Tichys Ausblick: „Was ist in diesen Zeiten noch normal?“

Roland Tichy begrüßt zur heutigen Sendung "Tichys Ausblick" die Schriftstellerin Monika Maron und die Publizistin Cora Stephan.

Was ist eigentlich “normal”? Früher gab es darüber eine ganz bestimmte Vorstellung. Heute ist man sich dagegen nicht mehr sicher. Eins steht allerdings fest: das Normal von früher, ist heute der Feind. Alles was man früher selbstverständlich war, wird heute nach Möglichkeit über den Haufen geworfen. “Was ist in diesen Zeiten noch normal?” lautet deshalb das Thema der heutigen Ausgabe Tichys Ausblick. Moderator Roland Tichy spricht mit zwei Schriftstellerinnen: Monika Maron und Cora Stephan.

Beide bedürfen kaum einer Vorstellung. Monika Maron, eine der bedeutendsten Schriftstellerin dieser Zeit. Gerade deshalb kritisiert sie die absurden Ideen der gezielten Sprachveränderung: „Als Schriftstellerin, was soll ich denn machen?“ fragt sie, „Mein Job ist die Sprache“. Und das schlimme sei, dass die Aufregung nachlasse: „Die Leute gewöhnen sich nicht, aber sie hören auf sich zu beschweren.“

Cora Stephan war Journalistin bei zahlreichen Medien und ist heute erfolgreiche Publizistin und Schriftstellerin, u.a. Kolumnistin bei TE. Sie sieht bei der Bewegung weg vom Normalen einen Unterschied zwischen den Menschen auf dem Land und in der Stadt: „Diese beiden Welten verstehen sich einfach nicht“. Was aber auch nicht überraschend ist. Sie sagt: „Die Mehrheit der Bevölkerung sind die Stinknormalen“, die, die mit 50 neuen Geschlechtern und dem Gendern nichts anfangen können.

Wird diese Entwicklung zu stoppen sein und welche Auswirkungen hat sie bis dahin? Darüber diskutiert Roland Tichy mit seinen Gästen heute Abend bei Tichys Ausblick. Schalten Sie um 20:15 Uhr ein. Entweder bei tv.berlin oder ganz bequem hier auf der Seite und via YouTube.


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Kommentare ( 12 )

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lange00c
4 Monate her

Ein außergewöhnliches gutes Gespräch zwischen klugen Leuten. Gratulation hierfür an den „alten weißen Mann“ 😉 als Moderator von zwei lebenserfahrenen Frauen , die obwohl maßgeblich in unterschiedlichen Systemen eines Deutschlands sozialisiert , eine inzwischen sehr konsistente Erzählung zu unserem Land anbieten können. Einzige Anmerkung zum Thema „Klimaerfahrung auf dem Lande“ verbunden mit dem Gefühl, dass Klima einem rein autarken und damit systemunabhängigen Regelwerk folgt, sollte man sich folgenden antiken Mainstream Beitrag (ZDF,BBC etc.) zu Gemüte führen um auch hier mit dem zweifeln nicht Schluß zu machen. https://www.youtube.com/watch?v=ay31-KL87hc

Frank Gausmann
4 Monate her

Es ist herrlich anzusehen, wenn zwei „elder women“ den Irrsinn der heutigen Zeit schonungslos enthüllen und demonstrieren, was „Rückgrat haben“ heißt. Vielen Dank an die beiden Schriftstellerinnen/Publizistinnen und an Herrn Tichy für die entsprechende Moderation!

kadewe
4 Monate her

Es hat mir große Freude bereitet, diesen beiden klugen Frauen zuzuhören. Es ist sehr tröstlich, mit seinen Gedanken nicht allein zu sein. Die Antwort auf die gestellte Frage, was los sei, scheint mir die “ Niederlage der politischen Vernunft“ (Egon Flaig). Frau Stephan sprach auch kurz von „Dekadenz“, und diese Dekadenz sehe ich nicht nur bei uns, sondern in allen westlichen Gesellschaften. In Deutschland wird seit Jahrzehnten (mit der kurzen Unterbrechung durch die Schröder’schen Reformen) unter Politik hauptsächlich das Ziel der sozialen Gerechtigkeit – was immer das auch sei – also zuallererst Sozialhilfe verstanden. Wir erleben den Verfall einer gesättigten Gesellschaft… Mehr

Evero
4 Monate her
Antworten an  kadewe

Stimme voll zu.
Wirklich ein Genuß, dieser Talk.
Es tut so gut, kluge und lebenserfahrene Frauen aussprechen zu hören, was man selbst als Normalo empfindet.
Jetzt habe ich es ja bestätigt bekommen. Es ist eine elitäre, global vernetzte, linksintellektuelle Blase, die die „Heimatliiebenden“, Verwurzelten, „somewheres“ als Untertanen, Geiseln, Sklaven betrachten und sie, wenn sie nicht parieren, alle in eine rechte Ecke versuchen zu plazieren.

Diesen neuen Globalfaschisten müssen wir die Tür früh genug zeigen, bevor es zu spät ist.

Christoph Mueller
4 Monate her

Normal ist das, was unsere Gesellschaft, die auf Demokratie und freier Marktwirtschaft beruht, ausmacht. Die Linken, die längst die Macht im gesellschaftlichen Diskurs an sich gerissen haben, wollen dagegen eine (öko-)sozialistische Gesellschaft schaffen. Dazu muss aber erst die bestehende „normale“ Gesellschaft zerstört werden. Nur darum wenden sich die Linken mit aller Macht gegen die Normalität. Man betrachte alle Forderungen und Maßnahmen der Linken. Sie sind stets darauf ausgerichtet, unserer Gesellschaft möglichst viel Schaden zuzufügen.

Klaus D
4 Monate her
Antworten an  Christoph Mueller

na ja DIE „normale“ Gesellschaft machts ja nicht besser nur anders….

eisenherz
4 Monate her

Was für ein interessantes Gespräch, vielen Dank dafür Herr Tichy.
Ich habe den Eindruck Herr Tichy, dass diese beiden klugen Frauen selbst Sie beeindruckt haben. Sie sich im Gespräch gefragt haben, ohne eine Antwort zu finden, warum solche Frauen nicht in der Politik, in den Parteien in Erscheinung treten.
Was für ein schlimmer Ausleseprozess muss da seine Wirkung entfalten, wenn ich da an die Frauen wie Merkel, Baerbock, Roth… aber ach, ich zähle die hier nicht alle auf die mir einfallen, dafür reicht das Schreibfeld nicht hin.
Gut gemacht, Gruß

Farbauti
4 Monate her

Feigheit ist eine der schlimmsten menschlichen Eigenschaften. Ich finde daran gar nichts normal. Sie führt uns direkten Weges in den Untergang.War nicht schon Adam zu feige der Eva den Apfel aus der Hand zu schlagen?

Frank v Broeckel
4 Monate her

Konservative Normalität! Sehen Sie, unfassbar viele „echte“ konservative Menschen in Deutschland können heutzutage mit diesem grassierenden Klima- und Genderwahn hier in Deutschland persönlich nichts so recht anfangen, und fragen sich heutzutage sogar sehr häufig, – und das eigentlich auch völlig zurecht-, ob sie nicht vielleicht persönlich sogar ins Ausland dauerhaft auswandern sollten! Das müssen Sie in Wahrheit auch überhaupt nicht! In meinem Nachbarlandkreis Decin in den Visegrad Staaten präsentieren die Einheimischen zum Beispiel grundsätzlich sämtliche neugeborenen Babys mit Fotos(!) unter voller Benennung derer Eltern auf der Webseite der örtlichen Tagespresse mit der Aufforderung an die Leserschaft, das schöste Baby des… Mehr

Willi4
4 Monate her
Antworten an  Frank v Broeckel

Was für die Hippy-Generation der joint war, ist für die heutigen Hipster die Weltbeglückung und -rettung. Ich gehöre vom Alter her zur ersteren, habe aber noch nie einenen joint geraucht und lasse mich auch nicht zur Weltrettung durch eigenen Untergang überreden.

Frank v Broeckel
4 Monate her

Was heutzutage noch normal ist? Mittels des automatischen Google Übersetzer habe ich nach regelmäßiger Lektüre der osteuropäischen Tagespresse festgestellt, das die Osteuropäer, insbesondere jedoch die Einheimischen der Visegrad Staaten, heutzutage immer noch völlig NORMALE Menschen sind! Die Osteuropäer leben nicht nur einfach im osteuropäischen Ausland, sondern diese Leute leben tatsächlich in einer völlig anderen Welt als wir Westeuropäer! Massenmigration oder dieser Klimahype finden bereits wenige Kilometer außerhalb der deutschen Grenzen in den Visegrad Staaten schlichtweg einfach überhaupt nicht statt! Die Osteuropäer leben heutzutage SEHR viel eher vergleichbar den Deutschen in den 1950er Jahren, als den Westeuropäern in den 2020er Jahren!… Mehr

Konrad Georg
4 Monate her
Antworten an  Frank v Broeckel

Die von Ihnen genannten „Osteuropäer“ sehen sich als Mitteleuropäer. Der Unterschied zu uns ist ganz einfach die Usurpierung der öffentlichen Meinung durch linke Faschisten, deren Wirkung überall sichtbar ist. Eine unendliche Sau-Treiberei mit missionarischem (!) Impetus. Eine Ideologie halt.