Wie sich die linksmediale Blase ständig selbst Preise umhängt

Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis steht für journalistische Distanz. Nun wird ausgerechnet die ZDF-Polit-Aktivistin Dunja Hayali geehrt – trotz zahlreicher publizistischer Fehltritte. Die linksmediale Blase zeichnet sich einmal mehr für ihre eigene politische Haltung aus. Belohnt wird damit nicht Distanz, sondern die richtige Gesinnung.

picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Dunja Hayali bei der Vorstellung der Respekt-Kampagne im Hauptbahnhof, Berlin, 05.05.2026

„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“ Dieses vom damaligen Tagesthemen-Mann Hanns-Joachim Friedrichs (1927–1995) vorgegebene Leitbild ist auch das Motto des 1995 begründeten und nach ihm benannten Journalistenpreises. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert; Vorsitzende der Jury ist aktuell Sandra Maischberger (WDR).

Längst freilich muss man feststellen, dass die Liste der Preisträger mittlerweile in mehreren Fällen den Namen Hanns-Joachim Friedrichs und dessen journalistisches Leitbild beschädigt. Zu den Preisträgern bislang gehörten – neben durchaus respektablen Leuten – nämlich unter anderem:

  • 2025 die nicht nur subtil propalästinensische ARD-Frau Sophie von der Tann (Sophie Henny Elinor Feiin von und zu der Tann-Rathsamhausen);
  • 2021 der USA-Korrespondent und notorische Trump-Nörgler Elmar Theveßen (ZDF);
  • 2021 qua Sonderpreis das „ZDF Magazin Royale“ des Jan Böhmermann;
  • 2018 die bekennend linke Panorama-Moderatorin Anja Reschke (NDR)

Das sind Preisträger, die ihre Sache, ihre Gesinnung implizit zu einer „guten Sache“ erklärten und entsprechend verfolgten. Hauptsache: woke und gegen Rechts.

Nun hat die Jury wieder zugeschlagen und für 2026 zwei ZDF-Damen gekürt:

  • Sarah Tacke, Leiterin der ZDF-Redaktion Recht und Justiz,
  • Dunja Hayali, ZDF-Moderatorin von „heute journal“ und „Morgenmagazin“.

Mit der sich stets besonders klug und betulich gebenden Sarah Tacke wollen wir uns hier nicht näher befassen.

Unser besonderes Interesse gilt hier zum wiederholten Male Dunja Hayali. Über sie schreibt die Jury soeben unter anderem reichlich verquast (Pardon, die längere Passage muss jetzt sein):

„Seit vielen Jahren wächst in der Öffentlichkeit Misstrauen gegen ‚Mainstream‘-Medien, während sich giftiger Einfluss der US-Plattformen in unsere Kultur professionell ‚kuratierter‘ Information frisst… Seitdem verschwimmen Grenzen zwischen Privatem und Professionellem. Dunja Hayalis Hund schafft es ins ‚heute-journal‘, Tätowierungen werden auf Instagram nicht verborgen. Wer es braucht, kann sich ein Bild davon machen ‚was das für eine ist‘ und schiebt sie in die Schublade, die in seiner Welt für ‚solche Typen‘ vorgesehen ist. Das passiert noch mehr, wenn Dunja Hayali auf Rechtsaußen-Demonstranten, ‚Querdenker‘ oder Salafisten zugeht, Fragen stellt und die Aggressionen, denen sie dabei ausgesetzt ist, öffentlich macht – so roh sie auch sein mögen. Ihre Fragen werden nicht beantwortet, stattdessen wird die Fragende angegriffen. Bei Drehs für Reportagen entstehen Bilder nicht von Dialog, sondern von Konfrontation, und es kann der Eindruck entstehen, dass es nicht mehr um die Kundgebung geht, sondern um die Reporterin. Damit muss sie zurechtkommen – wie auch mit der Kritik, die damit einhergeht. Seit mehr als einem Jahrzehnt steht sie aufrecht in der nie endenden Serie von ‚Shitstorms‘, die über sie hereinbrechen –voller Hass und Gewaltfantasien. Und dann ist sie, im Studio von ‚heute-journal‘ und ZDF-Morgenmagazin, wieder die professionelle Moderatorin, die bestens vorbereitet in alle Richtungen kritisch fragt, bei der Sache bleibt, und gerne auch mal lacht – selten, dass sie ausrutscht. Bei ihren Doku-Reportagen, beispielsweise zuletzt über Missstände bei der Deutschen Bahn, erlebt man, wie sie auf Menschen zugeht, Vertrauen weckt und Dinge erfährt, die bei den Interviewten nicht auf dem Sprechzettel standen. In einer Zeit, in der Journalistinnen und Journalisten zeitgemäße Wege suchen, die Ergebnisse ihrer Arbeit an die Öffentlichkeit zu bringen, liefert Dunja Hayali ein mutiges, erfolgreiches Modell.“

Eine Nummer kleiner geht‘s nicht, mehr Legendenbildung ist nicht möglich. Und: Keine Rede ist davon, dass Skandale den Weg der Dunja Hayali pflastern. Eine weniger „preiswürdige“ Auswahl:

  • Am 20. Juli 2025 sprach Hayali im heute journal von einer „Wucht von Verleumdung und Desinformation“ gegen die SPD-Richterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Die ZDF-Redakteure unterlegten diese Aussage mit Screenshots von Beiträgen unter anderem der Plattformen Tichys Einblick, Apollo News, Nius und der Jungen Freiheit. Im zugehörigen Beitrag zur abgesagten Richterwahl hieß es: „Unzählige Falschmeldungen kursieren schon mehrere Tage zuvor im Internet. All dies ohne konkrete Belege für tatsächliche Fehler oder Falschbehauptungen. Geraune und Anschuldigungen – aber keine Belege.“ Die höchst umstrittenen Aussagen der SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf wurden nicht eingeblendet, auch nicht, dass Brosius-Gersdorf bei einer Anhörung im Bundestag die Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes relativiert hatte.
  • Im ZDF-Morgenmagazin bezeichnete Hayali im Oktober 2025 in Israel inhaftierte palästinensische Terroristen und Straftäter als „palästinensische Geiseln“.
  • Am 10. September 2025, als der christliche Influencer Charlie Kirk an der Utah Valley University ermordet wurde, behauptete Dunja Hayali, dessen Ansichten seien „sexistisch, rassistisch“ und „menschenfeindlich“ gewesen. Belege? Fehlzeige!
  • Am 15. Februar 2026 zeigte das ZDF heute journal, moderiert von Dunja Hayali, herzzerreißende Szenen von Kindern, deren Eltern festgenommen oder die von Agenten der US-Einwanderungsbehörde ICE abgeführt wurden. Doch ein Video war KI-generiert, ein zweites bereits vier Jahre alt und in einem völlig anderen Zusammenhang aufgenommen worden. Konsequenz? Eine dürftige Entschuldigung, eine noch dürftigere Notiz auf der ZDF-Website.

Fazit: Hayali ist so recht nach dem Geschmack der woken politmedialen Blase inkl. Bundespräsident Steinmeier. Letzterer hatte der ZDF-Frau bereits 2018 persönlich das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. „Grund“: Hayalis angeblich herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass im Netz sowie ihr Einsatz für Demokratie und Meinungsfreiheit.

Da kann der deutsche Michel ja wieder beruhigt schlafen. Und allmonatlich 18,36 Euro „Demokratieabgabe“ für die „Öffentlich-Rechtlichen“ abdrücken.

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Kommentare ( 24 )

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Biskaborn
3 Tage her

Nächstes Jahr wählen dann Hayali und Konsorten Maischberger für den Preis! Irrenhaus Deutschland, es wird täglich unanständiger, die Linken immer dreister und die Bevölkerung schaut zu, vielleicht sogar zustimmend!

Dr. Rehmstack
3 Tage her

Bundesverdienstkreuz für Rupert Pohlenz und Hans-Joachim Friedrich Preis für Dunja, Hayali, mehr muss man über den Zustand der Republik nicht wissen.

Kalmus
3 Tage her

„Bundesverdienstkreuz am Bande“? Der Bande. In ihrer woken Blase.

Last edited 3 Tage her by Kalmus
Peter Klaus
3 Tage her

Das erinnert an die Uniformen der sowjetischen Generäle, bei denen irgendwann gar kein Platz mehr war für neue Auszeichnungen, Anstecknadeln und Orden. Irgendwann haben die ÖRRler soviel Auszeichnungen um den Hals gehängt, dass ihnen vor Gewicht das Genick bricht. Wir haben Zeit…..

yeager
3 Tage her

Wie üblich bei solchen Preisen sagt die Preisverleihung mehr über das verleihende Gremium als über den Preisträger aus. Auch ist so eine Preisverleihung immer eine gegenseitige Bestätigung: Nicht nur wird der Preisträger mit dem Preis geschmückt, auch die Preisverleiher schmücken sich und ihren Preis mit dem Preisträger.
Kommende Preisträger sollten sich eventuell überlegen, ob sie sich durch einem mit Dunja Hayali geschmückten Preis beehren lassen wollen.

Schwabenwilli
3 Tage her

Dunja Hayali bekommt quasi das eiserne Kreuz der ÖR.

MfS-HN-182366
3 Tage her
Antworten an  Schwabenwilli

Willi, Sie entwerten das Eiserne Kreuz, das Tapferkeitsabzeichen der Kämpfer der Befreiungskriege 1815 – 1818, des Ersten Weltkrieges 1914 – 1918 und die des Nachfolgekrieges von 1939 – 1945! Hayali & Co. sind nicht tapfer, sie sind Dreckschleudern. Sie verdienen keine deutsche Auszeichnung dieser Art!

verblichene Rose
2 Tage her
Antworten an  MfS-HN-182366

Dieses Deutschland hat ja auch solche Auszeichnungen gar nicht mehr zur Verfügung. Ich meine, wenn man nicht nur die Empfänger betrachtet, sondern insbesondere die „Preisverleiher“. Es mangelt ergo schlicht schon am „Vorsatz“. Vor Gericht würden sie demnach allesamt frei gesprochen…! Dummheit und Ignoranz sind nämlich nicht strafbar.

PK110
3 Tage her

„Seit vielen Jahren wächst in der Öffentlichkeit Misstrauen gegen ‚Mainstream‘-Medien, während sich giftiger Einfluss der US-Plattformen in unsere Kultur professionell ‚kuratierter‘ Information frisst“
Diser Satz könnte im Dritten Reich oder der DDR entstanden sein.

Jack
3 Tage her

Mach was dran. Sie wird sich in ihrem Wirken bestätigt fühlen. Selbstreflexion? Nicht erwünscht.

Last edited 3 Tage her by Jack
Orlando M.
3 Tage her

Na wenn die sonst nichts vorzuweisen haben als im Bestfall ein Badeentenstudium, dann sind solche Preislis freilich von ganz besonders hoher Bedeutung.

prague
3 Tage her

In allen Diktaturen lohnt sich mittzumachen und man wird dafür belohnt, die richtige Haltung ist wertvolle als das können. Da kann man sich gegenseitig mit Medailen behängen, an dem nichtskönnen, hilft das nicht.