Die aufstrebende Rechte in der EU erhöht ihren Druck gegen die Budgetpläne der EU-Kommission. Ausgerechnet Marine Le Pen vom französischen Rassemblement National beruhigte mit einem Konsolidierungsplan für Frankreichs Problemhaushalt den Anleihenmarkt. Gleichzeitig plant sie einen Budget-Kahlschlag für die EU und findet ein Echo bei der AfD.
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Nachdem die Zinsen der zehnjährigen französischen Staatsanleihen am Freitag im späten Handel an der 5-Prozent-Hürde kratzten, beruhigte sich zum Wochenbeginn die Lage wieder. Zwei politisch relevante Meldungen, eine aus Deutschland, die andere aus Frankreich, wirkten anscheinend wie Circuit Breaker, wie Wellenbrecher, wie es an den Märkten heißt.
Da kursierte am Montag zum einen ein Strategiepapier der AfD. In diesem Pamphlet einigten sich die Europapolitiker der Partei offenkundig auf einen strategischen Wechsel im Umgang mit der EU und der Währungspolitik. Von einem Austritt aus dem Euro-System oder gar einem Dexit, einem Abschied Deutschlands aus der Europäischen Union, war nicht mehr die Rede.
Im Falle der Wackelwährung Euro solle, so die Autoren des Papiers, auf ein tragfähiges Fundament aus Eigenverantwortung der Einzelstaaten und jeweiliger Haftung Wert gelegt werden. Ob so das leidige Problem fiskalischer Verantwortungsverlagerung auf den deutschen Steuerzahler aus der Welt geschafft werden kann, müsste man abwarten.
Für die Gegner des Fiat-Geldes wichtig: Die Europäische Zentralbank solle nach dem Willen der AfD in ihrem Operationsradius erheblich eingeschränkt werden. Konkret verlangt das Papier ein Ende der „indirekten EZB-Staatsfinanzierung“, den Ausgleich der Target-Salden und eine Insolvenzordnung für Mitgliedstaaten.
All dies weist in die richtige Richtung, vermeidet jedoch den Bruch mit bestehenden Machtstrukturen. Denn nichts hassen die Märkte mehr als Unsicherheit. Ein klarer Horizont ist gefragt, weshalb die Nachrichten aus Deutschland wohl zum kollektiven Aufatmen am Anleihenmarkt beigetragen haben.
Ähnlich handzahm klang auch Frankreichs Oppositionsführerin Marine Le Pen vom Rassemblement National. Am Dienstagvormittag präsentierte Le Pen ihre Pläne zur Haushaltskonsolidierung der maroden französischen Staatsfinanzen.
Bereits nach 15 Monaten im Amt will Le Pen einen ausgeglichenen Primärhaushalt, also ein Plus unterm Strich unter Ausschluss der Zinszahlungen. Ähnlich wie in Deutschland plant Le Pen die Verankerung einer Schuldenbremse, ihrer „goldenen Regel“, per Referendum in der Verfassung – was derartige politische Versprechen wert sind, wissen wir spätestens, seit Bundeskanzler Friedrich Merz die Schuldenbremse eigenhändig mit einem bereits abgewählten Bundestag und dem Sondervermögen exekutierte.
Dann hatte Le Pen noch eine ganz besondere Botschaft für Ursula von der Leyen im Gepäck. Frankreichs Zuwendungen an die EU-Kommission sollten unmittelbar auf das Niveau der frühen 2000er Jahre, auf fünf Milliarden Euro netto, zusammengekürzt werden. Ein Minus von rund 64 Prozent.
Letztlich geht es um die Frage, ob Europa seine Verschuldung in zunehmendem Maße in Eurobonds, in einen gemeinsamen Pool überführen wird, der unter dem Dach der EU-Kommission konsolidiert und von der Europäischen Zentralbank systematisch monetarisiert werden wird. Ein Versteckspiel: die Verlagerung der Kosten der Schuldenmacherei auf die EU-Steuerzahler, die letztlich zum Packesel von Zentralismus, Zentralplanung und Staatswirtschaft werden – alles Systeme, die Jahr für Jahr mehr Milliarden verschlingen.
Möglicherweise empfing der Anleihenmarkt beruhigende Signale von der europäischen Rechten. Sollte sie in der Lage sein, diesen fiskalpolitischen Crashkurs auszubremsen, könnte eine konsolidierte EU, die sich auf ihre Kernaufgaben besinnt, Form annehmen. Das AfD-Papier gibt dazu wichtige Hinweise für einen realistischen Weg.






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Wenn man dem „Wünsch-Dir-Was-Budget“ des ClubMeds und Osteuropas – zu zahlen durch die Steuer-Melkesel Germoneys – zustimmen würde, werden wir bei der nächsten Verhandlungsrunde über ein 4-fach hörere Etat-Forderung diskutieren
Man kann sich diese ganzen Schulden-Regeln, die im Falle des Falles eh nicht eingehalten werden, sparen. Man braucht nur eine Zentralbank, die bei Bedarf gnadenlos die Zinsen zur Infaltionsbekämpfung anhebt. Dann kann kein Politiker mehr den LüFri & den Schulden-Lars machen.