Saskia Ludwig (CDU): Fehlende Bereitschaft zur Aufarbeitung der Corona-Politik

Trotz Veröffentlichung der RKI-Coronaprotokolle sieht die brandenburgische CDU-Politikerin Saskia Ludwig keine Bereitschaft von Bundes- und Landesregierungen, Fehler der Corona-Politik aufzuarbeiten - dies habe auch Ministerpräsident Dietmar Woidke im Untersuchungsausschuss in Potsdam gezeigt.

Bild: Saskia Ludwig

In einem Gastbeitrag für die Juni-Ausgabe des Monatsmagazins Tichys Einblick schreibt Ludwig: „Einen Vorgeschmack haben die Abgeordneten im Corona-Untersuchungsausschuss im Landtag Brandenburg bekommen. «Ich habe keine Fehler gemacht und würde alles genauso wieder entscheiden.» Mit einer Monstranz der Unfehlbarkeit saß Ministerpräsident Dietmar Woidke über Stunden vor dem Ausschuss. Wenn die Fragen nach seinem individuellen Handeln dann konkreter wurden, schaute er hilflos in Richtung seines Rechtsbeistands.“ Ludwig weiter: „Das selbstgefällige Eingangsstatement des Ministerpräsidenten mag seinen Stab begeistert haben, für die Aufklärung seines persönlichen Versagens ist es jedoch nicht von Interesse.“ Woidkes Verhalten könne „beispielhaft für alle 16 Ministerpräsidenten stehen, die stets «einstimmig» in MPK-Runden entschieden.“

Die Regierungschefs der Länder hätten wie Monarchen ihre Entscheidungen in der Coronazeit gefällt. „Die 16 Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin entschieden in den Ministerpräsidentenkonferenzen, den berüchtigten MPKs – Monarchen gleich – mehr oder weniger willkürlich. Und die Parlamente ließen sich das gefallen. Dass die klassische Gewaltenteilung zwischen Exekutive und Legislative aus Sicht vieler Bürger in der Corona-Zeit versagt hat, ist wohl das beunruhigendste Ergebnis.“

Entsprechend hätte die Ministerpräsidenten kein Interesse, ihre eigenen Fehler aufzuklären. Das sei so, als sollten die Mitglieder des Berliner Remmo-Clans gegen sich selbst ermitteln. „Ein Schauspiel, das man sich schwer vorstellen kann, weil es absurd ist. Täter haben in der Regel kein Interesse daran, ihre Taten aufzuklären. Und Politiker, die sich bei den Landtagswahlen im Herbst zur Wiederwahl stellen, versuchen jeden zum Schweigen zu bringen, der sie mit ihren fatalen Corona-Entscheidungen konfrontiert.“ Genau dies passiere jetzt. „All jene, die die aberwitzigen Grundrechtseinschränkungen zu verantworten haben, richten über sich selbst. Zur Erinnerung: Es waren genau jene 16 Ministerpräsidenten, die dafür gesorgt haben, dass Ungeimpfte im Job Sanktionen zu erdulden hatten. Im Klartext: Sie wurden gekündigt, sollten kein Krankengeld bei Krankheit bekommen und damit ihrer Existenzgrundlage beraubt werden, weil man Impfen zur sozialen Norm erklärt hatte. Dass es zu keinem Zeitpunkt einen Fremdschutz durch die Corona-Impfung gab, darüber schweigen Woidke, Ramelow und die anderen MPs bis heute.“


Der gesamte Beitrag in Tichys Einblick 06-2024 >>>


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Kommentare ( 37 )

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Teiresias
29 Tage her

Die Schuldigen haben kein Interesse an der Aufklärun – das gilt auch für weite Teile der Bevölkerung, die sich als staatsgläubige Pharisäer über die „Ungeimpften“ ereiferten. Insofern kann sich die Regierung über eine weite Komplizenschaft auch mit vielen Opfern ihrer Pandemie erfreuen.

Erst letzte Woche habe ich im Supermarkt noch ein Seniorenpaar mit FFP2-Maske gesehen – viele kaufen die Regierungslügen bis heute!

HansKarl70
29 Tage her

Was erwartet Frau Ludwig von solchen Leuten, etwa demokratisches Verhalten? Schließlich wird man in der BRD nicht umsonst MP.

Siggi
29 Tage her

Da stecken so viele Politiker drin, die schamlos die situation ausgenutzt haben und Insiderinformationen an die Verwandtschaft gegeben haben, dass es nie zu einer echten Aufarbeitung kommen wird. Weder das, noch die Schwesig-Affäre, noch die Migrationslüge werden aufgeklärt. Das geht erst nach der Zeitenwende in Richtung Vernunft.

Rob Roy
30 Tage her

RKI-Protokolle geschwärzt, Pfizer-Vertrag unter Verschluss, Ahrtal-Bericht nicht veröffentlicht, Nordstream-Ermittlungen eingestellt, Cum-Ex-Verfahrung ohne Ergebnis, Atomkraft-Gutachten verheimtlicht usw.
Es ist Absicht, uns Bürger über alles im Unklaren zu lassen, um uns zu verunsichern. Außerdem hätte allein jedes der o.a. Themen das Zeug für den Rücktritt der kompletten Regierung.

Raul Gutmann
29 Tage her
Antworten an  Rob Roy

Sehr geehrter Herr „Rob Roy“, Sie haben ja SO RECHT, auch wenn Ihre Aufzählung nur ein Auszug darstellt.
Und dafür wurde 1918 die Monarchie abgeschafft.
Hochachtungsvoll

Juergen P. Schneider
30 Tage her

Eines hat die Corona-Panik-Pandemie deutlich gezeigt, man kann in unserer Schönwetter-Demokratie ohne große Probleme über Nacht eine Diktatur errichten, ohne dass es nennenswerten Widerstand aus Parlamenten und Justiz gibt. Eine große Mehrheit der Bevölkerung hat bei der eigenen Entmündigung und Unterdrückung willfährig mitgemacht bzw. sie ohne Widerstand erduldet. Kein gutes Zeugnis für das beste Deutschland, das es je gab. Dass die vielen Täter, Mittäter, Mitläufer, Profiteure, Hetzer und Denunzianten kein großes Interesse an der Aufklärung haben, ist wohl kaum eine Überraschung. Aber auch eine Mehrheit der duckmäuserischen Untertanen will dies alles lieber heute als morgen vergessen. Wer will schon mit… Mehr

Paprikakartoffel
30 Tage her
Antworten an  Juergen P. Schneider

Nicht ganz. Überdurchschnittlich viele Ungeimpfte waren in Berufen tätig, auf die man schlecht verzichten konnte. In Geschwätz-NGOs und Beuaftragtenämtern war die Impfquote bei fast 100 Prozent, aber die sind zu nichts zu gebrauchen.

PapaAN
30 Tage her

Die Aufarbeitung findet in den alternativen Medien und außerhalb der EU statt, bis es der Mainstream nicht mehr unterdrücken kann. Das größte Verbrechen gegen die Menschheit und unsere FDGO wird irgendwann, die Mühlen mahlen langsam, wie eine Bombe platzen. Und dann werden, das ist meine Hoffnung, Handschellen klicken. Zu allererst bei Im Erika und SMS Uchi, die dieses Verbrechen in erster Linie für Deutschland und die EU zu haben. Die Auswirkungen sind 1000mal schlimmer als der Contergan Skandal. Dann wird auch Big Mafia (WEF/WHO/Pharma/Tech) ein Ende haben!

Nibelung
30 Tage her

Wer läßt denn schon gerne seine eigenen Fehler und Machenschaften aufarbeiten, wie zum Beispiel das fingierte, fehlerhafte und verkommene Pandemie-Experiment, mit den schrecklichsten Auswirkungen in alle Gesellschaftsschichten hinein und das ohne Not und wohlwissend was man damit angestellt hat. Das gleiche gilt für das Unglück im Ahrtal, wo über 130 Tote zu beklagen sind und jedermann weiß, wie kläglich die Verantwortlichen versagt haben und anstatt sie zur Rechenschaft zu ziehen hat die Staatsanwaltschaft auf wundersame Weise das Verfahren eingestellt und ein Schelm, wer böses dabei denkt. Diese Art der Volksbeglückung, einschließlich der begleitenden Verdummung kann nur geschehen, wenn der Geist… Mehr

Dr.KoVo
30 Tage her

Warum spricht eigentlich niemand mehr über den Ursprung des Virus? Das wäre doch mindestens genauso wichtig wie die anderen Dinge. Hier müssten doch Untersuchungen und Anklagen kommen.

eifelerjong
30 Tage her
Antworten an  Dr.KoVo

Finde ich eher nebensächlich.
Es geht mir darum, die Verursacher der widerrechtlichen Eingriffe in mein Leben zu sanktionieren.

Johny
30 Tage her

Die Aufarbeitung ist wichtig, aber die Mainstreammedien schweigen. Die versuchen mit ihrer Kumpanei mit den Tätern das Thema auszutreten. Dabei wird die gesteigerte Form der Versklavung mit den WHO- Verträgen bereits geplant. Eine Doku von Servus- TV (hat sich schon bei Corona verdient gemacht) soll aufklären was droht – ansehen. https://www.servustv.com/aktuelles/v/aa61fmk8jm1acpbv93xb/

Ho.mann
30 Tage her

Tja, mutig bei kollektiven Schandtaten und feige bis in die Haarspitzen, weil eigene Formulierungen und Taten unerträgliche Wahrheiten beinhalten, die einem jetzt auf die Füße fallen könnten. Solche Figuren haben abscheuliche Zustände zu verantworten. Ein Vergessen gibt’s da sicher nicht!