Straße zu haben wäre absolut großartig“, sagte die Rumänin. „Die Infrastruktur ist schon da“, fügte sie mit Blick auf Tankstellen und Raffinerien an.

Für Vălean sind Übertragungsnetze wichtiger als Ladenetze. Für die Produktion von E-Fuels braucht es große Mengen an grünem Strom, der nicht verfügbar ist. Erste Anlagen in industriellem Maßstab entstehen aktuell in Chile, wo sie Windenergie nutzen sollen. Vălean sprach sich angesichts der Antriebswende für höhere Investitionen in Übertragungsnetze aus. Es werde immer mehr Strom gebraucht, so die Kommissarin.

Denn der Verkehrskommissarin ist bewusst, dass auch andere Transportzweige ihre Emissionen senken müssen und deshalb Interesse an E-Fuels haben könnten. Beispielsweise die Luftfahrt, deren Vehikel sich kaum elektrifizieren lassen. Wer wie viel synthetische Treibstoffe brauche und bekomme, solle der Markt regeln, erklärte Vălean. Die Politik müsse den Markttrends folgen.

Zu wenig Geschwindigkeit beim Ausbau öffentlicher Ladenetze für E-Autos sei dagegen nicht das größte Problem. Viele Staaten würden schon jetzt die Ausbauziele aus Brüssel erfüllen, obwohl diese noch nicht einmal verbindlich in Kraft getreten seien, so Adina Vălean. Und: „E-Fuels „wären absolut großartig“.

Zum Abschluss sei Fritz Indra zitiert, Motorenpapst aus Wien: “Habe eben auf ZDF gehört, dass Deutschland dem Verbrenner mit syn. Kraftstoffen eine Chance gibt und deshalb diesen Unsinn zum Ausstieg aus den Verbrennern nicht unterschrieben hat … Ist das nicht ein riesiger Erfolg?“

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Kommentare ( 61 )

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Albert Pflueger
14 Tage her

Angesichts der absehbaren Stromkrise nach Abschaltung der nächsten Kraftwerke ist es vernünftig , die Mobilität wie bisher mit sparsamen Verbrennern zu gewährleisten. Wer synthetische Kraftstoffe herstellen will, braucht dazu verlässliche Stromproduktion, die kann der ganze Ökozirkus aber nicht bieten. Die Ladeinfrastruktur für Batterieautos ist andererseits nicht baubar, schon gar nicht in den Städten, in denen die Menschen in Mietwohnungen leben. Sollte die Erkenntnis gereift sein, daß moderne Kernkraftwerke auch Treibstoffe synthetisieren können, indem man die reichlich und zuverlässig bereitstehende Energie dazu nutzt, wird es kein Schaden sein, wenn man dazu passende Verbrenner bauen kann, die nicht schlechter sind, als die,… Mehr

bhayes
15 Tage her

Noch ein Hinweis zu Art. 20 der Abschlusserklärung: Dort wird vom Abschied von „unabated coal power“ gesprochen, d.h., Kohlekraftwerke, deren CO2 nicht neutralisiert wird.
Implizit bedeutet das, dass die Konferenz sehr wohl es zulässt und begrüßt, dass Kohlekraftwerke – und damit natürlich auch andere Verbrennungsmaschinen – weiterbetrieben werden können, solange das CO2 auf geeignete Weise neutralisiert wird, also insbes. aufgefangen und auf Dauer gespeichert wird.
Der Königsweg dazu lautet CO2-to-stone, d.h., das CO2 wird in bestimmte Gesteinsschickten gepresst, in denen es sich mit dem Stein verbindet, wodurch dieser zu einer anderen Gesteinssorte wird.
Siehe dazu die Firma Carbfix in Island.

giesemann
17 Tage her

Habe das neulich an Prof. Mo Latif geschrieben, nach seinem Auftrieb bei Markus Lanz: Sehr geehrter Herr Professor,  ich konnte Ihren Argumenten bei Lanz in allen Teilen gut folgen.  Sie stellen fest, dass seit 1990 der CO2-Anstieg in der Atmosphäre ca. 60% beträgt. Damals gab es ca. 5 Milliarden Menschen, heute knapp 8. Das ergibt einen Zuwachs von 60%. Genauere Zahlen finden Sie unter https://countrymeters.info/de/World – aber es passt so schön mit den 5 + 3 = 8, nicht wahr? Warum haben Sie das nicht erwähnt? Gut, ist auch peinlich, belegt oder unterstützt aber die Behauptung, der CO2-Anstieg sei menschengemacht. Ob das… Mehr

merlin999
17 Tage her

Diese Regierung hat das Abkommen nicht unterschrieben. Aber die nächste wird es unverzüglich zur Rettung des Planeten unterzeichnen. Wo ist jetzt der Erfolg? Deutschland stürzt sich in die volle Abhängigkeit ausländischer Energiekonzerne.

Schwabenwilli
17 Tage her

Afrika wächst jede Woche um eine Million Einwohner Punkt was glauben Sie was diese Leute alles für Kobalt, Lithium und anderen seltenen Dreck aus den Bergwerken raus buddeln können? Dumm nur, dass diese Millionen auf dem Planeten Erde auch so einen gigantischen CO2 Fußabdruck hinterlassen.

Thomas Hellerberger
17 Tage her

Eine Frage sei im Zusammenhang dieses Themas gestattet: Warum eigentlich das Auto? Warum soll ausgerechnet das Auto nach dem Sinn der Klimareligiösen abgeschafft werden? Obwohl der Verkehr gar nicht den Hauptanteil an der weltweiten Emission von CO2 verantwortet, sondern der Energ8ieverbrauch der Industrie und des Hausbrandes/Klimatisierung? Der Schlüssel liegt in den unterscheidlichen Lebenswelten. Die Klimareligiösen stammen – in der gesamten westlichen Welt – überwiegend aus dem akademischen Teil der Mittelschicht. Politisch und kulturell hat der sich in den letzten 50 Jahren deutlich nach links bewegt. Vor allem aber haben sich seine Lebensumstände drastisch verändert. Die akademische Mittelschicht lebt, zumindest in… Mehr

Last edited 17 Tage her by Thomas Hellerberger
Alexis de Tocqueville
17 Tage her

E-Fuels sind super.
Denn wer braucht schon indonesische Regenwälder? So ein unproduktiver Mist.
Schöne Palmölplantagen müssen da hin, damit der deutsche Grünling sein Öko-Gewissen befriedigen kann, ohne auch nur einmal im Leben Konsequenz zeigen zu müssen.
Nee Freunde, E-Fuel ist auch nur Gaga. Dann bleiben wir doch lieber gleich beim Strom, und bauen ein paar schöne nagelneue AKWs.
Nuke ist die Zukunft.

Lucius de Geer
17 Tage her

Bitte beschäftigen Sie sich mit der Technologie hinter „E-Fuel“ – Sie scheinen das mit sogenanntem Biosprit zu verwechseln. Wenn man dank Kernenergie Strom im Überfluss hätte, könnte man ohne Ende Benzin synthetisieren.

bfwied
16 Tage her
Antworten an  Lucius de Geer

Dann kämpfen auch Sie für den Bau von modernen KKWs der neuesten Generation, wie es sinnvoll ist. Aber letztlich, wenn alle auf der Erde nur noch mit künstlichem Sprit fahren, heizen etc., wozu man CO2 der Atmosphäre verbraucht, fehlt der bald CO2, denn unter 200 ppm bzw. 150 ppm (C3-, C4-Pflanzen) gehen alle Pflanzen ein – und so auch alles höhere Leben. Zudem ist der CO2-Gehalt der Atmosphäre erdgeschichtlich so weit unten wie kaum jemals!

Alexis de Tocqueville
15 Tage her
Antworten an  Lucius de Geer

Ja, mein Fehler. Ja, könnte man. Noch besser. Bloß woraus? Ich darf aber den Kommentator bfwied hier zitieren: „Aber letztlich, wenn alle auf der Erde nur noch mit künstlichem Sprit fahren, heizen etc., wozu man CO2 der Atmosphäre verbraucht, fehlt der bald CO2, denn unter 200 ppm bzw. 150 ppm (C3-, C4-Pflanzen) gehen alle Pflanzen ein – und so auch alles höhere Leben.“ Die Erde filtert selbst CO2 und lagert es in Kabonsenken ein. Die Konzentration ist erdgeschichtlich gering (zumal die Erde auch nicht mehr so geologisch aktiv ist wie ehedem). Was ist das Problem, wenn wie ein paar dieser… Mehr

giesemann
16 Tage her

Alles lange bekannt: https://de.wikipedia.org/wiki/E-Fuel und https://de.wikipedia.org/wiki/Methanolwirtschaft
Problem: Recht teuer. Ganz billig wäre, weniger Kinder machen; leider ist Kindermachen extrem billig … . Geht zudem leichter als jede andere Technik. TE zu „E-Fuels:  “ vom 13-11-21

Evero
17 Tage her

Ich frage mich angesichts der Drohungen der Klimaaktivisten gegenüber der Regierung, ob sich diese Ideologen, wie einst die RAF, zu Extremisten entwickeln?
Ein Staat darf sich solche Drohungen von extremistischen Sektierern nicht bieten lassen.
Wie erlebt, ist nichts von dem wahr geworden, was die RAF und ihre Sympathisanten an Befürchtungen hatten. Im Gegenteil. Die RAF hat durch zahllose Gewaltverbrechen, getarnt mit dem „Kampf gegen den Kapitalismus“ vielen Unschuldigen, Staat und Volk nur geschadet und das Leben keinesfalls besser gemacht.
Wollen wir so etwas nochmal haben?

gmccar
17 Tage her
Antworten an  Evero

Sehen Sie unter den Deutschen Politikern einen einzigen, der einem Helmut Schmitt das Wasser reichen könnte ?
Die Linksextremisten und Versager, die seinen Sturz verursacht haben, sind seit Längerem am Hebel.

bfwied
16 Tage her
Antworten an  gmccar

Leider mit dabei die FDP – und die koaliert wohl mit den grünen Spinnern und Sozialisten. Eine Partei, die nicht mehr wählbar ist. Sie sollte wieder verschwinden wie 2013.

Sonnenkind
17 Tage her

Was der Artikel und seine Protagonisten leider übersehen,ist die falsche Kernthese: CO2 ist ein ohne Zweifel ein mehr oder minder starkes „Klimagas“.  Allerdings schon immer in der Atmosphäre vorhanden. z.Zt.0,039% Ja, nur null Komma null drei neun Prozent. Also können wir hier nur über den Effekt des zusätzlich in die Luft gelangenden CO2 debattieren. Und dabei sind sowohl der Anteil, wie auch der Effekt des anthropogenen Ausstoßes marginal. Was jedoch die natürliche Klimaänderung deutlich beeinflusst, ist die crasse Überbevölkerung;  hier insbesondere der Flächenverbrauch durch Ackerbau, Viehzucht und Verstädterung. Natürlich müssen wir fossile Rohstoffe für die kommenden Generationen aufsparen; aber eine… Mehr

Alexis de Tocqueville
17 Tage her
Antworten an  Sonnenkind

Meine Rede. Glauben die Ökospinner einfach nicht. CO2 muss es sein, das ist schließlich „Wissenschaft“. Da sind sich alle „Wissenschaftler“ einig, ja wirklich… blablablabla…

J. Braun
17 Tage her
Antworten an  Sonnenkind

Sie haben ja recht, nur findet das alles nicht bei uns statt. Der Bevölkerungszuwachs um das Zehnfache war bei uns in West- und Mitteleuropa im 18. und 19. Jahrhundert. Seit über 50 Jahren steigt bei uns die Bevölkerungszahl nur noch durch Zuzug. Das Problem mit dem Landverbrauch findet ganz woanders statt. Da traut sich aber keiner der Ökoreligiösen hin, denn wer von denen spricht schon eine afrikanische Sprache oder traut sich, in Indien oder China zu demonstrieren. Und vor allem lebt er dort nicht so gut von der Arbeit der anderen.

gmccar
16 Tage her
Antworten an  J. Braun

Halt,Halt, Herr Braun. Die Frau Ylveson ,EU-Kommissarin hat doch bereits vor gut 10 Jahren eine Studie erstellen lassen, die klärt, wieviel Einwohner die EU-Länder „vertragen“. Die kleinen Länder müssten sich danach verdoppeln; große Länder allerdings ver Drei-und verfünffachen. Frankreich 400 Mio EW,D 276 Mio EW. Das bedeutet für D., daß sich die Landkreise um das dreieinhalbfache an Menschen aufblähen. Z.B. Kreis Groß Gerau. Lediglich noch 46 Hektar Bauland zur Verfügung, aber statt 278 tausend Einwohnern dann knapp eine Million. wer bezahlt die erforderliche Infrastruktur; Wasser-und Abwasser, die bebaubare Fläche usw., wenn die Industrie durch die Schwarzrotgrünlinke Einheitspartei vernichtet ist ?

Schwabenwilli
17 Tage her
Antworten an  Sonnenkind

Danke, sie bringen es auf den Punkt. Skurrilerweise die Überbevölkerung von diesen ganzen Klima Homies nicht einmal angesprochen. Aber was will man erwarten, verbohrte Scheuklappen Ideologen haben die Menschheit noch nie verrennt gebracht.

giesemann
16 Tage her
Antworten an  Sonnenkind

Alles richtig; und WENN das CO2 so schröcklich ist, dann sollen sie es abfangen mit CCU-Technik, dort, wo es in rauen Mengen entsteht, also bei der Kohleverstromung und bei der Zementherstellung, Technik bekannt, https://de.wikipedia.org/wiki/E-Fuel und https://de.wikipedia.org/wiki/Methanolwirtschaft

bfwied
16 Tage her
Antworten an  giesemann

Ohne dieses Mehr an CO2 würden sehr viel mehr Menschen hungern, denn das Gas ist ein Nährstoff, das, wenn genügend der anderen Nährstoffe vorhanden ist, das Wachstum erheblich antreibt – man sieht das auch am eigenen Garten, ist aber gemessen!

usalloch
17 Tage her

„Källenius rechnet damit, dass im Jahre „2030 + X“ Schluss ist mit dem Verbrenner.“ Man möchte es nicht glauben, aber ein Chef eines Weltkonzerns unterlegt seine Entscheidungen mit Worthülsen wie , damit rechnen, davon ausgehen und Schwimmbeispielen. Besser und klüger wäre die alte Weisheit gewesen, Das eine tun und das andere nicht lassen . Er kann froh sein dass er keinen Aufsichtsrat mit Namen Piëch über sich hat.