Eine schallende Ohrfeige für die Umweltpolitik

Ein Bericht offenbart den Graben zwischen der E-Auto-Strategie der Regierung und den Bedürfnissen der Verbraucher. Die mangelhafte Reichweite bleibt Ablehnungsgrund Nummer 1. Lange Ladezeiten, hohe Anschaffungskosten und mangelhafte Infrastruktur sind weitere Ablehnungsgründe.

IMAGO / Geisser

Von Charles Darwin, dem berühmten Vater der Evolutionstheorie, stammt die Erkenntnis: „Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.“ Diese Sichtweise kann 1:1 auf die Ökonomie angewendet werden, auch auf die Automobilindustrie sowie die Versuche der Politik, die Entwicklungen in dieser Branche nach ihren klimapolitischen Vorstellungen zu lenken.

Auf die Wirtschaft angewandt würde Darwin heute formulieren: „Alles was gegen den Markt ist, hat auf Dauer keinen Bestand.“ Und „Markt“ ist dabei alles, was „König Kunde“ in seiner Gesamtheit mit seinen Kaufentscheidungen dem Produzenten oder auch Gesetzgeber signalisiert: Entweder er fragt es nach und kauft das Produkt, oder er verschmäht es und der Produzent füllt damit unfreiwillig Regale, Lager und Show-Rooms.

Kein deutsches Phänomen
Massive Jobverluste in der Autoindustrie – E-Mobilität frisst ihre Kinder
Die deutsche und Brüsseler Umweltpolitik unter Führung von Frans Timmermanns haben sich zum Ziel gesetzt, den Verkehr aus Umweltgründen zu dekarbonisieren und sämtliche Verbrennerautos durch Batterie-Elektroautos (BEV) zu ersetzen. Der Beschluss der EU-Kommission, den Verbrennungsmotor – mit deutscher Zustimmung – ab 2035 gänzlich zu verbieten, setzt den Schlusspunkt unter diese Politik, die ausschließlich Batterie-Elektro-Antriebe als klimaverträglich ansah. Jedwede andere klimaverträgliche Technologie war verpönt, alternative Antriebsquellen wie Wasserstoff oder E-Fuels waren verboten.

Mit dem Wegfall der stattlichen staatlichen Kaufprämien für Elektroautos stellte sich – nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern wie in Skandinavien (Norwegen) – heraus, dass mit der subventionierten einseitigen Kauflenkung der Nachfrage auf E-Autos am Markt lediglich eine Scheinblüte erzeugt worden ist, der einzelne Hersteller allerdings mit hohen Investitionen auf den Leim gingen, andere nicht. In der Masse wollten die Autokunden keine Elektro-Autos.

Kurz: Der Elektromarkt in Deutschland brach nach Wegfall der Kaufprämien zusammen, auch äquivalente Rabatt-Aktionen der Hersteller konnten die Nachfrageschwäche am E-Markt nicht ausbügeln. Inzwischen wird sogar wieder von einer Renaissance der Verbrenner gesprochen.

Für die einseitige und technologiefeindliche deutsche Umweltpolitik und die einschlägig voreingenommenen Medien bedeutet diese Entwicklung eine herbe Niederlage. Und wie es scheint, eine dauerhafte Niederlage. Konnte man sich nach der Jahreswende 2023/24 noch damit trösten, mit billigen Elektroautos werde sich die Nachfrage danach wieder erholen, so hat der jüngste DAT-Report diese Illusion genommen und der deutschen (und Brüsseler) Umweltpolitik eine schallende Ohrfeige verpasst.

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) betreibt bereits seit 1974 automobile Marktforschung aus Sicht der Endverbraucher. Kompetenz dürfte also unterstellt werden. Dazu die DAT selber:

„Der DAT Report 2024 dokumentiert aktuelle Einschätzungen der Endverbraucher … Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage spiegeln Meinungen der Pkw-Halter und Käufer wider, wie sie den Automarkt einschätzen und sich im Kaufprozess oder als Werkstattkunde verhalten … Als Standardwerk und viel zitierte Fachpublikation hilft er dabei, die Zusammenhänge und Entwicklungen des Automobilmarktes noch besser zu verstehen. In diesem Jahr bietet er nicht nur einen Blick auf das Autojahr 2023, sondern enthält auch einen Streifzug durch fünf Jahrzehnte automobile Fakten und zeigt, wie sich die Sicht der Endverbraucher entwickelt hat.“

Die dazu gewonnenen Erkenntnisse fasst die DAT wie folgt zusammen:

  • Ein eigenes Auto bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit: Das Auto spielte auch im Jahr 2023 für 90 Prozent der Pkw-Halter eine elementare Rolle, weil es für sie Freiheit und Unabhängigkeit garantiert. Zudem bestätigten 84 Prozent der Pkw-Halter, dass das Autofahren Spaß mache. Bemerkenswert ist die Aussage von 73 Prozent aller Pkw-Halter, die sich jedes Mal freuten, wenn sie ihr Auto gesehen haben.
  • Allerdings gibt es Unsicherheiten in Zeiten des Umbruchs: Die Beziehung der Pkw-Halter zum Auto ist aktuell jedoch auch von Ängsten, Unsicherheiten und umwelt- sowie verkehrspolitischen Diskussion geprägt. Aufgrund aktueller Entwicklungen wie hoher Kosten (Kraftstoffpreise, Pkw-Unterhaltskosten, hohe Zinsen etc.) gab knapp die Hälfte (46 Prozent) aller Pkw-Halter an, Angst zu haben, sich bald kein Auto mehr leisten zu können.
  • Denn: Das Auto bleibt unverzichtbar im Alltag: Für die große Mehrheit der Pkw-Halter ist der eigene Pkw alternativlos. 81 Prozent aller Befragten bestätigten im Jahr 2023, dass das Auto unverzichtbar sei als Begleiter im Alltag. Das Automobil ist daher primär kein Luxusartikel, sondern häufig die einzige Möglichkeit, den Mobilitätsbedarf bei Beruf, Ernährung, Freizeit etc. zu decken.

Die allgemeine Skepsis gegenüber E-Mobilität wird durch die DAT-Befragung voll bestätigt. Elektroautos werden am Automobilmarkt auch in Zukunft nur ein Nischendasein führen können. Für die Politik wie für einzelne große Autohersteller sind die DAT-Ergebnisse niederschmetternd.

Dazu im Einzelnen:

  • Im Gegensatz zur „grünen“ Umweltpolitik bevorzugen Pkw-Halter Technologieoffenheit statt Technologiewandel. Die große Mehrheit der Pkw-Halter reagiert verhalten auf die Ausrichtung des Technologiewandels. Bei der Befragung zum aktuellen DAT-Report gaben 63 Prozent der Pkw-Halter an, dem gewollten Technologiewandel einzig auf Elektromobilität nichts abgewinnen zu können. Sie plädieren für Technologieoffenheit. Nur 19 Prozent halten hingegen die Fokussierung auf E-Mobilität für richtig und wichtig. In der Gruppe der Neuwagen- und Gebrauchtwagenkäufer ist der Zuspruch für den Technologiewandel prozentual größer, dennoch bleibt eine Mehrheit überwiegend skeptisch und ablehnend.
  • Pkw-Halter warten in Sachen E-Mobilität ab: Die alleinige Fokussierung der Politik auf Elektromobilität gepaart mit dem noch fehlenden Vertrauen in die Technologie sorgt für Unsicherheit. 80 Prozent aller Pkw-Halter warten daher die Entwicklung der E-Mobilität ab und fahren ihr Auto länger.

Die Gründe zur Ablehnung der Batterie-Elektro-Autos (BEV) sind gravierend:

  • Die Reichweite ist weiterhin Ablehnungsgrund Nummer 1: Die Mehrheit der privaten Neuwagenkäufer entschied sich 2023 noch für ein Modell mit einem Verbrennungsmotor. Für sie blieb 2023, wie im Vorjahr auch, die begrenzte Reichweite der Hauptgrund gegen die Anschaffung eines batterieelektrischen Pkw. Des Weiteren wurden oft die hohen Anschaffungskosten, die unausgereifte Infrastruktur und die langen Ladezeiten angeführt. Die weiteren genannten Gründe gegen den Kauf eines BEV bestätigen eine gewisse „Technologieunsicherheit“ hinsichtlich Batterie als Unsicherheitsfaktor bzw. ihre Haltbarkeit.
  • Förderprämie bei E-Auto-Käufern wichtigster Kaufgrund: Mehr als die Hälfte der Neuwagenkäufer (55  Prozent), die sich bewusst gegen einen Verbrenner und für einen neuen batterieelektrischen Pkw entschieden haben, gaben als Hauptanschaffungsgrund das Nutzen der Förderprämien an. Der im Vorjahr noch an erster Stelle genannte Umweltgedanke rutschte dadurch mit 38 Prozent (2022 waren es noch 56 Prozent) auf den zweiten Rang ab. Knapp dahinter mit 37 Prozent folgt die Aussage, dass ein E-Auto zum eigenen Mobilitätsbedarf passe.
  • Vorbehalte gegenüber gebrauchten E-Autos: Neu- und Gebrauchtwagenkäufer wurden danach gefragt, ob ein gebrauchtes BEV für sie infrage käme. 9 Prozent der Neu- und 13 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer könnten sich das vorstellen. Die Mehrheit würde ein E-Auto entweder nur als Neuwagen kaufen oder sich grundsätzlich gegen ein E-Auto entscheiden. Wichtig: 38 Prozent aller Gebrauchtwagenkäufer haben keine Garage, Tiefgarage oder Carport und demnach keine Möglichkeit, das Auto privat zu laden.
Fazit: An alternativen Antrieben führt kein Weg vorbei

Aus dem DAT Report 2024 folgt, dass ein Umstieg auf ein E-Auto wie von der Politik gewünscht für viele Autokunden noch weit entfernt ist. Rund 3 Prozent aller befragten Pkw-Halter besitzen mittlerweile ein E-Auto. Von den restlichen 97 Prozent können sich 39 Prozent zwar einen Umstieg grundsätzlich vorstellen, davon aber nur 5 Prozent in den nächsten zwölf Monaten. Für die große Mehrheit (47 Prozent) der Umstiegswilligen kommt ein Wechsel auf ein BEV frühestens in mehr als fünf Jahren infrage. Etwa ein Drittel (34 Prozent) kann sich einen Umstieg gar nicht vorstellen.

Die Skepsis gegenüber E-Autos ist also zu Beginn 2024 weiterhin sehr hoch. Laut DAT sagen drei Viertel aller Pkw-Halter: „E-Autos sind bezogen auf die Technologie noch nicht ausgereift. Daher warte ich die weitere Entwicklung ab“. Für 80 Prozent gilt der Akku als Unsicherheitsfaktor, und für 87 Prozent ist die Anschaffung eines BEV zu teuer.

Die Kenntnisse über E-Fuels sind indessen gestiegen. Während 21 Prozent der Pkw-Halter ihr Wissen über E-Fuels mit „völlige Unkenntnis“ beschrieben, kannten 33 Prozent den Namen. Die verbleibenden 46 Prozent – und damit deutlich mehr als im Vorjahr (2022: 34 Prozent) – haben bereits davon gehört oder sich aktiv damit beschäftigt. Von ihnen halten fast zwei Drittel (59 Prozent) E-Fuels für eine vielversprechende Antriebsart neben der Elektromobilität. Dagegen halten 31 Prozent nichts davon, 10 Prozent sind unentschlossen.

Aus all dem kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass auf freiwilliger, marktwirtschaftlicher Basis die Elektromobilität gegenüber der Verbrennertechnologie in der laufenden Dekade nur geringe Marktchancen hat. Will man die Umwelt entlasten. führt an alternativen Antrieben kein Weg vorbei.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 58 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

58 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
bumo111
12 Tage her

In 3 Jahren sind bei mir 2 Bosch Fahrradbatterien kaputt gegangen. Eine wurde auf Garantie getauscht, die andere waren 700 Euro Schaden. Die Batterien habe ich dabei bei Frost mit in das Haus genommen. Beim einem Auto reden wir zwischen 10 bis 20 TEuro und das nach 8 Jahren. Das ist fast der halbe Neupreis.

Last edited 12 Tage her by bumo111
Proffi
13 Tage her

Herr Dr. Becker unterliegt dem fatalen Irrtum, dass der unsinnige Klimaschutz etwas ist, mit dem man die Umwelt entlasten könne. Das Gegenteil ist der Fall.
Aus diesem Grund sind E-fuels genau so ein Unsinn, wie die Bemühung, CO2 aus der Luft herauszuholen. Zudem kann man das Klima nicht schützen, und es ist wünschenswert, daß der Pflanzenwuchsstoff CO2 in die Atmosphäre gelangt.

simon
14 Tage her

Wer würde eine gebrauchte Batterie kaufen?

Peterson82
12 Tage her
Antworten an  simon

ich, die habe ich in weniger als 10 Minuten besser ausgelesen als ich einen gebrauchten Otto/Diesel auseinandernehmen könnte um zu sehen ob Lagerschalen eingelaufen ist, Wartungsintervalle versäumt wurden oder die Kiste kalt getreten wurde.

Flaneur
12 Tage her
Antworten an  Peterson82

bei einer Batterie können sie die Spannung und die zuletzt vorhandene , ungefähre Kapazität auslesen. Was sie nicht auslesen können, ist der wahre Zustand der einzelnen Zellen. Defekte Zellen halten zB die Spannung, sind aber nicht lastfest. Auch einen nahenden Defekt können sie nicht sicher vorhersagen.
Ähnliches können sie bei modernen Mobiltelefonen beobachten. Die haben auch Sensoren und messen alles mögliche, im Endeffekt sind es Schätzungen.

Frank G.aus D.
14 Tage her

Dieser ganze Elektrohype ist doch wie alles andere was diese Damen/Herren/Diverse angeschoben haben.
Es geht nur darum die Bevölkerung zu verarmen.
Wenn man damit das Klima retten wollte hätte man die neueste Generation Diesel fördern und die Forschung für (wirklich) alternative Antriebsformen voranbringen sollen.
Da das aber nur zur Zerstörungsagenda der Politik passt schwafelt man lieber weiter über Hirngespinst von irgendwelchen Schwagern von irgendwelchen „Kinderbuchcoautoren“ und nennt das dann Agenda.
Noch vor nicht allzu langer Zeit haben sich in Deutschland sehr kluge Köpfe bis hin zu Nobelpreisträgern über solche Themen Gedanken gemacht.
Merkt jemand den Unterschied.

Proffi
13 Tage her
Antworten an  Frank G.aus D.

Das Klima (?) muss nicht gerettet werden. Der Gesamtwettersituation auf der Erde ist es völlig egal, was der Mensch macht. Leider sind über 60% der Bevölkerung ausreichend gehirngewaschen, um zu glauben, dass das „Klima ???“ bedroht ist, und vom Menschen gerettet werden muss. Wenn dieser Unsinn ausgerottet werden könnte, würde auch die Ampel viel weniger Zuspruch bekommen, und Deutschland hätte eine gewisse Aussicht auf Rettung. Das wird durch die Personen, die nicht kritisch denken können, zunichte gemacht.

Richy
14 Tage her

Die Reichweite ist für mich kein Problem. Lange Strecken fahre ich nur in den Urlaub, z. B. aus Norddeutschland nach Bayern. Da hätte ich auch keinen Stress bei einer längeren Ladepause. Ich habe sogar ein RMH mit Photovoltaik. Und hier fängt es für mich an. Da kann ich keine Ladesäule installieren, da ich keinen reservierten Parkplatz vor meinem Haus habe. Ich könnte also noch nicht einmal meinen „billigen“ Strom tanken. Und so wird es vielen Autobesitzern, insbesondere in den Städten, gehen. Deshalb für mich ganz klar Daumen runter für den Kauf eines E-Autos. Und die ganze links-grün gesteuerte Diskussion über… Mehr

Manfred_Hbg
15 Tage her

Was die Ablehnungsgründe zum Kauf eines E-Autos betrifft, hier sollten dann aber nicht auch die genannten Gründe von einen großen Autovermieter(Hertz) vergessen werden warum dieser sich entschieden hat, 20.000 seiner E-Autos gegen Verbrenner auszutauschen:
1.) Zu hohe Reparaturkosten!
2.) Zu schneller Wertverlust!

Doch selbst auch wenn es zumindeyt keine finanziellen Unterschiede zwischen E-Auto und Verbrenner geben würde, kann ich mir als -hinzu jüngerer- Auto-Liebhaber trotzdem nur schwer bis eher gar nicht vorstellen auf ein E-Auto zuzugreifen. Denn was gibt es Besseres und Schöneres als einen 3+ Liter 6- oder 8-Zylinder-Motor mit Doppel-Vergaser zu spüren und zu hören 👍😎

Peterson82
12 Tage her
Antworten an  Manfred_Hbg

Was es besseres gibt? Na das E-Auto. Ich bin von einem Reihensechszylinder gewechselt. Vorher dachte ich das wäre der inbegriff von dynamischer Kraftentfaltung und Laufruhe. Heute kommt es mir vor wie ein Dinosaurier. Ich möchte in einem Auto nichts spüren. Weder vom Motor noch sonst von der Fahrbahn. Ich möchte es einfach möglichst leise haben. Und ein V8 ist wahrscheinlich im Zulassungsdschungel bald noch seltener als ein E-Auto. Die Realität sind aufgepumpte 3 und 4 Zylinder die nichts Schönes haben. Weder im Klang noch in Laufkultur.

K-Jettie
15 Tage her

Wenig beachtet wird: Die meisten E-Autos und Hybride sind reine „Steuersparmodelle“, denn diese Fahrzeuge werden statt mit 1% mit der Hälfte oder einem Viertel davon geldwerten versteuert, wenn sie als Dienstwagen angeschafft werden. Die Anschaffungskosten oder Listenpreise sind dabei sekundär, weil vor allem die Leasingkonditionen für die Entscheidung maßgebend sind. Mittlerweile werden deutlich mehr als die Hälfte der Neufahrzeuge gewerblich zugelassen, in der Preisklasse nördlich der 30 t€ über deutlich über 90%. Konkret heißt das, dass der Dienstwagennutzer bisher seinen Verbrenner mit Bruttolistenpreis von beispielsweise 50 t€ mit 1% = 500€ monatlich versteuern musste. Bei einem Grenzsteuersatz von ebenfalls beispielsweise… Mehr

Berlindiesel
15 Tage her

Mir fehlt das Verständnis für den Feldzug gegen Elektroautos. Genauso könnte man gegen den Diesel oder Motorräder mit mehr als 125 ccm Hubraum sein. Sie haben längst ihren Markt gefunden, so wie es Apple-Fans oder Windows-Käufer gibt. „Umweltfreundlich“ im Sinne einer Emissionsfreiheit ist keine Mobilitätstechnologie – es gibt halt kein Perpetuum Mobile.   Was grundfalsch war und ist, diese Technologie als verbindlich vorzugeben oder sie mit Milliarden zu fördern – was ohnehin nur zu Innovationsfaulheit seitens der Hersteller führt. Das hat der europäischen Industrie massiv geschadet, weil sie in großen Stil Produktionskapazitäten und Kompetenzen für die Kolbenmotortechnologie abgebaut haben. Gleichzeitig… Mehr

Julischka
14 Tage her
Antworten an  Berlindiesel

„Der Feldzug gegen Elektroautos“ kommt von der total absurden Behauptung damit das Klima retten zu können! Das ist sooo irre, dass es schon weh tut!

joe limburger
14 Tage her
Antworten an  Berlindiesel

Mir fehlt das Verständnis für den Feldzug, dies unter Zuhilfenahme einer äüßerst zweifelhaften Organisation, gegen hochmoderne, klimafreundliche Fahrzeuge mit vorbildlicher Abgas- und CO2-Bilanz, die den ebenfalls Bremsen-und Reifenabrieb emitierenden Batteriepanzern in der zum Heiligtum erhobenen Klimasektierei in nichts nachstehen. Außer das diese Fahrzeuge ein paar wenigen Ideologen der Hochfinanz und deren Erfüllungsgehilfen bei ihren irren Plänen im Weg stehen, gibt es keinen vernünftigen und nachvollziehbaren Grund, einer technologieoffenen Weiterentwicklung der Individualmobilität mit derartiger, unreflektierter Blasiert- und Borniertheit entgegen zu wirken.

Proffi
13 Tage her
Antworten an  Berlindiesel

Das, was derzeit aus den Auspuffrohren herauskommt, ist nicht umweltschädlich, und die Klimaschutzbemühungen bewirken das Gegenteil von Umweltschutz.

Klaus Uhltzscht
15 Tage her

Eine im Klimawahn neu geborene, völlig sinnfreie Fahrzeugkategorie sind batteriebetriebene E-Feuerwehrautos. Feuerwehren stehen, weil es bekanntlich nur selten brennt, die meiste Zeit in der Garage, und es ist über die Lebensdauer unerheblich, wieviele Schadstoffe ihr Motor in seinen wenigen Betriebsstunden ausstösst. Nichtsdestotrotz verkauft der Hersteller Rosenbauer RT erfolgreich seine E-Feuerwehrautos an woke Stadtverwaltungen und ist damit ein Klimagewinnler. Übrigens, wenn es doch einmal brennt und neben dem Antrieb auch Löschwasserpumpe und Scheinwerfer betrieben werden müssen, gibt es noch ein Dieselaggregat mit an Bord (das „RT“ im Firmennamen heisst übrigens „Revolutionary Technology“). Etwas nachteilig ist, wie in Berlin, dass diese E-Feuerwehrautos… Mehr

Crossbow
15 Tage her

Hans Werner Sinn hat es vor Jahren schon gesagt, der Beschluss des Verbrennerverbotes innerhalb der EU war knallharte Industriepolitik .
Diesel konnte praktisch niemand so gut, wie wir Deutschen .
Ein Elektroauto ist vergleichsweise technisch primitiv – das kann praktisch jeder.
Damit sollte Chancengleichheit hergestellt werden – mit Klimaschutz hat das schon deshalb nichts zu tun, weil ein E-Auto unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht sauberer ist , als ein moderner Diesel .
Aber das wissen wir ja längst alle ….