Dieter Hundt: Energiewende gescheitert – zurück zur Kernenergie?

Die steigendenden Energiepreise gefährden nach Meinung des Unternehmers und früheren BDA-Präsidenten Dieter Hundt die deutsche Wirtschaft. Die Energiewende sei zu abrupt erfolgt und belaste die Unternehmen.

 

Der Druck insbesondere auf die Autoindustrie, weiterhin Produktionskapazitäten ins Ausland zu verlagern und dort aufzubauen, steige weiter. „Das ist eine bedrohliche und sehr besorgniserregende Entwicklung. Eine Ursache sind die explodierenden Energiepreise.

Dieter Hundt schlägt als Lösung vor, noch einmal über den Ausstieg aus der Kernenergie nachzudenken. „Wenn wir die Klimapolitik tatsächlich erfolgreich umsetzen wollen, sollten wir erstens den Diesel als PKW-Antrieb nicht länger verdammen. Und zum zweiten sollten wir unsere ideologische Einstellung hinsichtlich der Kernenergie überdenken“, so Hundt. „Wir werden unsere Energiesituation in Deutschland allein mit Wind- und Solarenergie nicht ausreichend erfolgreich bewerkstelligen können.“

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100 Kommentare auf "Dieter Hundt: Energiewende gescheitert – zurück zur Kernenergie?"

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Mein Vorschlag: 1. Alle bestehenden AKW werden NICHT demontiert, sie können zumindes als Zwischenlager dienen, da sie per Definitionem sicher sind 2. Es werden aus der Ökostromumlage jährlich 2 Mrd. € entnommen und mit weiteren 2 Mrd. aus den Bundesrücklagen werden die 4 Mrd. eingesetzt, um innerhalb von 10 Jahren eine tragfähige Lösung eines modernen Reaktors zu erarbeiten, in dem der Atommüll verarbeitet werden kann. Bestehende Konzepte sind, sofern umsetzbar, zu bevorzugen. 3. Kommt es zu keiner Sinnvollen Lösung, insbesondere beim Atommüll, werden alle laufenden Politikerpensionen um 1/3 gekürzt. 4. Ziel muß es sein, dauerhaft 30% des Energiebedarfs aus Atomkraft… Mehr

1 Jahr; 1/2; 50%; 200000 pro Kommanditist und Rad und der Rückbau des Betonsockels ist vertraglich zu sichern und während der Laufzeit nur für diesen ausschließlichen Zweck eine Rücklage aus mind 20% des Gewinnes zu bilden; plus Haftungsregelung! )

Lieber Herr BDA-Präsidenten Dieter Hundt, ich kritisiere drastisch, dass Sie uns Ihre Mitglieder immer Frau Merkel hofiert haben. Die dramatischen Entscheidungen waren schon vor einer AfD. Mit all den Taten der Regierungen Merkel hätte man besser mal alle Pläne zur Arbeitsplatzverlegung ins Ausland bei der Dame vorlegen sollen.
Und wie Sie an dem Beispiel Thüringen sehen, werden die linken Teile der Politiker einschliesslich Merkel die Atomkraft nie wieder installieren. Das sind Fakten. Also versuchen Sie lieber Ihre Mitglieder mit speziellen Kursen das Abwandern zu erleichtern. Wenn es in nette Länder geht, kommen vielleicht auch viele gut ausgebildeten Mitarbeiter mit!

Keiner will Atomkraftwerke (in seiner Nähe). Selbst wenn sie technisch gesehen auch gar nicht mehr in die Luft fliegen könn(t)en, bleiben die „sozialisierten“ Ewigkeits-Kosten für die Atom-Müll-Entsorgung/Verklappung/Lagerung.

Hier mal ein Link zum Konzept der Dual-Fluid-Reaktoren der 4. Generation, um etwas Fakten und Hintergrundwissen anzubieten:

https://dual-fluid-reaktor.de/

Die Kraftwerke der 4. Generation verbrauchen den gesamten Brennstoff, womit weniger Abfall anfällt. Der anfallende Abfall hat kurze Halbwertszeiten und muss daher nur wenige Jahrhunderte sicher gelagert werden. Schnelle Brüter, Dual Fluid Reaktor, Laufwellenreaktor. Auch die Kernfusion kommt mittlerweile zügiger vorran. Nebst Großforschungsanlagen wie Wendelstein 7X und ITER gehen auch Unternehmen die Aufgabe an.
An der Kernenergie wird kaum ein Weg vorbeiführen, wenn möglich naturschonend große Mengen Strom und Wärme erzeugt werden sollen.
Zu bedenken ist auch, dass es auch chemische Abfälle gibt, die für immer sicher gelagert werden müssen, da diese ihre Gefährlichkeit mit der Zeit nicht verlieren.

Es ist doch nicht mehr erforderlich Uran zu verwenden. Thorium ist nicht brisant. Und der Atommüll, der darf in jedem Industrieviertel in x-beliebigen Hallen lagern? Das passiert heute.

Merkwürdig, dass weltweit dennoch Dutzende neuer Reaktoren gebaut werden, unter anderem solche, die gebrauchte Brennelemente wiederverwerten können… Übrigens ist die Menge an „Atommüll“ überschaubar und steht wegen politischer Vereitelung eines Endlagers meist auf den Grundstücken der Kraftwerke selbst herum und stört dort niemanden. Radioaktive Abfälle gibt es so oder so laufend (aus Medizin und Forschung), dann kann man auch ein paar Tonnen mit alten Brennelementen dazustellen. Von der Menge und Gefährlichkeit eine Lappalie verglichen mit dem, was jährlich an Sondermüll aus Privathaushalten anfällt (Autobatterien, Medikamente, Dämmstoffe usw.)…

Die deutsche Energiewende ist nicht zu abrupt erfolgt. Sie ist falsch. Deutschland wird seine Energie nicht mit Windmühlen und Solarenergie erzeugen können. Deutschland muss zusätzlich bei der Kernenergie bleiben.
Manche glauben, Deutschland ginge mit gutem Beispiel voran. Die anderen Länder werden nicht folgen, wenn sie erkennen, welche Konsequenzen diese Energiewende für das Land hat. Man kann nur hoffen, dass die Leute – und auch die Kinder – bald erkennen, dass der deutsche Weg in die Irre führt und dass sie den Grünen ihre Sympathien entziehen.

Deutschland b l e i b t dank Merkel und Vasallen bei der Kernenergie, denn zum Erhalt der Netzstabilität wurde im vergangenen Jahr allein aus Frankreich die Jahres-Leistung Strom eines „normalen“ AKW eingekauft, und das vor der Abschaltung von Philipsburg II.
D. h. bei weiteren Abschaltungen von KW im Lande wird um so mehr Leistung aus dem Ausland bezogen, dort vorzugsweise mittels AKW erzeugt, bzw. mit Kohle in Polen. So macht eine Energiewende doch richtig Sinn. Im „normalen“ Leben würde man eine/n derart irrational Handelnden der Psychiatrie zuführen.

Man sollte sich darüber im Klaren sein ,das es gerade die sogenannten Volksparteien waren ( Cdu/SPD ) ,die mit ihrem wirren Kurs der sogenannten Energiewende die Kosten für die Energieversorgung so exorbitant in die Höhe getrieben haben . Die Alleswissende in diesem Lande hat schon mit ihrem mehrfachen Wendemanövern , Atomausstieg, Kohleausstieg,Mautdesaster usw für totales ,wahnsinnig teures Chaos gesorgt . Allerdings immer mit flankierender Unterstützung der Industrieverbände . Es wäre ehrlicher gewesen ,mal auf einen Termin im Kanzleramt zu verzichten und den Blödsinn beim Namen zu nennen. Immer wenn die Herrschaften ihre aktive Zeit hinter sich haben dämmert ihnen ,welchen… Mehr

Ich erinnere hier an die Spende von Frau Quandt an Frau Merkel nach der BTW 2013, 340.000 Euro! Und da waren die Abgaswerte in Brüssel schon festgelegt! Das sieht man doch auch, dass die beim BDA geschlafen oder sich bei der Sonnenkönigin gesonnt haben!

Ich höre schon die Aufschreie: „Rechtspopulist, AfD Nah, Klimaleugner, Ewiggestriger, Pfui,….“

Ich höre bei Herrn Hund eine verstörende Vorsicht heraus. Er traut sich ganz offensichtlich nicht, seine Meinung offen und ungeschminkt zu sagen. Wovor hat er Angst? Könnten Kunden abspringen? Subventionen nicht gewährt werden? Gesellschaftliche Ächtung?

Er hat die selbe Angst, die z. B. die Führenden der Automobilindustrie angesichts politisch verordneter unsinniger Grenzwerte hatten. Statt auf den Unsinn hinzuweisen, der angeblichen Physikern´in an der Spitze die Physik zu erklären, daß das Bewegen einer bestimmten Masse eines bestimmten Inputs bedarf u. irgendwann das Einsparen desselben incl. der daraus folgencden ABgase die möglichen Grenzen erreicht, wurde alles abgenickt u. versucht, die Logiklücke mittels IT-Mogeleien zu überbrücken. Vielleicht kommt mal einer aus der Deckung, der offenbart, daß diese Mogelei mit dr Politik abgesprochen war, unter der Maßgabe, daß dies nicht bekannt werden dürfe. Blöderweise haben die US-Umweltbehörden sich nicht… Mehr

Die Absprachen gab es. Die Akten sind inzwischen gesäubert von allen Absprachen und Terminen mit den Leuten aus der Autoindustrie. Das ging alles ganz subtil vor sich….

Er hat die selbe Angst, die z. B. die Führenden der Automobilindustrie angesichts politisch verordneter unsinniger Grenzwerte hatten.“ So ist es. Im Unterschied zu den Leute von außerhalb der Kfz-Branche MÜSSEN die Entwicklungsabteilungen und damit auch die Manager wissen, daß es eine physikalische Unmöglichkeit ist, die völlig willkürlichen Grenzwerte von CO2 ohne Leistungseinbußen einzuhalten. Die vom Verbrennungsmotor erzeugte Menge an CO2 ist aus chemisch-stöchiometrischen Gründen exakt proportional zum Treibstoffverbrauch. EU-Emissionsnormen und ihre deutschen gesetzlichen Folgen sind infolgedessen nichts anderes, als der Zwang, den Treibstoffverbrauch von Diesel- und Benzinmotoren weiter zu verringern. Die CO2-Forderungen der EU kollidieren mit Physik und Technik.… Mehr

Es ist schon erstaunlich. Sobald ehemalige Führungspersonen egal ob in der Politik, Unterhaltung oder Industrie nicht mehr von Ihrem Posten abhängig sind wird Klartext geredet. Woran liegt das wohl?

Boaa, war das MUTIG…;) ist das schon alles? Kommt etwas spät.

Die kommen erst alle aus der Deckung, wenn sie ihre Schäflein im Trockenen haben. So wie sog. Wissenschaftler sich erst real zur Klima-C02-Hysterie äußern, wenn sie ihre Pension sicher u. E De Ka sind (E nde Der Ka rriere).

erstens: wo war er denn, als das Desaster anfing? Wo ist er denn, wenn die fff Kinde immer mehr Steuern ordern?
Zweitens: Kostentreiber für Energie ist in erster Linie die EEG Umlage und energieintensive Unternehmen sind davon befreit. Dafür hat Sigmar Gabriel, SPD, einst gesorgt. Kleine Handwerker und die Endverbraucher zahlen hauptsächlich.Konzerne eher weniger.

Dass die Endverbraucher die Energiewende hauptsächlich bezahlen, geht auch völlig in Ordnung, denn sie haben die Wende (oder besser Halse in der Sprache der Segler) mit ihrer Wählerstimme legitimiert.