Highnoon der Richterinnen

Was war das wieder mal für eine Woche - das Urteil einer Richterin aus Hamburg sorgte für sehr viel Unverständnis und für breite Empörung, eine weitere in Brandenburg zwang die Bundesregierung, ihre Umweltverpflichtungen aus dem Wolkenkuckucksheim doch tatsächlich umzusetzen.

 
Wieder ging alles drunter und drüber in dieser Woche. Erst Staatsbankrott, dann wieder Friede, Freude, Eierkuchen, dank Aufgabe der Schuldenbremse. Und auch wenn es politisch wieder arg holperte, performte die Justiz verlässlich. Eine Richterin in Hamburg hob die Idee der Resozialisierung auf ganz neue Höhen, indem sie eine Gruppe Vergewaltiger gar nicht mehr belangte. Und eine Richterin in Brandenburg zwang die Bundesregierung, ihre Umweltverpflichtungen aus dem Wolkenkuckucksheim doch tatsächlich umzusetzen – auf unser aller Rücken. Die Menschen unterwegs auf den Straßen wunderten sich – und teilen ihr Erstaunen mit Achim Winter.


Den Link zum Sponsor, dem Max-Otte-Fonds, für dessen Unterstützung Achim Winter sich herzlich bedankt, finden Sie hier:

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Kommentare ( 14 )

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14 Comments
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Judith Panther
2 Monate her

GEZ-Journalistin Elke Spanner, „… die so wirkt, als komme sie gerade vom evangelischen Kirchentag, also aus einer Vorfeldorganisation der Grünen“, so Reitschuster auf https://reitschuster.de/post/frei-nach-gruppenvergewaltigung-fuer-die-ard-erfolg-statt-skandal/ wird dort mit dem folgenden Kommentar zum Hamburger Urteil zitiert: „Diejenigen, die die Richterin beschimpfen, fordern im Namen eines konsequenten Rechtsstaates härtere Strafen für die Vergewaltiger und treten diesen Rechtsstaat dabei selbst mit Füßen! (!) Das Gericht hat eineinhalb Jahre über den Fall verhandelt, 68 Tage mit den Angeklagten in einem Saal gesessen. Wie will jemand, der da nicht dabei war, besser wissen, was gerecht ist und was nicht? Dieses Urteil für die jungen Männer ist kein… Mehr

Last edited 2 Monate her by Judith Panther
pcn
2 Monate her

Bin immer wieder begeistert von der handwerklichen Professionalität, nach der Ihre Filme produziert sind. Da sind Profis am Werk. Vielen Dank, Herr Winter, wie Sie Ihrem Auftritt den Sequenzen den letzten Pfiff verpassen, Humor und Ernsthaftigkeit geben den Bildern dazu den authentischen Schliff.

Juergen Semmler
2 Monate her

WAS die BAERBOCK kann, kann die FAESER schon längst:

„Die neue FEMINISTISCHE Innenpolitik“

UND WIE ….!

Anscheinend urteilt besagte Richterin schon nach SCHARIA-islamistischen Richtlinien…

Sie hätte nur noch die 15-Jährige steinigen lassen und sich bei den Tätern dafür entschuldigen müssen , dass sie von der 15-Jährigen in schamlosester Weise sexuell verführt wurden.

AUCH eine STA(A)T(T)LICHE finanzielle Wiedergutmachung wäre zudem angemessen für den verursachten seelischen Schaden der nun auf Lebenszeit traumatisierten 9 jungen Männer…

Dann wärs wirklich absolut „perfekt“ und „gerecht“ gewesen ….

….das „Ur-Ur-Urteil „..aus der STEINZEIT

HansKarl70
2 Monate her

Endlich mal was los in diesem, ansonsten langeiligen Justiz Milieu.

Niklas
2 Monate her

Das Problem bei fast allem ist eine Über-Intellektualisierung von Sachverhalten, die eigentlich ganz einfach liegen. Diese Richterin hat den Kopf voller Ideen und Gedanken warum und weshalb und glaubt sicher, ein ganz besonders gutes Urteil gesprochen zu haben, das drei Dutzend Aspekten des Falls gerecht wird, aber hat darüber eine einfache Wahrheit vergessen: Diese Vergewaltiger sind Monster in Menschengestalt, haben sich durch ihre Tat verraten und uns die Möglichkeit gegeben, sie aus dem Verkehr zu ziehen. Für diesen FAKT ist die Richterin blind, das sieht sie nicht als ihre Aufgabe an.

Simplicissimus
2 Monate her
Antworten an  Niklas

Vielleicht hat die Richterin auch eine Tochter, mal sehen wie milde ihr Urteil bei solchen Untieren ausfällt. Witzig ist immer, alles läuft automatisch unter mildem Jugendstrafrecht, man kann natürlich auch Erwachsenrecht anwenden, WENN MAN DAS WOLLTE. Aber dann brechen die jungen Männer womöglich in Tränen aus, schließlich hat ihnen bei der Einreise niemand erklärt, das Gruppenvergewaltigungen haram sind, sogar bei Ungläubigen, aber da bin ich mir nun nicht so sicher. Der Iman wird das wissen, außerdem hat das Mädchen die Männer provoziert, verhielt sich aufreizend und war enthemmt. Warum ist die Nachts eigentlich alleine unterwegs, keusche Frauen trifft man zu… Mehr

Manfred_Hbg
2 Monate her

Toll, wie eisern Herr A.Winter doch selbst trotz Klimawechsel/-katastrophe bedingter Hitze -äähm- trotz Minustemparaturen wieder vor die Tür geht um seine Interviews zu führen 👍😎
Wenn ich hier bei TE die Artikel und Kommentare lese und mir bei TE wie auch hier die Filme angucke, dann denke ich hin und wieder, dass wenn es auch einen Preis für Sarkasmus, Zynik und Ironie geben würde, dass TE dann auf dem Siegertreppchen stehen müsste.
Ansonsten noch ein Danke für auch diese Bürgerbefragung und @all einen schönen 1. Advent🕯️
🤟😎

giesemann
2 Monate her

Wer hat das Gesetz erlassen und warum verstößt er/sie/es dagegen? Das OVG hat womöglich den Finger in die/in eine Wunde gelegt. Es gibt noch zwei Instanzen, den VGH (Verwaltungsgerichtshof) und das BVerwg (Bundesverwaltungsgericht). Ist ein Gesetz womöglich verfassungswidrig, dann wird das BVerfg damit befasst. Die Verwaltungsgerichte sind dazu da, um die Einhaltung der Gesetze des Gesetzgebers (die Parlamente) durch die Regierungen, die Verwaltung, die Exekutive zu prüfen. Sind Legislative, Jurisdiktion und Exekutive klar voneinander getrennt, dann erst ist die Demokratie, die FDGO etwas wert. Sonst nicht. Jegliche Kollusion dieser drei Einzelgewalten ist verboten. Wer überwacht das? 

Peter Pascht
2 Monate her

Die deutsche Justiz hat sich mit viel Wortgewalt und Amtsmissbrauch schon seit langem selber einen apodiktischen Persilschein erteilt, wie es nur in Diktaturen üblich ist. Recht = Gerechtigkeit Dem ist aber nicht so, wie man im Staatenrecht lernen kann: „Ex iniuria ius non oritur“ , „Aus Unrecht kann kein Recht entstehen.“ „Iniustitia non potest ius datur“ „Unrecht (=nicht Gerechtigkeit) wird nicht zu Recht nur weil es Richter*innen und Gerichte als Recht verkünden.“ Das Gegenteil ist nur in juristischen Diktaturen richtig, wie uns das geschichtliche Beispiel eines Herrn Feissler lehrt. Sie haben sich ihren eigenen „Rechtstaat“ im deutschen Rechtstaat gebildet „richtig… Mehr

Last edited 2 Monate her by Peter Pascht
Peter Pascht
2 Monate her

„Eine Richterin in Hamburg hob die Idee der Resozialisierung auf ganz neue Höhen, indem sie eine Gruppe Vergewaltiger gar nicht mehr belangte. Und eine Richterin in Brandenburg zwang die Bundesregierung, ihre Umweltverpflichtungen aus dem Wolkenkuckucksheim doch tatsächlich umzusetzen“. Es schwillen einem die Halsadern bei solchen Nachrichten ! Man könnte zu einem Thomas Münzer werden. Es könnten meine Worte sein !!! Woher diese Übereinbstimmung, denn der Achim und ich kennen uns nicht persönlich, trotzdem die gleichen Worte und gleichen Gedanken. Das ist das erstauliche daran. Kann es sein, dass der Achim und ich, so wie viele Andere noch ganz normale Menschen… Mehr

rainer erich
2 Monate her

Offensichtlich ist wieder einmal nur das Ergebnis, die „Urteile“ der Damen bekannt, aber nicht die Ursache. Diese wuerde sich sofort erschließen, wenn man die Damen an den Fakultaeten fragen wuerde, warum sie Richter werden wollen, konkret in der Strafgerichtsbarkeit. Man wird, derartige Interviews gab es auch bereits, wenig ueberraschend feststellen, dass sich die Motive der Damen mit den Motiven fuer andere typische Berufe ähneln. Man wird feststellen, dass es den Damen nicht um. Die Rechtsprechung nach Aufklärung des Sachverhaltes und dessen ( logischer) Subsumption geht. Aehnlich wie es den Damen auch in anderer Berufen nicht um die „eigentlichen“ Aufgaben, sondern… Mehr