Die Folgen grenzenloser Arbeitsmärkte

Solange der Zustrom an billigen Arbeitskräften aus dem Ausland weiter anhält oder sich sogar noch weiter verstärkt, haben die Arbeitskräfte in den neuen Dienstleistungsbereichen wenig Aussicht auf eine Verbesserung ihrer Lage.

Screenprint:ARD/hart aber fair

Wer in Frank Plasbergs Talkrunde „Hart aber fair“ die Diskussion über das Thema „Feste Jobs gestrichen, Löhne gedrückt: ist das die neue Arbeitswelt?“ verfolgt hat, bekam anhand von zwei Beispielen vor Augen geführt, welche Folgen die um sich greifende Grenzenlosigkeit der Arbeitsmärkte inzwischen auf weite Teile der Beschäftigten in Deutschland hat. Am Beispiel der geplanten Schließung von Produktionsstandorten der Siemens AG wurde den Zuschauern vor Augen geführt, dass die Mitarbeiter global tätiger, großer Industriekonzerne im Hochlohnland Deutschland zunehmend mit Arbeitskräften in Niedriglohnländern, sei es in Osteuropa, in Asien oder anderswo im Wettbewerb stehen.

Durch Standortverlagerungen in diese Länder nutzen deutsche Unternehmen die entsprechenden Kostenvorteile zur Verbesserung ihrer eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Steigerung ihrer Profitabilität. Dieser Prozess hat schon in den 1980er Jahren begonnen und ab den 1990er Jahren erheblich an Fahrt aufgenommen. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Die Beschäftigten an den deutschen Standorten geraten dadurch unter einen zunehmenden Wettbewerbsdruck der globalen Arbeitsmärkte. Ihre Arbeitsplätze und ihre vergleichsweise hohen Löhne und Gehälter lassen sich nur halten, wenn die mit ihnen einhergehenden Mehrkosten durch eine höhere Qualität und Produktivität der erbrachten Arbeitsleistungen ausgeglichen werden. Andernfalls müssten sie zur Sicherung ihrer Arbeitsplätze Einkommenseinbußen hinnehmen. Nicht nur die großen Industriekonzerne, sondern auch viele, global tätige mittelständische Unternehmen treffen mit ihren Betriebsräten und Gewerkschaften deswegen schon seit Jahren Standortvereinbarungen. In ihnen wird meist geregelt, mit Hilfe welcher qualitäts- und produktivitätssteigernden Maßnahmen die Kosten so weit gesenkt werden können, dass bestehende oder auch neu geplante Produkte weiterhin an deutschen Standorten gefertigt werden können. Mit diesem Vorgehen ist auch der Vorstand und der Betriebsrat der Siemens AG vertraut, weshalb der gestrige Appell aller Talkgäste an die Verantwortlichen des Unternehmens, die deutschen Standorte nicht einfach aufzugeben, auch voll und ganz gerechtfertigt ist.

Keine Lösung in Sicht
hart aber fair: In der Paketbranche ist alles hart und nichts fair
Während die meisten Industrieunternehmen, ihre Betriebsräte und die zuständigen Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften seit Jahren gelernt haben, ihre Produktions- und Lieferantennetzwerke unter Einbindung der deutschen Standorte und der dort beschäftigten, gut bis sehr gut bezahlten Mitarbeiter global auszubauen, haben sich zeitgleich neue Dienstleistungsbereiche mit prekärer Beschäftigung und schlechter bis sehr schlechter Bezahlung entwickelt. Sie arbeiten teilweise, etwa als Leiharbeitsfirmen, den Industrieunternehmen zu, erbringen aber auch Dienstleistungen für ganz andere Kunden, zum Beispiel in Gestalt der bei „Hart aber fair“ behandelten Paketdienste. Zusammen tragen beide Beschäftigungsbereiche zur vergleichsweise geringen Arbeitslosigkeit in Deutschland bei. Während die Beschäftigten des einen Bereichs von ihrer Arbeit gut oder auch sehr gut leben können, haben die Beschäftigten des anderen Bereichs große Mühe, von ihrer Arbeit einigermaßen leben zu können. Ihre Arbeit läßt sich zwar nicht ins Ausland verlagern, da sie nur ortsgebunden erbracht werden kann; sie lassen sich aber dadurch unter einen verstärkten Wettbewerbsdruck setzen, indem das Arbeitskräfteangebot deutlich ausgeweitet wird.

Das geschieht seit Jahren durch die Öffnung der Arbeitsmärkte für Arbeitskräfte aus den europäischen Krisenländern sowie für Arbeitskräfte aus den Armuts- und Kriegsgebieten dieser Welt. Das Angebot an billigen Arbeitskräften in den neuen Dienstleistungssektoren ist dadurch inzwischen so groß geworden, dass nicht nur der Preis der Arbeit in diesen Sektoren ins Bodenlose sinkt, sondern sich auch die Arbeitsbedingungen zusehends verschlechtern. Der Arbeitsplatz eines schlecht bezahlten Paketboten lässt sich nicht dadurch sichern, dass er sich bei der Auslieferung noch mehr beeilt, wenn vor der Tür des Paketdienstleisters hundert weitere Arbeitskräfte stehen, die sich ebenso und vielleicht sogar noch mehr beeilen und gleichzeitig bereit sind, dies auch noch für einen geringeren Stundenlohn zu tun. Selbst ein gesetzlich vorgeschriebener Mindestlohn ist unter solchen Bedingungen ein kaum taugliches Mittel, die Drift nach unten zu stoppen.

Seine Chancen auf einen gesicherten Arbeitsplatz und eine bessere Bezahlung verbessern sich für unseren Paketboten nur dann, wenn das Unternehmen, für das er arbeitet, Mühe hat, frei gewordene oder neue Arbeitsstellen mit weiteren Arbeitskräften zu besetzen. Solange der Zustrom an billigen Arbeitskräften aus dem Ausland weiter anhält oder sich sogar noch weiter verstärkt, haben die Arbeitskräfte in den neuen Dienstleistungsbereichen wenig Aussicht auf eine Verbesserung ihrer Lage.

Das ist nicht ihre Schuld, auch nicht die Schuld der Kunden, die für die erbrachten Dienstleistungen nicht viel bezahlen wollen, sondern die Schuld einer Politik, die der Zuwanderung billiger Arbeitskräfte aus dem Ausland keine Grenzen setzt, sondern diese aktiv vorantreibt. Nutznießer dieser Politik sind die Inhaber der jeweiligen Unternehmen, nicht jedoch deren Mitarbeiter. Besonders erstaunlich ist deswegen, dass insbesondere linke Parteien, einschließlich der Gewerkschaften, diese Politik unter der Parole der „Weltoffenheit“ mit betreiben. Deren Lamento über die skandalösen Arbeits- und Einkommensbedingungen in den neuen Dienstleistungssektoren, bei „Hart aber fair“ vorgetragen von Leni Breymaier, der früheren Verdi-Vorsitzenden und heutigen SPD-Vorsitzenden in Baden-Württemberg, klingt daher alles andere als überzeugend.

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Zitat: „erstaunlich ist deswegen, dass insbesondere linke Parteien, einschließlich der Gewerkschaften, diese Politik unter der Parole der „Weltoffenheit“ mit betreiben.“ Nein es ist nicht erstaunlich. Vor dem Hintergrund Ihrer Erläuterungen erscheint diese Politik sogar logisch.: Linke, Grüne und SPD sind mit dem Anspruch der Weltrettung angetreten. Wenn aber Niemand mehr da ist, der gerettet werden muss, werden diese Parteien auch nicht mehr gewählt werden. Linke, Grüne und SPD erschaffen sich gerade ihre eigenen Wählerschichten der Zukunft. Was diese Parteien allerdings immer noch nicht verstanden haben: Dieses neue Proletariat wird nicht Linke, Grüne und SPD wählen. Diese Leute werden tun, was… Mehr

‚Diese Leute werden tun, was der Iman ihnen sagt‘ und ‚ Grüne und SPD wählen‘ kann fuer eine Weile das Gleiche sein

Mit der Vermutung des Wählerimports haben Sie wahrscheinlich recht. Ob die Importierten den linken Parteien dies nicht danken werden, muß man erst noch sehen. Bislang wählen zum Beispiel die türkischen Muslime überwiegend SPD.

Das hat sich seit der Armenien-Resolution im Bundestag geändert.

Genau das ist es! Der demographische Wandel wird so langsam überall spürbar. Da im theokratischen System Islam (ähnlich einem faschistischen Ständestaat) die Wirtschaft ein Teil des Ganzen ist und nicht wie bei uns, die Wirtschaft alles ist, werden diese Migranten immun sein gegen Marx und Co. Allah hat doch alles im Koran geregelt…(soll nicht als Werbung verstanden werden!)

(DIW 2015) Die reichsten ein Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen 33 Prozent der Vermögen. Noch deutlicher wird es an der Spitze der Spitze: das oberste Promille (das sind ungefähr 40.000 Haushalte) halten mehr als 17 Prozent des Reichtums. Die ärmere Hälfte der Deutschen besitzt gerade einmal 2,5 Prozent der Vermögen. In Frankreich, Spanien oder Griechenland, die das DIW ebenfalls untersucht hat, sind die Vermögen gleichmäßiger verteilt (…) Der Durchschnittsdeutsche (Medianwert) hat ein Privatvermögen von 51.ooo EU, nach Portugal der niedrigste in der ganzen EU. Deutschland hat die zweithöchste Abgabenlast für alleinstehende Arbeitnehmer weltweit, laut OECD Studie ‚Taxing Wages 2017‘.… Mehr

na, jetzt „malen Sie aber schwarz“….

Leider nicht. Sie dürfen nur die „Erfolgsmeldungen“ des Staatsfunks und seiner zuarbeitenden Institute nicht als die alleinige Wahrheit glauben.
Und es wird ja mit zunehmender Migrantenzahl ständig schlimmer. Auch wenn es nicht in allen Schulen so zugeht wie in dieser Woche aus Saarbücken berichtet. Die Tendenz in diese Richtung ist deutschlandweit, durchschnittliche Intelligenz und Lernbereitschaft im freien Fall (PISA u.a.), was bedeutet, dass die jetzt in der Ausbildung befindlichen Generationen unser heutiges Wohlstandsniveau nie und nimmer aufrecht erhalten können.
Freuen wir uns über jedes Jahr, in dem wir den auf uns zukommenden Abgrund noch verdrängen und schön konsumieren können.

Na dann träumen Sie mal weiter von: „Deutschland ist ein reiches Land „wie ständig von allen Seiten mantramäßig zu hören ist, und von der Politikerkaste und vielen wohlgenährten Bürgern auch noch geglaubt und unablässig in die Welt hinaus posaunt wird. Da muß man sich über Begehrlichkeiten der anderen Staaten nicht mehr wundern. Ha, Ha….kann ich nur sagen! Woher stammen denn all diese Erkenntnisse und Slogans unserer Bundestags – und sonstigen Oberschlaumeier? Ich vermute aus dem Kaffeesatz! Ich kenne nur, dass dieser Staat seit mehr als 50 Jahren angeblich nie Geld für die Notwendigkeiten der eigenen Bevölkerung hatte und ständig den… Mehr

„Deutschland“? Besser „Dummland“!

Ich scheine der einzige zu sein, der Ihren Beitrag zu Ende gelesen hat. Jedenfalls ein Daumen hoch von mir.
Einzige einschränkende Anmerkung: Die Studie von Reinhart und Rogoff ist kurz nach ihrer Veröffentlichung von einigen Studenten (!) ihrer Universität als falsch entzaubert worden. Etliche Berechnungen (Exels) waren schlicht voll von Rechenfehlern.

deshalb werden diese „vielen hochmotivierten Arbeitskräfte“ aus den Wüsten dieser Welt in Europa „einquartiert“. Wirklich selbst für ihr Leben aufkommen wollen u können hier die Wenigsten. Was geschieht, wenn „das Geld alle“ ist?

„Was geschieht, wenn „das Geld alle“ ist?“

Dann ist, wie immer, der Sozialismus (von SPD, CDU, Grünen, Linken) beendet.
In der DDR war es 1989 so weit, bei uns kann es noch etwas dauern, wenn die Leidtragenden, gut dressiert, sich nicht rühren.

Nur das diesmal, anders als 1989, kein großer Bruder im Westen steht, der bereit wäre wie damals mit 17 Millionen Habenichtsen alles ehrlich zu teilen. Uns wird es dann eher wie den Polen seit 1990 gehen: Gedrittelter Lebensstandard und 350 Euro Rente pro Monat.

Was passiert wenn in Deutschland und Europa die LINKEN am Ruder sind? Das was immer passiert und schon unzählige Male als Witz die Runde machte: „Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird? Zehn Jahre überhaupt nichts, und dann wird der Sand knapp.“ – Franz Josef Strauß, bayerischer Ministerpräsident und CSU-Chef, im Bundestagswahlkampf 1983.

…Was geschieht, wenn „das Geld alle“ ist?…
Das kann ich Ihnen sagen. Es wird dort gespart, wo am wenigsten Stress zu erwarten ist. Das ist der deutsche Normalbürger. Ein deutscher Rentner wird auch dann nicht marodierend durch die Strassen ziehen, wenn er nur noch einen schimmeligen Kanten Brot auf dem Teller hat und der deutsche Normal-Arbeitnehmer wird auch dann noch zur Arbeit gehen, wenn der Steuerzahlergedenktag auf Weihnachten fällt und seine Kinder aus der Altkleidersammlung eingekleidet werden.
In Anlehnung an den berümten Satz von Pierre Vergniaud heist es heut leicht abgewandelt: „Die Zivilisation frisst ihre Kinder“

Wenn sich die Herrschenden da mal nicht täuschen…

Alles schon von Marx und Engels beschrieben, ich müsste im Studium in der DDR in M/L einen Vortrag über die Pauperisierung halten. Marx nannte das die industrielle Reservearmee. Am erstaunlichsten finde ich das die Linke diese Einwanderung bedingungslos unterstützt, wahrscheinlich Träume diese im Leninschen Sinne von einer kommenden revolutionären Situation.

Ja, so ist es. In der Wolle gefärbte Linke hegen eine enorme Sehnsucht nach Anarchie.

Man kann nur stauen, verdienen soll man nichts, wird im Restaurant für ein einfaches Essen aber mit 30 – 40 Euro zur Kassee gebeten. Falls der ein oder andere doch noch ein bisschen was verdient, gibts dann von der Steuer reichlich was übergebügelt, und nennt sich dann steuerrechtliche Abzüge. Ist ja klar, die aus dem Arbeitsmarkt verdrängten, bereits länger hier leben, müssen schließlich bezahlt, und die Reichen, das sind die die über 50.000 p.a. verdienen, ordentlich geschröpft werden. Arbeiten zum Mindestlohn macht ganz bestimmt keinen Spaß, deutlich mehr verdienen, wenig Sinn. Das sind beides Auswüchse einer dummen und erfolglosen Politik.

Arme Gutverdiener, die angeblich geschröpft werden? Geschröpft werden doch in erster Linie die Geringverdiener, wozu auch die sogenannten Normalverdiener zählen. Diese Leute müssen zum großen Teil von ihrem kleinen Lohn/Gehalt sogar auch noch Lohnsteuer zahlen. Für das Bisschen, was dann netto übrig bleibt, wird dann noch mit bis zu 19 % Mehrwertsteuer belastet, weil sie es vollständig zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes brauchen. Beispiel: Eine Friseurin verdient rd. 1.400 EUR brutto, davon muss sie sogar noch 90 EUR Lohnsteuer abführen, netto bleiben ihr ca. 900 EUR. Wenn sie eine günstige Wohnung hat, zahlt sie hierfür 600 EUR Miete, dann bleibe noch… Mehr

Sie sollten hierbei allerdings berücksichtigen, dass jemand der das doppelte Gehalt wie die Friseurin verdient, dass zehnfache an Steuern abdrücken muss.

Ja, nicht nur das, diejenigen, die mehr verdienen, bezahlen ja auch mehr Krankenkassenbeiträge, ohne mehr Leistung zu erhalten.
Nicht, daß ich ein Gehalt von 1400 Euro brutto für üppig halten würde, damit kommt man kaum über die Runden.
Friseur/innen mit einem geringen Lohn haben aber einen Vorteil gegenüb. anderen mit geringem Lohn: sie erhalten Trinkgeld. Das summiert sich.

Handwerker verdienen sich derzeit eine goldene Nase! Der Handwekergeselle profitiert zwar nicht automatisch von der teilweise gingantischen Preissteigerungsrate im Handwerk, über Schwatarbeit lässt sich die Kasse aber trotzdem super füllen. Die Berufsgruppe sägt durch ihre Maßlosigkeit gerade auf dem Stuhl auf dem sie sitzt! Da die Handwerkerleistungen so teuer, teilweise regelrecht unbezahlbar geworden sind geht der halbwegs vernünftig wirtschsftende Mensch wieder dazu über möglichst viel selbst zu reparieren oder zu bauen. Ich beobachte es in meinem Umfeld überall, die Leute eigenen sind wieder handwerkliches Know-how an. Wenn es irgendwann zu einem Preisverfall im Handwerk könnte es sein dass sich die… Mehr

Keine Frage, selbst 90 Euro Lohnsteuer sind bei 1400 brutto zu viel, und 1400 brutto im Monat viel zu wenig. Aber wer schon bei 90 Euro über die Steuern klagt, der kann ja mal über seine Argumentation nachdenken, wenn er 10-, 20-, 30-tausend, oder mehr abgezogen bekommt. Für was?

Ben Krüger, für was sind 1400 Euro „zu wenig“? Warum sollten einfache Tätigkeiten wie Regale auffüllen, Pakete ausfahren oder Beikoch höher bezahlt werden, wenn ihre Wertschöpfung gering ist? Wenn Sie bei der Lohnfestsetzung das Moralitätsprinzip einführen, kommen Sie in Teufels Küche, weil über Moral, Mitleid oder dem Anspruch, „gut“ leben zu sollen keine Preisfindung mehr möglich ist. Oder anders gefragt, wie wäre denn der „gerechte“ Preis für einen VW Golf? Vernünftig ausgestattet kostet er 30 – 35.000 €, das können ohne Kreditaufnahme nur sehr wenige „Normalverdiener“ bezahlen, die meisten, die einen Golf haben wollen, jedenfalls nicht. Sollte man den Preis… Mehr

„Für was?“

Für die, die wertvoller als Gold sind.

… Vorab, zur Klarstellung: ich denke auch, dass eine Friseurin nicht viel Geld zum Leben hat. Aber: die paar Nickel, die diese Frau an Lohnsteuern abzudrücken hat, sind nicht das Problem, sondern die pervers hohen Sozialabgaben, die sie zu tragen hat, sowie die indirekten Steuern & Gebühren, die ihre effektive Kaufkraft extrem schmälern. Ich sage nur: 50-60% Steuern auf Benzin, Strom, steigende Mieten wegen durchgeknallter Ökoauflagen+ Asylantenflut, und und und. Aber schld sind immer die bösen Kapitalisten, Gott sei dank gibt es Papa Sozialstaat, der den bösen reichen nimmt und den bedürftigen gibt…

Neo-Sozialismus eben. Wenn man es „gerecht“ nennt, und zu sich selbst noch ein Wenig gerechter ist. Kann ja nicht sein, dass man wertvolle Regierungs- Verzeihung, Sondierungszeit damit verschwendet, einstimmig über seinen eigenen Lohn abzustimmen.

Selbst wenn wir null Zuwanderung in den Arbeitsmarkt hätten, dann würde genau die heutige Situation durch immer mehr Automatisierung zu einem späteren Zeitpunkt eintreten. Es sind somit nicht nur die Globalisierung, Freihandelsverträge, Flüchtlinge, Asylbewerber oder die Freizügigkeit der EU, welche dieses Problem befeuern, sondern auch die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung. So könnte in Zukunft der Picker bei Amazon Geschichte sein, wenn Roboter diese Aufgabe übernehmen. So könnte in Zukunft die Arbeit von Dachdeckern, Straßenbauern…zu einem hohen Maß der Vergangenheit angehören, wenn dort die Robotertechnik eingeführt wird. Selbstfahrende Autos gibt es schon. Künftig könnten diese mit ausgefeilter Robotertechnik die Belieferung der… Mehr
Die Digitalisierung macht mir in absehbarer Zeit keine Sorgen, weil die Politik ‚Digitalisierung‘ nicht kann. Bis die Industriegebiete (und irgendwann auch Wohngebiete) mit entsprechend schnellen und stabilen Leitungen vernetzt sind, wird es noch Jahrzehnte dauern. Ein Grund dafür ist die völlig unsinnige Privatisierung der Netzinfrastrukturen, die an lukrativen Standorten mittlerweile redundant existiert und dort, wo nicht soviel Geld damit zu machen ist, gerade mal an „schnelles Internet“ á la Merkel (2 MBit) heranreicht. Ausgerechnet die Partei, die dies mit verursacht hat (FDP), meinte bei der Wahl, sich das Buzzword ‚Digitalisierung‘ auf die Fahnen schreiben zu müssen. Was zur Verlagerung von… Mehr
Ich kann Ihnen nur beipflichten. Bis in alle Ewigkeit wird man Merkel noch verfluchen! Die Frage wäre erstens – brauchen wir überhaupt 83 Millionen Menschen auf so engem Raum. Nur zum Vergleich: Montana/USA ist etwas größer als Deutschland und hat ca. 1 Millionen Einwohner. Andere europäische Staaten kommen auch mit deutlich weniger Bevölkerung aus. Mehr Platz für jeden bedeutet auch, weniger Verkehrsaufkommen, mehr Lebensqualität und mehr Raum für Familien mit Kindern. Wenn die Rahmenbedingungen sich verbessern, werden auch mehr Kinder in die Welt gesetzt. Das jetzt großzügig verschleuderte Geld hätte man in den eigenen Nachwuchs mit bis zu beispielsweise 1000… Mehr

Wenn nun die Automatisierung immer weitere Kreise zieht, was wohl die Zukunft sein wird, waere es dann nicht Zeit, das man nicht mehr zum Grossteil die Arbeit besteuert, sondern eine Art von „Maschinensteuer“ einführen sollte?
Wenn immer weniger Menschen „gebraucht“ werden, stellt sich mir ausserdem wieder die Frage, ob ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ nicht doch eine Lösung für die Zukunft sein könnte.

Das Steuersystem ist sicherlich eine zentrale Frage. Ein weiterer wichtiger Baustein ist Bildung und lebenslange Ausbildung. Wir brauchen darüber hinaus sehr viel mehr Flexibilität in Bezug auf die Arbeitszeiten. Wer heute in Großunternehmen arbeitet, muss dies bereits an vielen Stellen leben. Es werden somit weitaus mehr Menschen mit mehr Qualifikation gebraucht, während es bei einfachen Tätigkeiten weitaus weniger Bedarf geben wird. Um diese Herausforderungen schultern zu können, brauchen wir ein anderes Schulsystem. Kleinere Schulklassen, bessere Lehrpläne und vor allen Dingen bessere technische Ausstattung . Wenn wir allein diese Grundvoraussetzungen schaffen wollen, benötigen wir große Mengen an Geld. Das bedingungslose Grundeinkommen… Mehr

Diese Sendung kam einen Tag zu früh, denn nur einen Tag später beschloss der Bundestag, sich die Diäten jährlich automatisch zu erhöhen, was auch eine kräftige Erhöhung der Pensionslasten für den Steuerzahler bedeutet. Zur Diskrepanz zwischen prekären Beschäftigungen auf der einen Seite und die Selbstbedienung der Politiker auf der anderen Seite, hätte ich zu gerne eine Stimme von der Politkaste gehört.

Dann haben Sie den Redebeitrag der AfD offensichtlich verpasst.

Ich bekomme immer einen mittelgroßen Anfall, wenn sich Politiker (Schulz, Breymaier) über die Folgen ihrer eigenen Politik (Öffnung des Arbeitsmarktes, Energiewende) empören. Ich frage mich dann, sind die wirklich so dumm, oder tun sie nur so.
Das hat Herr Tichy in dieser Sendung leider kaum angesprochen.

Eher halten sie diejenigen für dumm, die sie zu vertreten hätten. Und wie man sieht, etwas mehr als 80% fressen das auch noch.

Grün-Links leidet geschlossen unter einer ausgeprägten kognitiven Dissonanz bis hin zur Behandlungsbedürftigkeit.
Wer sich seinen Restverstand bewahrt hat schaut fassungslos auf das bunte Treiben. Da sind ja nicht nur die Gewerkschafte, die freudig internationale Knechte fürs Lohndumping im Land begrüßen, sondern auch Linke, die eine Religion mit Absolutheitsanspruch hegen und pflegen, linke Schwule, die Schwulenhenker wilkommen heißen und Grüne, die ein Gefängnis aus Stoff als Ausdruck der fraulichen Selbstverwirklichung begreifen.
Welche Neurotransmitter müssen da in Unordnung geraten sein – und wie mag man das wohl heilen können?

„…Besonders erstaunlich ist deswegen, dass insbesondere linke Parteien, einschließlich der Gewerkschaften, diese Politik unter der Parole der „Weltoffenheit“ mit betreiben….“ Nein, das ist überhaupt nicht erstaunlich. Zum einen spielt hier die, von einem anderen Kommentator bereits erwähnte, fatale Hoffnung auf neue Wählerschichten eine Rolle. Zum anderen wohl auch die historische Erkenntnis, das die linken Ideologen nur dann eine Chance zum Griff nach der Macht hatten, wenn eine Gesellschaftsform in Scherben lag. So wird jede Möglichkeit wahrgenommen, die ökonomischen und gesellschaftlichen Grundpfeiler des zu bekämpfenden System zu schwächen. So werden zum Beispiel unter dem Vorwand des Umweltschutzes oder des Klimawandel immer… Mehr

Wie textete Claudia Roth als Managerin von „Ton, Steine, Scherben“? Macht kaputt….

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