Durchsuchungen wegen organisierten Asylmissbrauchs durch Schleuser

Dem Geschäft mit Asylbetrug und Schleuser-Dienstleistungen sind die Sicherheitsbehörden bei Razzien in mehreren Bundesländern auf die Spur gekommen.

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„Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hannover vollstreckten die Einsatzkräfte – darunter auch Spezialkräfte der Bundespolizei aufgrund der besonderen Gefährlichkeit der beiden Hauptbeschuldigten – zwei Haftbefehle gegen die im Raum Hannover ansässigen Hauptbeschuldigten sowie 22 Durchsuchungsbeschlüsse in den Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Berlin, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern.“ Das meldet der Focus.

Einem Iraner und einem Deutschen werde „das gewerbs- und bandenmäßige Einschleusen von Ausländern sowie die gewerbsmäßige Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung vorgeworfen.“ Weitere Beschuldigte seien die Ehefrau und die Mutter des Iraners, ein Mitarbeiter der iranischen Botschaft und ein Rechtsanwalt.

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Codewort Asyl
Auf einem Facebook-Account sei mit der Einschleusung durch erschlichene Visa nach Deutschland und in andere EU-Länder wie der anschließenden Betreuung durch ein „Netzwerk von Urkundenfälschern, Dolmetschern und Rechtsanwälten“ geworben worden – mit angeblich hundertprozentiger Erfolgsgarantie. Der als Dolmetscher tätige Iraner soll die Migranten gegen Sofortzahlung auf Anhörungsgespräche im Asylverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geschult und sie zu erfundenen Flucht- und Verfolgungsgeschichten angeleitet haben.

Die Welt berichtet vom Vorwurf der Sicherheitsbehörden, eine Art „All inclusive“-Schleusung etabliert zu haben – „von der Ausreise bis zum erfolgreichen Antrag“. Vor allem Iraner und Afghanen seien nach Deutschland gelotst und systematisch für das Anhörungsverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) trainiert worden. Dazu seien die Migranten zum Schein zum Christentum konvertiert, um als Asylbewerber anerkannt zu werden, hätten z. B.  Bibelstellen wie das „Gleichnis vom verlorenen Sohn“ aus dem Lukasevangelium auswendig gelernt und sich den Besuch von Gottesdiensten bestätigen lassen. Die Schleuser hätten mitunter wohl auch geraten, sich dazu bereits im Heimatland mit einem Kreuz fotografieren zu lassen.

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