Nachgerechnet: Können wir bald elektrisch fliegen?

„Lassen Sie uns gemeinsam aktuelle Themen untersuchen, die von den Medien häufig erwähnt, aber selten erklärt werden“, so Dr. Hofmann-Reinecke in der Einleitung zur neuen Video-Reihe „Tichys Einblick in die Welt der Zahlen“. Darin wird Physik anhand von Beispielen aus dem Alltag, anschaulichen Grafiken sowie Zahlen und Formeln erklärt.

 

Erst das E-Auto, dann der E-Jet? Immer wieder wird behauptet, dass Fliegen bald per Batterie möglich sein wird. Batterien sollen dabei das Kerosin ersetzen – emissionsfreies Fliegen für den Klimaschutz.

Wir haben beim Physiker Dr. Hans Hofmann-Reinecke nachgefragt: Wie fliegt ein Flugzeug? Wie schwer darf es sein? Wie viel wiegt Kerosin und wie viel eine Batterie? Kurz: Welche technischen Grenzen gibt es? Wird das emissionsfreie Fliegen Realität oder bleibt es ein Traum?


Dr. Hans Hofmann-Reinecke studierte Physik in München und arbeitete danach 15 Jahre in kernphysikalischer Forschung. In den 1980er Jahren war er für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien als Safeguards Inspektor tätig. Er lebt heute in Kapstadt. 

Mehr zu dem Thema im Blog des Autors Think-Again und in seinem Bestseller „Grün und Dumm“.

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Kommentare ( 64 )

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Mausi
14 Tage her

Ist schon ein weiteres Thema in der Mache?

Roland Mueller
18 Tage her

Die von der Dorothea Baer in Auftrag gegebene tonnenschwere Stubenfliege(Lufttaxi) hat es auf eine maximale Flughöhe von 5 Zentimetern gebracht. Die Entwicklungsarbeiten wurden dem entsprechend von EADS eingestellt. Das Gefährt hat kein Kerosin, sondern 30 Millionen Euro verbrannt. Das wird nichts.

Andy Malinski
20 Tage her

Alles dummes Zeug, diese Fakten!
Es gilt das grüne Credo: Sachwissen grenzt die Diskursfähigkeit unnötig ein und Denken stört beim Reden!

Marvin Parsons
22 Tage her

Es ist ohne große physikalische Vorbildung verständlich. Der Energieinhalt von Kerosin ist um zwei Größenordnungen, also etwa den Faktor hundert größer als der von Akkus. Das ist schon im Auto ein großer Nachteil, die teuersten E-Autos fahren fast eine Tonne Akkus spazieren und erreichen dennoch nicht die Reichweite des billigsten Dacia. Beim Fliegen, wo es auf jedes Kilogramm ankommt, ist das komplett sinnfrei. Noch bevor es um die Brandgefahr geht, oder die Frage, woher der Strom denn kommt. Oder die Alterung der Akkus, die wir alle von unseren Gadgets kennen. Es gibt ja ein deutsches Startup, das behauptet, bereits elektrisch… Mehr

FZW
23 Tage her

Wenn man auch nur eine Spur Ahnung von technischen Zusammenhängen hat, und evtl. auch ein bißchen von Elektrotechnik versteht, braucht man da gar nichts zu rechnen. Man sieht auf den ersten Blick, dass das genauso realitätsfremd ist, wie die 9 Gigatonnen CO2, die laut Schnatterienchen jeder Bundesbürger pro Jahr ausstösst.

giesemann
24 Tage her

Im Prinzip ja, aber nicht weit.

Everhard
24 Tage her

Ein bischen besser (und imho auch etwas fairer), sähe die Rechnug aus, wenn das Flugzeug nur mit 700km/h fliegt.
Das reduziert das nötige Batteriegewicht um rund 40%.
Was natürlich immer noch weit von Umsetzbarkeit ist.

Deluse
25 Tage her

Ein hervorragendes Video zu einem brisanten Thema. Danke. Hans Hofmann-Reinecke hat übrigens auch ein Buch geschrieben, das sich mit dem Klima beschäftigt. „Grün und Dumm“ Wärmstens zu empfehlen!

Julius
25 Tage her

Könnte man so etwas bitte auch für E-Autos durchrechnen? – Aber ach, nutzt wohl alles nichts. In einem Land, in dem eine Person zwar das große EinmalEins nicht (mehr?) beherrscht, aber Professorin für Ingenieurmathematik werden kann, und dann Ministerin https://www.youtube.com/watch?v=3jBcxPpSjyk

Peterson82
25 Tage her
Antworten an  Julius

das können sie ja selbst, das Internet gibt alle Quellen und Daten hierfür her. Die Antwort wird ihnen allerdings wohl nicht gefallen, denn selbst ein mit einem Öl-Kraftwerk geladenes E-Auto wird einen gesamtenergetisch besseren Wirkungsgrad haben. Denn im Gegensatz zum Fliegen, wo der Windwiderstand und die zu hebene Masse eine signifikante Rolle spielt, ist beim E-Auto das Gewicht im Vergleich zur Stirnfläche und Aerodynamik nahezu irrelevant.

Andy Malinski
20 Tage her
Antworten an  Peterson82

: Besserer Wirkungsgrad als was? Ich befürchte, dass der Kraftwerkswirkungsgrad mit ca. 40% zu veranschlagen ist, Transformations- und Ladefaktorverluste dazu und schon dürften wir beim Gesamtwirkungsgrad eines Verbrennerautos sein …

Peterson82
18 Tage her
Antworten an  Andy Malinski

der Wirkungsgrad eines Otto/Dieselmotors liegt nur im Ideal bei 25-30%. Da wir hier mit variabler Last fahren und insbesondere Teil-Last nicht sehr effektiv ist, dürfte der reale Wirkungsgrad des Motors bei 15-20% vs 85-90% beim E-Motor liegen. Bei einem Großkraftwerk hingegen liegt der Wirkungsgrad mind. doppelt so hoch und noh höher wenn Kraft-Wärme-Kopplung hinzu kommt. Beim E-Auto fallen ca. 5% Verlust bei der Speicherung in den Akku und 5% bei Entnahme an. Hinzukommen vielleicht 5% Transformations und Leitungsverluste. Bei Benziner/Diesel muss allerdings die gesamte Schöpfungskette des Kraftstoffes betrachtet werden, angefangen von der Exploration bis hin zum cracken des Kraftstoffes und… Mehr

Johann Thiel
26 Tage her

Beim Rasierer hat man schließlich auch längst erkannt, dass die Elektrovariante jedem Benziner überlegen ist.

Milton Friedman
25 Tage her
Antworten an  Johann Thiel

Ich erinnere mich sehr ungern an den Widerstand der Barbiere, die alle ihre Benzin-Rasierer nicht aufgeben wollten.

„Energetisch unmöglich!“ haben sie gesagt. „Mein Benzintank im Haarschneider hat mehr Reichweite“ blökten sie. Und wenn ihnen die Argumente ausgingen kam ein „Der Kunde verlangt nach dem Sound der Motoren und dem Werkstatt-Geruch!“

Welch ein Glück, dass wir nicht mehr in diesen Tagen leben müssen. Ich hab den Geruch noch in der Nase. Wobei es vielleicht auch nur ne Tüte Kleber war die mir zu Kopf stieg.