5 nach 12 in Afghanistan – was sind die Lehren daraus?

Der Einsatz in Afghanistan ist eine der großen Niederlagen auch der deutschen Politik. Warum haben wir da 20 Jahre lang Soldaten hingeschickt und Milliarden verbrannt? Was sagt das auch über Deutschland aus - ist die Politik unfähig zu lernen?

 
In Afghanistan ist es buchstäblich 5 nach 12. Aber was bedeutet das für uns, für die Freiheit in Deutschland? Die sollte bekanntlich am Hindukusch verteidigt werden, wie der damalige Verteidiungsminister Peter Struck wusste. Tatsächlich allerdings wird sie in Berlin, München oder Duisburg verteidigt – in einem Staat, der vor sich hin bröselt. Denn mittlerweile ist Staatsversagen nicht besonders afghanisch – sondern auch ein Merkmal Deutschlands.


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Kommentare ( 41 )

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mari
18 Tage her

Was solls. Die Afghanen haben entschieden. Wir sind draußen. Ende der Veranstaltung.
Eine Bitte an die Journalisten zur Prüfung:
Die Bevölkerung in Afghanistan soll sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt haben. Geht doch bitte der Frage nach, ob das Land die Menschen überhaupt ernähren kann. Wenn nicht, haben die Taliban ausreichende finanzielle Mittel um notwendige Importe zu zahlen ? Könnte es so kommen, das dadurch eine gewaltige Fluchtbewegung entsteht ?

Franz Liszt
21 Tage her

genau, die Maske ist doch schon der halbe Weg zur Vollverschleierung!

Franz Liszt
21 Tage her

Das Problem ist, jedenfalls was Afghanistan betrifft, einfach nur, daß zuviel Islam importiert wird (worden ist).
Die Unfähigkeit des Beamtenstaates (verbeamtet oder nicht) und die Flut der Vorschriften, Gesetze und Verbote, werden dafür sorgen, daß die BR(D) ständig in Richtung dritte Welt Staat, verlottert. Immer strengere Vorschriften für Autofahrer aber Mord bleibt straffrei. Immer weniger verwertbarer Strom, aber der wird dann mit Vogelmühlen erzeugt. Ein Narrenschiff.

SystemKritiker
22 Tage her

20 Jahre Besatzung durch „Westliche Werte“ und die Afghanische Bevölkerung hat gut überlegt: Was ist näher – Hemd oder Hose. Also im Dienste Westlicher Werte endlos wie in Stalingrad Blut vergießen oder Nichts tun und wenig Opfer? Fakt ist, die USA haben aus einfachen Gründen verloren – es gab keine humanistische Notwendigkeit im Angsicht von schweren Waffen und Militär die amerikansiche Interessen dort durchzusetzen. Biden hat es zugegeben – die Interessen waren nicht Demokratie, sondern, legentlich Bin Laden und seine Gesellen zu vernichten. Wenn man von dem Tod Bin Ladens absieht, es hat sich bezüglich Terror nichts geändert, Autobomben seit… Mehr

Fritz Wunderlich
12 Tage her
Antworten an  SystemKritiker

Der Osama war den Amis wurscht wie nur was. Der war doch der nützliche Idiot, der erlaubte im „Kampf gegen den Terror“ überall auf der Welt ungestraft zu morden. Die Regierung wollte wie üblich Shock and Awe in der Welt verbreiten, damit alle kuschen: Die Amis schrien nach Rache, die musste befriedigt werden, um die Wiederwahl in der Tasche zu haben und geostrategisch war Afghanistan immer interessant, um Persien, China und Russland zu attackieren. Anscheinend haben die militärisch industriellen Komplexler jetzt einen neuen Schlachtplan entwickelt, weil’s nicht so toll lief. Den werden wir bald genauer sehen.

Fsc
23 Tage her

Die Lehren daraus?
Was für „Lehren“?

Abraham
27 Tage her

Herr Tichy, machen Sie uns und den Nationen, die auf uns schauen, bitte nicht unsere hocheffiziente und mittlerweile auch woke Verwaltung lächerlich. Ich vermute, dass die in Afghanistan vorhandenen Visumsanträge einfach noch nicht korrekt durchgegendert waren und daher nicht verwendet werden konnten. Auch in etwas schwierigeren Zeiten muss die Devise lauten: Was in Deutschland mittlerweile Standard ist, hat auch in Kabul zu gelten. Gerade die betroffenen Frauen werden es uns danken.
Das war jetzt zwar nur eine Vermutung, aber einem Land, das sich allen Ernstes wochenlang damit beschäftigt, fälschungssichere Bezugsscheine für ein paar kostenlose Masken zu entwickeln, ist alles zuzutrauen.

Johann Gambolputty
28 Tage her

Man kann nicht sagen, dass die Deutschen beim Retten komplett versagt haben:
Es gelang, sämtliche Biervorräte aus Afghanistan auszufliegen!!!

Man nur wissen wie man seine Prioritäten setzt.

Trotzdem frage ich mich, wer diese Parteien eigentlich bei uns noch wählt und aus welchem Grund.

Winni
23 Tage her
Antworten an  Johann Gambolputty

Der ist richtig gut.👍

Lara
28 Tage her

Zum Thema Afghanisches Personal das man angeblich retten müsste: Das wird sich ähnlich entwickeln wie mit den angeblichen syrischen Flüchtlingen die tatsächlich von gesamt Nordafrika kamen und natürlich alle minderjährig waren, auch mit 32 Jahren noch und alle geboren 1.1.2020… Natürlich muss auch die gesamte Verwandschaft des Personals nach Deutschland geholt werden usw. und am Schluss hat das halbe Land das Recht nach Deutschland zu kommen und sich an unseren Steuergeldern zu laben. Man weiß ja inzwischen wie es läuft. Klares Nein dazu! Deutschland hat schon viel, viel mehr Menschen aufgenommen als irgendwie zu vertreten wäre. So viel, das die… Mehr

Deucide
28 Tage her

Meine Lehre aus Afghanistan wie aus all den Dutzenden Schäden davor: Die Gefährder – von Sicherheit, Gesundheit. .von Deutschland! – sitzen hier in der „Regierung“ und heißen Merkel, Spahn, AKK, Maas, Braun ETC ETC.

Lara
28 Tage her

Die Deutschen haben Afghanistan extrem mit Personal und Geld geholfen. Afghanen die einen guten Job für gutes Geld wollten wurden von uns dafür bezahlt, ihrem eigenen Land zu helfen z.B. als Koch, Fahrer etc..
Tausende von uns ausgebildete Armee- und Polizeikräfte haben ihr eigenes Land im Stich gelassen und sich 0 gegen den Vormarsch der Taliban gewehrt.
Warum sollten wir die nun alle nach Deutschland holen? Da sehe ich keinen Grund dafür zumal die Taliban sagen das sie dafür nicht verfolgt werden.
Allenfalls bekannte und überdurchschnittlich engagierte Personen mit spezieller Bedrohungslage z.B. Leiterin Mädchenschule etc. sollte man rausholen.

Fritz Wunderlich
12 Tage her
Antworten an  Lara

Wie „extrem“ die Hilfe war erkannte ich Dank eines Artikels vor ca. 10 Jahren, in dem ein afghanischer Oberstaatsanwalt über Mangel an Papier, Bleistifte und Fahrgelegenheiten klagte. Er musste mit einem Fahrrad zu den Tatorten fahren.

Last edited 12 Tage her by Fritz Wunderlich