Bayernwahl: Verloren und doch überlebt

In einem populistischen Überbietungsüberschwang haben die Grünen den Wählern in Bayern das Blaue vom Himmel versprochen. Aber insgesamt haben in Bayern die Linksparteien Grüne, SPD und Linke Stimmen verloren - und das bürgerliche Lager gewonnen.

 

Noch nie wurde eine Partei so runter geschrieben wie die CSU bei der Landtagswahl in Bayern – trotz gewaltiger Verluste hält die CSU ein stolzes Ergebnis. Das Ergebnis für die SPD ist eine Katastrophe. Und noch nie hat eine Partei mit so wenig Rationalität gewonnen wie die Grünen – versprechen ist alles.

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Kommentare ( 36 )

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Herr Gott, dieses Land wird für den Parteienproporz in Haftung genommen. Ein paar Oligarchen haben es sich zur Beute gemacht, und werden es an den Abgrund führen.

Kam nur mir das merkwürdig vor, dass das Ergebnis der FDP bis zur Verkündung des Endergebnisses bei exakt 5% eingefroren erschien.
Wollte man sich da einen alternativen Koalitionspartner in Reserve halten :-/
Das hat mich irgendwie am AfD Ergebnis bei der BTW 2013 erinnert.
Alle Ergebnisse der anderen Parteien geheh auf und ab, nur das eine ist völlig beständig.
Ist sowas überhaupt technisch/statistisch möglich :-/

Man schaue sich mal die Zahlen der Grünen an. Erst lagen sie bei 10/11 % Dann gab es eine technische Störung und zack schossen die Zahlen nach oben. Ich glaube, dass ähnlich wie in NRW auch in Bayern nichts zufällig passiert.

Gute Frage. Kann jemand etwas dazu sagen ?

Lieber Herr Tichy, lieber Herr Winter,
Gatulation zu der professionellen Filmproduktion, die am Abend der BTW ihren Anfang nahm. Profunde Analyse der Bayernwahl, verpackt in sehr gut gelungene Präsentation.

Bleiben wir doch bei den Fakten. Die einigermaßen konservativ eingestellten Wähler haben linksgrüner Experimentierlust auch in Bayern eine deutliche Absage erteilt. Man muß ja nur ganz einfach die Anteile von CSU, Freien Wählern, FDP und AFD zusammenrechnen. Das stimmt für den Rest der Republik doch zuversichtlich und unterstreicht den derzeitigen Meinungstrend unmissverständlich. Grüner Jubel sollte eher als das „Pfeifen im Walde“ interpretiert werden oder als Ausdruck von infantieler Beschränktheit. Gut und hilfreich wäre, im konservativen, bürgerlichen Lager sich ein bisschen weniger gegenseitig zu bekämpfen und zu akzeptieren, dass der Gegner nicht im eigenen Lager zu suchen ist, sondern in der… Mehr

Sie haben es etwas mit der Farbschwäche?
Merkel, „schwarz“, CDU, leitet das große Gesellschaftsexperiment in Berlin, unterstützt von weiteren Nickemännchen und -weibchen der Farbe schwarz. Solange ein – zu großer – Teil des „bürgerlichen“ Lagers diese Sabotage mitmacht, sollte man keine Friedenspfeife mit den Ver****** rauchen!

Unter bürgerlich verstand ich im bayrischen Spezialfall eigentlich nur AFD, freie Wähler und die noch konservativen Teile der CSU, zusätzlich mit Abstrichen auch Teile der FDP. Was Friedenspfeifen betrifft, bin ich militanter Nichtraucher.

Lieber Herr Tichy, lieber Herr Winter,
underbar, ich schätze Ihre Analysen sehr. Trotzdem frage ich mich besorgt, ob Sie eine Wette abgeschlossen haben oder Diät machen. Oder schmeckt das Weißbier nicht mehr? Denn ich vermisse sehr das „Morgengrauen“. Sie wirkten da irgendwie ausgeschlafener – natürlich nicht im Geiste (das sind Sie auch 18.15 Uhr), aber so rein körperlich.

Die SPD ist leider immer noch nicht da angekommen, wo sie hingehört: auf den Müllhaufen der Geschichte! Sie ist die Partei des neuen Faschismus in Deutschland, sie fördert die Schlägertruppen der Antifa gegen Andersdenkende, sie denunziert oder initiiert Denunziation (ver.di), sie lässt Menschen bedrohen, die Dienstleistungen auch dem politischen Gegner anbieten (Bedrohung von Gastwirten, die der AfD Versammlungsräume vermieten, bis hin zum entzug der Schankkonzession), sie vertuscht (oder versucht es wenigstens) Straftaten der Migranten und lässt diejenigen, die diese Vertuschung aufdecken, rechtswidrig verfolgen (siehe Hamburg, Kopfabschneiden), sie geht gegen unbescholtene Beamte vor, die es wagen, Realitätssinn walten zu lassen anstatt… Mehr

Und die SPD?

Nun ja, die macht die gleiche Erfahrung wie die Mainstream Medien außerhalb der Haushaltsabgabe:
wer Politik/Artikel für die vermeintlichen „neuen“ Wähler/Kunden macht/schreibt, nämlich den fundamentalen Moslems, der vergrault seine bisherigen Wähler/Kunden, ohne die „neuen“ zu gewinnen. Fundamentale Moslems lehnen „westliches Teufelszeug“ nämlich unumwunden ab, werden also niemals Wähler der SPD, oder Leser des Spiegels werden.
Wer sich -trotz Warnungen- dermaßen vergaloppiert, dem ist eben nicht zu helfen.

Sieht für mich so aus, als hätte der bayrische Souverän die Macht aufgespalten. Damit nicht mehr nur eine einzige Partei das Sagen hat -und dabei verherrende Falschentscheidungen im Sinne von Merkels Utopien treffen kann-, sondern mehrere Lager über Entscheidungen diskutieren müssen. Damit hätte der Wähler gleichzeitig verhindert, dass Merkel aus Berlin genauso stark mitregieren kann, wie bisher. Seehofer war ja letzendlich doch immer butterweich gegen Merkels Forderungen. Jetzt kann sich sein möglicher Nachfolger immer wieder vor Merkel aufbauen und achselzuckend sagen „ich hätte deinen Willen ja umgesetzt, aber leider haben die anderen etwas dagegen“. Bayern ist ein Stück souveräner geworden.… Mehr

„Niedergeschrieben“ ist der richtige Ausdruck. Und „hochgejubelt“ gilt für die Grünen. Es ist ziemlich unglaublich, wie sich eine Zunft noch als demokratisch oder sogar demokratiefördernd betrachtet, die in Mehrheit nur noch krampfhaft-fiebrig überlegt, wie man der AfD und anderen Merkel-Gegnern maximalen Schaden zufügen kann. Die Antwort ist krachend: in allen Regierungsbezirken Bayerns liegen die Konservativ-Mitte-Rechts-Mehrheiten (Bayernpartei und ÖDP eingeschlossen) bei 65 bis 83 Prozent. Bei den öffentlich-rechtlichen (beides ein Witz) Betonköpfen kommt das aber kaum in die Hohlbirnen.

Das ist die REALITÄT, was meinen SIE? Mit wählen alleine ist dieses korrupte System nicht mehr zu ändern! Wann wird es begriffen, dieses Parteiensystem muss in die Schranken gewiesen werden um für die Mehrheit der Bevölkerung positive Veränderungen herbeiführen zu können? Die Erosion der Parteienlandschaft hat begonnen, jetzt aber andere Parteien zu wählen bringt keine Änderung. Verschiebungen innerhalb der Parteienlandschaft heißt nur WEITERSO! Nur, wenn Bürgerrechte gestärkt werden wird man es ändern können! Keine Konstellation wird daran etwas ändern! Nur wie beschrieben eine Systemänderung kann daran etwas ändern, in dem die Politiker wieder aus der Mitte der Bevölkerung kommen und… Mehr

Soweit,So gut. Solange bösartige Stiftungen (Bertelsmann, Amadeu Antonio, Friedrich Ebert) und Pressehäuser wie Springer, nochmal Bertelsmann und die SPD-Presseverbünde nicht aufgelöst sind, wird sich nichts ändern. Die Herren der Medien und ÖR (Merkel) müssen das Heft aus der Hand geben. Dann KÖNNTE sich was ändern.