Der Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis steht für journalistische Distanz. Nun wird ausgerechnet die ZDF-Polit-Aktivistin Dunja Hayali geehrt – trotz zahlreicher publizistischer Fehltritte. Die linksmediale Blase zeichnet sich einmal mehr für ihre eigene politische Haltung aus. Belohnt wird damit nicht Distanz, sondern die richtige Gesinnung.
picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“ Dieses vom damaligen Tagesthemen-Mann Hanns-Joachim Friedrichs (1927–1995) vorgegebene Leitbild ist auch das Motto des 1995 begründeten und nach ihm benannten Journalistenpreises. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert; Vorsitzende der Jury ist aktuell Sandra Maischberger (WDR).
Längst freilich muss man feststellen, dass die Liste der Preisträger mittlerweile in mehreren Fällen den Namen Hanns-Joachim Friedrichs und dessen journalistisches Leitbild beschädigt. Zu den Preisträgern bislang gehörten – neben durchaus respektablen Leuten – nämlich unter anderem:
- 2025 die nicht nur subtil propalästinensische ARD-Frau Sophie von der Tann (Sophie Henny Elinor Feiin von und zu der Tann-Rathsamhausen);
- 2021 der USA-Korrespondent und notorische Trump-Nörgler Elmar Theveßen (ZDF);
- 2021 qua Sonderpreis das „ZDF Magazin Royale“ des Jan Böhmermann;
- 2018 die bekennend linke Panorama-Moderatorin Anja Reschke (NDR)
Das sind Preisträger, die ihre Sache, ihre Gesinnung implizit zu einer „guten Sache“ erklärten und entsprechend verfolgten. Hauptsache: woke und gegen Rechts.
Nun hat die Jury wieder zugeschlagen und für 2026 zwei ZDF-Damen gekürt:
- Sarah Tacke, Leiterin der ZDF-Redaktion Recht und Justiz,
- Dunja Hayali, ZDF-Moderatorin von „heute journal“ und „Morgenmagazin“.
Mit der sich stets besonders klug und betulich gebenden Sarah Tacke wollen wir uns hier nicht näher befassen.
Unser besonderes Interesse gilt hier zum wiederholten Male Dunja Hayali. Über sie schreibt die Jury soeben unter anderem reichlich verquast (Pardon, die längere Passage muss jetzt sein):
„Seit vielen Jahren wächst in der Öffentlichkeit Misstrauen gegen ‚Mainstream‘-Medien, während sich giftiger Einfluss der US-Plattformen in unsere Kultur professionell ‚kuratierter‘ Information frisst… Seitdem verschwimmen Grenzen zwischen Privatem und Professionellem. Dunja Hayalis Hund schafft es ins ‚heute-journal‘, Tätowierungen werden auf Instagram nicht verborgen. Wer es braucht, kann sich ein Bild davon machen ‚was das für eine ist‘ und schiebt sie in die Schublade, die in seiner Welt für ‚solche Typen‘ vorgesehen ist. Das passiert noch mehr, wenn Dunja Hayali auf Rechtsaußen-Demonstranten, ‚Querdenker‘ oder Salafisten zugeht, Fragen stellt und die Aggressionen, denen sie dabei ausgesetzt ist, öffentlich macht – so roh sie auch sein mögen. Ihre Fragen werden nicht beantwortet, stattdessen wird die Fragende angegriffen. Bei Drehs für Reportagen entstehen Bilder nicht von Dialog, sondern von Konfrontation, und es kann der Eindruck entstehen, dass es nicht mehr um die Kundgebung geht, sondern um die Reporterin. Damit muss sie zurechtkommen – wie auch mit der Kritik, die damit einhergeht. Seit mehr als einem Jahrzehnt steht sie aufrecht in der nie endenden Serie von ‚Shitstorms‘, die über sie hereinbrechen –voller Hass und Gewaltfantasien. Und dann ist sie, im Studio von ‚heute-journal‘ und ZDF-Morgenmagazin, wieder die professionelle Moderatorin, die bestens vorbereitet in alle Richtungen kritisch fragt, bei der Sache bleibt, und gerne auch mal lacht – selten, dass sie ausrutscht. Bei ihren Doku-Reportagen, beispielsweise zuletzt über Missstände bei der Deutschen Bahn, erlebt man, wie sie auf Menschen zugeht, Vertrauen weckt und Dinge erfährt, die bei den Interviewten nicht auf dem Sprechzettel standen. In einer Zeit, in der Journalistinnen und Journalisten zeitgemäße Wege suchen, die Ergebnisse ihrer Arbeit an die Öffentlichkeit zu bringen, liefert Dunja Hayali ein mutiges, erfolgreiches Modell.“
Eine Nummer kleiner geht‘s nicht, mehr Legendenbildung ist nicht möglich. Und: Keine Rede ist davon, dass Skandale den Weg der Dunja Hayali pflastern. Eine weniger „preiswürdige“ Auswahl:
- Am 20. Juli 2025 sprach Hayali im heute journal von einer „Wucht von Verleumdung und Desinformation“ gegen die SPD-Richterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. Die ZDF-Redakteure unterlegten diese Aussage mit Screenshots von Beiträgen unter anderem der Plattformen Tichys Einblick, Apollo News, Nius und der Jungen Freiheit. Im zugehörigen Beitrag zur abgesagten Richterwahl hieß es: „Unzählige Falschmeldungen kursieren schon mehrere Tage zuvor im Internet. All dies ohne konkrete Belege für tatsächliche Fehler oder Falschbehauptungen. Geraune und Anschuldigungen – aber keine Belege.“ Die höchst umstrittenen Aussagen der SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf wurden nicht eingeblendet, auch nicht, dass Brosius-Gersdorf bei einer Anhörung im Bundestag die Menschenwürdegarantie des Grundgesetzes relativiert hatte.
- Im ZDF-Morgenmagazin bezeichnete Hayali im Oktober 2025 in Israel inhaftierte palästinensische Terroristen und Straftäter als „palästinensische Geiseln“.
- Am 10. September 2025, als der christliche Influencer Charlie Kirk an der Utah Valley University ermordet wurde, behauptete Dunja Hayali, dessen Ansichten seien „sexistisch, rassistisch“ und „menschenfeindlich“ gewesen. Belege? Fehlzeige!
- Am 15. Februar 2026 zeigte das ZDF heute journal, moderiert von Dunja Hayali, herzzerreißende Szenen von Kindern, deren Eltern festgenommen oder die von Agenten der US-Einwanderungsbehörde ICE abgeführt wurden. Doch ein Video war KI-generiert, ein zweites bereits vier Jahre alt und in einem völlig anderen Zusammenhang aufgenommen worden. Konsequenz? Eine dürftige Entschuldigung, eine noch dürftigere Notiz auf der ZDF-Website.
Fazit: Hayali ist so recht nach dem Geschmack der woken politmedialen Blase inkl. Bundespräsident Steinmeier. Letzterer hatte der ZDF-Frau bereits 2018 persönlich das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. „Grund“: Hayalis angeblich herausragendes zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass im Netz sowie ihr Einsatz für Demokratie und Meinungsfreiheit.
Da kann der deutsche Michel ja wieder beruhigt schlafen. Und allmonatlich 18,36 Euro „Demokratieabgabe“ für die „Öffentlich-Rechtlichen“ abdrücken.


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Na wenn die sonst nichts vorzuweisen haben als im Bestfall ein Badeentenstudium, dann sind solche Preislis freilich von ganz besonders hoher Bedeutung.
Spezialdemokraten unter sich…….
Kennen wir alles aus der DDR. Es ist ein ekelhaftes System.
Die links-grün versiffte Blase war wohl gestern in Geberlaune. IM Erika wurde auch irgendein Blech in Günthers S.-H. umgebammelt. Scheint noch genug von dem Schrott in den Kellern rumzugammeln.
Na ja, was sollen sie auch sonst tun, als sich selbst die Orden anhängen. Macht ja keiner, der sich noch seines Verstandes bedient.
Das erinnert mich an die ordenbehangene Nomenklatura im „real existierenden Sozialismus“. Da scheint es ein Muster zu geben.
PS:
Die zitierte „Laudatio“ finde ich übrigens sehr gut beschrieben. Allerdings bezweifele ich, dass dort Ironie oder gar Selbstkritik zu finden ist.
Die glauben wirklich, dass es so sein soll!
Bekannter Reflex. Je enger es für die eigene Mischpoke wird, desto mehr hebt man sie in den Himmel. Ein echter und vor allen unabhängiger und liberaler Journalist empfindet diesen Preis als schwere Beleidigung. Aber Dunja ist ja schmerzfrei und so was von liiiiiiiiiiiiiinnnnnnnnkkkkkkkksssss -woke, das sich die Balken biegen.
Wer hindert Sie eigentlich daran, selbst einen Hans-Joachim Friedrichs-Preis zu verleihen? Einen „alternativen“ sozusagen.
Einen, der etwas wert ist. Mir fielen da schon ein paar mögliche Preisträger ein. Daran soll es nicht scheitern…
Gibt es denn keine Nachkommen von ihm, die dem Staatsfunk gerichtlich untersagen, den Namen von Hajo Friedrichs weiter für einen Agitationspreis zu mißbrauchen?
Die beiden Demokratiedarsteller waren einfach wieder dran – gestern gehört, heute schon vergessen.
Medien, die sich ständig mit dem unwichtigsten Aspekt der linksmedialen Blase (statt mit wichtigen Entwicklungen der Welt) befassen, gehören ebenfalls zu dieser Blase. Egal, ob man auf diese von links oder rechts schaut.