Maybrit Illner – NRW: Ein Mekka für Gefährder

Drei Tage vor der Wahl im Homeland NRW kriegen die Parteien noch einmal die Gelegenheit, im TV ihre Positionen darzulegen und sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen.

Screenshot: ZDF/Maybrit Illner

Wie sollen acht Diskutanten in 75 Minuten die Sicherheitslage in Deutschland annähernd umfänglich erörtern, wo allein schon Claudia Roth zehn Minuten braucht, um ihre Gefühle rüberzubringen? Das geht natürlich nicht, und ist ja auch gar nicht die Absicht. Drei Tage vor der Wahl im Homeland NRW sollen die Parteien noch einmal die Gelegenheit bekommen, im TV ihre Positionen darzulegen.

Parteiproporz-Sendung

Für Julia Klöckner (CDU) ist Deutschland (Merkelland) ein sehr sicheres Land, außer NRW (rot-grün regiert), wo jeder dritte deutsche Einbruch stattfindet. Wolfgang Kubicki (seine Partei ist nicht im Bundestag, aber Hochrechnungsliebling in NRW) findet die Verschärfung der Gesetze bei Einbruch „amüsant“, wenn 97 Prozent der Täter nicht gefasst werden. Beatrix von Storch sieht die Dunkelziffer bei den Gewalt- und Einbruchsverbrechen noch deutlich höher als die veröffentlichten Zahlen. Die AfD-Frau musste am Katzentisch (sprich: im Publikum) sitzen bleiben, weil die Linke abgesagt hatte. Dafür saßen Thomas Oppermann und Claudia Roth quasi als Rot-Roth-Grün am Tisch. Talkshows besetze nicht mehr nach Kompetenz, sondern nach Bundestagsproporz? Ist sicherlich kein Staatsfernsehen, sondern redaktionell so in den Köpfen drin.

Wir wollen an dieser Stelle schon mal Entwarnung geben für alle Strafgeneigten, Passverlierer, Abschiebepflichtige, Intensivtäter und Salafisten außerhalb Bayerns. Es wird sich nichts zu ihrem Nachteil verändern. Schlaraffenland ist noch lange nicht abgebrannt! Zwar wollen alle Parteien mehr Polizei, aber bis die dann auch da ist, das dauert. Zudem nützt die ganze Polizei nichts, weil die „Staatsanwaltschaft total überlastet ist“ und deswegen die meisten Straftäter in die Ablage abschiebt, wie Thomas Oppermann zu berichten wusste.

Mindestens acht Mal titulierte Maybrit Illner, gewohnt charmant zu den Regierungsparteien in Bund und Land, den SPD-Vize als „ehemaligen Richter“. Gab es einen Hinweis aus der Parteizentrale? Damit die Leute nicht denken, bei der SPD säßen nur Schulabbrecher und Leute aus der Abteilung „Letzte Chance SPD“ in der Führungsebene? Das Telefonat liegt nahe, weil etwa Claudia Roths Kompetenz nicht einmal mit „ehemalige Dramaturgie-Assistentin“ beschrieben wurde. Ungerecht, denn ihr Auftritt war wie immer einer jeden Kleinkunstbühne zwischen Heiner Müller und Torsten Maria Piepenhagen würdig. Die Kunst hat schließlich nichts mit der Wahrheit zu tun.

In das Urlaubsland abschieben ist ganz unmenschlich

Gut, schneiden wir ihre Aussagen zum Monolog zusammen, wird zwar auch kein Shylock draus, aber für einen Eventabend bei der Grünen Jugend reicht es allemal. Es kam alles vor: „Ursachen… Milieus… andere Form der Unterstützung (für Strafgeneigte natürlich)… Waffenlobby der CSU (?)… Aufmärsche von Pegida und AfD (??). Präventive Maßnahmen… Können nicht abschieben in ein Land, wo Leib und Leben gefährdet sind.“ An dieser Stelle käme bestimmt Beifall der grünen Parteikollegen, denn wo der Deutsche Urlaub macht, erhält ein brutaler Straftäter schließlich lange nicht die Fürsorge und Unterstützung, die bei uns Standard ist.

Mittlerweile haben die grünen Dramaturgen kleine Änderungen am Drehbuch (Der Mensch ist gut, der Fremde besser) vorgenommen: Nicht verfolgte Familien, Frauen und Kinder kommen millionenfach ins Land, sondern überwiegend „junge Männer unter 30“. Und wer begeht die meisten Straftaten? Junge Männer unter 30 – Weltbild wieder rund. Dazu kommt, dass die Flüchtlinge in „riesengroßen Aufnahmezentren“ hocken, statt in Reihenhäusern mit Flatscreen und oft „ohne Perspektiven und Sicherheiten“. Unterm Strich: Wir sind schuld.

Aber wir (damit meint Claudia Roth jetzt wir Politiker) müssen dieses „subjektive Sicherheitsgefühl“ (sie meint Unsicherheitsgefühl) total ernst nehmen (sie meint: wir haben sie nicht alle). Claudia Roth (18.000 €/Monat mit Sondersteuersatz) empfiehlt: „So eine Art vernetzter Ansatz für innere Sicherheit.“ Und so. Und „Bildung, Arbeit, Städtebau, Familien“ (also alles, was die Grünen bislang nach Kräften demontieren). Illners Frage, ob die Polizei den Grünen nichts recht machen kann, versackt in Roths Präventionsgemurmel. So wie Oppermann Illners Frage ins Leere laufen lässt, ob Polizisten und Richter inzwischen so frustriert sind wie die Bürger.

Oppermann – Sie erinnern sich, der war mal vier Jahre Richter am Verwaltungsgericht Hannover – fand jetzt auch den Einsatz gegen die „Nafris“ zu Silvester „völlig korrekt“. Und während alle plötzlich als die dicksten Freunde und Helfer der Ordnungshüter auftraten, nutzte Kubicki die Gelegenheit auf die Kennzeichnungspflicht für Polizisten hinzuweisen – eine Erfindung der Grünen, damit Clan-Gangster leichter die Familien der Beamten ausfindig machen können, um zukünftigen Verfolgungsdruck zu mindern. Von Oppermann lernen wir auch, dass die Polizei bei Einbrüchem nur noch zum „Beileidsbesuch“ vorbeikommt, Spuren werden nicht gesichert, ermittelt wird auch nicht.

Auch …innen macht Polizisten nicht angesehener

Natürlich war immer von Polizisten UND Polizistinnen die Rede, was uns zunächst zu Tania Kambouri, Polizistin und Autorin, führt, die den Weltfremden am Tisch noch mal kurz schilderte, was Zuwanderer von Frauen in Uniform so halten: nämlich gar nix. Zudem drohen keine Strafen, weshalb die Täter die „Polizei nicht für voll nehmen“. „Die meisten werden frei gesprochen. Die müssten ins Gefängnis.“ Claudia Roth hat, während Kambouri spricht, den Gesichtsausdruck einer Kita-Leiterin, der einen wohl dazu brächte, seine Kleinen schnell abzumelden.

Kubicki kommentierte die Frauenfrage im Straßenkampf mit der Erwähnung einer „sächsischen Einsatzhundertschaft. Da, wo die eingesetzt werden, passiert nichts.“

TV-"Duell"
Wirr in NRW – die Hannelore & Armin Show
Ein gewisser Olaf Sundermeyer aus Dortmund durfte die Runde mit Geschichten von arabischen, bulgarischen und rumänischen Clans gruseln, die er in einem Buch zusammengetragen hatte. Und wie es sich für einen guten Homelander gehört, brachte er sogar noch eine Warnung vor der AfD unter. Das Schlusswort – endlos ging es noch um: Sie sind schuld an der Situation! Nein, Sie! – lassen wir der Salafismus-Forscherin (ein wenig sträuben sich die Finger beim Schreiben solchen Berufsbezeichnungen immer) Nina Käsehagen.

Nach ihren Erkenntnissen geht es Terror-Geneigten nirgends besser als in Ralf Jägers Homeland NRW, wo sie „viel mehr Freiheiten als in allen anderen Bundesländern“ genießen. „Die Gefährder wandern nach NRW ab.“ Klar, dass die neuesten Zahlen zur Ausländerkriminalität nicht verhandelt wurden. Da ist es wie mit dem Parteienproporz: Kompetenz zählt nicht, das richtige Bewusstsein ist alles.

Nun, die Bürger im Homeland haben ja noch die Wahl am Sonntag. Ralph Siegel hat den Grand Prix schon wieder verloren: Armes Deutschland.

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Kommentare ( 104 )

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Ich verwahre mich gegen ‚die kleine Bürgerin‘. 😉

Ansonsten habe ich diesen fies grinsenden Elch selbstverständlich nicht umsonst gewählt. Der ist quasi mein zweites Ich.
Im richtigen Leben trippelt er übrigens als animiertes Gif – funktioniert hier aber leider nicht.
Nur so kurz off topic – bitte nicht hauen, liebe Moderation.

Immer wenn ich die sehe, muss ich sofort an Henrik M. Broders Bonmot über Claudia Roth denken: „ein Doppelzentner fleischgewordene Dummheit“.

Komme gerade von der NRW Wahl. 2 x AfD angekreuzt. Warum? Weil uns hier das rot_grüne Schreckgespenst an den Rand des Abgrundes gebracht hat. Laschet kann ich nicht wählen, weil er wie kein anderer Merkel huldigt. Die Piraten gehören in den KiGa, und die FDP treibts mit jedem.
…………

Nur zu Ihrer Info: Laschet ist Merkel-Höfling und -Günstling allerersten Grades. Und von dem versprechen Sie sich eine Wende zum Besseren? Ist ihren bewusst, was seine „Übermutti“ diesem Land und seinen großartigen Menschen angetan hat? Die CDU ist für kritische Geister genau so unwählbar wie die SPD oder die FDP oder die Grünlinge oder …

Zuerst: „die Kennzeichnungspflicht für Polizisten … – eine Erfindung der Grünen, damit Clan-Gangster leichter die Familien der Beamten ausfindig machen können, um zukünftigen Verfolgungsdruck zu mindern.“

Dann; „Ein gewisser Olaf Sundermeyer aus Dortmund durfte die Runde mit Geschichten von arabischen, bulgarischen und rumänischen Clans gruseln, die er in einem Buch zusammengetragen hatte.“

Fazit: Wenn eine Grüne Polizisten kennzeichnen will, sind die Clans eine tödliche Gefahr, aber wenn ein Journalist, der die AfD nicht mag, die Clans als tödliche Gefahr darstellt, erzählt er Gruselgeschichten.

Was jetzt?

Tja, lieber Illusionslos, so ist das halt in unserem deutschfeindlichen, rassistischen Rialo-Staat.

Wer sagt denn, dass ich nicht wähle?

Ich habe mir die Aufzeichnung in der Mediathek angeschaut. Was mich am meisten irritiert hat: Die ganze Sendung über wurde nur über ‚Problemlösungen‘ durch Herumdoktoren an den Symptomen gefaselt (bessere Integration – durch uns, versteht sich, mehr Polizei, mehr Richter, mehr dieses und jenes etc etc). Aber ich habe kein einziges Mal gehört, dass jemand von den vier Politikdarstellern am ‚Haupttisch‘ auf die URSACHEN (und deren Abschaffung) all dieser unsäglichen Vorgänge und ausufernden Kriminalität zu sprechen gekommen wäre (Grenzöffnung, unkontrollierte Zuwanderung, Schengen usw)! Das ist doch das besonders Erschreckende! Man empört sich medienwirksam über selbst verursachte Probleme, statt endlich direkt… Mehr
Was haben Sie schon bisher von ‚Staatswegen‘ aushalten müssen, liebes Grübelmonster? -> ironische Frage. 😉 Atomkraftproteste, Stuttgart 21? Nur zwei Beispiele, bei denen man nicht zimperlich war, dem eigenen Volk Wasserwerfer und Tränengas entgegenzuwerfen. Das geht natürlich nicht, wenn es sich um verzweifelte junge, kraftstrotzende männliche Nike-Schuhträger handelt. Das hätte wirklich ganz entsetzliche Bilder an der deutschen Grenze produziert – da kommt doch glatt der gutgekleidete junge Kulturbereicherer mit grinsendem Gebiss, Victory-Zeichen und bei bester Gesundheit an der Grenze an. Was für ein entsetzliches Bild, wären dort genau solche Mittel eingesetzt worden wie selbstverständlich gegen die eigene Bevölkerung… Rassisten!!! Liebes… Mehr
Vergessen Sie übrigens nicht, dass wir eigentlich keine Aufrüstung von Sicherheitskräften in dieser Form bräuchten, auch nicht im täglichen Leben. Irgendwas muss vor anderthalb Jahren ins Grundwasser geflossen sein – die Deutschen sind komplett irre geworden, greifen auf einmal Polizisten und Rettungskräfte massiv an, randalieren in Notaufnahmen, schlagen mit Äxten auf Menschen ein, fahren mit LKWs in Menschenmengen, rotten sich zuletzt an Silvester 2016/17(!) zu Hunderten und Tausenden zusammen, um irgendeinen Testlauf zu veranstalten? Ja, so ’sicher‘ ist Deutschland inzwischen. Ich möchte auch gerne immer noch von den Sicherheitsbehörden wissen, wie man diesen Bataillonsaufläufen von arabischen Männern in vielen deutschen… Mehr