In Deutschland fallen zehntausende Industriearbeitsplätze weg, die Automobilindustrie investiert Milliarden – aber nicht hier. Neue Werke, Forschung, Jobs etwa in Ungarn. Wähler scheinen das gutzuheißen. Sie haben eben wieder den Kurs der Deindustrialisierung mit überwältigender Mehrheit bestätigt.
picture alliance/dpa | Marton Monus
Während in Deutschland, wo Energie teuer ist, die Bürokratie überbordend wuchert, die Löhne hoch sind und das Arbeitsrecht jedes unternehmerische Handeln verunmöglicht, werden schon seit langer Zeit Arbeitsplätze abgebaut. Früher still und leise, heute auch schon mal klarer kommuniziert. Mercedes plant, etwa 20.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen. VW, nach Berichten der BILD, sogar 50.000.
Ganz anders in Ungarn. Dort herrscht offenbar Aufbruchstimmung. Auch Mercedes baut seinen Standort in Kecskemét massiv aus und plant mehrere tausend neue Arbeitsplätze.
Das Werk in Kecskemét existiert seit 2012. In diesen 14 Jahren entwickelte es sich zu einem festen Bestandteil des europäischen Produktionsnetzwerks des Herstellers. Mehr als zwei Millionen Fahrzeuge liefen dort seitdem vom Band. Produziert werden Kompaktklasse-Modelle für den europäischen Markt. Seit Anfang 2026 wird dort zusätzlich der Elektro-SUV EQB gebaut. Gleichzeitig wird die Produktion der A-Klasse aus dem deutschen Werk Rastatt nach Ungarn verlagert. Auch die kommende elektrische C-Klasse EQ soll ab Mitte 2026 in Kecskemét produziert werden.
Milliardeninvestitionen – aber nicht in Deutschland
Parallel zur Produktionsverlagerung investiert der Konzern massiv in Ungarn. Im Rahmen des aktuellen Geschäftsplans bis 2026 fließt mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau des Werks. Geplant sind unter anderem:
- neue Gebäude für Karosseriebau und Montage,
- eine Batteriemontageanlage,
- eine deutliche Erweiterung der Produktionsstruktur.
Langfristig soll die Produktionskapazität auf bis zu 300.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen – doppelt so viele wie derzeit. Damit würde sich nicht nur der Ausstoß, sondern auch die Mitarbeiterzahl am Standort ungefähr verdoppeln.
Der Ausbau beschränkt sich nicht nur auf die Produktion. Direkt am Werk entsteht ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, das mit ungarischen Hochschulen zusammenarbeiten soll. Dafür sind 55 Millionen Euro Investitionen vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen dort:
- Produktentwicklung,
- Produktionsdigitalisierung,
- Fertigungsprozesse.
Auch hier entsteht also industrielle Kompetenz – allerdings nicht in Deutschland.
Bereits heute spielt das Werk eine bedeutende Rolle für den Konzern. Im Jahr 2024 erzielte Mercedes-Benz Manufacturing Hungary einen Umsatz von rund 4,17 Milliarden Euro und produzierte dort mehr als 146.000 Fahrzeuge.
Treffen mit Orbán – und eine klare Botschaft
Die Ausbaupläne wurden bei einer Veranstaltung zum 140-jährigen Jubiläum der Marke in Kecskemét vorgestellt. Auch Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán nahm daran teil. Bereits etwa ein halbes Jahr zuvor war Mercedes-Chef Ola Källenius nach Ungarn gereist und hatte Orbán die Nachricht überbracht, dass die Produktion deutlich ausgeweitet werden soll. Allein rund 3.000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Derzeit arbeiten bereits mehr als 4.500 Menschen für Mercedes in Ungarn.
Die deutschen Wähler haben diese Entwicklung gerade erst wieder mit überwältigender Mehrheit gutgeheißen.

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Was tut unsere Regierung gegen den massenhaften Verlust von wichtigen Arbeitsplätzen? Der Kanzler fliegt sinnlos durch die Gegend, versucht stümperhaft Außenpolitik zu machen, macht ein Foto nach dem anderen, redet nur Unsinn, heizt die Preise an und kümmert sich um die Weiterführung des Krieges in der Ukraine. Und dieser Kanzler kostet Geld. Ein Kanzler für unser Land ist das nicht.
Was stimmt bei den vielen Wählern nicht ? Was haben die für Probleme ?
Weil viele deutschen Wähler so unglaublich dumm sind, werden sie in absehbarer Zeit die unangenehmen Auswirkungen erleben, die durch die toxischen Parteien ihrer Wahl entstehen.
Es gibt nur eine neue Partei mit Durchblick und Sachverstand für Politik, Geld und Wirtschaft – den Rest des bekannten Kartells kann man bei diesen wichtigen Dingen getrost vergessen.
Die Deutschen sind bekanntlich dumm. Sie wählen immer mit Begeisterung ihre eigenen Vernichter, wie man es bei der Wahl in BW sehen konnte.
Das Wahlverhalten hat bei 80 % der Wähler nichts mehr mit gesundem Verstand zu tun. Absolute Blödheit war das.
Ungarn gehört zur EU. Damit ist der Kapazitätsausbau dort keine wirkliche Lösung.
Lohn-und Lohnnebenkosten,Strompreise und Bürokratieabgaben sind in Ungarn wesentlich niedriger.
Luftsteuer existiert lediglich für Flugzeuge!
Ich kann zum deutschen 0815-Wähler nichts mehr sagen. Diesen Menschen ist nicht mehr zu helfen!
Zitat: „Ganz anders in Ungarn. Dort herrscht offenbar Aufbruchstimmung. Auch Mercedes baut seinen Standort in Kecskemét massiv aus und plant mehrere tausend neue Arbeitsplätze.“
> Wobei ich meine mich erinnern zu können, dass sich grad auch erst die chinesiche (Auto-?)Industrie in Ungarn angesiedelt hat.
Länder wie Ungarn und Polen scheinen sich langsam zu den neuen westlichen Industrie- und Hightech-Staaten aufzuschwingen -…und das hinzu auch noch ganz ohne arab.-afrikan. „Bereicherung“ und Zwangsumvolkung.
Und wenn nicht bald eine Regierung mit funktionierendem Hirn kommt, werden noch sehr viel mehr Arbeitsplätze in Deutschland den Bach runter gehen. Wetten dass!
Noch mindestens 3 Jahre Fritze und Lars, noch ? Jahre Flintenuschi. Oder glaubt jemand, die werden vorzeitig die Fleischtöpfe der Macht verlassen? Auf den Rausch folgt der Kater. Der wird heftig. Der Drops ist gelutscht.Es ist wie nach dem Sprung vom Hochhaus ohne Fallschirm beim passieren des 2. Stocks: Bis hier her ging doch alles gut…
die Arbeitsplätze….sind nicht weg sie sind jetzt nur woanders (Habeckische Logik!).
Ich empfinde Scham diesen, von Ihnen genannten Namen in den Mund zu nehmen.Er hat die Menschen versucht für dumm zu verkaufen, hat dabei aber wahrscheinlich versucht, sein Intelligenzvermögen auf Andere zu projizieren.
Heute gelesen – Der frühere Volkswagen Chef -H Diess, der durch intensives Zureden der alten Merkel die gesunde Autoproduktion bei VW alles auf Elektroauto umgestellt hat, bekommt jetzt Rente – genau genommen jährlich – 9 Millionen Euro ! Obwohl das Elektrische VW an den Rand des Ruins getrieben hat.
Das ist der zweite Fehlgriff nach Winterkorn (Dieselskandal) der von VW täglich über 1000 Euro Rente bekommt.
Ich kaufe auch deswegen nie wieder ein Fahrzeug aus der VW Gruppe – versprochen.
Nachdem wir mit dem VW meiner Mutter hochzufrieden sind, werden wir uns dieses Jahr voraussichtlich nochmals so einen VW gleichen Typs anschaffen.
Einen VW Golf II (zwei!).
„Die Leute sind ja deshalb nicht arbeitslos, nur weil die Autohersteller sie kündigen“, so oder ähnlich hätte es der schönste Wirtschaftsminister aller Zeiten, dem man beim Denken zusehen konnte formuliert.