Tichys Ausblick: „Inflation, die heimliche Enteignung – was kommt auf uns zu?“

Roland Tichy begrüßt in der heutigen Sendung "Tichys Ausblick" die Gäste Saskia Ludwig und Gunther Schnabl. Schalten Sie ein auf tv.berlin - oder ganz bequem hier auf TE.

 

Die Frage nach der Inflation und ihren Folgen müsste eigentlich eine ganz nüchterne sein. Dennoch wird die Frage nach den Konsequenzen der gegenwärtigen Geldpolitik der EZB kaum politisch thematisiert. Doch die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes lassen keinen Zweifel mehr zu, dass die Geldentwertung stattfindet und damit letztlich eine Enteignung der Sparer.

Was kommt da auf unsere Gesellschaft zu? Ein baldiger Crash? Eine langsame Abwärtsspirale? Wie bedroht sind Unternehmen und Sparer, Arbeitnehmer, Rentner?

Darüber spricht Roland Tichy heute Abend mit Prof. Dr. Gunther Schnabl, er leitet das Institut für Wirtschaftspolitik der Universität Leipzig. Laut IDEAS-Ranking zählt Prof. Schnabl zu den Top-3-Prozent der Volkswirte in Europa. Bei Tichys Ausblick erläutert er, ob und wie die Politik gegensteuern und welche Vorsorge man privat treffen kann und sollte.

Doch wird die Politik überhaupt gegensteuern? Dafür müsste sie erst einmal zugeben, dass es überhaupt ein Problem gibt. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig, die im Wahlkreis Potsdam u.a. gegen Annalena Baerbock und Olaf Scholz antritt, steht Rede und Antwort.

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Kommentare ( 35 )

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Edu
2 Tage her

Inflation bei Null-Zinsen, Sie vergessen die private Altersvorsorge zu erwähnen, egal ob Selbständige, Lebensversicherung, Betriebsrente oder Riester und co. Hier gilt, das dicke Ende kommt später, man merkts noch nicht heute,aber…..

Heinz
2 Tage her

Erst hat ein perverses System, in das uns ein gewisser Helmut Kohl gezwungen hat, die Erträge aus Geldvermögen abgeschafft und gleichzeitig damit die Altersvorsorge von Millionen (schauen Sie auf die Mitteilungen ihrer Lebensversicherung). Jetzt entwertet man ganz bewusst die Substanz der Geldvermögen, indem eine kranke Zentralbank die Inflationierung der ihr anvertrauten Währung zu ihrem offiziellen Ziel erhebt (natürlich unter Bruch des Rechts, welches „Stabilität der Währung“ als Ziel vorgibt und nicht deren bewusste Wertvernichtung). Und aus dem entwerteten Vermögen dürfen wir dann noch allerlei und allerhand neue Zwangsabgaben abdrücken, damit eine irrsinnig gewordene Politkaste sich an den Einnahmen weiden und… Mehr

Politkaetzchen
2 Tage her

Die Deutschen haben eine seeeeehr lange Leitung, wenn es heißt sich die Folgen blöder Ideen bewusst zu machen. Aktuell sind alle um mich herum im Sommer Urlaubsstimmung, träumen vom BGE und zeigen stolz ihre Impfausweise.

Wenn sie „plötzlich“ arm werden und nix mehr dürfen, ist die Verwunderung wahrscheinlich riesengroß…

Aegnor
3 Tage her

Mich würde mal eine Antwort auf die immer gern von MMT-Apologeten vorgebrachte These hören, die Zentralbanken könnten sehr wohl die Zinsen erhöhen, weil sie ja mittlerweile einen Großteil der Staatsanleihen halten würden, und die höheren Zinsen für die Staaten deshalb kein Problem wären, weil sie diese Zinszahlungen ja sofort wieder von der EZB, deren Besitzer sie sind, ausgeschüttet bekämen. Mir fällt dazu nur ein, dass die höheren Zinsen die Zombiefirmen killen würden und das System dann deswegen und trotzdem kippt.

Dirk Bender
3 Tage her

Die EZB wie auch andere Notenbanken weltweit haben „Rettungspakete“ in Stellung gebracht in Form von Ausgabeprogrammen, Kreditgarantien und Eigenkapitalzuschüssen. Damit soll in erster Linie Vertrauen geschaffen werden, damit der Absturz der Konjunkturen und Finanzmarktpreise abgemildert wird. Die Zentralbanken haben also die elektronische Notenpresse angeworfen, um Zahlungsausfälle auf den Kreditmärkten abzuwehren. Dazu kaufen sie jetzt alle Arten von Schuldpapieren in großem Stil und bezahlen mit „aus dem Nichts“ geschaffenem Geld. Die EZB dehnt die Zentralbankgeldmenge aus, indem sie Staatsanleihen auf die Bücher nimmt, das heißt sie druckt frisches Geld, füllt mit diesen Anleihen die andere Seite ihrer Bilanz. Weil aber der Anleihen… Mehr

Dirk Bender
3 Tage her

Die EZB hat in der Vergangenheit ihre ultralockere Geldpolitik immer mit der Gefahr einer Deflation begründet. „Eine solche Gefahr einer deflationären Abwärtsspirale hat zu keinem Zeitpunkt bestanden“, kritisieren früheren Währungshüter. Im Maastricht-Vertrag wird die Notenbank lediglich zu „Preisstabilität“ angehalten. Von zwei Prozent Inflation ist im Regelwerk nicht die Rede. Die EZB könnte daher jederzeit in einer Überarbeitung der Strategie auch das eigene Inflationsziel ändern. Nachdem die EZB schon jahrelang keinen Erfolg damit gehabt habe, die Inflation wieder nach oben zu bringen – warum sollte es ihr dann in der Zukunft umgekehrt gelingen, eine zu hohe Inflation wieder einzufangen? Geldpolitik hat… Mehr

Kristallo
3 Tage her

Ich habe die Sendung mit Interesse verfolgt und nehme die Beiträge von Frau Ludwig zum Anlass, eine Besorgnis zu äußern: Werden es inzwischen nicht immer mehr Politiker, die jenseits der Parlamente und Parteizentralen Vernünftiges und sogar Kritisches von sich geben, bei den entscheidenen Abstimmungen jedoch still und unsichtbar bleiben? (Ich nenne als Beispiel nur den Namen Kubicki). Wenn das weiter um sich greift und akzeptiert oder gar bewundert wird, trägt auch das leider zur Zerstörung demokratischer Prinzipien bei, denn Aufrichtigkeit und Klarheit gehören auch dazu.

Johann Thiel
3 Tage her

Fand die Sendung diesmal ein bisschen langweilig. Ein schon so oft behandeltes Thema, mit dem Ergebnis, es ist wie es ist. An dem Ton könnte noch weiter gearbeitet werden. Ansonsten gewinnt die Sendung zunehmend an Format.

Frank Gausmann
3 Tage her

Super, die Diskussionen und die technische Qualität werden immer besser! Weiter so, dieses Format hat Zukunft.

Karsten Paulsen
3 Tage her

Beeindruckend, dass es Ihnen gelungen ist, Menschen mit Fachkompetenz und eigener Meinung zu finden, das stimmt hoffnungsfroh. An der Tontechnik muss noch gearbeitet werden. Danke!