Österreich: Heute um 12 Uhr eine Schweigeminute und dann dreitägige Staatstrauer

Frankreich, Großbritannien und Österreich wollen jetzt endlich entschieden gegen den menschenverachtenden Islamismus vorgehen.

imago images / Alex Halada
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz

Nach derzeitiger Lage muss man von einem islamistisch motivierten und gesteuerten Terroranschlag ausgehen. Er reiht sich in jene mörderischen Mordreihe ein, die in Paris mit der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty, mit der Ermordung von Betenden in der Kathedrale von Nizza und dem Mordanschlag auf einen Homosexuellen in Dresden eine Blutspur durch Europa zieht.

Frankreich, Großbritannien und Österreich wollen jetzt endlich entschieden gegen den menschenverachtenden Islamismus vorgehen. Erstmals hat die Bundeskanzlerin in ihrer Beileidsbekundung nicht nur von Trauer und Betroffenheit gesprochen, sondern auch das I-Wort benannt. Man wird sehen, ob schon morgen oder erst übermorgen die übliche Beschwichtigungsmaschine anläuft, die Opfer zu Tätern umschwindelt, von Einzelfällen fabuliert und Herkunft wie Motiv der Täter verschleiern will.

Wir erinnern uns, dass die Toten vom Breitscheidplatz in Berlin namenlos beseite geschafft wurden. Emanuel Macron hat Samuel Paty ausgezeichnet mit dem Orden der Ehrenlegion und ein Staatsbegräbnis sowie eine Schweigeminute an allen Schulen veranlasst. Das ist mehr als nur eine symbolische Maßnahme. Es scheint in Frankreich der Auftakt zu einem entschiedenen Kampf gegen den Islamismus und die Zerstörung unserer westlichen Gesellschaft zu sein. Das alles fehlt in Deutschland. Aber das immer angestrengtere Wegschauen von Politik und Medien wird angesichts der Blutspur des Terrors nicht mehr länger funktionieren.

Österreichs Bundesregierung verkündet eine dreitägige Staatstrauer. Heute Mittag, 12 Uhr, wird es eine Schweigeminute geben.

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