FBI-Agenten durchsuchen Trump-Villa

Agenten des amerikanischen FBI haben das Anwesen Donald Trumps im Bundesstaat Florida gestürmt. Offenbar steht der Vorwurf im Raum, der Ex-Präsident habe geheime Dokumente entwendet. Trump selbst spricht von Willkür und „Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft“.

IMAGO / ZUMA Wire

FBI-Agenten haben Trumps Anwesen im floridanischen Mar-a-Lago durchsucht, heißt es in übereinstimmenden Medienberichten. Die Beamten nahmen Medienberichten zufolge mehrere Kisten aus dem Luxusdomizil mit. Offenbar suchten die Bundesagenten nach Dokumenten aus Trumps Zeit als Präsident.

Der Einsatz könne womöglich damit zusammenhängen, dass Trump nach seiner Präsidentschaft unrechtmäßig Dokumente des Weißen Hauses mit nach Mar-a-Lago genommen habe, heißt es im britischen „Guardian“. Immer wieder sind in der Vergangenheit Vorwürfe gegen den Ex-Präsidenten wegen des falschen und illegalen Umgangs mit offiziellen Dokumenten laut geworden. Zuletzt hatte das für die Aufbewahrung präsidialer Dokumente zuständige Nationalarchiv erklärt, dass in 15 Kisten in Trumps Privatclub vertrauliches Material lagere. Nach US-Bundesgesetz ist die Mitnahme und Aufbewahrung geheimer Dokumente an nicht zuvor genehmigten Orten verboten. Bei Verstößen können bis zu fünf Jahre Haft drohen.

Trump selbst machte den Vorgang der Öffentlichkeit bekannt und erhob Vorwürfe gegen die Bundesbehörde. Es handele sich um eine „unangekündigte Razzia in meinem Haus“, die weder nötig noch angemessen sei, so der abgewählte Präsident. Trump, der sich zum Zeitpunkt der Durchsuchung in New York aufhielt, erklärte weiter, er habe mit allen relevanten Regierungsbehörden kooperiert. Er sprach von „Fehlverhalten der Staatsanwaltschaft“.

Die Umstände der Aktion sind noch unklar: Zu der Frage, ob Justizminister Merrick Garland die Aktion persönlich genehmigt habe, wollte sich eine Sprecherin seiner Behörde nicht äußern. Trump vermutet politische Willkür, die ihn daran hindern soll, 2024 erneut für die Präsidentschaft zu kandidieren.

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