Sebastian Kurz: „Es ist eine türkische Aktion“

Es ist ein Angriff der Türkei auf die Europäische Union und auf Griechenland.

imago images / Eibner Europa
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (Mitte), Karl Nehammer (rechts), Werner Kogler (links)

Es sagt alles über die Politiker in den Regierungen und in verantwortlichen Positionen in der EU und ganz Europa, dass nur einer von ihnen, der österreichische Kanzler Sebastian Kurz, das Geschehen zwischen der Türkei und ihren europäischen Nachbarländern so klar und unmissverständlich auf den Punkt bringt.

Etliche Twitterer teilten das zentrale Statement von Kurz:

»Wenn jetzt Präsident Erdogan der Sieger ist, der darüber entscheidet, ob zehntausende Menschen Griechenland und die Europäische Union stürmen oder nicht, dann werden Hunderttausende nachkommen und das „Europa ohne Grenzen nach innen“ wird Geschichte sein … Es gab vor einer Woche keine humanitäre Krise an der Grenze. Es gab keine humanitäre Krise in der Türkei … Es ist eine türkische Aktion. Es ist ein Angriff der Türkei auf die Europäische Union und auf Griechenland. Es werden Menschen missbraucht, um Druck auf Europa zu machen …«

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Kommentare ( 62 )

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Fulbert
7 Monate her

Warum antwortet die EU nicht mit massiven Hilfen für Griechenland und ebenso massiven Sanktionen gegen die Türkei? Dieser Sultan ist doch kein Gegner auf Augenhöhe.

Polit-Legastheniker
7 Monate her

NATO: Wenn man einen Räuber in einer Bank einstellt und dem noch ein sattes Gehalt bezahlt, soll man sich nicht wundern, wenn die Kasse eingebrochen wird.
Die NATO- Migliedschaft der Türkei dient ausschließlich Interessen von USA um Russland in die Zange zu nehmen. Es gibt kein einziges Vorteil für Europa um diesen ideologisch, kulturell und politisch feidlichen Staat in die Gemeischaft einzugiliedern.

elly
7 Monate her

„Es werden Menschen mißbraucht“
es wird manipuliert., was das Zeugs hält:“Die SPD-Politikerin Bärbel Kofler hat die EU aufgerufen, Griechenland nicht allein zu lassen. Nötig sei ein Schutzprogramm für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.“ https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-03/menschenrechtsbeauftragte-baerbel-kofler-forderung-aufnahme-fluechtlingskinder
das Foto zu dem Artikel zeigt ein Mädchen! der türkischen Grenzstadt Edirne , KEINEN Jungen und kein Kind aus Griechenland. Und wenn man die manipulativen Worte der SPD Politikerin liest, dann sagt sie: lasst die Kinder verrecken, die mit Eltern kamen.

WeltbegaffenderRumReisender
7 Monate her

S. Kurz aktuell: https://www.krone.at/2110612

„Falls griechische Grenze fällt, springen Balkanstaaten ein…was Österreichs Grenzen betrifft, sei Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bereit, diese im Falle eines erneuten Ansturms mithilfe von Polizei und Militär zu schützen, so Kurz. Dieses Vorgehen sei jedoch erst die dritte einer dreiteiligen Sicherheitskette. „Zuerst unterstützen wir Griechenland dabei, die Außengrenzen zu schützen. Falls diese fällt, werden die Balkanstaaten die Flüchtlinge am Weiterreisen hindern.“

Na ja, dann also alles weniger problematisch?

schukow
7 Monate her

Ein (Spitzen-)Politiker sagt, zwei und zwei sind vier. Und (wir) alle rufen Hosiannah. Allein daran erkennt man wie heruntergekommen die europäisch-abendländische Zivilisation ist. Das unmittelbar Naheliegende sehen wir als Übel, während uns die absurdesten Kapriolen exaltierter Verschrobenheit als gesellschaftliche Notwendigkeiten verkauft werden. Und die Masse frißt den Blödsinn, als wäre es das himmlische Manna. Kaum jedoch wagt jemand die Realität zu benennen, wird er als Gottseibeiuns, als Konterrevolutionär, als Nazi verfehmt. Es sind Sozialisten, die im 21. Jhd. die Menschheit bedrohen, öffnet eure Augen, öffnet eure Ohren und benutzt euer Hirn. Tötet sie, ehe sie euch töten!!

Felix-Schmidt
7 Monate her

2013 noch haben wir Merkel gewählt. Seit 2015 wollen wir sie vor Gericht sehen!
Unfassbar, wie diese Frau einen ganzen Kontinent und seine Kultur gefährdet!
Natürlich handelte sie nicht allein, denn die naiven Wähler haben ja fleißig mit geholfen unter gleichgeschalteter Dauerbeschallung durch die Systemmedien.

Man darf gespannt sein auf 2021 und den Bundestagswahlkampf. Wenn nicht alles täuscht, werden wir dann in einer schweren Rezession sein und so mancher wird seine Wolkenschlösser verlassen haben.

imapact
7 Monate her

„Es werden Menschen mißbraucht“. Allerdings lassen diese Personen sich nur allzu ger „muß brauchen“, wenn es um das illegale Eindringen nach Europa geht. Ahnungslos, trotz Smartphones? Mein Mitleid hält sich, anders als diese Leute, in Grenzen.

Dr. Slonina
7 Monate her

Das kommt eben davon, wenn man sich irrsinnigerweise in die erpresserischen Hände eines islamistischen Diktators begibt, wie das Merkel und Co. in ihrer grandiosen Selbstherrlichkeit getan haben. Der überfällt dann das Nachbarland, löst eine neue Flüchtlingswelle aus, die er dann in Richtung EU lenkt, um weiteres Geld zu erpressen.
Ein weiteres Meisterstück deutscher Politik. Fehlt nur noch die Zusage, alle neuen Migranten in D aufzunehmen. Etliche Städte, vor allem in NRW, alle eigentlich pleite, haben schon ihr Interesse bekundet.

schwarzseher
7 Monate her

Immerhin noch ein einflußreicher Politiker, der nicht vom Merkel-Virus infiziert wurde.

Thomas Hankammer
7 Monate her

„Es gab vor einer Woche keine humanitäre Krise an der Grenze. Es gab keine humanitäre Krise in der Türkei …“ Was Herr Kurz hier behauptet, entspricht leider nicht der Wahrheit. Auch vor der einseitigen Aufkündikung des EU-Ergogan-Pakts war dieses Abkommen nie eine echte Lösung, zumindest nicht für die betroffenen Flüchtlinge, Die Situation ist auf beiden Seiten der Grenze schon lange eine Humanitäre Katastrophe, lediglich die mediale Aufmerksamkeit ist durch die jüngsten Entwicklungen wieder gestiegen. Natürlich missbraucht Herr Erdogan hier das Schicksal der Flüchtlinge. Das war aber früher oder später zu erwarten. Deshalb war es von Anfang an unverantwortlich, bei der… Mehr

Kassandra
7 Monate her
Antworten an  Thomas Hankammer

Herr Hankammer – können Sie bitte konkretisieren, was und wen Sie unter „Flüchtling“ verstanden wissen wollen?

Thomas Hankammer
7 Monate her
Antworten an  Kassandra

Gerne. Menschen, die verzweifelt genug sind, ihre Heimat fluchtartig zu verlassen, also ohne langfristige Vorkehrungen und einen verlässlichen Plan B, die ihre aktuelle Situation gegen eine gänzlich ungewisse Zukunft eintauschen, weil sie davon überzeugt sind, dass es anderswo nur besser sein kann als zu Hause, die würde ich als Flüchtlinge bezeichnen. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob sie im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention Asylrecht genießen. Wirtschaftsflüchtlinge sind juristisch sicher anders zu betrachten und ggf. auch zu behandeln, moralisch gesehen müsste man aber auch ihnen das Recht zugestehen, nach besseren Lebensverhältnissen zu streben. Das würden Sie an ihrer Stelle vermutlich… Mehr

Michael_M
7 Monate her
Antworten an  Thomas Hankammer

welche humanitäre krise meinen sie denn bitte?

die ‚flüchtlinge‘ sind per definition keine flüchtlinge und damit praktisch freiwillig dort.

die humanitäre krise, die sie hier verschweigen, findet in syrien statt, dass von der türkei angegriffen wurde und wird.

ps
für die relativierer, natürlich bedeutet ‚die ‚flüchtlinge‘ NICHT, dass sich dies auf alle der dort befindlichen ‚flüchtlinge‘ bezieht.

Thomas Hankammer
7 Monate her
Antworten an  Michael_M

Die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern (z.B. auf Lesbos) ist laut „Ärzte ohne Grenzen“ (Stand Januar 2020) und der „Caritas“ (Stand Dezember 2019) menschenunwürdig und unerträglich, gesundheitsschädlich und teilweise lebensbedrohlich, insbesondere für Kinder und Kranke. Ich denke, die wissen, wovon sie reden. Und ich gehe nicht davon aus, dass der Befund in den türkischen Lagern besser ausfallen würde. Selbst wenn nicht alle Insassen der Lager Asylrecht genießen, ist es zynisch, zu behaupten, sie seien freiwillig dort. Wenn trotz der beschriebenen Zustände Rückkehr keine Option ist, dann hat das sicher seine Gründe. Für nicht wenige ist der Suizid der letzte Ausweg,… Mehr