Haltung bis zuletzt

Liebe Schrumpfmedien: die Leser sind nicht weg. Sie lesen nur woanders.

© Wang Zhao/AFP/Getty Images

Für Mitarbeiter traditioneller Medien könnte 2019 später einmal als schwarzes Jahr in die Chronik eingehen. In der letzten Februarwoche kündigte die DuMont Mediengruppe an, sich von sämtlichen Zeitungen zu trennen: Von der Hamburger Morgenpost, dem Kölner Stadt-Anzeiger, dem Kölner Express, der Berliner Zeitung, dem Berliner Kurier und der Mitteldeutschen Zeitung in Halle. Nach Branchenschätzungen wäre das Paket vor zehn Jahren noch gut eine Milliarde Euro wert gewesen.

Heute geht es um einen Notverkauf: Die Hamburger Morgenpost etwa schreibt schon seit 2017 rote Zahlen, trotz tiefer Einschnitte beim Personal. Dass alle DuMont-Blätter den Ballastabwurf überstehen, gilt deshalb als unwahrscheinlich.
Allein für die Berliner Zeitung und für den Berliner Kurier hatte DuMont 2009 insgesamt 152 Millionen Euro an den Vorbesitzer Mecom gezahlt, viel zu viel für die schrumpfenden Blätter. Die Berliner Zeitung, bis 1989 das Zentralorgan der SED-Bezirksleitung Berlin, erreichte 1989 eine tägliche Auflage von 345.000, 2014 waren es immerhin noch 114.417 (3. Quartal). Im IV. Quartal 2018 blieben nur noch 66.564 übrig. Der Verlag sparte hinterher, 2017 verloren 85 von ehemals 160 Mitarbeitern der beiden Blätter ihren Job. Für eine Sanierung reichte das immer noch nicht. Kioskzahlen und Werbeertrag fielen schneller.

Kurz vor der DuMont-Meldung über den Panikverkauf der eigenen Zeitungen teilte die Funke Mediengruppe Essen mit, bis zu 22 der 94 Angestellten ihrer Berliner Zentralredaktion zu feuern, die das Zeitungskonglomerat mit Artikeln versorgt. In ihren Blättern in Nordrhein-Westfalen streicht Funke noch einmal 10 Prozent der Stellen.

Die gängigste Begründung lautet: Es liegt am Internet – dorthin wandern Leser und Werbeerträge. Als zweite Rechtfertigung für das Verramschen der eigenen Blätter führen Verlagsmanager an: steigende Papierpreise und höhere Zustellungskosten, weil sie Zeitungsboten neuerdings Mindestlohn zahlen müssen. Diskret vermeiden sie den Hinweis, dass Union und SPD sich schon 2017 darauf geeinigt hatten, die Rentenansprüche von Zeitungsboten entsprechend zu kürzen, um die Verlage zu entlasten:

„Zur Sicherung der bundesweiten Versorgung mit Presseerzeugnissen für alle Haushalte“ heißt es im Koalitionsvertrag auf Seite 93, „wird bei Minijobs von Zeitungszustellerinnen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Rentenversicherung, den die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu tragen haben, befristet für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezember 2022, von 15 auf 5 Prozent abgesenkt.“

Wenn die Erträge trotzdem noch nicht einmal für die Gehälter der zusammengestrichenen Redaktionsteams, für das Papier und die Zusteller reichen – dann sieht es wirklich trübe aus für die Branche. Denn es gilt eben nicht, dass Online gewinnt, was Print verliert. Anderenfalls hätte Burda nicht zum 31. März den Betrieb des deutschen Huffington Post-Ablegers komplett eingestellt. Für die 13 Mitarbeiter sollen andere Jobs gesucht werden. Eine Neuvergabe der Lizenz in Deutschland ist nicht vorgesehen.

Das US-Portal BuzzFeed gab im Januar bekannt, sich von 200 Mitarbeitern zu trennen, 15 Prozent der Belegschaft. Es handelt sich um die dritte Sparrunde des defizitären Unternehmens seit 2017. Wegen eines Traffic-Einbruchs gab auch die Medienplattform Vice eine Stellenkürzung von 15 Prozent bekannt.

Wer ist Schuld an dieser Todesspirale, wenn der angebliche Generalschuldige Internet wegfällt? Um es mit Bill Clinton zu sagen: It’s the content, stupid.

Idealtypisch zeigt sich die Zerstörung von Innen am Beispiel Hamburger Morgenpost. Kaum ein Boulevardblatt stellte sich so konsequent in den Dienst der Willkommenskultur und des Kampfs gegen Rechts wie das DuMont-Blatt. Im Jahr 2016 titelte die Zeitung über Sachsen: „Der Schand-Fleck“, und färbte das Land auf einer Deutschlandkarte komplett braun ein.

Teilnehmer einer Anti-Merkel-Demonstration in Hamburg bezeichnete die Redaktion auf Facebook als „Neonazis“; vor einer der Demonstrationen, bei denen mehrere Anti-Merkel-Demonstranten von Linksextremisten verletzt wurden, schrieb die Morgenpost: „Knallt es heute in Hamburg? 300 Linke demonstrieren friedlich – Rechte starten bald“.

Nur die Leser machten nicht so recht mit. Die Hamburger Morgenpost eroberte sich einen Spitzenplatz in der Tabelle der Auflagenverluste. Im Mai 2018 schrieb Publico über den Absturz des ehemaligen Traditionsblattes: „Abwärts mit Antifa”. Übrigens erreichte auch der „Stern“ mit seinem Titel „Sachsen, ein Trauerspiel. Zwischen Justizskandalen und Fremdenhass. Ein Report über das dunkelste Bundesland Deutschlands“ 2016 seinerzeit fast ein historisches Auflagen-Tief.

Damals lag die Zahl der am Kiosk abgesetzten Exemplare bei 162.996. Wie gesagt, so schlecht verkaufte die Illustrierte bis dahin fast nie in ihrer Geschichte. Das galt der Führungsetage allerdings nicht als Grund, es nicht noch einmal mit der gleichen Stoßrichtung zu versuchen. Mit „Ihr Kampf. Wie die Rechten unser Land verändern – in Schulen, Vereinen, Politik“ arbeitete sich das Hamburger Haltungsblatt im Januar 2019 zu einem neuen Tiefpunkt vor. Nur mit dem Unterschied, dass die am Kiosk verkaufte Auflage dieses Mal nur noch 119.698 Hefte zählte.

Die Huffington Post wiederum holte sich ihre Klicks reichlich, aber offenbar eben doch nicht ausreichend unter anderem mit Beiträgen ihres Star-Schreibers Aras Bacho, nach eigenen Angaben 19-jähriger Bürgerkriegsflüchtling und seit acht Jahren in Deutschland, der die Leserschaft mit Texten und Headlines versorgte wie: „Natürlich haben Flüchtlinge gefälschte Pässe – und das ist auch gut so“, „Natürlich fahren wir nach Syrien in den Urlaub“, „Es ist die Aufgabe der Deutschen, uns Flüchtlinge aufzunehmen“, und „Jeder Flüchtling sollte vom deutschen Staat ein Smartphone bekommen“. Die Texte lasen sich so klischeehaft und Clickbait-optimiert, dass die Netzgemeinde lange spekulierte, ob es sich bei dem HuffPo-Schreiber nicht doch um eine Erfindung der Redaktion handelte. Seit Bacho Ende 2018 in Lemgo wegen sexueller Belästigung vor Gericht musste, gilt seine Existenz allerdings als amtlich erhärtet. Die Kombination dieser und ähnlicher Texte mit einem randboulevardesken Angebot führte bei der Huffington Post ökonomisch zu sehr ähnlichen Ergebnissen wie die Themensetzung der Hamburger Morgenpost, des Stern und anderer schrumpfender Medien.

BuzzFeed übrigens, um noch einmal kurz in die USA zu schwenken, machte als Anti-Trump-Kampfmedium 2018 mit der Schlagzeile Furore, Präsident Trump habe seinen früheren Anwalt Michael Cohen angewiesen, bei seiner Anhörung im Kongress zu lügen. Dafür, so die Buzzfeed-Chefredaktion, gebe es entsprechende SMS- und Email-Unterlagen. Der zur Untersuchung von Trumps Russland-Kontakten eingesetzte Sonderermittler Robert Mueller ließ die Meldung durch seinen Sprecher dementieren: In den von seinen Beamten gesichteten Unterlagen gebe es keine derartigen Dokumente. Kurz darauf musste ein Buzzfeed-Führungsduo in der Sendung „Reliable Source“ einräumen, dass die Plattform weder über Mails noch andere Unterlagen verfügte, um ihren Vorwurf zu belegen. Ihr Tippgeber habe ihnen die Dokumente nur am Telefon vorgelesen. Einen Ruf als Gerüchteschleuder genoss die Plattform schon vorher. In dem Moment stürzte ihre Restglaubwürdigkeit völlig ab.

Nomen est Omen
Donald Trump: Die Medien fallen auf BuzzFeed herein
Der amerikanische Medienwissenschaftler Dan Gainor prägte nach diesem suizidalen BuzzFeed-Manöver einen Satz, der auf beiden Seiten des Atlantiks gilt: “No one hurts journalism more than journalists.” Zurück nach Deutschland: Im Rückblick ereignete sich 2015 eine Art Kernschmelze der Branche. Fast alle seinerzeit noch großen Medien gaben selbst eine Restdistanz zur Regierung auf, und schrieben über die Migrationspolitik Angela Merkels nur noch im Cheerleader-Ton. Als eine Art Leitfossil dieser Zeit bietet sich der frühere SPIEGEL-Reporter Cordt Schnibben an, später Gründer des „Reporter-Forum“ und einer der Hauptförderer von Claas Relotius, der sein September-2015-Erlebnis in historische Worte goss:

„Ein bisschen Kirchentag, ein bisschen Mutbürger, ein bisschen Antifa – die Freiwilligen um mich herum treibt der Wille, es sich, rechten Hasspredigern und der Welt zu zeigen.“

Keine Handreichung
Studie der Otto-Brenner-Stiftung: "Die Flüchtlingskrise in den Medien"
Eine nüchterne Darstellung des noch immer anhaltenden Rauschs findet sich in der Untersuchung des Medienwissenschaftlers Michael Haller, der – selbst eher links und ein ehemaliger Spiegel-Redakteur – für die Otto-Brenner-Stiftung gut 30.000 Artikel über die Migrationskrise 2015 untersuchte. Sein Fazit:

„Statt als neutrale Beobachter die Politik und deren Vollzugsorgane kritisch zu begleiten und nachzufragen, übernahm der Informationsjournalismus die Sicht, auch die Losungen der politischen Elite. Die Befunde belegen die große Entfremdung, die zwischen dem etablierten Journalismus und Teilen der Bevölkerung entstanden ist.“

Und der entfremdete Teil der Bevölkerung wächst und wächst. Er wuchs nach dem tagelangen Schweigen der meisten Medien zu den Massenübergriffen von Köln, er wuchs nach den medialen Hetzjagd-Phantasien zu Chemnitz. Interessanterweise empfahl kürzlich ein Medienvertreter, die Medien sollten sich gleich ganz vom Nachrichtengeschäft verabschieden, um ihrer „sozialen Verantwortung gerecht zu werden“.

Tichys Einblick Magazin 02-2019
Medienforscher Kepplinger: Nicht nur der Spiegel, auch das TV verdreht Tatsachen
Sein bestechendes Argument lautet: viele Nachrichten nützen einfach den Falschen. Es sind also nicht die Leser, die Medienunternehmen gleich dutzendweise auf die Resterampe schieben. Sie suchen sich diesen Platz selbst, und zeigen – sehr deutsch – Haltung bis zum Ende. Eine gewisse Ausnahme macht möglicherweise der SPIEGEL. Unter dem damaligen Chefredakteur Klaus Brinkbäumer titelte das Magazin über Horst Seehofer: „Der Gefährder“. Die jüngste Ausgabe aus Hamburg bestätigt mit der Cover-Geschichte: „Abschiebung – ein deutsches Desaster“ praktisch alle Positionen des vorher geschmähten CSU-Politikers.

In den Blättern von DuMont, die jetzt zur Endverwertung stehen, schreibt seit Jahren der Journalist Markus Decker. Vor kurzem widmete er sich einem bestimmten Teil des Medienspektrums. „Gleichwohl wird Broder, der auf der einschlägigen ‚Achse des Guten’ veröffentlicht, unter anderem deshalb seit längerem einer rechtspublizistischen Grauzone zugeschlagen. Dort ist er nicht allein. In eine ähnliche Kategorie fällt der einstige ‚Spiegel’-Autor Matthias Matussek, der vom „Spiegel“ zur ‚Welt’ ging und dort entlassen wurde. […] In die Kritik geraten ist zuletzt ebenfalls der Blogger und „Welt“-Autor „Don Alphonso“, der mit bürgerlichem Namen Rainer Meyer heißt. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) wirft ihm vor, regelmäßig andere auszugrenzen, etwa Flüchtlinge.[…] Als Medien in der Grauzone zum Rechtspopulismus gelten Kritikern schließlich ‚Tichys Einblick’, verantwortet von dem früheren ‚Wirtschaftswoche’-Chefredakteur Roland Tichy, das Magazin ‚Cicero’ und die ‚Neue Zürcher Zeitung’, die „Achse des Guten“ und die „Junge Freiheit“ haben die Grenze nach allgemeiner Einschätzung überschritten.“

Zeitungssterben
Schwarzes Jahr für Medien - aber nicht für alle
Interessanterweise versammelt Deckers Kommentar praktisch alle deutschsprachigen Medien, die seit Jahren wachsen (nur Publico fehlt leider). Im Januar erreichte die Achse des Guten zum ersten Mal eine Million Leser pro Monat. Tichys Einblick Online liegt schon länger über einer Million Leser und 9 Millionen Seitenabrufen monatlich. Publico, gegründet im November 2017 und damit ein Newcomer, fand im Januar 100.000 Leser, die 445.000 Seiten abriefen. Seit seinem Start summiert sich die Zahl der Publico-Leser auf eine Million – und sie steigt beständig. Apropos Abschied von Nachrichten: Es war Don Alphonso, der 2016 die so genannte Oktoberfestlüge widerlegte. Tichys Einblick fand die Urheber des vermeintlichen Chemnitzer Hetzjagd-Videos, und klärte damit die Hintergründe des ominösen 19-Sekunden-Schnipsels auf, der vorübergehend von der Kanzlerin zum quasiamtlichen Dokument erhoben wurde. Publico meldete als erstes Medium, dass die sächsische Generalstaatsanwaltschaft keine Hinweise auf eine Hetzjagd in Chemnitz gefunden hatte.

Die Leser der Schrumpfmedien sind als Leser nicht verschwunden. Sie lesen nur woanders. Die Medienkrise ist keine Krise der Nachfrage, sondern des Angebots. Bei allen Medien, die der DuMont-Redakteur im Graubereich verortet, wächst nicht nur die Zahl der Kunden. Alle Unternehmen stehen auch wirtschaftlich sehr solide da.
Zum Ennui über die verlorene Definitionsmacht und die Gatekeeper-Funktion kommt bei den Haltungsmedienschaffenden also auch noch die Wut über den verlorenen Groschen. Denn der ist bekanntlich auch nicht weg. Sondern nur woanders.


Der Beitrag von Alexander Wendt ist zuerst bei PUBLICO erschienen.

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Kommentare ( 133 )

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Korrigiere zu u.a. Beitrag: Don Alphonso.

Die lese ebenfalls u.a. die Artikel von on Alphonse (u.a. bei Welt Online) sehr aufmerksam und gerne.
Als der Eduard von Schnitzler ging, wer hat da um einen Nachruf gebeten? Nunja, höchstens dessen engste Verwandte. Ich lasse es bei Kenntnisnahme.
Wer wird die Verdienste eine Duckmäuserin wie der Oberbürgermeisterin Rekers nicht würdigen wollen? Ich allzu gerne! Wer buckelt und nach unten tritt („Armlänge Abstand“ ist reiner Hohn zur Bedienung infantiler Ansichten), der ist verzichtbar, wie der Furz der Milchkühe auf der Weide.

Die eigens selbst verdiente Stunde Null für die „Haltungs“-Journalisten. Überfällig.

Ich brauche Informationen für meine Interessen. Daher lese ich seit drei Jahren Tichyseinblick. Desweiteren Achse Des Guten, Neue Züricher Zeitung, Manager Magazin, u.v.m..

Die dahinsichenden Titel und Verlage von DuMont, Holzbrinck (Handelsblatt, Wiwo – einst Flagschiffe, heute nur noch… lassen wird das) sind so verzichtbar wie heiße Luft aus dem U-Bahnschacht.
Ich war 1998 bis 2004 Abonnent des Spiegel und 2002 bis 2008 Abonnent der Wirtschaftswoche. Ich möchte sagen: Man lernt dazu.

**

Kann es sein, dass es Absprachen verschiedener Medien gab, sich nicht negativ über Migration zu äußern, damit die Stimmung in der Bevölkerung nicht kippt?

Absprachen? Vor Jahren in einer Sendung der ARD-Politmagazine — „Panorama“, „Monitor“ oder dergleichen — berichtete der Reporter ganz freimütig darüber, wie Interviewpartner der Regierung die Journalisten über Dinge informierten und dann darum baten, NICHT darüber zu berichten.

Nichts würde mich mehr freuen als diese ganze ** Journalisten und Pseudointellektueller auf HartzIV zu sehen.

Ich nicht! Erst liefern die für gutes Geld ihrer Kunden schlechte Arbeit ab und sollen dann auf Kosten der Allgemeinheit rumgammeln? 😉

Spiegel und Stern lese ich seit 2015 nicht mehr. Unseriös.

Ich denke, dass die hohe Auflage vieler Zeitschriften nur dank der Arztpraxen und des „Lesezirkel“ Angebots ist. Leider bietet die einfache Art des Bestellens kein Tichys Einblick oder Publico, nicht mal den Cicero an (ich will gar nicht wissen in welchen Händen dieses Unternehmen ist). Aber in den Arztpraxen liegen der Spiegel und Focus oder mal die TV Spielfilm aus, manchmal muss ich zugeben, dass ich mir dann mal die Zeitschriften nehme und durchblättere (was andere nicht tun, die meisten sind mit der „Gala“ oder „Automotor Sport“ zufrieden) und schaffe es keine 5 Minuten sie durchzulesen. Früher war das anders.… Mehr

„Tichys Einblick“ liegt bei uns am Bahnhof aus, ebenso „Cicero“ und „Cato“ und „eigentümlich frei“ und die „PAZ“ und… Ihr Zeitschriftenhändler hilft ihnen gerne. Und wenn Sie ganz hoch scrollen, findet sich über dem Hermes- oder Merkurkopf zwischen „Tichys“ und „Einblick“ der Menüpunkt „Shop“. 🙂

Die Lounges auf den Flughäfen nicht vergessen. Dort wird man mit den „Qualitätsblättern“ totgeschmissen. Ich verweigerte mich schon vor Jahren diesem Umsonst-Angebot, lieber gucke ich aus dem Fenster und mache 1 Nickerchen.

p.s. Ausnahme, wenn hin und wieder Malerarbeiten im Haus anstehen. Dazu ein Paket DieZeit oder FAZ als Unterlage und zum Abkleben.

Nach einem Interview mit einer Berufsleuchte wie Kevin Kühnert und einem statement eines Journalisten der Wiwo, der- ohne Begründung- verkündete des die Zwangsabgabensender kein Staatsfunk sind, habe ich es unterlassen, die Wiwo noch einmal zu kaufen. Seitdem ein so „vielseitiges“ Pseudogenie wie Meckel dort das Sagen hat, sieht man einen katastrophalen Qualitätsverlust- schauderhaft.

Man muss sich fragen, welche Ziele dieses Regierungs-Konstrukt BRD/Deutschland verfolgt, sieht man, dass es überhaupt kartellrechtlich möglich war, eine derartige Konzentration/Gleichschaltung u. Monopolisierung der Presse geschehen zu lassen. Wenn an deren Spitze dann auch noch bekennende „Merkel-Freundinnen“ (Erbinnen) agieren und regieren, war die jetzige Katastrophe vorprogrammiert.

Wer den Haltungsjournalismus praktiziert, wird mit Recht abgeschmiert. Das freut mich ungemein; hat man doch bei den Öffentlich Rechtlichen in Funk und Fernsehen keine Chance als abzuschalten.