Kurzbericht aus dem belagerten Köln

Ist das wirklich das neue Toleranz-Credo: Meinungsfreiheit bedeutet nur, dass man seine Meinung sagen darf. Aber nicht, dass man sie nicht niederbrüllen darf oder ihr Raum lassen muss, um gehört zu werden. Wer das glaubt, der irrt.

Die Vorfreude ist riesig. Köln war Tage vor dem großen „Event“ schon total aus dem Häuschen und einfach nicht mehr zu bremsen. Zwei Wochen vor dem lang erwarteten Ereignis hörte man bereits von „Mahnwachen“ vor dem Kölner Tagungshotel der 600 AfD-Delegierten. Vor dem Frankfurter „Maritim“ dagegen mahnte man vor einigen Tagen nicht nur, sondern rückte gleich mit Steinen, Farbbeuteln und Pyrotechnik an, um „ein Zeichen zu setzen“.

Doch auch in Köln wurden schon Sitzblockaden, Überwindung von Absperrungen und der Umgang mit sich nähernden Polizeiketten geprobt, da – so weiß man in diesen Kreisen – mögliche Gewalt grundsätzlich von der Polizei ausgehe.

„Wer sich abschrecken lässt, überlässt die Stadt den falschen Leuten“, verriet Landtagsabgeordnete Gabriele Hammelrath. Einige von den „falschen Leuten“ haben vielleicht wirklich schon vorher keine Chance: Mehr als 20 Hochzeitspaaren bleibt wohl der Weg (auch per Flug) zum Historischen Rathaus versperrt, denn Hubschrauber, Flugzeuge und  Drohnen (?) – so hört man – haben in einem bestimmten Radius um das Kölner Maritim-Hotel am Wochenende keine Flugerlaubnis, damit Polizeihubschrauber ungestört über dem Schauplatz kreisen können.

Weit über 60 Organisationen – so der „Kölner Stadt-Anzeiger“ – von ‚A‘ wie Aids-Hilfe oder Amnesty International bis ‚Z‘ wie Zentrum für islamische Frauenforschung und Frauenförderung – haben den Aufruf des Bündnisses „Köln stellt sich quer“ bislang unterschrieben. Frauen in Bunt rufen zu einer Frauenkette um das „Maritim“ auf. Karnevalsvereine, Gewerkschaften, die AG „Arsch huh“, Politiker und Kirchenleute – von Hannelore Kraft bis Cem Özdemir und dem „alternativen Ehrenbürger“ Pfarrer Franz Meurer – treten wieder einmal routiniert  ein für Toleranz, Solidarität, Weltoffenheit, Menschenrechte, und „ein geeintes und soziales Europa“. Nach dem Vorbild der Christopher-Street-Day-Paraden und der Love-Paraden sollen Lastwagen die Stadt mit Musik beschallen. 7.000 Euro kosten Lautsprecheranlage und mobile Bühne. „Köln gegen Rechts“ erbittet noch Spenden. Zur Musik von „Brings“, den karnevalistischen „Höhnern“, „Bläck Fööss“  und anderen Bands wird gegröhlt, gefeiert, geschunkelt und tüchtig gebechert. Denn nur den „falschen Leuten“ wird der Ausschank versagt: Es gibt „Kein Bier für Nazis“.

Schon lange rauchen die Köpfe – Kreativität ist gefragt. Der Fanclub des 1. FC Köln hat allerlei Ideen und fordert die Fans zu erhöhter Lautstärke auf. Sein Credo: „Lauter als das manipulative Angstgefasel der rechten Rattenfänger. Lauter als die irrationale Wut der Populisten. Lauter als der Hass. Denn Fußball ist Liebe. Zum Spiel, zum Gewinnen und Verlieren, zum Fallen und Aufstehen, zum Teamgeist und Zusammenhalt. […] Meinungsfreiheit bedeutet eben nur, dass man seine Meinung sagen darf. Sie bedeutet nicht, dass andere ihr Gehör schenken müssen. Sie bedeutet auch nicht, dass man sie nicht niederbrüllen darf. Oder ihr Raum lassen muss, um gehört zu werden. Wer das glaubt, der irrt.“  Wenn das keine Toleranz ist.

Einige Plakataufschriften und Sprüche machen schon die Runde: Solidarität statt Hetze! – Bunt statt Bla! – Unser Feminismus ist antirassistisch. – Fck AfD! Und die Kirchen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Mit „Unser Kreuz hat keine Haken“ sind sie erfindungsreich mit dabei. Auch überlegt? Gemeinsames Motto: „Mir all sin Kölle!“ Und das letzte, was wir uns in diesem Leben nehmen lassen – mag auch die Welt untergehen –  ist doch der Spaß. Egal, ob man mit dem „Spaßprogramm“ eine ganze Stadt in einen Ausnahmezustand versetzt oder sogar „im schlimmsten Fall in ein Schlachtfeld verwandelt“, wie die WELT schreibt, um „der AfD den Todesstoß zu versetzen“. Arme Polizei!

Na denn – auf nach Kölle – wenn Ihr noch Mut habt, zu den „richtigen Leuten“ gehört und keine Angst vor „linksextremen Krawalltouristen“ haben müsst. Und – Ohrenstöpsel, Verbandszeug und Schutzwesten nicht vergessen.

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Kommentare

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  • CaptainCalvinCat

    In der Tat. Ich bringe für das Schreiben zwar Verständnis entgegen, sehe es aber nicht als konstruktiv an. Wenn es hätte konstruktiv sein wollen, hätte Herr Pelka eben entsprechend formulieren müssen.

  • CaptainCalvinCat

    Nun, in der klassischen Demokratie geht alle Herrschaft vom Volke aus – das ist schon richtig. Jetzt leben wir nicht in einer klassischen, sondern in einer repräsentativen Demokratie – Sie können sich gerne für eine Demokratie einsetzen, in der wirklich alle Herrschaft vom Volke ausgeht, nur sind das Volk leider nicht nur Sie, ich, meine Freundin und andere Leute, die wir für intelligent befinden, sondern eben leider auch jene, die wirklich zu blöd sind. Und mal ehrlich – und da hat Volker Pispers in seiner Rolle als „Chez Henri“ schon recht: Wenn Sie mir sich selbst wirklich ehrlich sind, glauben Sie, dass jemand, der zu blöd ist, gerade aus aus dem Busch zu winken, das gleiche Stimmrecht haben soll, wie Sie? Ich zitiere Pispers. „Das können Sie ihrem Friseur erzählen.“

    Und bevor Sie hier sagen „Ich bin über Ihr Demokratieverständnis entsetzt“ – mal eine kleine Überlegung. Stellen Sie sich bitte vor, wir wären tatsächlich 2015 alle gefragt worden, ob wir die Flüchtlinge aufnehmen wollen. Stellen Sie sich vor, es hätte eine große Volksbefragung gegeben und es wäre klar und deutlich gefragt worden „Wollen Sie, dass wir hier Flüchtlinge aufnehmen“ und die Antwortmöglichkeiten wären „Ja“ und „Nein“ gewesen. Die „linksgrün…en Gutmenschen“, über die Sie so gerne herziehen, hätten natürlich mit „Ja“ gestimmt – und es wäre genau so gekommen, wie es nun dank der Rautenkanzlerette gekommen ist. Und wenn Sie jetzt eine Volksbefragung machen wollen würden, ob wir die Grenzen zu machen? Herr Thiel – nach dem, was ich hier dauernd lese, wie sehr sich die Leser von TE doch alleingelassen fühlen,in diesem Land, hätte die Mehrheit für ein „Nein“ gestimmt und Roland Tichy hätte wieder eine krachende Niederlage für den Staat gesehen. gleiches mit den Prognosen – Sie hören es doch Forumsraufund Forumsrab: „Es wird sich nix ändern.“ „Der Großteil wird die
    Merkel bestätigen.“ „Es wird auf ein ‚Weiter so ‚ rauslaufen.“

    DAS ist das Volk, mit dem Sie klassische Demokratie – alle Herrschaft geht vom Volke aus – machen wollen. Was ich damit sagen will: Volksherrschaft – gerne, aber dann auch nicht jammern, wenn der Souverän gesprochen hat.

    So, jetzt mal was zu dem „respektvollen Verhalten gegenüber anderen“ – das sollte genau so eine Selbstverständlichkeit sein, wie es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, die Konsequenzen des Handelns zu tragen. Das gilt für sie gegenüber uns, das gilt aber auch für uns gegenüber ihnen. Und von daher ist der Brief, den Herr Pelka geschrieben hat, absolut nicht geeignet, da ich zum Beispiel, wäre ich in Regierungsverantwortung über das erste Gemecker gar nicht drüber hinweggegangen, sondern die Mail in die Rundablage gepackt hätte.

    • Johann Thiel

      Ein so schlechtes Demokratieverständnis Ihrerseits nehme ich Ihnen nicht ab, und habe selbst ein solches ganz bestimmt auch nicht. Weder glaube ich Ihnen, daß Sie Menschen die Sie als „zu dumm“ einstufen, politisch zu Unmündigen erklären wollen, noch dürfen Sie davon ausgehen, daß ich auf der Suche nach einer Demokratieform bin, die mir das gewünschte Ergebnis bringt.
      Das von Ihnen dargestellte erscheint mir eher wie ein im Eifer des Gefechts beschrittener Holzweg.

      Zu der Form von Albert Pelkas Brief hatte ich ja meine Auffassung bereits dargestellt. Im Kern ging es mir um die Zulässigkeit der Form vor dem Hintergrund, das dieser an eine Politikerin gerichtet ist, die Gewaltverbrechen nicht nur gleichgültig gegenübersteht sondern diesen sogar den Boden bereitet.

      Sie bemängeln die Form des Briefs und mahnen respektvollen Umgang untereinander an. Sie beschränken sich ausschließlich darauf, und blenden gleichzeitig das Handeln der verantwortungslosen Politikerin völlig aus. Dies ist die typische Handlungsweise der „Politisch Korrekten“. Nicht der Missstand selbst wird kritisch betrachtet, sondern der, der den Missstand benennt.

      Natürlich ist respektvoller Umgang miteinander grundsätzlich richtig, da stimme ich Ihnen zu. Ich kann Ihnen an dieser Stelle leider den Vorwurf nicht ersparen, daß Sie zweierlei Maß anlegen. Während Sie die Form des betreffenden Briefs kritisieren, sind sie, wenn es um respektvollen Umgang geht, bei sich selbst wesentlich großzügiger.
      Sie bezeichnen z.B. Merkel als „Rautenkanzlerette“. Aus meiner Sicht völlig zu recht. Oder der von Ihnen gern bemühte Begriff „Sackgesichter“. Finde ich zwar ein bisschen infantil, aber ich weiß was gemeint ist und stimmte dem meist zu. Respektvoller Umgang ist das alles natürlich nicht und im Grunde sogar persönlich beleidigender als in besagtem Brief. Trotzdem bringe ich Ihnen da vollstes Verständnis entgegen, Sie haben ja recht, so wie Albert Pelka recht hat. Aber selbst unkorrekt sein und es bei anderen bemängeln ist unehrlich.
      Wie wollen Sie z.B. einen möglich Brief an Merkel, die Sie mir gegenüber als Rautenkanzlerette bezeichnen, beginnen?
      Mit „Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin“?
      Das wäre die pure Heuchelei, wie jede PC Heuchelei ist und im Grunde nur ein Instrument um den politischen Gegner mundtot zu machen.

      • CaptainCalvinCat

        Zäumen wir das Pferd in diesem Fall mal von hinten auf.

        Ich bezeichne Merkel hier als „Rautenkanzlerette“, vollkommen richtig. Aber wenn ich in einem Brief darauf hinweisen will, das wir hier in eine Richtung steuern, die so nicht funktionieren kann, schreibe ich nicht „Ey, Rautenkanzlerette, hör mir mal gefälligst zu“, sondern „Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin“. Heuchlerei? Eher Regeln, an die wir uns, die wir an einem gesitteten Umgang interessiert sind, halten müssen.

        Oder schreiben Sie tatsächlich, wenn sie mit einem Mitarbeiter e-mail-technisch zu tun haben, mit dem sie nichts zu tun haben wollen: „Tach, du Pfeiffe. Ich kann mir eigentlich wat schöneres vorstellen, als ausgerechnet mit Dir zu kommunizieren, aber hilft ja nix. Irgendwann reisst jede Pechsträhne, aber das gerade Du Vollpfostenanwärter mir hier, heute über den Weg laufen musst, ist echt die Endhärte?“

        Wenn ich mit dieser Frau in Kontakt treten würde, täte ich dies nicht, weil ich mit einer theoretischen guten Freundin über die lustigen, alten Zeiten reden möchte, sondern, weil ich ein Anliegen habe.

        Ich meine – wir sind doch diejenigen, die sich immer darüber beschweren, das uns kein Respekt entgegengebracht wird, oder? Wir haben uns über die „Köterrasse“ aufgeregt, haben uns brav über Merkel mit dem Hitlerbärtchen aufgeregt – auch wenn sie eigentlich ein FDJ-Hemdchen hätte tragen müssen und wir sind auf 180, wenn uns jemand mit „Eyalda“ anspricht. Nun setzt „Respekt“ aber auch „respektwürdiges Verhalten“ voraus. Wenn unsere Geisteselite, die hier anwesend ist, so mit einem angedachten Mitbürger anderer Kulturherkunft spricht, wie sie hier ÜBER sie reden, darf man sich nicht wundern, wenn wir „Köterrasse“ geschimpft werden. Wenn – sagen wir mal – Hasenfurz zu einem Türken geht und ihn im Rahmen einer Unterhaltung sein ganzes Weltbild um die Ohren haut, von wegen Moslems seien Rückwärtsgewandt, eine Steinzeitkultur, wie lange wird sich der Türke dies anhören, bis er sagt „Halt deine Fresse, du dämliche Kartoffel“? Wenn ich ehrlich bin, meine Reaktion wäre es umgekehrt genau so – wenn mich einer vollschwallen würde, wie toll seine Religion ist und wie minderwertig ich doch wäre, würde ich auch die Ohren auf Durchzug stellen und mir denken „Lass den mal labern“, solange, bis er mich persönlich angeht.

        Jetzt hat Herr Pelka in seinem Elaborat ordentlich geholzt.

        „Sie sollten beim Raushauen solcher roten hot-chili-pepper-Action-Sätze doch, wiewohl es sicher nicht ihren eigentlichen Talenten oder gar Befähigungen entsprechen mag, aber eben gerade darum, auchmal bedenken, dass diejenigen, die sich so selbstzufrieden auf ihren Rats-Sitzen nur als die harmlosen Sesselfurzer betrachten mögen, allzuoft, spätestens von den Nachgeborenen, als die eigentlich kriminellen Schreibtischtäter ausgemacht werden.“

        Insofern Herr Pekla nicht bemerkt hat, WAS er da geschrieben hat, verrate ich gerne, dass er Frau Himmelrath unterstellt hat, dass sie zu dämlich ist, um zu denken.

        Dazu kommt mit dem folgenden Satz noch ein gerüttelt Maß an Drohung dazu: “ Und es würde mir eine Freude sein, meine Gutse, Sie diesebezüglich vor einem ordentliches Gericht angeklagt zu sehen, wegen Anstiftung zur Gewalt, wegen Aufruhr gegen die verfassungs-mäßige Ordnung, wegen Volksverhetzung und wegen anderer etwas minderer Anstiftungsdelikte. Rechnen Sie also mit meiner Verfassungstreue gegen Ihren ganz persönlichen Verfassungsunfrieden.“

        Allein schon dieses herablassende „Meine Gutse“ – was auch immer das heißen soll. Meine Gutste? Meine Guste?

        Da soll Frau Himmelrath also sagen „Ach, was für ein nettes Schreiben, da muss ich mir gleich mal Gedanken machen?“
        Sorry, sie wird es abgeheftet haben – und zwar in Ablage P. Und ich bin ehrlich – ich hätte es auch gemacht. Es liefe bei mir nicht unter „Oh, mal nachschauen, vielleicht hat er ja tatsächlich eine Ahnung, was man besser machen könnte“ sondern unter „nervender Querulant. Weg damit, brauch man nicht.“

        Ebenso hätte die Kanzlerettendarstellerin jegliches Recht, eine Mail, die an sie adressiert ist und jeglichen Respekt vermissen lässt, mit einem maliziösen Grinsen zu löschen. Nehmen wir meine Kommunikation hier, bei TE. Meldungen an mich, in denen es sinngemäß heißt „Du hast überhaupt keine Ahnung, halt die Klappe“ werden von mir zuerst mit einem süffisanten „Aha?“ kommentiert und dann, wenn es mir zu doof wird, ignoriere ich die entsprechenden Einlassungen. Das kann ich tun, weil ich nicht dazu gezwungen bin, zu antworten. Und es ist ganz einfach: Mein Leben ist mir viel zu wertvoll, als dass ich mich von Leuten gleich welcher Herkunft beleidigen lassen muss und wenn ich merke, dass dort keine Kommunikation stattfindet, sondern die Argumente immer wieder aufgewärmt werden, breche ich die Unterhaltung auch ab.

        Man kann mit mir wunderbar reden – aber eben in einer gewissen, gewahrten Form.
        Warum kann ich hier in der Öffentlichkeit aber dennoch rumholzen, wie es mir passt? Ganz einfach: Ich spreche niemanden direkt an. Ich trete nicht mit Merkel in Kommunikation und nenne sie „Rautenkanzlerettendarstellerin“, ich spreche ÜBER sie als Rautenkanzlerettendarstellerin. Im Grunde wie bei der „Köterrasse“ – man spricht ÜBER jemanden als Köterrasse, das ist unschön, aber nicht justiziabel. Wenn ich allerdings sage „Helmut, du Angehöriger einer Köterrasse“, ist das eine Beleidigung.

      • Johann Thiel

        Alles was Sie sagen ist vollkommen richtig und ich stimme Ihnen völlig zu. Ausnahme ist die Sache mit der Köterrasse, da finde ich würfeln Sie einiges durcheinander. Aber seit Ihrer Schreibweise Kö-terrasse für mich immer wieder Anlass zum unterdrückten Lacher.

        Also, ich versuch’s nochmal zu erklären. Der Brief von Albert Pelka war ein kein Kommunikationsangebot sondern ein Tritt in den Hintern, und zwar ein redlich verdienter.
        Echte Kommunikation natürlich stets in respektvoller Form, auch wenn man sein Gegenüber ablehnt.
        Ein Tritt in den Hintern aber läßt sich nur sehr bedingt „korrekt“ ausführen, da dieser ja selbst keine korrekte Aktion ist und nur mit der Unkorrektheit des Gegenübers gerechtfertigt werden kann.
        So halte ich es auch für sehr unwahrscheinlich, daß Sie selbst noch nie einen verbalen „Tritt in den Hintern“ ausgeführt haben. Und dies höchstwahrscheinlich auch zu recht.

      • CaptainCalvinCat

        Da haben Sie natürlich auch recht – aber über einen Tritt in den Pöppes, egal wie verdient er sein mag, darf ich mich als Empfänger desselbigen aufregen und den Treter gedanklich immer noch als
        „Riesen…och“ ansehen und – im Fall eines Trittes in den Pöppes eines Politikers oder sonstigen „Prominenten“ kann es schlimmstmöglich sogar zu Konsequenzen führen, die Herr Pelka nicht bereit sein könnte, zu tragen.

  • Johann Thiel

    Da ich nicht genau weiß wie man einen Nazi erkennt, vertraue einfach mal Ihrem Urteil. Über eine gewisse gegenseitige Sympathie, trotz höchst unterschiedlicher Auffassungen, freue ich mich. Aber Ihre „Nazi-Erkennungsmethoden finde ich doch ein wenig dürftig. Moslems halte ich übrigens tatsächlich für unser Unglück. Linke und all jene die deren Positionen vertreten auch. Und ich bin ein großer Freund von Pauschalisierung.
    Nazis im Sinne des Dritten Reichs gibt es praktisch überhaupt nicht mehr. Ein einziger Popanz. Die wenigen Glatzen spielen in der Liga militanter Kleingärtner. Die sind ein Nichts im Vergleich zur gut vernetzten und politisch in jeder Hinsicht geförderten Antifa, die sich ja gern der Nazimethoden bedient. Von dem regelrechten Gebirge an linken Organisationen in ganz Europa ganz zu schweigen. Nein, als Nazis diffamiert, werden heute normale Arbeitnehmer und Steuerzahler die mit linker Politik nicht einverstanden sind. Vorzugsweise die aus dem konservativ-bürgerlichen Lager.
    Nazis im eigentlichen Sinne gibt es weder in Deutschland noch in der AFD. Wenn überhaupt dann höchstens in homöopathischen Größenordnungen

    Also, es gibt keine Nazis und es gibt auch keine Islamisten. Beides sind lediglich eine Erfindung europäischer Islamverteidiger und Migrationsbefürworter. Es gibt nur den einen Islam, fragen Sie dazu gern bei Herrn Erdogan nach, der wird Ihnen das bestätigen.

    Das Sie bezüglich des Islams wirklich beide Augen zudrücken und z.B. die Scharia-Problematik völlig ausblenden, kann ich mir nur durch eine sehr persönliche Sichtweise und Erfahrungswelt Ihrerseits erklären. Aber es gibt eben auch andere Erfahrungen als die Ihren und die sind mehr als unschön. Die dadurch entstehende ablehnende Haltung richtet sich meist gar nicht gegen Ausländer im allgemeinen, sondern gegen Moslems, da diese Bevölkerungsgruppe und insbesondere die sog. Flüchtlinge massive Probleme verursachen und mitnichten irgendeine Bereicherung darstellen.

    Was ich seltsam finde, ist daß Sie scheinbar immer aus einer Art Defensive heraus argumentieren. Als ob Sie einer in die Enge getriebenen Minderheit angehören, die sich einer Übermacht der Gegner erwehren müßte. Dabei haben Sie doch den gesamten Mainstream auf Ihrer Seite. Auch Ihre merkwürdige Auffassung über das sich lustig machen, irritiert mich. Mit Kollegen zusammenstehen und sich gegenseitig über sich lustig machen? Sich über eine Sache oder ein Ding lustig machen? Eine Comedy ansehen in der sich unentwegt über etwas lustig gemacht wird? Sich über Merkel lustig machen? Über Nazis vielleicht? Über den politischen Gegner? Über Johann Thiel im Flamingokostüm? Alles verboten? Oder wenigstens über sich selbst?
    Hier liegt doch hoffentlich ein Missverständnis vor. Um dem dann auch noch mal vorzubeugen, sich lustig machen geht auch ohne jemanden beleidigen zu wollen. Als Reaktion gibt’s übrigens auch noch mehr, als beleidigt sein oder was auf’s Maul hauen.

    Ihre Wortkombination: pocht auf „freie Meinungsäußerung“ wirkt auch nicht gerade von freiheitlichem Denken geprägt. Wieso eigentlich in Anführungszeichen, und warum wird gepocht? Ist es denn nicht eine Selbstverständlichkeit?

    Was Köln angeht, so halte ich alles für möglich, sogar daß Sie recht haben und die Kölner es so wollen, abendliche Kampfarena neue Rheinterrassen, Raub, Vergewaltigung, Straßenrennen, Haßprediger in den Moscheen.

    Aber die staatlich inszenierte Kölner Empörungsvorstellung mit einer echten Bürgerbewegung wie Pegida zu vergleichen, die gegen all das antritt und dafür von Staat und großen Teilen der Gesellschaft verurteilt wird, ist ein Witz.
    Sie stellen wirklich alles auf den Kopf. Friedliche Pegida-Demos als rechte Gefahr und gewalttätige Linke Demos und „Aktivisten“ die ganze Innenstädte auseinandernehmen und reihenweise Autos abfackeln, Polizisten ins Krankenhaus prügeln als heroische Kämpfer gegen Rechts.

    Wollte gar nicht soviel schreiben. Hoffentlich endet das nicht wieder in monatelangem Austausch von endlosen Liebesbriefen 😉

    Tja, jetzt habe ich mich zum Schluß doch noch über uns beide lustig gemacht ;-)) Versuchen Sie’s auch mal.

    • CaptainCalvinCat

      >Da ich nicht genau weiß wie man einen Nazi erkennt, vertraue einfach mal Ihrem Urteil.

      Naja, die Dumpfbratzen-Nazis erkennt man schon noch relativ einfach. Die laufen bei entsprechenden Demos mit, heben gern den rechten Arm, brüllen „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus“ und feiern den Geburtstag der A… mit dem Bärtchen.

      Die Intelligenteren unter den Nazis erkennt man natürlich nicht auf Anhieb, sondern erst durch längere Unterhaltungen mit ihnen. So’n paar Rote Flaggen gibt es, wenn man sein eigenes Volk „als anderen überlegen“ ansieht, was schon mal in die rassistische Ecke („Mein Volk ist besser als das Eure“) geht. Ich glaube auch, dass wir das Wort „Nazi“ in diesem Falle tatsächlich etwas überstrapazieren, von mir ist in diesem Falle gemeint „rassistischer Deutscher, der ‚das deutsche Volk‘ allen anderen Nationalitäten für überlegen hält“. Stimmt natürlich – wirkliche Nazis, die Dumpfbratzenglatzen, sind relativ wenige.

      Halten sie Moslems in ihrer Gesamtheit für unser Unglück oder differenzieren Sie da zwischen jenen Islam-Gläubigen, die hier einfach friedlich leben und nicht auffallen und denen, die hier tatsächlich auffällig werden und für die andere Gruppe die Preise verderben?

      Denn, wenn Ersteres zutrifft, dann müssten Sie konsequenterweise auch die Gesamtheit aller Amerikaner für fette, ungebildete Yankees halten, die Gesamtheit aller Italiener für kleine, dauernotgeile Gigolos und natürlich die Gesamtheit aller Deutschen für hässliche Rassisten.

      Und da nicht jeder Deutsche ein Rassist ist – ich meine, DAS ist ja genau das Argument, wogegen wir uns alle irgendwie verwehren – und da nicht jeder AfD-Wähler ein Nazi ist – das ist das, wogegen Sie sich verwehren – kann man, allein bedingt durch die Logik – oder „vong der Logik her“, um mal Internetpopulärsprech zu verwenden – davon ausgehen, dass auch nicht alle Moslems unser Unglück sind. Es gibt eine Gruppe und es gibt Sympathisanten dieser Gruppierung – vollkommen richtig – aber das trifft doch immer noch auf alle Gruppierungen zu.

      Und um nochmal die Nazikeule zu polieren: Es gibt hier in Deutschland Leute, die behaupten, dass Deutschland besser dran wäre, wenn wir den zweiten Weltkrieg gewonnen und Hitler seine Ideologie hätte weiter ausbreiten können. Und dann gibt es Sympathisanten dieser Theorie. Und dann gibt es Leute wie mich, die Leuten, die diese Ideologie vertreten, mit großer Skepsis begegnen und sie am Liebsten fragen würden, ob sie den Schuss nicht gehört haben.

      Und was das Diffamieren angeht – nun, da sind beide Lager, die linken und die rechten, ganz groß drin. Das kriegen die Extremisten beider Ausprägungen wunderbar hin.

      Beispiel: Sind Sie dafür, dass wir zunächst mal die Grenzen schließen sollten, bis wir eine Art Inventur durchgeführt haben, wer hier ist und wo er herkommt?

      Da sagen Sie, ich und meine Freundin: „Aber natürlich“ – und dann kommt ein linker Vollspacko und schimpft uns eine Nazi-Vereinigung. Was – wenn man unser dreier anderen Einlassungen zur Thematik sieht, natürlich fernab jeglicher Realitäten liegt. Genauso wie mich ein rechter Vollspacko „linksgrün vers…t“ nennen würde, hielte ich fest, dass hier nicht alle Moslems
      Nachwuchs-Bin-Ladens sind.

      Ich hab nichts gegen das konservativ-bürgerliche Lager – ich bin auch nicht in einem der „hippen“ Stadtteile Berlins unterwegs, wo „alles so flowt“ oder was man so dazu sagen wollen würde. Ich seh mich eigentlich als einen relativ normalen, recht zentral ausgerichteten Typen, der eben mit Linksextremen genau so wenig sprechen möchte, wie mit Rechtsextremen und Islamisten für genau so bescheuert hält, wie radikal-fundamentalistische Christen. Nur eben, derjenige, der wirklich stark verwurzelt in einem der jeweiligen Lager sitzt, sähe mich natürlich als jemanden an, der die Antithese von ihm ist.

      Wie ich schon sagte, vor ein paar Tagen habe ich mich auf Twitter mit einem Typen unterhalten, der eben davon erzählt hat, dass während einer Demo ein Linker von Polizisten zusammengeschlagen wurde, weil er von einem der Cops die Dienstnummer wissen wollte, nachdem dieser einer Demonstrantin offenbar in den Magen schlug. Ein anderer meinte vorher, dass die Pigs bei der Bodycam natürlich dennoch frei entscheiden können, WAS sie filmen und was nicht. Pigs für Polizisten. Da fühlt man sich natürlich vom linken Lager ungefähr so weit weg wie ALF vom Melmac.

      Ich finde übrigens nicht, dass Herr Erdogan großartig als Koryphäe herhalten kann, wenn es um den Islam geht. Wir halten bei ihm fest, dass es sich um einen nicht allzu netten Zeitgenossen (vulgo: ziemlich diktatorisch unterwegs) handelt, was wiederum dazu führt, dass er etliche
      Strömungen seines Volkes hinter sich vereinen möchte. Und das geht momentan am Besten, in dem Du sagst, dass es nur einen Islam gibt. Er hat eine Agenda – genau so wie beispielsweise die Rautenkanzlerettendarstellerin immer wieder kurz vor der Wahl dazu aufruft, dass die Partei doch an einem Strang ziehen müsse. Danach kann man sich wieder in die diversen Strömungen aufsplitten, aber zur Wahl möge man sich doch bitte als „Mit einer Stimme sprechend“ zeigen. Aber es gibt genau so wenig „einen Islam“ wie es „ein Christentum“ gibt. Und beim Christentum haben wir schon zwei große Strömungen, die Römisch-katholische und die Protestantische – oder, wie die Katholiken sagen: „die Christen und die komische Sekte von Luther“. Gerade eben – quick google search – habe ich gesehen, dass es Leute gibt, die mir als Protestanten absprechen, dass ich Christ sei. Benedikt XVI. hatte, als er noch Ratzinger hieß, gesagt, dass protestantische Kirchen „kirchliche Gemeinschaften“ seien, und als Benedetto schon Benedetto war, sagte er, das „wer das Papstamt nicht anerkenne“, „keine Kirche im eigentlichen Sinn“ sei. Und wir reden hier immer noch von Katholiken und Protestanten, wir haben über Christentum vs. Judentum, bzw. Christentum vs. Islam noch gar nicht gesprochen. Es geht hier nur um Katholiken vs. Protestanten – Leute, die eigentlich mit der Bibel das selbe Büchlein im Schrank stehen haben sollten. Wenn schon bei denen, die dem „christlichen Abendland“ den Namen „christlich“verliehen haben, solche Differenzen auftauchen, meinen Sie nicht, dass es da bei den Moslems genau so Unterschiede geben wird? Haben nicht die Sunniten und die Schiiten auch das gleiche Büchlein im Schrank stehen? Aber es sind beides Strömungen. Und von den Sackgesichtern, die sich in die Luft sprengen, habe ich auch da noch gar nicht gesprochen.

      Zur Scharia heißt es für mich ganz klar: ich bin dagegen, dass sie hier zur Anwendung kommt. Wir sind hier in einem Rechtsstaat, hier gilt das Grundgesetz und nicht die Scharia.

      Mag vielleicht was knapp formuliert sein.

      > Aber es gibt eben auch andere Erfahrungen als die Ihren und die sind mehr als unschön. Die dadurch entstehende ablehnende Haltung richtet sich meist gar nicht gegen Ausländer im allgemeinen, sondern gegen Moslems, da diese Bevölkerungsgruppe und insbesondere die sog. Flüchtlinge massive Probleme verursachen und mitnichten irgendeine Bereicherung darstellen.

      Oh, Herr Thiel, was ich mit einigen Türken erlebt habe, war auch nicht alles „sunshines and roses“ – aber ich hab denselben Sch… auch mit Deutschen, Polen, Usbeken und Italienern erlebt, von daher: Es ist nicht so, dass ich in jedem Menschen das Gute sehe – ich weiß, es gibt einige sehr üble Zeitgenossen, was aber immer noch nichts mit Nationalität und Religion zu tun hat. Es sind einfach …geigen, die ihre Religion, die sie im Zweifelsfall selber nicht ernst nehmen, wie einen Schild vor sich her tragen. Sie könnten genau so, wie bei Lethal Weapon 2 „Diplomatische Immunität“ rufen.

      > Was ich seltsam finde, ist daß Sie scheinbar immer aus einer Art Defensive heraus argumentieren. Als ob Sie einer in die Enge getriebenen Minderheit angehören, die sich einer Übermacht der Gegner erwehren müßte. Dabei haben Sie doch den gesamten Mainstream auf Ihrer Seite.

      Sehen Sie, da irren Sie. Ich bringe dem hier vorherrschenden „Anti-Mainstream“ nur ein paar Gegenargumente bei, bevor sich das hier in eine Echo-Kammer verwandelt. Ich meine, schauen wir uns doch mal auf TE um. Was lesen sie? Sehr viele Artikel, die alle relativ gut geschrieben sind, aber die immer nur eine Richtung haben: Die Mainstream-Medien sind böse. Und während die MSM und Politiker uns sicher nicht alles sagen werden – wie sagte die Misere noch so treffend „Teile der Wahrheit würden Sie verunsichern“ – läuft hier in meinen Augen dasselbe ab, nur mit umgedrehten Vorzeichen. Hier wird, wie im Main-Mainstream auch nicht die gesamte Realität abgebildet. Ich meine, wo sind sie denn hier, die Autoren, die es wagen, etwas aus einer anderen Seite zu beleuchten, die eben gegen die hier vorgegebene Richtung verstößt? Wo sind die wahrlich unabhängigen journalistischen Geister? Wo ist derjenige, der sagt „Moment mal, SO isses ja nun auch nicht.“ Ich meine, nicht „dagegen sein um des dagegen seins willen“, sondern eben tatsächlich das Beste beider Mainstreams. Best of Both Worlds, sozusagen.

      Oh, man kann sich über alles lustig machen. Über Nazis, Merkel, den politischen Gegner, die Feministen, Johann Thiel, CaptainCalvinCat, Roland Tichy, Hugo Müller Vogg, Frau Alice Weidel von der AfD – kann man alles. Ich kann mich auch über mich selber lustig machen – ich meine, wer kennt meine Schrullen besser, als ich selber?

      Und klar gibt es noch mehr Reaktionen über einen Witz, als „beleidigt sein“ und „anderen volles Pfund aufs Maul zu hauen.“ Man kann beispielsweise seinerseits Witze über den politischen
      Gegner machen.

      Nur mal so – weil es gerade so schön reinpasst.

      Ich hab ja gerade Frau Weidel genannt – da gibt es jetzt eine Meldung, dass die AfD Extra3 verklagen will,. Warum? Nun, Frau Weidel hat gefordert, dass politische Korrektheit auf den Müllhaufen der Geschichte gehört – die Replik von Christian Ehring: „Lasst uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht.“

      Ich sag mal so: Ist ziemlich grenzwertig – und eigentlich hätte die AfD da auch wunderbar draus kapital schlagen können, wenn nicht der Presseprecher der Partei Ehring dann als“GEZ-Primitivling“ bezeichnet hätte. Für mich gilt: You can’t have the cake and eat it, too.

      Entweder, Du bist beleidigt (vollkommen zu recht, der Spruch war was drüber) oder aber du lieferst Dir ein Beleidigungs-Battle.

      Warum schrieb ich „freie Meinungsäußerung“ in Anführungszeichen? Weil es in diesem Moment ein kombinierter Begriff war. Aber es ändert ja nichts an der Tatsache, dass auch die Gegenseite ihr Recht auf „freie Meinungsäußerung“ ausüben möchte. Und ja, es ist eine Selbstverständlichkeit – aber es gilt: Wenn die eine Seite das Recht hat, ihre Meinung frei zu äußern, hat die Gegenseite das auch.

      ich glaube, die Kölner wollen einfach nur Ruhe und Frieden. Deswegen dieses Arsch-Huh, weil sie eben von dieser Seite schon mal schlechte Erfahrungen gemacht haben.

      >Sie stellen wirklich alles auf den Kopf. Friedliche Pegida-Demos als rechte Gefahr und gewalttätige Linke Demos und „Aktivisten“ die ganze Innenstädte auseinandernehmen und reihenweise Autos abfackeln, Polizisten ins Krankenhaus prügeln als heroische Kämpfer gegen
      Rechts.

      Wüsst gern mal, wo sie DAS wieder mal herhaben. Geben Sie es zu, Sie haben mit Hasenfurz zusammen gearbeitet. ^^ Ich hab schon mehrfach gesagt, dass ich mit Linksextremen absolut nichts am Hut habe und Sachbeschädigung und Körperverletzung für hochgradig indiskutabel halte.

      • Johann Thiel

        Sachverhalte mit dem Mittel der Pauschalisierung zu betrachten, ermöglicht grobe Strukturen zu erkennen ohne jeden Einzelfall zu betrachten und somit einen besseren Überblick zu erhalten. Die von Ihnen angeführten Beispiele stellen das Konzept zwar richtig dar, gehen aber in die falsche Richtung. Pauschalisierung wie ich sie verstehe, soll kein Mittel zur Diffamierung sein. Auch sollten natürlich nur Fakten und Erfahrungswerte zur Pauschalisierung herangezogen werden, die sich genügend oft bestätigt haben.

        Beispiel: Amis machen bessere SciFi’s als Deutsche.
        Engländer haben besseren Humor als Franzosen.

        Vor diesem Hintergrund meine ich pauschal die Moslems. Die wenigen wirklich gut integrierten machen nur eine sehr kleine Gruppe aus. Zieht man von diesen (meist Türken) noch jene ab, die sich im Grunde doch mehr als Türke statt als Deutscher fühlen, wird die Gruppe noch kleiner. Außerdem wird diese durch den steten Zuwandererstrom noch weiter marginalisiert. Daher meine Pauschalisierung.

        Natürlich weiß ich, daß nicht ALLE Moslems unser Unglück sind. Das spielt aber bei einer pauschalen Betrachtung keine Rolle.

        Was passiert wäre wenn Hitler-Deutschland den WKII gewonnen hätte, malt man sich besser nicht aus. Das ist mehr was für Spinner.

        Das Sie neuerdings befürworten die Grenzen zu schließen, ist allerdings der Hammer. Sie hatten sich doch mit mir in unserer letzten endlosen Diskussion vehement dagegen ausgesprochen. Woher der Sinneswandel?

        „Ich seh mich eigentlich als einen relativ normalen, recht zentral ausgerichteten Typen“
        Auf mich macht Ihre Weltanschauung einen sehr inkonsistenten Eindruck. Alles scheint bei Ihnen aus einem unüberschaubaren Berg von Einzelfällen und einzelnen Ungerechtigkeiten zu bestehen. Den Zusammenhang von Ursache und Wirkung scheinen Sie meist nicht zu sehen. Auch qualifizieren und quantifizieren Sie nicht.

        Beispiel qualifizieren:
        Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Also Anhänger des Islam die den Christen die Köpfe abschneiden, diese zu Tode quälen oder versklaven, mit Christen die lediglich radikale Meinungen vertreten.

        Beispiel quantifizieren:
        Obwohl die überwältigende Mehrheit der Moslems in Deutschland vielschichtige Probleme bereitet, verteidigen Sie diese mit Hinweis auf die wenigen gut integrierten. Das ist ehrenwert aber nicht zielführend. Es verschleiert nur das eigentliche Problem.

        Ursache und Wirkung:
        Wenn Albert Pelka einen wütenden Brief an einen Politiker schreibt, kritisieren Sie die Form des Briefes, also die WIRKUNG.
        Was Sie aber nicht sehen und dementsprechend auch nicht kritisieren ist die URSACHE, eine verantwortungslose Politikerin.
        Sie machen es genauso wie viele, die gern die Kreuzzüge kritisieren. Das diese aber nur die Antwort (WIRKUNG) auf jahrhundertelange islamische Aggression (Ursache) waren, wollen diejenigen nicht sehen.

        Was die verschiedenen Strömungen in den Religionen angeht, kann ich nur empfehlen, pauschalisieren Sie.

        z.B. Der Islam ist eine gewalttätige Weltanschauung die als Religion auftritt.
        z.B. Das Christentum ist die Basis unserer westlichen Kultur.

        Um zu einer Beurteilung von Christentum und Islam zu kommen, genügt es beide in ihrer Gesamtheit in ihren Zielen und Methoden zu sehen. Jeden einzelnen Zweig zu betrachten, führt in Summe nur umständlicher, zum gleichen Ergebnis.
        Oder würden Sie persönlich zum Islam übertreten wollen?

        Was Ihr Wirken auf TE angeht, so finde ich es durchaus erfrischend. Ich ordne Sie dabei eher dem MSM-Lager zu, auch wenn Sie sich gern mal auf Neutralität berufen. Soweit ich das beurteilen kann, bilden wir beide wohl eine große Ausnahme, da ein echter Dialog zwischen den grundsätzlichen Richtungen so gut wie nicht stattfindet.
        Wenn man TE nun als kleine abgeschlossene Welt betrachtet, schwimmen Sie hier tatsächlich gegen den Mainstream. TE gibt Ihnen die Möglichkeit dazu, dies auf niveauvoller Ebene zu tun. Und das bekommen Sie kaum woanders geboten. In den MSM sind Sie mit Ihrem Meinungsspektrum nur ein Mitläufer. Das ist naturgemäß nicht sehr erbaulich. Ihre Sichtweise und Ihr tun auf TE bildet aber nicht die Realität ab. In der realen Welt sind die Autoren und Kommentatoren auf TE die Kämpfer gegen den übermächtigen Mainstream der unser Land zerstört.
        Also, wenn Sie auf der Suche nach einem winzigen Stückchen Heldentum sind, dann wechseln Sie die Seiten und kämpfen bei TE zumindest intellektuell mit für unser Land, genauer gesagt für Ihr Land, denn Sie gehören der jungen Generation an. Dann schwimmen Sie gegen einen echten Mainstream, und das versichere ich Ihnen, wird Ihnen so manche schlaflose Nacht bereiten.

        Die Grenzen von sich lustig machen zum beleidigen sind fließend. So kann man auch das eine tun und das andere behaupten. Über etwas einen Witz zu machen, grundsätzlich als unanständig anzusehen, halte ich jedoch wie bereits gesagt, für falsch.

        Ich habe mit Hasenfurz zusammengearbeitet? Haha! Sie machen sich sich über mich lustig :-))
        Zugegeben, Hasenfurz und ich waren auf dem Weg dazu, aber ich glaube wir haben uns verkracht, jetzt spricht er nicht mehr mit mir. Ich war ihm dann doch wohl zu konservativ.

      • CaptainCalvinCat

        >Sachverhalte mit dem Mittel der Pauschalisierung zu betrachten, ermöglicht grobe Strukturen zu erkennen ohne jeden Einzelfall zu betrachten und somit einen besseren Überblick zu erhalten.

        Hm, das is aber mal sehr seltsam – denn wenn ich zum Mittel der Pauschalisierung greife, um die unterschiedlichen Strömungen innert der AfD zu ignorieren (also den Einzelfall ignoriere und mir somit einen besseren Überblick gönne) und dann festhalte, dass nach dem, was die entsprechenden Personen, die dort was zu sagen haben, inklusive einiger derjenigen, die“vom kleinen Volk“ interviewt wurden, diese Partei doch einen kräftigen braunen Schuss innehat, wenn ich das Parteiprogramm lese und darüber nur den Kopf schütteln kann, und dann erkläre „Japp, die Partei hat definitiv braune Züge“, dann soll man in die Details gehen. Leute, entscheidet euch doch mal bitte. Pauschalisieren wir oder gehen wir in die Details. Wenn wir indie Einzelfälle gehen, halte ich fest, dass es in der Partei auch Menschen wie Sie gibt, Herr Thiel, die so gar nicht Nazimäßig auftreten. Würde ich nur pauschalisieren… sorry, ziehen Sie sich besser mal ein braunes Hemd an.

        Das soll jetzt nur als Beispiel dienen – wenn ich wirklich hochgradig pauschalisieren würde, würde ich sagen „Japp, alles Nazis bei der AfD“ und das würde auch Sie beinhalten – wobei ich Sie (eben als Einzelfall) gar nicht als Nazi ansehe.

        Aber wie schon gesagt, die Erfahrungswerte, die ich zur Pauschalisierung heranziehe, sehen eben nicht nur Sie, sondern eben auch den Dumpfschwachmaten, der eben tatsächlich ein rechter Spinner ist. Oder denkt das „The man in the high castle“ eine Dokumentation wäre.

        Die Beispiele – sorry, ich bezweifele, dass Amerikaner bessere Sci-Fi machen, als Deutsche. Dagegen sprechen Orion, Raumstation Alpha Base und der schon 50 oder 60 Jahre alte Kollege Perry Rhodan. Auch Franzosen machen gute Sci-Fi – bin über einen Comic namens Valerian und Veronique gestolpert, der jetzt sogar mit „Valerian and the city of thousand lights“ (oder so ähnlich – nach dem Titel müsst der Film in Gelsenkirchen spielen, was ich irgendwie bezweifele) eine Kinoauswertung erhält. Und natürlich ist der erste Sci-Fi-Film den ich je sah ein französisches Erzeugnis. „Le gendarm et les extraterristres.“ Und natürlich hat Frankreich auch humorvolle Filme – schau man sich mal das Werk des Louis de Funes an, da finden sich einige Kracher und natürlich auch einige lahme Enten. unsere Französischlehrerin hat uns mal mit“Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss“ versucht, französischen Humor zu zeigen, aber da ist mir der Hektiker DeFunes auch wieder lieber. Was nicht heißt, dass der Film nicht gut sein kann, wenn man den Humor mag. Es gibt ja auch Leute, die mögen „La soupe aux choux“ (Louis und seine Außerirdischen Kohlköpfe), finden aber „Le gendarm et les extraterristres“ (Louis unheimliche Begegnung mit den Außerirdischen) extrem doof. Für mich ist das eine ein cooler Sci-Fi-Flick und das andere ein Film über Außerirdische, die durch laute Furzgeräusche auf uns aufmerksam geworden sind. Auch bezweifel ich, dass die Engländer einen besseren Humor haben, als die Franzosen. Der Humor mag anders sein, britischer eben, eher sehr trocken – aber dennoch, auch der Französische Humor hat was. Eben so der Deutsche, der Amerikanische oder Israelische. Für letzteren empfehle ich den unvergessenen Altmeister der Satire, Ephraim Kishon.

        Und ob die wirklich gut integrierten eine kleine Gruppe ausmachen, oder die, die nicht gut integriert sind, einfach nur mehr auffallen, das steht auch noch auf einem anderen Blatt.

        Ein Beispiel. Man sagt ja im Namen des Kevinismus, bzw Chantallismus, dass Leute, die diese Namen tragen deutlich ungebildeter und auf Ärger aus sind. Und man sagt bei Namen wie Max oder Sophie, dass die Namensträger eher einer gehobeneren Schicht entstammen. Jetzt kenn ich sowohl einen Max, eine Sophie und eine Chantal – der Max war ein A****, die Sophieging eigentlich und „dat Schantalle?“ Ja, von wegen Bildungsunterschicht und Prekariat. „Dat Schantalle“ ist aus dieser Dreiergruppe noch die, die am Meisten auf dem Kasten hat. Aber es gibt halt so viele „Dat Schantelles“, da der Name eben tatsächlich für Hartz IV Dynastie steht.

        > Das Sie neuerdings befürworten die Grenzen zu schließen, ist allerdings der Hammer. Sie hatten sich doch mit mir in unserer letzten endlosen Diskussion vehement dagegen ausgesprochen. Woher der Sinneswandel?

        1) Wie sagte schon Friedrich Nietzsche? „Der denkende Mensch ändert seine Meinung“
        2) Ganz wichtig beim „Grenzen schließen“: Es geschieht vorübergehend. Wir machen also den Laden nicht komplett zu, sondern lediglich für ein paar Monate, um einen Überblick zu bekommen, WER hier reingekommen ist, wo er sich aufhält und was er vorhat.

        >Auf mich macht Ihre Weltanschauung einen sehr inkonsistenten Eindruck. Alles scheint bei Ihnen aus einem unüberschaubaren Berg von Einzelfällen und einzelnen Ungerechtigkeiten zu bestehen.

        Inkonsistent? Wohl kaum.
        Und Sie kennen die Army of God nicht? oder die Lord’s Resistance Army? Wie sieht es mit der „Kirche des Allmächtigen Gottes“ aus? Hier werden nicht nur „radikale Meinungen“ vertreten, da werden fröhlich Menschen umgebracht, weil sie entweder Dämonen wären (Kirche des Allmächtigen Gottes) oder weil sie für Abtreibungen waren (Army of god).
        Wo ist denn das mit der Botschaft des Friedens, die in der Bibel steht, vereinbar?

        Und ist es eine überwältigende Mehrheit oder nur eine Auffallende, die hier vielschichtige Probleme bereitet?

        Warum Herr Pelka einen wütenden Brief geschrieben hat, ist eher zweitrangig. Er hat ihn geschrieben und da habe ich die Form kritisiert.

        Und dass das Christentum die Basis für unsere westliche Kultur ist, ist praktisch, nicht wahr? Damit ist klar: Der Islam ist „der andere“ – er ist gewalttätig, rückwärtsgewandt, ja nahezu steinzeitlich. Da haben wir doch nichts mit zu tun.

        Ich persönlich würde nicht zum Islam übertreten – zugegeben. Aber nicht, weil ich die Kirche so toll finde, ich bin mit dem Christentum nur alles in allem recht zufrieden.

        Ich fasse das „erfrischend“ mal als Kompliment auf – nur muss ich an der Stelle festhalten, dass die Schuld an dem Fakt, dass kein echter Dialog stattfinden kann, definitiv ein bisschen auf beiden Seiten zu suchen ist. Beide Seiten, sowohl der MSM, als auch der hier vorherrschende Anti-MSM, sind zu stolz, zuzugeben, dass die jeweils andere Abteilung vielleicht nicht ganz unrecht in einigen Punkten haben könnte.

        Gemäß dem Motto: „Ich WILL einfach nicht, dass die Anderen recht haben“ – was ein bisschen auch mit der entweder tatsächlich vorhandenen oder eingebildeten Großkotzigkeit und „Tja, wir haben es ja gleich gesagt“-Überlegenheits-Mentalität der anderen Seite zu tun haben könnte.

        Bleiben wir doch beim aktuellen Beispiel mit den Grenzen, die geschlossen werden sollen.
        Warum hat man sich vorher so vehement dagegen ausgesprochen? Ganz einfach: Geben Sie gerne zu, dass Sie einen Fehler gemacht haben? Natürlich, sollte man. Immerhin sind wir alle Erwachsen und immerhin sollten wir genügend geistige Größe aufweisen, um über sowas mit einem Schulterzucken und einem „Jau, ist ärgerlich, machen wir nächstes mal besser“ hinweg zu gehen. Das Zauberwort lautet „Verantwortung übernehmen“ – aber wer tut das denn heute? Es gibt sie nicht. Warum auch? Wie auch? Wenn sie Verantwortung übernehmen würden, sind sie weg. Sie schwächen ihre Position, sie schwächen im Zweifelsfall sogar ihre Partei, weil die Opposition dann sagen wird „Aha, auf die Partei, die Minister XYZ hat, der dies und jenes gemacht hat, wollt Ihr also hören?“

        Natürlich ist „Verantwortung übernehmen“ das Erwachsene. Und natürlich nennen wir uns gerne „Erwachsene“, aber – wenn „Verantwortung übernehmen“ heißt, dass man danach politisch tot ist, keine Möglichkeit des Mitgestaltens hat und natürlich auf so Sachen wie fette Diäten verzichten müsste, würden Sie doch auch keine Verantwortung übernehmen, oder?

        Und zum Thema „TE als kleine abgeschlossene Welt“ – nun, das ist bei jeder Community so, dass sie sich als kleine, eigene Welt ansieht. Von daher ist es komplett richtig, dass man die TE-Community als separate Gruppe ansieht und feststellt: TE zigs were everyone else zags. Also, hier baut sich ein Anti-Mainstream auf, da Artikel, die eben auf einen Mittelweg abzielen vermutlich entweder nicht geschrieben oder nicht veröffentlich werden – wobei ich eher vermute, dass sie nicht geschrieben werden, da dies komplett gegen die hier vorherrschende Meinung geht.

        Mir geht es hier auch nicht darum, der große Held vom Erdbeerfeld zu sein, mir geht es darum, andere Sichtweisen einzubringen. Aber in einem Punkt haben Sie recht – schlaflose Nächste bereitet mir die Community hier nicht. ^^

      • maxmink

        Habe durch Zufall einige ihrer Kommentare gelesen.

        1. Viel blabla, wenig Inhalt

        und – Ich weiss nicht warum mir dass jetzt in den Sinn kam:

        2. Ein akademisches Diplom führt
        offensichtlich nicht zu schärferem Urteilsvermögen, sondern eher zur Fähigkeit, die eigene Dummheit wortgewandt zu formulieren.

        Ich unterstelle Ihnen allerdings nicht, dass Sie ein akademisches Diplom besitzen. Auch Nichtakademiker befleissigen sich sehr oft
        eines sinnentleerten Geschwafels.
        Da gibts sogar bei „führenden“ Politikern sehr gute Beispiele!

      • CaptainCalvinCat

        Süß.
        Und wer sind Sie? Der örtliche Psychologe?

      • maxmink

        Ooch !! Reicht Ihnen als Antwort: Ein vernunftbegabter Mensch?
        Ach – denken Sie doch einfach was Sie wollen!

      • CaptainCalvinCat

        Na, wenn Sie sich für vernunftbegabt halten, wird das schon nicht auf tönernen Füßen stehen. ^^

      • Johann Thiel

        Zunächst einmal meine Bitte um ein wenig mehr Genauigkeit in der Diskussion. So bin ich z.B. kein Mitglied der AFD, sondern deren Wähler und Befürworter. Als nächstes die Bitte meine Argumentationen sorgfältiger zu lesen und deren tatsächlichen Inhalt zur Gegenargumentation heranzuziehen, anstatt eine inhaltliche Denke zu nehmen, die möglicherweise Ihrem Klischee von mir entspricht. Das erspart uns beiden unnötige Klarstellungen.

        Wenn ich also von Pauschalisierung spreche, dann in der von mir dargestellten Form.
        Wenn Sie nun von einer bestimmten Nazi-Definition (die ich nicht kenne) ausgehen, und sehen diese bei dem weit überwiegenden Anteil der AFD-Anhänger immer wieder bestätigt, so gehöre ich, pauschal betrachtet, nach Ihrer Definition zur Gruppe der Nazis. Das sollte ich doch eigentlich klar gemacht haben.

        (Die Tatsache, daß heutzutage nahezu jeder als Nazi verunglimpft wird dessen Meinung dem Mainstream entgegensteht, erlaubt es mir mit dem Begriff Nazi insbesondere in Bezug auf meine Person, völlig unverkrampft umzugehen. Dieses ganze Nazi-Geschwätz ist einfach nur affig und zeugt von völliger politischer Unreife. Und selbst wenn es nicht so wäre, greift die Pauschalisierung, wenn sie gerechtfertigt ist.)

        Indem sie mich nun als Einzelfall sehen und eher als Nicht-Nazi einordnen, müßten Sie redlicherweise wie bei den Moslems argumentieren. Behauptet also jemand das AFD-Anhänger alles Nazis sind, müßten Sie das als unzulässige Verallgemeinerung ablehnen, da es ja auch AFD-Anhänger gibt, wie Johann Thiel, die keine Nazis sind.
        Damit werden Sie aber in diesem Moment zu einem Verteidiger der AFD wider Willen. Denn selbst sind Sie ja eher der Meinung, daß die AFD-Anhänger Nazis sind.
        Die Methode der Pauschalisierung ist daher m.E. wesentlich besser geeignet das Wesen der Dinge zu erkennen als die Einfallbetrachtung. Ich möchte sogar soweit gehen, zu behaupten, daß im Grunde jeder pauschalisiert und nur aus taktischen Gründen die Einzelfallbetrachtung heranzieht. So wie Sie es mir z.B. unterstellt haben.

        Eine andere grundsätzliche und sehr wichtige Frage ist, ob eine Pauschalisierung denn wirklich gerechtfertigt ist, oder ob es sich auch nur um eine taktische Behauptung handelt. Das kann aber daran gemessen werden, ob in Bezug auf einen Sachverhalt langfristig immer wieder die gleichen Beobachtungen möglicherweise sogar aus verschiedenen Quellen gemacht werden oder eben nicht. Es gibt also kein „hochgradiges“ Pauschalisieren, sondern nur gerechtfertigtes oder ungerechtfertigtes. Wobei hier auch die qualitative Komponente nicht außer acht gelassen werden darf.

        Was Humor und SciFi angeht, waren es nur Beispiele für Pauschalisierung. Diese betrachten Sie gemäß Ihrer Ausführungen als ungerechtfertigt. Das kann man m.E. auch durchaus so sehen, wenn man sich durch Einzelfallbetrachtung der pauschalen Betrachtung entziehen will. Vielleicht waren die Beispiele auch nicht deutlich genug.

        Noch ein Versuch: Amerikanische Autos sind schöner als Russische.
        Noch einer: Verpackungen lassen sich schlecht öffnen.

        Das man seine Meinung auch mal ändern kann, finde ich keineswegs kritikwürdig. Wollte nur gern erfahren was für Sie ausschlaggebend war, die Ihre in Bezug auf die Grenzen zu ändern.
        Allerdings muß ich nach wie vor feststellen, daß Ihre Logik in Bezug auf die Handhabung der Staatsgrenzen von einer ganz eigenen Qualität ist. Grenzen schließen, sehen was los ist, und dann? Dann wieder Grenzen öffnen und weiter unkontrollierte Zuwanderung ermöglichen?
        Sie halten offenbar immer noch nichts von dauerhaft kontrollierten Staatsgrenzen mit der Vorgabe nur den hereinzulassen den wir auch wirklich haben wollen.

        Was die Probleme mit Moslems in unserem Land und den Vergleich von Christentum und Islam angeht, macht es keinen Sinn darüber zu diskutieren wenn Sie die Fakten leugnen.
        Im Namen des Christentums mordende Christen werden von der christlichen Welt verabscheut.
        Im Namen des Islam mordende Moslems sind aber in der Islamischen Welt durchaus als gute Moslems anerkannt. Fragen Sie beim Imam Ihres Vertrauens nach.
        Solange Sie nicht willens sind zu Qualifizieren, zu Quantifizieren sowie Ursache und Wirkung nicht anerkennen, blockieren Sie eine ernsthafte Diskussion. Da hilft auch kein Griff ins christliche Absurditätenkabinett.

        In der Tat dürfen Sie „erfrischend“ als Kompliment auffassen, Sie sind ein regelrechter Stern in meiner TE-Nudelsuppe :-))
        Dem werden Sie in Ihren Abschnitt über MSM, TE, Verantwortung und Parteien mal wieder mehr als gerecht. Wie könnte es anders sein, kann ich Ihnen da einfach in gar nichts zustimmen.
        Aber ich will ja auch nicht ständig nur auf Ihnen herumhacken 🙂

  • CaptainCalvinCat

    Nein, ich WILL diesen Leuten nicht respektvoll begegnen – aber ich muss. Zumindest im ersten Kontakt. Warum? Ganz einfach – weil Sie sehen, was passiert, wenn wir sie so angehen, wie sie es eigentlich verdient hätten. Ich darf auch mit Vorgesetzten nicht so reden, wie manche es verdient hätten – wobei, doch, darf ich schon, ich muss halt nur dann die Konsequenzen tragen wollen. Von daher – auch hier darf man sich äußern, wie man will, wenn man die Konsequenzen bereit ist, tragen zu wollen. Herr Pelka muss eben willens sein, die Konsequenzen zu tragen – im Zweifelsfall einen Kontakt, den er mit, sagen wir mal, höflichem, respektvollem Verhalten eventuell hätte ausbauen können und entsprechend nutzen, durch das „Sind Sie Sch…“, das die Quintessenz seines Briefes war, verprellt zu haben.

    • Johann Thiel

      Sie wollen nicht, aber Sie müssen. Also eine Frage der Kräfteverhältnisse, mit dem Ergebnis einer höflichen Verbeugung vor dem Unrecht. Angst vor den Konsequenzen und PC als Ausrede. Nur kein Aufbegehren und immer auf der richtigen Seite stehen. Ja, so stelle ich mir eine wehrhafte Demokratie vor.

      • CaptainCalvinCat

        Können Sie zu Ihrem Boss gehen, sagen „hör mal, Alter, du hast mal so überhaupt keine Ahnung, wie man den Leden hier schmeißt“ und erwarten, dass Sie keine Abmahnung erhalten? Sie müssen eben wirklich die Konsequenzen tragen wollen – wenn Sie das tun, bitte sehr. Machen Sie das, more power to you.