ARD schmiert mit Felix Neureuther und „Hart aber fair“ ab

Die ARD lässt Felix Neureuther betroffen übers Klima faseln und schmiert damit ab. Die Zuschauer wollen die Öffentlich-Rechtlichen nur noch sehen, wenn sie Shows, seichte Filme und Sport zeigen. Politikerinnen wie Julia Klöckner bemängeln das als fehlende „Effizienz“.

Screenprint: ARD / Felix Neureuther

Rosi Mittermaier und Christian Neureuther verstanden es, ihre goldene Ski-Karriere anschließend im Fernsehen zu versilbern. Etwa als hochsympathische Kommentatoren in der RTL-Chartsshow. Ihr Sohn Felix versucht den gleichen Weg zu gehen. Aber er hat sich als Nische für den Kampf gegen das Klima-Armageddon entschieden. In der Vergangenheit das Thema der Zukunft. Doch aktuell krepiert das Thema in allen Rohren, aus denen die entsprechenden Medien schießen. Nicht nur weil aktuell das Wetter kein Klima ist. Selbst wenn die Versuche der WAZ unterhaltsam waren, von zu warmem Frost zu schreiben. Auch die Vierte Gewalt darf mitunter ausgelacht werden.

Nun ging Felix Neureuther als TV-Klima-Experte baden. Seine – nennen wir es in Ermangelung eines besseren Wortes – Reportage „Olympia im Wandel?“ flopte im Hauptprogramm der ARD. Dabei sollte der Titel die abholen, die sich auf die Winterspiele in Italien freuen, die Ende der Woche starten. Und auch die ARD-Zuschauer sollten sich daran erfreuen, die sich so gerne zu bösem Kapitalismus und Klima-Weltuntergang gruseln. Schon früher hatte sich Neureuther öffentlich festgelegt, dass die Erde sterbe, wenn die bösen Massen den Sport ausübten, dank dem er berühmt geworden ist.

Ein junger Mensch, der eine grüne Botschaft sendet. Genau so stellen sich die ARD-Verantwortlichen ihr Programm vor. So denken sie, erreichen und bewegen sie die Massen in ihrem Sinne. Ihr Problem ist nur: Das tut sich keiner freiwillig an. 1,75 Millionen Zuschauer sahen im Schnitt um 20.15 Uhr Felix Neureuther zu. Um das einzuordnen: Zwei Stunden später erreichten die Tagesthemen wieder knapp 2 Millionen Zuschauer. Im Vorabendprogramm, um 18 Uhr, sahen sogar 3,5 Millionen Zuschauer das Quiz „Wer weiß denn sowas?“ in der ARD.

Danach wurde es nicht besser für die ARD. Der Talk „Hart aber fair“ erreichte ebenfalls 1,7 Millionen Zuschauer. Hinter dem Komma 40.000 Zuschauer weniger als Felix Neureuther. Das Team um Louis Klamroth diskutierte die Frage: „Kein Aufschwung, Jobs in Gefahr: Wer muss jetzt mehr leisten?“ Diese Frage beantworten sollte der ehemalige SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, der sich ermüdet von seinem 11.000-Eurojob im Bundestag zurückgezogen hat. So sieht Aufbruch aus, wenn die ARD ihn darstellt.

Medienkritik der Bundestagspräsidentin
Julia Klöckner will, dass ARD, ZDF und Co. „effizienter“ werden
Die Präsidentin des Bundestages, Julia Klöckner (CDU), hat jüngst die öffentlich-rechtlichen Sender kritisiert, weil denen die „Effizienz“ abgehe. In ihrem Sinn hat sie recht. Zwar haben ARD, ZDF und Co alle Neutralität und jeden politischen Anspruch aufgegeben und blasen ins selbe Horn wie Klöckners Förderin Angela Merkel sowie ihre anderen Schüler: Einwanderung super, Klima wichtig, Einwanderung keine Probleme, Klima hoch wichtig, Einwanderer zahlen unsere Renten und Klima einzigallein wichtig und so weiter.

Nur sehen will das halt keiner. 1,7 Millionen Zuschauer zur besten Sendezeit sind für die ARD der absolute Boden. In der Winterzeit versammeln sich sonst zwischen 3 und 5 Millionen Zuschauer vor dem Ersten. Seichte Filme wie „Der schwarze Schwan“ am Montag im ZDF kommen auf 6,7 Millionen Zuschauer. 1,7 Millionen Zuschauer, das sind die, die sich zum Sterben vor den Fernseher zurückgezogen haben – und das Programm nur noch auf sich niederprasseln lassen.

Der Montag bestätigt die Kritik Klöckners vom Wochenende. Nicht, wie sie es ausdrücklich gesagt hat, aber so, wie es zutrifft: ARD, ZDF und Co haben aus Sicht der regierenden Parteien keine „Effizienz“. Sie senden zwar willig die grün-roten Botschaften – doch sehen will das keiner. Die Öffentlich-Rechtlichen funktionieren nur noch im Eskapismus: Shows, seichte Filme und vor allem Sport, Sport, Sport. Den Abfahrtslauf der Männer werden tagsüber doppelt bis dreifach so viele Zuschauer sehen wie Felix Neureuther. Aber der findet einen Trost: Wenigstens macht es sich in der ARD noch finanziell bezahlt, vor dem Klimatod des Universums zu warnen.

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Kommentare ( 23 )

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moselbaer
2 Stunden her

Man kann mich (leider, noch) zwingen, diesen Indoktrinationsfunk zu bezahlen – aber (noch nicht), mir diesen Käse auch noch anzugucken. Was in der DDR das Westfernsehen war, ist heute das Internet!

AlexR
8 Minuten her

Einfach abschaffen! Mehr Effizienz geht dann kaum noch mehr. Damit wäre das Ziel doch endlich mal erreicht.

Norbert Brausse
9 Minuten her

Früher gingen geförderte Sportler nach dem Ende ihre Karriere einer ganz normalen Beschäftigung wie jeder andere Mensch nach. Nur beim Christian war das nicht der Fall. Der hat nichts abgeschlossen und offenbar nach Ende seiner sportlichen Laufbahn auch keine Lust gehabt, irgendetwas zu lernen, denn er wusste bereits damals, dass richtige Arbeit auch anstrengend ist. Mit diesem Hintergrundwissen habe ich mich schon damals gefragt, was wird wohl aus unserem Felix werden und was wird er mal tun, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Richtig, uns als Experte öffentlich-rechtlich das Weltklima erklären. Man muss ein paar Phrasen auswendig lernen und schon rollt… Mehr

prague
22 Minuten her

Von Beruf Söhn eine erfolgreiche Mutter, schaut auch, wo er bleiben kann. Da muss man mit dem Strom schwimmen.

P. Liesner
43 Minuten her

Immer dann, wenn sich ehemalige Leistungssportler in die Politik und deren Befürworter einmischen, sträuben sich bei mir die Nackenhaare. Sport und Politik sind strikt voneinander zu trennen. Leider haben viele Sportler und Sportverantwortliche (speziell auch im Fußball) dieses vergessen und biedern sich lieber der Politik und den Medien an.

Adorfer
13 Minuten her
Antworten an  P. Liesner

Der gute Felix hat ja leider außer Skifahren nicht gelernt. Inzwischen mit Frau und Kind ausgestattet, da muß man froh sein, eine so einträgliche Verwendung gefunden zu haben. Mir kann der viel erzählen, ich höre gar nicht hin….

Delegro
48 Minuten her

Schaffen wir konsequenterweise den gesamten Wintersport ab. Eine riesige Umweltsauerei. Kunstschnee und Menschenmassen, die der Natur nur Schaden. Dazu der Geldadel, der sich hier gerne sehen und bewundern lässt. Die Kellnerin findet zwar keine Wohnung mehr, aber egal. Das Millionen-Loft wird zählt, das nur Wochen im Jahr genutzt wird. Und was macht der Felix dann? Berichtet er über Darts? Felix. Du sägst an dem Ast auf dem Du sitzt. Auch ohne Klimaheiligenschein kann man leben. Versprochen!

imapact
1 Stunde her

Mit noch so viel „Effizienz“ kann man den Leuten Sch… nicht als Delikatessen verkaufen. 1,7 Millionen sind immer noch viel zu viel. Aber der Schundfunk würde auch bei nur 100 Zuschauern weiter senden. Man lebt ja von Zwangsgebühren. Es gibt tatsächlich Leute, die beim TV- Konsum in den 70- ern stehen geblieben sind. Die ziehen sich zu 95% den Schundfunk rein, egal, was der auskübelt. Die sichere Wählerbasis insbesondere für Union und SPD.

MeHere
1 Stunde her

Mal so nebenbei eine Frage: wer ermittelt gewissenhaft und sauber die Einschaltquoten und kann es denn sein, dass da gemogelt wird ? Da ohnehin im ÖRR überall beschissen und gelogen wird, würde es mich nicht überraschen, wenn die Quoten manipuliert sind. Mein Gefühl sagt mir, dass hier gebohrt werden sollte und man sicher was findet … Felix Neureuter ist halt ein Umweltfuzzi .. schön, dann soll er den Job die die ARD gratis machen, um der Umwelt zu helfen – hat er das ? Nein ? Also dann ist das Geseiere vom Öko wohl ein Mittel um Geld abzugreifen, oder… Mehr

Johann Conrad
1 Stunde her

Vielleicht laden sie in ihrer Verzweiflung mal Ulrich Siegmund ein und würden damit eine Rekordquote einfahren.

Ferengi
1 Stunde her

Da hilft dann wohl nur noch sein „Energy“-Produkt, das er zusammen mit seiner Frau gerne und oft beworben hat, um ihn wieder auf die Beine zu stellen. Scherz beiseite: Gerade die, die für sich beanspruchen, die Welt uneingeschränkt in Anspruch nehmen zu können, maßregeln andere, dies im Sinne des „Klimas“ nicht zu tun. Und da macht Neureuther – wie auch Neubauer gerade mit ihrer Kreuzfahrtkritik in der Antarktis – nichts anderes: Mahnen und ständig den moralischen Zeigefinger erheben. Wobei ich mich dann frage, wie es Neureuther als ARD-Wintersportexperte schafft, klimaneutral zu seinen Einsatzorten zu gelangen. Aber die Doppelmoral unsere Moralisten… Mehr

Klaus D
1 Stunde her

Julia Klöckner bemängeln das als fehlende „Effizienz“….oder aber sie meint damit das es nur noch Lanz geben sollte – 3 mal täglich. Der hat ja erfolgt mit seiner „propaganda-blabla-show“. Wäre in doppelter hinsicht effizienter – erstens bessere „propaganda“ und zweitens günstiger – selbst wenn Lanz eine (1) millionen im jahr mehr bekommen würde spart man viel mehr ein wenn so B sendungen wie hart aber dumm wegfallen. Man muss hier denken wie frau Klöckner bzw ein politiker. Ich vermute das sie mehr (bessere) „propaganda“ will. Viele politiker und gerade aus der CDU ecke sagen ja immer das man dem bürger… Mehr