Dr. Helmut Schramm (Bayer CropScience): „Zehn Milliarden Menschen ernähren“

Die Weltbevölkerung wächst weiter. Die Landwirtschaft steht vor riesigen Herausforderungen. Doch die Ernährung von immer mehr Menschen kann gelingen. Helmut Schramm, Geschäftsführer von Bayer CropScience, im Interview über Glyphosat, molekularbiologische Werkzeuge und die Digitalisierung.

 

Romantik trifft auf Hunger: In Deutschland herrschen idyllische Vorstellungen, moderne Agrarwirtschaft gilt als Feind. Aber zukünftig sind bei schwindender Ackerfläche immer noch mehr Menschen zu ernähren: Auf 10 Milliarden Menschen wird die Weltbevölkerung anwachsen.

Kann das gehen? Wie soll es gehen? Sind Unkrautvernichter wirklich „des Teufels“? Sterben die Bienen aus? Was sind „Lerchenfenster“?

Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer von Bayer CropScience Dr. Helmut Schramm, der für Pflanzenschutz zuständig ist.

Unterstützung
oder

Kommentare ( 72 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Mein Problem Ist, dass ich zwar auf einer zwei Kuehe Ranch aufgewachsen bin und auch Landwirte in der Familie habe, aber von der ganzen Chemie nichts verstehe. Ich traue mich auch keine Pilze zu sammeln, weil mir die Bestimmung Von dreitausend Arten und dem Giftgehalt Des jeweiligen Pilzes nicht gelingt. Von daher sind solche Interviews fuer mich sehr wichtig und ich bitte um mehr von dieser Sorte Unterhaltung.

Dann drücke ich mal die Daumen, das die ausgelaugten Böden welche nur dank Kunstdünger, der übrigens auch endlich ist, noch lange ergiebig sind. Zudem wollen sie 10 Milliarden ja auch irgendwo wohnen. „Verstädterung verschlingt wertvolles Ackerland
Bis 2030 schwinden 300.000 Quadratkilometer besonders fruchtbare Fläche“http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21010-2017-01-03.html
Und das liebe CO2 das die 10 Milliarden ausstoßen. Und der Wasserverbrauch…… Was kommt nach den 10 Milliarden? 15? 20? Es mag sein das Herr Dr. Schramm die Aufgabe reizvoll findet wie Gigantische Bevölkerungszahlen zu versorgen sind. Allein, es ist Blödsinn.

Die derzeit erzeugten Lebensmittelmengen würde ausreichen um die gesamte Menschheit so zu Ernähren, da0 kein Mensch hungern müßte. Aber in dem Derzeit als „Heil der Menschheit“ proklamierten Wirtschaftssystem der Ungezügelten Globnalisierung Fehlt manchen Menschen auf der Welt einfach das Geld um die Benötigten Lebensmittel kaufen zu können. Selbst in Indien werden Soviele / teilweise sogar mehr Lebensmittel im Lande erzeugt, daß man die gesamte Bevölkerung im Land damit Reichlich ernähren könnte. Nur die Armen bekommen eben nichts, weil sie es nicht bezahlen Können. Mit Lebensmitteln wird auch Spekuliert! ist viel auf dem Markt so werden Lebensmittel zurück gehalten um in… Mehr
Ich frage mich seit Jahren, warum sich niemend mehr für die fortschreitende Überbevölkerung auf diesem Planeten interessiert. Linke, Globalisten und selbst Grüne predigen uns sogar, dass wir Migration aus der 3. Welt brauchen, um über eine wachsende Bevölkerung unseren Wohlstand zu sichern. Alles Quatsch: Die schrumpfenden Bevölkerungen im Westen sind ein Segen für diesen Planeten und der derzeit einzige Hoffnungsschimmer, um ihn zu retten. Doch statt diese sinnvolle und notwendige Schrumpfung zu managen, wollen unsere Regierungen die Überbevölkerung noch weiter anheizen, indem der 3. Welt nunmehr der durch ungewollte Schwangerschaften bzw. legitimen Vergewaltigungen hervorgerufene Geburtenüberschuss laufend abgenommen wird. Wer wohl… Mehr

Ganz genau. Und durch großzügige Kindergeldzahlungen im In- und Ausland werden weitere Anreize geschaffen, möglichst viele Kinder in die Welt zu setzen.

Die Landwirtschaft Indiens basiert auf Kleinbauern. Gleichwohl Menschen dort an Hunger leiden ist das Land Exporteur. Es fehlt also mitnichten an Lebensmitteln. Global betrachtet muß keiner Hunger leiden und es tun auch immer weniger. Die Hungerkeisen sind Geschichte und seit jeher Menschen-gemacht. Eine Welt von 10 Mrd. und mehr mit dem Lebensstandard, den alle wollen wird es nicht lange geben, da die grundsätzlichen natürlichen Ressourcen dafür nicht ausreichen. Außer die UN, Merkel, Soros und Obama holen nächste Woche den Replikator aus der Zaubertasche und bezwingen die Ressourcenknappheit im Einklang mit der Natur. Das wäre sensationell. Nur faran glauben mag man… Mehr

Leicht gebrochene Logik, am Ende aber völlig richtig, lieber Klaus Mueller. Von mir daher einen Daumen hoch.

„Natürlich werden wir auch Geld verdienen müssen…“ – dafür muß man sich heute quasi entschuldigen und als Hauptmotivation andere Gründe vorschützen. Unglaublich, nämlich unglaublich verrückt. Warum sagt der nicht ehrlich: Wir wollen maximalen Profit machen, und den machen wir nur, wenn wir die Menschheit maximal gut versorgen. So profitieren beide Seiten und genau so funktioniert freie, kapitalistische Marktwirtschaft. Aber das alles hat unter dem herrschenden neosozialistischen Zeitgeist einen solch schlechten Ruf, daß man so tun muß, als sei alles völlig uneigennützig allein zur Weltrettung konzipiert, und müsse man nur zur Finanzierung seiner Wohltaten nebenbei leider – bitte um Entschuldigung! –… Mehr

Das Ziel sollte eher sein, zurück zu 3 Mrd Menschen. **************

Wir sind auf der Zielgeraden.

bzgl. der „grünen“ Agrartechnik fehlt mir das Detailwissen, „gentechnische“ Medizin kenne ich dafür sehr gut…. Natürlich ist die Wissenschaft ein Segen, bzw. kann ein Segen sein…ich war selbst bei Studien dabei, mit sehr überzeigenden Erfolgen, ja sensationellen Heilungen, nur wie im schlechten Film wurde die Methode dann von einem sehr großen Pharmakonzern übernommen und nie wieder gesehen – die Konzerne wollen schließlich Profit machen und nicht „heilen“, Gesunde bringen kein Geld – ein Gerücht? TE würde es so nicht veröffentlichen, aber ich kann es belegen…. Ähnliches scheint mir bei den GMO zu geschehen, theoretisch ein Garten Eden wird künstlicher Mangel… Mehr

Die Begrenzung des Leben ist der Tod…somit ist das Wort „Überbevölkerung“ nur ein politisches…ein Nebelkerzen Wort. Es kann keine Überbevölkerung geben…weil es den Tod als Regulierer gibt. Der Tod reguliert die Geburt…..so ist es auch mit dem Wort „Wasser-VERBRAUCH“…auch dieses Wort ist irreführend…da Wasser im Kreislauf des Wasser auf der Erde gebunden ist…somit kann Wasser immer nur Gebraucht aber nie Verbraucht werden.

In den Regulierungskreislauf in Afrika greifen wir ja auf diabolische Art und Weise ein.
Wäre das Beste, ließe man dort der Natur ihren Lauf.

Der Einzelne kann nicht bewerten, ob das stimmt, was ein multinationaler Konzern behauptet und von unseren staatlichen Institution müssen wir befürchten, dass sie nicht unabhängig sind. (KBA=Autoindustrie)

So wird auch hier die Vertrauenskriese gegenüber der politischen Klasse deutlich.

Wenn wir Vertrauen in den Staat und seine Institutionen hätten, könnten wir auch davon ausgehen, dass Großkonzerne wie Bayer unter Kontrolle sind. Im Moment gehe ich eher davon aus, dass sie völlig außer Kontrolle geraten sind.

Die Konzerne „behaupten“ nicht, sondern muessen Studien nach wissenschaftlichen Standards durchfuehren, um eine entsprechende Zulassung erhalten zu koennen. Toxikologen, bzw. deren Labore, die die Studien durchfuehren muessen zertifziert sein. Pflanzenschutzmittel gehen durch mehr Pruefungen als Medikamente. Z.B. Zersetzungszeit im Boden, Untersuchuchung der Zersetzungsprodukte, Wirkung auf Wasserorganismen, auf Voegel, auf Bienen und aehnliche Nutztiere, Giftigkeit gegenueber Saeugetieren sowieso.Damit ist die Kontrolle letztlich beim Staat bzw. Instituten, die die Risiken anhand dieser Fakten bewerten. Im Gegensatz dazu sind die publikumswirksamen Veroeffentlichungen von NGOs haeufig unterhalb jeglichen wissenschaftlichen Standards, so musste z.B. in der Seralini Affaire (s. Wikipedia) eine „Studie“, die belegen sollte,… Mehr

Ja, ja, das glaube ich Ihnen ja alles.

Es ist nur so, dass eine x-beliebige NGO eben heutzutage genau so glaubwürdig ist, wie unsere staatlichen Institutionen.

Deren Glaubwürdigkeit müsste erst mal wieder hergestellt werden. (Asse? – Alles in Ordnung.) Man glaubt nichts und niemandem mehr und das ist hauptsächlich auf das Versagen unsere politischen „Eliten“ zurückzuführen.