Überlebenskampf im grünen Albtraum: Wie Berlin und Brüssel 2026 noch teurer machen

Berlin und Brüssel plündern 2026 weiter: Der CO2-Preis steigt, Abgaben und Preise folgen in jede Rechnung. Der Raubzug läuft leise, aber brutal – und während die Mittelschicht blutet, nennt die Politik das „Entlastung“. Das sozialistische Experiment wird dabei wohl so lange wüten, bis die wirtschaftliche Substanz komplett aufgezehrt wurde.

IMAGO

Das neue Jahr beginnt, wie das alte endete: als fiskalpolitischer Raubzug durch die Portemonnaies der Mittelschicht. In Brüssel und Berlin ist man zufrieden, dass es gelungen ist, dem Bürger ohne größeres Spektakel still und heimlich weitere Abgabenerhöhungen unterzuschieben – deren Einnahmen, wie die Flut, alle Schiffe ein wenig heben wird.

Zum 1. Januar kletterte der CO2-Preis pro Tonne des emittierten Gases von 55 auf 65 Euro. Diese Abgabe, erhoben auf fossile Energieträger wie Benzin, Diesel, Erdgas und Heizöl, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Wertschöpfungskette – bis hinein in die Rechnungen privater Haushalte. Der grüne Extraktionsmechanismus ist inzwischen fest verankert, finanziert die ausgreifenden Aktivitäten Brüssels in zunehmendem Maße und wird von der herrschenden Politik mit Händen und Klauen verteidigt.

Lüge der Steuersenkung

Wenn die Bundesregierung ihre minimale Steuerentlastung für untere und mittlere Einkommensschichten feiert, entspricht das nicht der Realität. Tatsächlich erhöhen die passionierten Abkassierer die fiskalische Schlagzahl immer weiter. Nur die zerstreuende Arbeit staatsaffirmativer Medien verhindert, dass die Kosten des wachsenden Hyperstaats deutlich sichtbar werden.

Dass 2026 für die schrumpfende Mittelschicht in Deutschland zum teuren Vergnügen wird, zeigt sich schon bald bei der ersten Gehaltsabrechnung. Dann wird die Rechnung präsentiert für die Kosten, die ein überbordender Sozialstaat und das einmalige Experiment, die deutsche Sozialversicherung in eine Art Globalversicherung umzuwandeln, tatsächlich mit sich bringen.

Nie stand die deutsche Mittelschicht seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stärker unter fiskalischem und ökonomischem Druck als gegenwärtig.

Die Last der staatlichen Förderungen

Die unzähligen Förderprogramme und staatlichen Interventionen, die den komplexen Bereich der grünen Kunstwirtschaft, den Ukraine-Krieg und nun auch den Aufbau des Militärsektors finanzieren, stellen einen unmittelbaren Angriff auf die deutsche Mittelschicht dar. Gewerblicher Mittelstand und Nettosteuerzahler leisten Jahr für Jahr einen ansteigenden „Blutzoll“, um die ideologischen und machtpolitischen Ambitionen Berlins und Brüssels am Leben zu erhalten.

Allein das nach wie vor aktive Förderprogramm der erneuerbaren Energien, das EEG, verschlingt in diesem Jahr über 16 Milliarden Euro an Subventionen für ein Energienetz, das seit dem Ende der Atomkraft keine sichere Basis für die Industrieproduktion mehr bietet und den Industriestrompreis, aber auch die Kosten für die privaten Haushalte in schwindelerregende Höhen getrieben hat. Trittins Eiskugel ist zu einem Kostenhimalaya gewachsen, den niemand mehr erklimmen kann.

Der seit sieben Jahren anhaltende Niedergang der deutschen Wirtschaft, der sich nun weiter beschleunigen dürfte, chronologisiert und beschreibt den Pfad der gezielten Zerstörung der industriellen Basis sehr präzise. Dass dieser Politik seit 2018 beinahe 300.000 Industriearbeitsplätze zum Opfer gefallen sind, ist in jeder Hinsicht tragisch, scheint die politischen Entscheidungsträger in Berlin allerdings herzlich wenig zu interessieren.

Wen es allerdings brennend interessieren dürfte, sind die Stadtkämmerer in den Kommunen, in denen das Gewerbesteueraufkommen im Zuge der Zerstörung der Industrie bereits kollabiert ist. Dort dürfen sich die Bürger darauf gefasst machen, dass die öffentliche Daseinsvorsorge zusammengestrichen wird und Abgaben drastisch steigen, dass bei Schulen, in Kindergärten, bei Sportanlagen nun drastisch gespart werden muss. Ein großes Dankeschön geht raus an die Berliner Zentralplanung.

Industrie am Abgrund: Kredite verpuffen

Was Friedrich Merz, Ursula von der Leyen und andere Zentralplaner anstreben, ist klar: Mit Staatskrediten versucht die Politik in die frei gewordenen Industriekapazitäten vorzustoßen. Doch ganz gleich, wie hoch die Mittel für das neue Sozialprogramm unter der Flagge eines Sondervermögens für grüne und militärische Produktion ausfallen – der Effekt ist bereits verpufft. Im Dezember ist die gesamte Eurozonenindustrie, gemessen an den aktuellen Purchasing Manager Indizes (PMI), in die Rezession abgerutscht. Deutschland befindet sich bereits seit sieben Jahren im kontinuierlichen Abbau seiner Industrie.

Ein Erfolg für die Brüsseler Zentralplaner, deren Ziel offenbar die ökonomische und geopolitische Neutralisierung des Landes ist. Nach jahrelangen Erfahrungen mit Deindustrialisierung und Pleitewellen lässt sich diese Strategie kaum anders erklären. Der deutsche PMI liegt inzwischen bei 47 Punkten – klar im Bereich der Kontraktion. Das wird in diesem Jahr Hunderttausende Arbeitsplätze kosten. Bereits im vergangenen Jahr sind 24.000 Unternehmen insolvent gegangen. Die exakten Zahlen zum Abfluss von Arbeitsplätzen und Nettodirektinvestitionen liegen noch nicht vor; 2024 wurden aber 64,5 Milliarden Euro aus Deutschland ins Ausland verschoben. Die deutsche Industrie ist nicht mehr wettbewerbsfähig.

Schnelle Schuldzuweisungen

Und die Schuldigen der Misere sind schnell ausgemacht. Da wäre zum einen die Zollpolitik der Vereinigten Staaten – ein Punkt, den die wohlgesonnenen Medien gerne aufgreifen. Dabei wird übersehen, dass die Krise längst vor Donald Trumps Amtszeit begonnen hatte.

Auch die Dumping-Konkurrenz aus China wird als Belastung hervorgehoben. Selbstverständlich spielt es eine Rolle, dass die Chinesen hier kein Fair Play betreiben. Doch nüchtern betrachtet sind 99 Prozent der Probleme der deutschen Wirtschaft hausgemacht.

Niemand hat das Land gezwungen, seine Grenzen über eine komplette Dekade sperrangelweit offen zu halten und damit seine Sozialversicherung auf allen Ebenen an den Rand des Zusammenbruchs zu treiben. Alles geschah, um der vereinten politischen Linken neue Wählerpotenziale zu verschaffen und den Widerstand der bürgerlichen Rechten zu brechen.

Schrumpfender Mittelstand und sinkende Investitionen

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Mittelstand wider. Der Datev-Mittelstandsindex zeigt fallende reale Umsätze quer durch alle Branchen, besonders betroffen: Handel, Bauwirtschaft und konsumnahe Dienstleistungen. Investitionen werden kaum noch getätigt: Nur 20 Prozent der Unternehmen planen steigende Investitionen, wie das LBBW-Mittelstandsradar für das kommende Jahr prognostiziert.

Die ideologische grüne Agenda hat ihre Spuren hinterlassen. Hohe Stromkosten, sinkende Einkommen und anhaltende Inflation lassen die Mittelschicht förmlich ausbluten. Der Einzelhandel spürte dies erstmals im Weihnachtsgeschäft. Zwar stieg der nominale Umsatz um 1,5 Prozent, doch inflationsbereinigt verlor der Handel im umsatzstärksten Monat einen realen Umsatz von einem Prozent.

Der ökonomische Dauerstress wird 2026 ein ständiger Begleiter der deutschen Mittelschicht sein. Hohe Immobilienpreise, keine Realzinsen auf Erspartes und der rapide Schwund ökonomischer Substanz treffen auf einen immer weiter wachsenden Staat. Bürokratie und Staatsapparat entwickeln sich zum parasitären Leviathan, der von einer schrumpfenden Zahl von Leistungsträgern finanziert werden muss.

Die Folgen für Industrie, Handel und Innenstädte

Zu viel hängt an der hohen Wertschöpfung der deutschen Industrieproduktion: die zahlreichen industrienahen Dienstleistungsbetriebe, die hohen Faktoreinkommen, die erzielt werden, und die sichere Basis kommunaler Finanzen. All dies geht nun verloren und findet einen sichtbaren Abdruck in den deutschen Innenstädten.

Wo einst blühendes Leben war, sterben derzeit Jahr für Jahr etwa 5.000 Einzelhändler einen unwiederbringlichen Tod. Die Verödung der Innenstädte spiegelt genau das wider, was jeder in seinem Portemonnaie spürt: die Zeit der Ebbe hat begonnen.

Die verdampfende Kaufkraft der Mittelschicht materialisiert sich sichtbar vor allem im Gastgewerbe, also dort, wo am ehesten aus Sorge um die Familienfinanzen gespart wird. Im Jahr 2025 verloren die Hotels einen realen Umsatz von 3,7 Prozent, während Restaurants und Bars einen Rückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen mussten. Die Haushalte sparen, wo sie nur können. Hohe Energiekosten, steigende Sozialabgaben und der langsam erodierende Arbeitsmarkt hinterlassen eine Schneise des ökonomischen Niedergangs.

Verpasste Lektionen: Die Bevölkerung und die Krise

Erfahrungsgemäß braucht es Zeit, bis eine ökonomische Strukturkrise in das Bewusstsein der Bevölkerung einsickert. Die meisten Haushalte im Land schnallen zunächst ohne zu murren den Gürtel enger.

Der Staat nutzt die Gelegenheit der Ruhe vor dem Sturm, um das Vermögen der Bürger schneller zu verzehren, als es der private Sektor kompensieren kann. Bei einer Nettoneuverschuldung von über 5,5 Prozent in diesem Jahr – inklusive bilanztechnischer Tricks – zeigt sich das besonders deutlich. Die nibelungentreue Gefolgschaft eines Teils der Bevölkerung zur ideologischen Doktrin entwickelt sich so zu einem teuren und zerstörerischen Trauerspiel.

Wir stehen vor einer Nation, die nicht bereit ist, die notwendigen Schlüsse aus der Krise zu ziehen: die Migrationspolitik umzukehren, den aufgeblähten Staatsapparat an die neuen ökonomischen Gegebenheiten anzupassen und ihn entsprechend zu schrumpfen. Auch die Hinwendung zum meritokratischen Prinzip der Marktwirtschaft bleibt aus.

Solange diese Lehren und die entsprechenden Konsequenzen nicht aus ihnen gezogen werden, wird Deutschland weiter abstürzen.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 4 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

4 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Raul Gutmann
4 Stunden her

Das sozialistische Experiment wird dabei wohl so lange wüten, bis die wirtschaftliche Substanz komplett aufgezehrt wurde.

Die Nomenklatura der „osteuropäischen“ Staaten wird das ebenso bestätigen wie es die westeuropäischen Gesellschaften vergessen zu haben scheinen.
Doch vergessen zu scheinen, bedeutet nicht irrelevant zu sein.
Menschenkind bedenke: Am Ende aller Tage zählt nur die Liebe und eine .45.
Da sich die Geschichte nicht wiederhole, sondern nur reime, wird es interessant sein, den Zusammenbruch der EU zu beobachten.

PulsarOperator
4 Stunden her

Dieses Jahr sind Wahlen. Jeder Wahlberechtigte hat die Chance, ein klein wenig an ihrem Ast zu sägen.

Arminius
4 Stunden her

Wir müssen die loswerden!
Die EU und unsere ReGIERung!

Last edited 4 Stunden her by Arminius
Haba Orwell
4 Stunden her

> Auch die Dumping-Konkurrenz aus China wird als Belastung hervorgehoben. Selbstverständlich spielt es eine Rolle, dass die Chinesen hier kein Fair Play betreiben.

Wieso „kein Fair Play“, weil die Chinesen heimtückisch an CO2-Verschwörungstheorien nicht glauben und viel billigere Energie haben? Oder werden wieder mal Stichworte aus dem ÖRR nachgeplappert?