Es gibt sie noch: die Bücher, die Wissen vermitteln, allgemein verständlich und obendrein noch unterhaltsam zu lesen sind. Eine Empfehlung – nicht nur für dunkle Wintermonate.
„Klima-Wahrheit“ – dieser Titel könnte irreführend sein. Hier maßt sich kein Autor den Besitz der absoluten Wahrheit an und es ist auch kein Buch wie einige andere, die tiefgehend den Treibhauseffekt, den menschlichen Einfluss darauf, Vorgänge in den atmosphärischen Grenzschichten oder verschiedene Rückkopplungen zum Thema haben. Es ist vor allem ein Geschichtsbuch, das bis in die Gegenwart reicht. Die Menschheitsgeschichte und ihre Abhängigkeit vom natürlichen Klimawandel werden aufgezeigt. Unterhaltsam, teils spannend, mit Episoden gewürzt.
Zudem ist es noch ein Politikbuch, das die Gründung des IPCC, des so genannten Weltklimarats, beleuchtet und die Interessengruppen und ihren Einfluss offenlegt. Es hebt den Blick und ordnet das Thema des Klimawandels in gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge ein.
Dass die heutigen Temperaturänderungen hinter manchen historischen zurückbleiben, ist als Erkenntnis nicht neu, sollte aber immer wieder erwähnt werden. Die Klimakatastrophen in der Menschheitsgeschichte waren teils extrem, für uns fast unvorstellbar. Sie als solche zu bezeichnen, ist gerechtfertigt. Der heutige Temperaturanstieg bleibt ein Klimawandel, vom IPCC auch so bezeichnet, und ist weit entfernt von Erhitzung, Krise oder Katastrophe, wie interessengeleitete Medien uns weismachen wollen.
Dies verschweigt die Klimalobby und sorgt dafür, dass Unmengen an Geld für die CO2-Vermeidung ausgegeben werden statt für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel.
„Klima-Wahrheit“ weitet den Blick auf die Zusammenhänge. Vor allem ist es ein Buch gegen den grassierenden Klimapopulismus, der jegliche Klimaänderung und jede Wettererscheinung auf einen erhöhten CO2-Gehalt der Atmosphäre zurückführt.
Wechselnde Sonnenaktivitäten, sich überlagernde Periodika wie zyklisch auftretende Strömungen der Ozeane und astrophysikalische Einflüsse wie das Pendeln der Erdachse machen die Klimawissenschaft äußerst kompliziert, stehen aber der stupiden Abhängigkeit „je mehr CO2, desto wärmer“ völlig entgegen.
Aber mit so einfachen Thesen lassen sich breite Teile der Bevölkerung beeindrucken und verängstigen, Kinder und Jugendliche fanatisieren. Am Ende wird nicht mehr darüber nachgedacht, wie unlogisch manche Äußerungen sind. Episode am Rande von mir: Eine Grünen-Politikerin behauptete, der Klimawandel sei von Menschen gemacht, „zu hundert Prozent, zu mehr als hundert Prozent …“. Spätestens hier wird das unlogische Chaos in grünen Köpfen deutlich, angetrieben durch den missionarischen Eifer der lobbygeführten Weltretter.
Dass es am Ende nicht ums Klima geht, sondern um Macht und Geld, dürfte dem halbwegs aufgeklärten Teil der Bevölkerung klar sein. Dr. Werner Huber führt das Thema weiter, natürlich auch zur „Energiewende“ und zu den Auswirkungen der Klimademagogie auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen. Interessengeleitete Lobbyisten und ihre Helfer in Politik und Medien machen sich ethisch-moralisch schuldig gegenüber den nachwachsenden Generationen.
Der Autor benennt am Ende die echten Risiken der Zukunft, die größer sind als eine im geschichtlichen Vergleich milde Erwärmungsperiode, die ohnehin eine vorübergehende ist. Aber – lesen Sie selbst.
Fazit: Volle Punktzahl.
Werner Huber, Klima-Wahrheit. Ewiger Wandel, Geschichtsmacht, Klimastreit, Klima- und Energiezukunft. Gerhard Hess Verlag, Klappenbroschur, 300 Seiten, 22,80 €



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