Hubertus Heil bringt sich in Stellung für den Parteivorsitz mit solcher Inbrunst, dass einem schon beim Zuschauen ein säuerliches Bäuerchen hochkommt. Schwer verdaulich. Heils Larmoyanz erreicht ungeahnte Höhen. Bisweilen faltet er beim Reden gar die Hände.
Screenprint: ZDF / Markus Lanz
Eigentlich wollten wir den Abend ja mit Sandra Maischberger verbringen. Denn dort war Elif Eralp angekündigt, die SED/Linke-Chefin aus Berlin, die möglicherweise neue Regierende Bürgermeisterin wird und gerade immer tiefer in einem Sumpf aus Antisemitismus, Clans und Organisierter Kriminalität versinkt.
Also schnell umschalten ins ZDF. Leider auch keine gute Idee.
Denn hier lauert Hubertus Heil. Markus Lanz setzt den alten SPD-Recken überraschenderweise als neue Lichtgestalt in Szene. Ausgerechnet Hubertus Heil. Warum nur? Er war bis 2025 mehr als sieben Jahre lang Arbeitsminister. Kaum einer steht so sinnbildlich für das deutsche Rentenproblem wie er. Und für eine komplett aus den Fugen geratene Agentur für Arbeit, die vermutlich mehr Leute beschäftigt als vermittelt.
Doch Heil hat sich in den vergangenen Tagen mit ein paar parteikritischen Tönen in die Öffentlichkeit gedrängt. Die Partei wirke „erstarrt“ und müsse wieder klarmachen, „was unsere Ziele sind, wofür wir brennen“. Grund genug offenbar für Lanz, ihn nun als Heilsbringer zu inszenieren. Er darf auf Platz Eins (direkt neben dem Moderator) sitzen und über die Zukunft der SPD schwadronieren. Er darf erzählen, wofür er nach Kräften „kämpfen“ will und wofür seine Partei zu stehen hat. Für das Gute nämlich, die hart arbeitende Mitte, auch wenn er diesen Begriff hasse, ja ja, denn das sei eine „ausgelutschte Floskel“.
Lanz kann gar nicht so gut auf das Gesäusel. Die Masche der wohltemperierten Kollegenkritik, gemixt mit unermüdlicher Selbstbeweihräucherung (Heil erwähnt zweimal, dass er seinen Wahlkreis Peine/Gifhorn achtmal in Folge direkt gewonnen hat) geht dem Moderator gehörig gegen den Strich. Während der wohlgenährte Genosse durch seine strahlenden Rhetorik-Ländereien galoppiert, bemängelt Lanz mehrfach die Floskeldichte in den Laber-Latifundien. Doch Hubertus hoch zu Ross ist einfach nicht zu stoppen. Bisweilen gerät er sogar ins Flüstern, und wenn er auf die ungläubige Wirtschaftsjournalistin Ursula Weidenfeld einpredigt, die es wagt, dem Heiland zu widersprechen, dann faltet er sogar die ganze Zeit die Hände, während er zu ihr hinabspricht.
Heils romantische Attitüde wirkt überzogen und unglaubwürdig. Lanz kontert: Nach 20 Jahren an der Macht „hätte einem das doch mal früher einfallen müssen“. „Die SPD war mal eine Partei für ein Aufstiegsversprechen“, doch die Zeit sei lange vorbei. „In dem Moment, wo es einer irgendwie nach oben schafft“, komme Parteichef Lars Klingbeil und „redet von Rolex und Porsche“, die es den Leuten wegzunehmen gelte.
Heil lässt den Kollegen mit dem Job, den er offenbar selbst gern hätte, bewusst im Regen stehen: „Den Satz werden Sie von mir nicht hören, weil ich kein neidischer Mensch bin.“ Auch der Co-Parteichefin Bärbel Bas schießt er gezielt ins Bein. Zum Thema Rentenreform sagt er: „Ich finde es falsch, ein Kommisionsergebnis als Gesamtkunstwerk zu bezeichnen.“
Schließlich versucht er sich noch als Amateur-Philosoph, leider vergeblich. Heil: „Der Satz ‚Jeder ist seines Glückes Schmied‘ stimmt ja auch nicht. Nicht jeder Schmied hat Glück.“ Lanz entgegnet, halb fragend, halbtrocken: „Das sagt dieser Satz ja auch nicht.“
Und in der Tat: Handfeste Information kann man in Heils Beiträgen lange suchen. Die einzig interessante Behauptung: Volkswagen habe den Standort Osnabrück bereits verkauft. Bisher war nur bekannt, dass VW, das Land Niedersachsen und der israelische Investor Aurelius Capital Eckpunkte für den möglichen Verkauf der Volkswagen Osnabrück GmbH vereinbart hätten. Heil weiß offenbar mehr.
Heil hat darauf nichts zu erwidern, höchstens Parolen wie „Wir dürfen die leidenschaftliche Überzeugung nicht den Rechtsradikalen überlassen“ oder „Ja ja, die SPD ist an allem Schuld, auch am schlechten Wetter.“
Ein fataler Abend also bei Lanz, doch den Zuschauern bei Maischberger ergeht es nicht besser. Dort feiert die Doppelmoral fröhliche Urständ. Zum einen darf die Taz-Kommunistin Ulrike Herrmann alle Clan-Verstrickungen und den offenen Antisemitismus der SED/Die Linke kleinreden: „Die Linke ist eine demokratische Partei“, behauptet sie. Und Jan van Aken, der sich bei der AfD-Verteufelung stets auf den Verfassungsschutz beruft, ist plötzlich ganz anderer Meinung. Als es um die SED/Die Linke geht, sagt er ohne rot zu werden: „Was der Verfassungsschutz sagt, ist mir herzlich egal.“
Glanzleistung also, in der ARD wie im ZDF. Der ÖRR ist nicht reformierbar.







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Der letzte Satz ist natürlich vollkommen richtig, muss nur ergänzt werden ,fast alle gezielt eingeladenen Gäste sind nicht mehr reformierbar, weil in ihrer Linken Ideologie kopfüber feststecken!
„Er war bis 2025 mehr als sieben Jahre lang Arbeitsminister.“
Das Ergebnis seiner Amtszeit bekannt.
Warum sollte ausgerechnet er die Lösung des Problems sein?
Schon als Generalsekretär der Sozen hat Hubi Heil die Wahlkämpfe regelmäßig in die Grütze gefahren. Als Vorsitzender gibt er der „alten Tante“ den Rest, Vielleicht locker zurückgelehnt in einer Hollywood-Schaukel auf dem Willy-Brandt-Haus, anstatt Strandkorb.
Diese Damen und Herren Politiker schmarotzen sich durch die Steuereinnahmen und haben das Land und seine Bürger völlig vergessen. Politiker sollten endlich einmal für den Mist, den sie bauen zur Rechenschaft gezogen werden wie jeder Unternehmer, der für sein Unternehmen haftet.
Bei Heil ist immer das Gleiche: „Wir brauchen mehr Umverteilung! Wir brauchen neue Sozialleistungen!“. Und das Geld nehmen wir denen, die mehr haben. Das DIE auch dafür gearbeitet haben, ist deren Problem. Liegt es wohl daran, das Heil nie außerhalb der Politik „gearbeitet“ hat und gar nicht weis, wie es in der Welt jenseits der Politik zugeht?
Im Grunde brauchen wir viel weniger Umverteilung und viel weniger Sozialleistungen. Arbeiten muss sich wieder lohnen. Alle Sozialleistungen hören auf den Prüfstand (angeblich gibt es über 500). So etwas sind für Heil „böhmische Dörfer“.