Brinkhaus möchte den Vorwurf „Versagen“ der Merkel-Union nicht hören

Den höchsten Grad an Kritik, den der Fraktionsobere der Union Ralph Brinkhaus für "sachlich" zulässig hält, ist "etwas falsch gemacht". "Unter "Versagen" machen Sie's wohl nicht", hält er Sascha Lobo vorwurfsvoll und ja, wehleidig entgegen.

Screenprint ZDF / Lanz

Sie (die Union) haben ganz viele Strukturen in Deutschland kaputt gespart, die Substanz verkommen lassen oder eben nicht digitalisiert – und das ist für mich eine der größten Versagensgeschichten … Dieser rote Faden durch die Kritik des IT-Irokesen Sascha Lobo zieht sich durch die Kontroverse mit Ralph Brinkhaus, in der Markus Lanz Lobo assistiert. Brinkhaus antwortet hier wie bei dem Gefecht um die Vorteilsnehmer beim großen Maskengeschäft aus den Reihen der Union mit deutlichen Anzeichen von Majestätsbeleidigtsein. „Versagen“ könne man nicht sagen, sondern müsse sich sachlich mit „etwas falsch gemacht“ bescheiden.

Brinkhaus etabliert hier neben der „leichten Sprache“ in Deutschlands zur neuen Sanftheit verdonnerten Bürokratie gegenüber Zugewanderten und zurückgebliebenden Schon-länger-hier-Lebenden eine „seichte Sprache“ für gerade noch zulässige Kritik an den Herrschenden.

Dass die Abgeordneten Nüßlein und Löbe wegen korrupten Handelns gehen mussten, nennt Brinkhaus in „seichter Sprache“, die Union habe die beiden „verloren“. Es zieht sich durch die ganze Performance des Unionsoberen, abzuwiegeln, herumzueiern.

Mit dem Vorwurf, die Kleinen bestraft ihr, die Großen lasst ihr ungeschoren – Spahn und Laschet sind auch im Maskengerede – , will und kann er nicht offen umgehen. Der Vorwurf von Lobo, „Merkel fährt auf Sicht und hat überhaupt keine Vision“, trifft zugleich auf Brinkhaus zu, auch in seinem ganzen Majestätsbeleidigtsein.

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Kommentare ( 71 )

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Bubi1111
8 Monate her

Die nicht genügende Digitalisierung als Vorwurf?… – warum dauerte der bundesdeutsche linksgrüne Berliner Flughafen so irre lange und wurde so teuer?? Das ist so wie der Turmbau zu Babel, da sind viele verantwortlich… Keine Frage des Geldes… – Föderalismus, heiliges Beamtentum, Kündigungsschutz, Ethikrat, grüner Pseudohumanismus….

karel
8 Monate her

„Sie (die Union) haben ganz viele Strukturen in Deutschland kaputt gespart, die Substanz verkommen lassen oder eben nicht digitalisiert – und das ist für mich eine der größten Versagensgeschichten“ So wird die Wirklichkeit ausgeblendet, wenn die „Großprofiteure“ aus der rot-grünen Zeit von 1998 bis 2005 zu Worte kommen, ohne Widerspruch hanebüchenen Unsinn verbreiten können und dürfen.. Tatsache dagegen ist, daß dank der Groß-Geschenke an Konzerne und Investoren, auch für das überdimensionierte Kanzler-Projekt Aufbau Ost die Kassen des Bundes, der Länder und Gemeinden geplündert wurden. Ein Desaster, welches dank der „Merkel-Steuer“, eine Anhebung der MwSt. um 3%-Punkte in 2006nur unzureichend behoben… Mehr

Bubi1111
8 Monate her
Antworten an  karel

Das mit dem „Kaputtsparen“ ist lächerlich! Das Geld wurde zum Fenster herausgeschmissen! und wird auch weiter hinausgeschmissen…. Soll denn die Regierung noch mehr Geld kriegen??? von den unteren 40 %??

Riffelblech
8 Monate her

Das Brinkhaus wie ein eingesperrter wütender Terrier die CDU verteidigt ist doch nicht verwunderlich. Gehört er doch genau zu der unfähigen und verantwortungslosen Regierungsbande um Merkel .Er stützt sie und sie stützt ihn .
In dieser Regierung gibt es keine „ Unschuldigen „ . Sie alle ,ob mit eingesacktem Geld oder nur als Mitläufer haben sich am Verfall Deutschlands schuldig gemacht . Und die obersten Parteikader sind am wenigsten zu verteidigen .
Schon vergessen : Energiewende,Migrantendesaster, Eurorettung, Zusammenbruch der politischen Beziehungen zu vielen Staaten usw…..

karel
8 Monate her
Antworten an  Riffelblech

In dieser Regierung gibt es keine „Unschuldigen“???
Schon vergessen? Da sitzt auch die SPD drin, sogar federführend, um die eigenen Projekte Energiewende, Migrantendesaster; Euro-Rettung …..vor grundlegenden Änderungen zu schützen.
Ach ja, der Verfall Deutschlands wurde von 1998 bis 2005 in die Wege geleitet. Ein Verfall, dem die Kanzlerin dank der „GroKo“ nicht begegnen konnte, saßen die Blockierer mit am Kanzler-Tisch und bestimmen somit die „grüne“ Agenda, die der Union so vehement vorgeworfen wird.
Steht nur nicht so in den Zeitungen.

PetWet49
8 Monate her

Merkel, Brinkhaus und seine CDU Genossen haben den Blick auf die Realitäten ihres Versagens komplett verloren und leben in ihrer Filterblase, deren Folgen nicht sie zu tragen haben, sondern unser Kinder und Enkelkinder. Das Wort „Versagen“ möchte ich noch mit den Wörter „Inkompetenz“ und „Machtmissbrauch“ ergänzen.

karel
8 Monate her
Antworten an  PetWet49

Sorry,
die „Hinterlassenschaften“ an unseren Kindern und Enkelkindern sind linksgrün geprägt. Wird sogar hier bei TE festgestellt. Gender, Familien-, Bildungs-Technikfeindlichkeit, kurz -Deutschland- und Zukunfts-Feindlichkeit-… alles linksgrüne Projekte. Da sehe ich eher den Mißbrauch politischer Macht. Nicht zu vergessen die neue „Schulden-Wut“ zu Lasten der Kinder und Enkel.
Und nun leben Merkel, Brinkhaus und seine CDU-Genossen in einer „Filterblase“? Da fragt man schon mal nach, wer in einer „Blase“ lebt.

Winston S.
8 Monate her

Ich hatte auch mal so einen Chef wie den Herrn Brinkhaus.
Wenn dem im Meeting der Führungskräfte „unangenehme Wahrheiten“ berichtet wurden, hat er die Hände an die Ohren gehalten und ausgerufen: „Hören Sie auf! Das ist ja furchtbar! Ich will das nicht hören!“
Das war jetzt kein Witz!
In einem Unternehmen wirst du solche Führungskräfte allerdings früher oder später wieder los. In der deutschen Politik leider nicht.

anita b.
8 Monate her

Wer eigentlich hat dSganze aufgedeckt. Wer ist der Verräter? Das glaube ich beschäftigt die Partei am meisten.

karel
8 Monate her
Antworten an  anita b.

Aber die Medien beschäftigt das weniger….
Schon merkwürdig, könnte ja vielleicht unangenehm werden.

Wolfgang Schuckmann
8 Monate her
Antworten an  anita b.

Wenn man sich selbst verrät, bedarf es des Verräters nicht. Die Politik der letzten 16 Jahre war ein einziger Verrat an allen gutgläubigen Menschen, die ihr Anteil zum Erfolg beigetragen haben, um den uns viele andere Völker beneidet haben. Heute beneidet von all jenen die uns einst bewundert haben, meines Wissens, kein einziger mehr.
Dieses Urteil ist viel härter und kann auch mit Propaganda nicht übertüncht werden.
Diese Partei hat sich und ihre ehemaligen Ziele verraten. Dazu bedurfte es niemanden von Außen.

Karl Schmidt
8 Monate her

Merkels Politik kennzeichnet vieles, aber mit Sicherheit keine Sparsamkeit. Leute wie Lobo, die mit solchen Behauptungen ihre eigene völlige Inkompetenz unter Beweis stellen, und bei denen man deshalb auch nicht weiß, warum sie für die öffentliche Diskussion von Interesse sein sollen, verhindern mit solchem Unsinn die notwendige Sachdiskussion. Richtig ist, dass die Digitalisierung stecken geblieben ist, doch das nur deshalb, weil an anderer Stelle geprasst wurde: z. B. bei der nutzlosen Zuwanderung, bei der sinnlosen Energiewende, bei Sozialleistungen wie der Frühverrentung oder der Mütterrente etc., für die die Begünstigten keine Beiträge entrichtet haben. Die Liste ließe sich mit unzähligen weiteren… Mehr

Protestwaehler
8 Monate her

„Die Ratten verlassen das sinkende Schiff“… jetzt also auch Lanz 😉

Hannibal ante portas
8 Monate her
Antworten an  Protestwaehler

Lanz nenne ich gerne in einem Atemzug mit Kleber und Slomka: unerträglicher täglicher neutralitätsbefreiter Haltungsjournalismus in Reinkultur.

G Koerner
8 Monate her

Ja ja, dieser Maskenskandal macht viele ÖRR Protagonisten gratismutig.

Waehler 21
8 Monate her

Herr Brinkhaus möchte lieber von Fehlern reden. Also nicht von Versagen. Euphemismus vor Einsicht.
Die CDU sollte ständig von der Staatsanwaltschaft beobachtet werden!

Last edited 8 Monate her by Waehler 21
Wolfgang Schuckmann
8 Monate her
Antworten an  Waehler 21

Wieso Staatsanwalt, der unterliegt doch Weisung von oben. Da wäre der Verfassungsschutz doch besser weil der ganz anders ermitteln kann. Siehe Beispiel AFD.
Aber halt, geht ja auch nicht. Unterliegt ja auch der Weisung von oben. Was machen wir denn jetzt? Ach, ich weiß auch nicht weiter. Werde wohl wieder Mal in der Kirche vorbeischauen.

Auch proplematisch, dann müsste ich noch Seemann werden. Und in Köln Trost suchen.
Lieber nicht, da trifft man vielleicht gerade den Falschen. Oha, hier endet mein Latein.