Krach bei der Union, Brinkhaus: „Ihr habt nichts gelernt, die Leute wollen keine Flüchtlinge“

Union demoskopisch beim vorläufigen Tiefenrekord von 24 Prozent Prozent.

imago Images/photothek

HNA und andere Medien melden, laut Bild am Sonntag (hinter Bezahlschranke) habe der Vorsitzende der Fraktion der Union Brinkhaus bei einem Treffen der Unionsspitzen Seehofer und indirekt Merkel mit den Sätzen angebrüllt: „Ihr habt nichts gelernt, die Leute wollen keine Flüchtlinge“ und „Ihr sitzt hier im Kabinett, ich bin im Wahlkreis und spreche mit den Menschen“ … Auslöser des Ausrasters von Brinkhaus war Seehofers Überlegung, Migranten aus Griechenland aufzunehmen.

Kein Wunder angesichts der neuesten demoskopischen Hinweise für die Union wie diesem:

Stimmen aus der Union wie die von Brinkhaus werden nicht mehr abreissen, sondern solche wie die des saarländischen Innenministers Klaus Bouillon hinzukommen:

„Die Bereitschaft und Akzeptanz im Land sind gesunken, die Menschen aufzunehmen … 50 Prozent der Abschiebungen scheitern. Mal ist das Kind unauffindbar, wenn die Familie abgeholt werden soll, zwei Stunden später taucht es wieder auf. Oder die Abgeschobenen kommen einfach zurück. Wir haben Menschen, die vier, fünf, sechs Mal wieder einreisen, nachdem wir sie in das EU-Land abgeschoben haben, wo sie erstregistriert sind. Aus Belgien kommen sie einfach mit dem FlixBus zurück. Dann gehen die ganzen Verfahren wieder von vorne los. Mindestens 100.000 Menschen in Deutschland sind endgültig abgelehnt, aber wir kriegen sie einfach nicht in ihre Heimatländer zurück.“

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Kommentare ( 221 )

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221 Comments
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Pauline G.
7 Monate her

Sie haben soooo recht – leider begreifen die meisten der hier lebenden Deutschen Ihre Analyse nicht

Pauline G.
7 Monate her

Ich glaube, er (Brinkhaus) hat seinen Wutausbruch schon wieder relativiert! So muss man das in D, tun . ein bisschen bellen, dann sofort einen Rückzieher! Man könnte ja sonst in Ungnade fallen, die entsprechende Medienmeute würde einen kaputtschreiben, man könnte evtl. seinen Posten verlieren etc..

Contenance
7 Monate her

Warum den Immigranten nicht direkt über arabische Medien die privaten Adressen von Habeck, Seehofer oder BuKa-Amt etc mit auf den Weg geben? Dann wissen diese sofort, wo sie wohnen können und wer sich um sie kümmert.

Bzgl Brinkhaus – dem dämmert vermutlich erstmals, dass weniger Wahlstimmen mehr freizusetzende CDU-Abgeordnete bedeutet. Da kann man schon mal nervös werden.

ExternerBlick
7 Monate her

Trotz dieses einmaligen Ausrasters gilt Brinkhaus im deutsch-sprechenden Ausland (belgisches Grenzgebiet, Elsass…) seit Oktober 2019 als „Witzfigur“.

Ralph Brinkhaus führte im Oktober 2019 bekanntlich ein Video-Interview mit Angela Merkel.

Das erinnerte bekanntlich Loriot: CDU-ler interviewt CDU-lerin!

Journalistisch brisant war natürlich der Einstieg von Brinkhaus:

„Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela, schön, dass wir heute das Interview hier führen können.“

Und auch Angela Merkel zeigte sich „sehr dankbar“ für das Interview.

Beat.Buenzli
7 Monate her

Echte Flüchtlinge sind nicht das Problem, die kommen und wenn sich die Situation in ihrem Land beruhigt hat, dann kehren sie zurück – oder auch nicht. Problem sind die, die versuchen illegal einzuwandern, die Migranten aus Marokko, Algerien, …………die alle keine Facharbeiter sind, die versuchen das Sozialsystem auszunutzen. Und die deutsche Qualitätspresse tut ihr Übriges mit tendenziösen Bildern. Kein Kleinkind im Alter von 3 Jahren macht sich allein auf diese Reise, hinter stecken immer Erwachsene.

Helmut Bachmann
7 Monate her

War das jetzt eine „Blitzradikalisierung“? Hat er Angst um Wählerstimmen? Oder hat ihn plötzlicher Kontakt mit der Realität (in Form von Wählern) schockiert?

Christa Wallau
7 Monate her

In der CDU hat man zu lange an Merkel festgehalten.
J e t z t gibt es ohne Gesichtsverlust kein Zurück mehr.
Deshalb bewegen sich viele nicht, sondern ducken sich weg,
so gut es geht.
Seehofer ist für mich schon lange „unten durch“.
Ich zweifle inzwischen sogar an seiner Zurechnungsfähigkeit.
Je länger allerdings die CDU zaudert, umso mehr treibt sie
Wähler in die Arme der AfD. Mir soll’s recht sein.

Vulkan
7 Monate her

Augenwischerei. Herr Brinkhaus tut so, als hätte er das Ohr am Wähler. Wenn er macht, was die Wähler wollen (keine Migranten) bekommt er Krach mit Angela, die was anderes will. Im Zweifelsfall ist ja wohl klar, für welche Seite er sich entscheidet. Letzte Woche tönte er im Bundestag (zu sehen ab Minute 24 in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=ryzO9aVqWIw ), dass der Kampf gegen Rechts verstärkt werden soll. Würde er die Flüchtlingswelle eindämmen, müsste er gegen sich selbst kämpfen.

ExternerBlick
7 Monate her
Antworten an  Vulkan

Oktober 2019:

Ralph Brinkhaus/CDU im Video-Interview: „Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela, schön, dass wir heute das Interview hier führen können.“

Merkel/CDU: „(….) sehr dankbar (für das Interview)“

Luxor
7 Monate her

Man betreibt eine gezielt auf Mitleid getrimmte Berichterstattung. Man zeigt den Deutschen Bilder von weinenden, kugeläugigen Migrantenkindern, um sie für die Aufnahme von mehr und mehr Migranten einzustimmen. Dies ist das gleiche unwürdige Spiel der emotionalen Manipulation, das auch schon 2015 ablief. Was man den Deutschen jedoch nicht zeigt und auch schon 2015 nicht zeigte, sind die weinenden deutschen Kinder. Die deutschen Kinder, die weinen, weil sie an ihren Schulen rassistisch-motiviertem Mobbing ausgesetzt sind, weil sie in ihren Schulen nur noch eine unbedeutende Minderheit sind. Die deutschen Kinder, die jeden Tag als „Kartoffel“ „Scheißdeutscher“ u. v. m. beschimpft werden, ausgegrenzt,… Mehr

Pauline G.
7 Monate her
Antworten an  Luxor

„Nur weil sie Deutsche sind“………und deren Eltern i.d.R. dieses ganze Sozialsystem und diese „Willkommenskultur“ mit ihren Steuern finanzieren (müssen)!

Schiffskoch
7 Monate her

Ich verstehe Brinkhaus und Boulion überhaupt nicht. Sie sind Mitglieder einer Partei, die seit Jahren riesige Propaganda-Kampagnen betreiben: Vielfalt ist gut. Vielfalt ist eine Chance. Einwanderung sichert unsere Renten. Zumindest Brinkhaus hat als CDU – Bundestagsabgeordneter den UN – Migrationspakt unterzeichnet, Leute die dagegen waren hat er als Nazis und Rassisten beschimpft. Jetzt jammert er uns etwas vor von Leuten, die er angeblich in seinem Wahlkreis trifft? Ich hoffe es wird noch alles ein wenig linker, dann kann vielleicht Ralph Brinkhaus mal ein wenig von seiner eigenen Medizin kosten, die er bisher aus sicherer Deckung heraus gegen die AfD verteilt… Mehr

Luxor
7 Monate her
Antworten an  Schiffskoch

Der Kommentar trifft meiner Ansicht nach einen wunden Punkt!

Luxor
7 Monate her
Antworten an  Schiffskoch

Vielleicht hat Brinkhaus auch nur gemeint, dass die Leute keine offene, öffentlichkeitswirksame Aufnahme von Flüchtlingen wollen. Aber dass die ohnehin bereits stattfindende Massenmigration „im Hintergrund“ weiter ablaufen soll.

dieter kils
7 Monate her
Antworten an  Schiffskoch

Sehr gut dargestellt, ich sage es in etwa so….Ratten und das Schiff……müssten Sie als Schiffskoch verstehen