Tichys Ausblick: „Inflation, die heimliche Enteignung – was kommt auf uns zu?“

Roland Tichy begrüßt in der heutigen Sendung "Tichys Ausblick" die Gäste Saskia Ludwig und Gunther Schnabl. Schalten Sie ein auf tv.berlin - oder ganz bequem hier auf TE.

 

Die Frage nach der Inflation und ihren Folgen müsste eigentlich eine ganz nüchterne sein. Dennoch wird die Frage nach den Konsequenzen der gegenwärtigen Geldpolitik der EZB kaum politisch thematisiert. Doch die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes lassen keinen Zweifel mehr zu, dass die Geldentwertung stattfindet und damit letztlich eine Enteignung der Sparer.

Was kommt da auf unsere Gesellschaft zu? Ein baldiger Crash? Eine langsame Abwärtsspirale? Wie bedroht sind Unternehmen und Sparer, Arbeitnehmer, Rentner?

Darüber spricht Roland Tichy heute Abend mit Prof. Dr. Gunther Schnabl, er leitet das Institut für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig. Laut IDEAS-Ranking zählt Prof. Schnabl zu den Top-3-Prozent der Volkswirte in Europa. Bei Tichys Ausblick erläutert er, ob und wie die Politik gegensteuern und welche Vorsorge man privat treffen kann und sollte.

Doch wird die Politik überhaupt gegensteuern? Dafür müsste sie erst einmal zugeben, dass es überhaupt ein Problem gibt. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig, die im Wahlkreis Potsdam u.a. gegen Annalena Baerbock und Olaf Scholz antritt, steht Rede und Antwort.



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Kommentare ( 37 )

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bfwied
1 Monat her

Man kommt immer wieder auf dasselbe zurück: Kinder und ideologische Träumer/Revolutionäre sind an die Macht gekommen. Den Bürgern ist vorzuwerfen, dass sie sich diese Leute gefallen lassen, dass sie nicht, nicht nur als einzelne wie ich, sondern als große Gruppe, die Abgeordneten für ihr willfähriges Verhalten zu Rechenschaft ziehen. Ich denke auch, dass die Inflation kommt, ich denke auch, dass sie erwünscht ist, ungeachtet der einzelnen Schicksale. Eine Leyen, eine EZB-Vorsitzende haben nichts gemein mit den Bürgern, denn sie sind nicht nur sehr vermögend, sondern sie sind bestens abgesichert, so dass sie keine Sorgen verspüren und die Inflation nicht einmal… Mehr

friedrich - wilhelm
1 Monat her

….ich hatte kaum zugehört, da habe ich abgestellt! hat von diesen leuten einmal jemand in einem betrieb gearbeitet, eine große firma geleitet? ist nicht der bundestag ab dem letzten jahr total entmündigt worden? und hat er nicht selbst seiner entmündigung zugestimmt? basta! weg mit dem zeug!

Edu
1 Monat her

Inflation bei Null-Zinsen, Sie vergessen die private Altersvorsorge zu erwähnen, egal ob Selbständige, Lebensversicherung, Betriebsrente oder Riester und co. Hier gilt, das dicke Ende kommt später, man merkts noch nicht heute,aber…..

Heinz
1 Monat her

Erst hat ein perverses System, in das uns ein gewisser Helmut Kohl gezwungen hat, die Erträge aus Geldvermögen abgeschafft und gleichzeitig damit die Altersvorsorge von Millionen (schauen Sie auf die Mitteilungen ihrer Lebensversicherung). Jetzt entwertet man ganz bewusst die Substanz der Geldvermögen, indem eine kranke Zentralbank die Inflationierung der ihr anvertrauten Währung zu ihrem offiziellen Ziel erhebt (natürlich unter Bruch des Rechts, welches „Stabilität der Währung“ als Ziel vorgibt und nicht deren bewusste Wertvernichtung). Und aus dem entwerteten Vermögen dürfen wir dann noch allerlei und allerhand neue Zwangsabgaben abdrücken, damit eine irrsinnig gewordene Politkaste sich an den Einnahmen weiden und… Mehr

Politkaetzchen
1 Monat her

Die Deutschen haben eine seeeeehr lange Leitung, wenn es heißt sich die Folgen blöder Ideen bewusst zu machen. Aktuell sind alle um mich herum im Sommer Urlaubsstimmung, träumen vom BGE und zeigen stolz ihre Impfausweise.

Wenn sie „plötzlich“ arm werden und nix mehr dürfen, ist die Verwunderung wahrscheinlich riesengroß…

Aegnor
1 Monat her

Mich würde mal eine Antwort auf die immer gern von MMT-Apologeten vorgebrachte These hören, die Zentralbanken könnten sehr wohl die Zinsen erhöhen, weil sie ja mittlerweile einen Großteil der Staatsanleihen halten würden, und die höheren Zinsen für die Staaten deshalb kein Problem wären, weil sie diese Zinszahlungen ja sofort wieder von der EZB, deren Besitzer sie sind, ausgeschüttet bekämen. Mir fällt dazu nur ein, dass die höheren Zinsen die Zombiefirmen killen würden und das System dann deswegen und trotzdem kippt.

Dirk Bender
1 Monat her

Die EZB wie auch andere Notenbanken weltweit haben „Rettungspakete“ in Stellung gebracht in Form von Ausgabeprogrammen, Kreditgarantien und Eigenkapitalzuschüssen. Damit soll in erster Linie Vertrauen geschaffen werden, damit der Absturz der Konjunkturen und Finanzmarktpreise abgemildert wird. Die Zentralbanken haben also die elektronische Notenpresse angeworfen, um Zahlungsausfälle auf den Kreditmärkten abzuwehren. Dazu kaufen sie jetzt alle Arten von Schuldpapieren in großem Stil und bezahlen mit „aus dem Nichts“ geschaffenem Geld. Die EZB dehnt die Zentralbankgeldmenge aus, indem sie Staatsanleihen auf die Bücher nimmt, das heißt sie druckt frisches Geld, füllt mit diesen Anleihen die andere Seite ihrer Bilanz. Weil aber der Anleihen… Mehr

armin wacker
1 Monat her
Antworten an  Dirk Bender

Erstmal einen großen Dank für die Mühe, die sie in den Kommentar gesteckt haben. Ja und sie haben Recht. Aber Kennen sie auch die Lõsung? Dann bitte ich darum, in aller Bescheidenheit, wirklich. Egal was sie an Lösung Vorschläge bieten, sei es auch ein Bürgerkrieg, ich bin dabei.

Dirk Bender
1 Monat her

Die EZB hat in der Vergangenheit ihre ultralockere Geldpolitik immer mit der Gefahr einer Deflation begründet. „Eine solche Gefahr einer deflationären Abwärtsspirale hat zu keinem Zeitpunkt bestanden“, kritisieren früheren Währungshüter. Im Maastricht-Vertrag wird die Notenbank lediglich zu „Preisstabilität“ angehalten. Von zwei Prozent Inflation ist im Regelwerk nicht die Rede. Die EZB könnte daher jederzeit in einer Überarbeitung der Strategie auch das eigene Inflationsziel ändern. Nachdem die EZB schon jahrelang keinen Erfolg damit gehabt habe, die Inflation wieder nach oben zu bringen – warum sollte es ihr dann in der Zukunft umgekehrt gelingen, eine zu hohe Inflation wieder einzufangen? Geldpolitik hat… Mehr

Kristallo
1 Monat her

Ich habe die Sendung mit Interesse verfolgt und nehme die Beiträge von Frau Ludwig zum Anlass, eine Besorgnis zu äußern: Werden es inzwischen nicht immer mehr Politiker, die jenseits der Parlamente und Parteizentralen Vernünftiges und sogar Kritisches von sich geben, bei den entscheidenen Abstimmungen jedoch still und unsichtbar bleiben? (Ich nenne als Beispiel nur den Namen Kubicki). Wenn das weiter um sich greift und akzeptiert oder gar bewundert wird, trägt auch das leider zur Zerstörung demokratischer Prinzipien bei, denn Aufrichtigkeit und Klarheit gehören auch dazu.

Johann Thiel
1 Monat her

Fand die Sendung diesmal ein bisschen langweilig. Ein schon so oft behandeltes Thema, mit dem Ergebnis, es ist wie es ist. An dem Ton könnte noch weiter gearbeitet werden. Ansonsten gewinnt die Sendung zunehmend an Format.