Zahnbehandlungen aus dem Leistungskatalog für gesetzlich Versicherte streichen, das fordert der CDU-Wirtschaftsrat. Die neue Sozialstaats-Philosophie der CDU lautet: weniger Leistungen, für diejenigen, die arbeiten und einzahlen, um Leistungen für diejenigen zu finanzieren, die nicht arbeiten und nicht einzahlen.
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Die CDU hat ihren wahren Feind entdeckt: denjenigen, der arbeitet, Steuern und Sozialbeiträge zahlt. Der Wirtschaftsrat der CDU fordert in dem demagogisch „Agenda für Arbeitnehmer“ genannten Papier, einem Generalangriff auf die Arbeitnehmer, dass
- Unfälle auf Arbeitswegen aus dem Leistungskatalog der Unfallkassen gestrichen werden,
- die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I auf zwölf Monate für alle begrenzt wird im Gegensatz zur Regelung, dass Arbeitslose ab 50 Jahren bis zu 24 Monate Arbeitslosengeld I beziehen können,
- die Mütterrente, abschlagsfreie vorzeitige Rente für besonders langjährig Versicherte und die Grundrente gestrichen wird,
- Zahnbehandlungen „nicht länger im Umlageverfahren den Beitragszahlern zur Last fallen“.
Wörtlich heißt es zum Angriff auf die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen in der „Agenda GEGEN Arbeitnehmer“, wie das Papier des Wirtschaftsrates der CDU heißen müsste, dazu: „Krankenversicherung: Überprüfung des Leistungskatalogs: Verschiedene Leistungen, etwa Zahnarztbehandlungen, lassen sich generell gut privat absichern und sollten nicht länger im Umlageverfahren den Beitragszahlern zur Last fallen.“
Ginge es nach Katherina Reiche und nach Markus Söder ,haben die Deutschen, die so dumm sind zu arbeiten, zur Strafe eine Stunde länger zu arbeiten und auf Teilzeit zu verzichten. Wie der Löwen-Allianz-Mann Söder sagte: „Eine Stunde mehr Arbeit in der Woche würde uns enorm viel Wirtschaftswachstum bringen und ist wirklich nicht zu viel verlangt.“ Es würde nur überhaupt kein Wirtschaftswachstum bringen, weil es nicht an der Arbeitszeit, sondern an der Energiepolitik liegt.
Leistungskürzungen? Mehr arbeiten? Für wen und für was? Für Leute, die Mädchen und junge Frauen vor den Zug stoßen und anschließend, da natürlich schuldunfähig, auf Kosten der Beitragszahler teuer psychiatrisch untergebracht und behandelt werden müssen? Soll dafür der Anspruch auf Zahnbehandlung für Beitragszahler gestrichen werden? Für die Schaffung der gesetzlichen Krankenversicherung in Tansania, für Kühlschränke in Kolumbien, für vergoldete Toiletten in der Ukraine, für die explodierenden Kosten für die Subventionierung des Wohllebens der Klima-Kaste, die sich natürlich – auch dank des subventionierten Reichtums – privat versichert?
Weil weder die „Allianz der drei Kätzchen“ noch die Union insgesamt gegen die SPD die richtige Politik durchzusetzen vermag, die Wirtschafts- und Energiepolitik zu verändern, die CO2-Bepreisung und das Verbrenner-Aus abzuschaffen und, statt die Zahnbehandlung aus dem Leistungskatalog zu nehmen, das GEG und das EEG zu streichen, werden es noch mehr Arbeitslose werden und wird sich die Talfahrt beschleunigen.
Der CDU-Wirtschaftsrat sollte sich in CDU-Populismusrat oder in Rat gegen Leistungsträger umbenennen.




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