Der Automobilriese Stellantis meldet Milliardenabschreibungen für das zweite Halbjahr 2025. Zugleich verkündet die Konzernführung eine strategische Rückkehr zu klassischen Verbrennungsmotoren und stärkere Fokussierung auf Hybridantriebe. Die Mauer der grünen Transformationsillusion erhält die nächste Bresche.
picture alliance / abaca | LaPresse/ABACA
Schwarzer Tag für den Automobilkonzern Stellantis, dem Mutterkonzern von Marken wie Fiat, Chrysler und Opel. Am Freitag exekutierte das Unternehmen angesichts katastrophaler Geschäftsergebnisse seine E-Auto-Strategie und meldete Abschreibungen in Höhe von 22 Milliarden Euro, die sich allein während der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres kumulierten. Bilanztechnisch bedeutet dies für den zweitgrößten Automobilanbieter auf dem europäischen Markt einen Verlust von 19 bis 21 Milliarden Euro für diesen Zeitraum.
Erste Leidtragende dieses wirtschaftlichen Desasters sind die Aktionäre: Die Dividende für das laufende Jahr wurde unmittelbar nach Veröffentlichung der Zahlen gestrichen. Und auch in den kommenden Jahren ist nicht damit zu rechnen, dass sich das Geschäft schnell erholen wird. Die Aktie verlor im Tagesverlauf bis zu 25 Prozent ihres Wertes und riss den gesamten Sektor in die Tiefe.
Als Beleg für den strategischen Wandel der Firma wurde die Beteiligung an einem kanadischen Batteriewerk für symbolische 100 Dollar abgeschlossen – ein Projekt, das einst eine Milliardensumme verschlungen hatte. In den USA wird der reine Elektro-Pickup RAM 1500 REV vollständig aus dem Angebot genommen. Das Unternehmen kehrt zu klassischen Verbrennern und Hybridmodellen zurück. Gleiches gilt für eine Verzögerung der Elektropläne bei Alfa Romeo sowie für eine generelle Reduzierung des Engagements bei vollelektrischen Klein- und Mittelklassemodellen.
Politische Märkte sind Traumwelten
Stand heute können wir festhalten: Der von der Politik vollmundig angekündigte Elektroauto-Boom ist ausgeblieben. Nach Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs der Automobilindustrie, in denen die Hersteller von politischen Erzählungen der grünen Transformation verführt und Käufer mit E-Auto-Prämien gelockt wurden, setzt nach der künstlichen Euphorie nun der Kater ein.
Stellantis wird sich künftig stärker an der tatsächlichen Nachfrage orientieren und weniger von politischen Vorgaben leiten lassen. Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen soll zwar fortgesetzt werden, künftig jedoch konsequent marktorientiert und stets mit Blick auf die Bedürfnisse der Käufer. Einmal mehr bewahrheitet sich die Lehre der klassischen Tragödie. Menschen lernen nur durch schmerzhafte Erfahrungen.
Auf die ideologiefixierte Politik rollt nun ein Tsunami schlechter Nachrichten zu. Auch deutsche Automobilkonzerne ziehen nach und kündigen Strategiewechsel an. So verschieben beispielsweise Mercedes und der Volkswagen-Konzern große Teile ihrer Elektropläne, investieren wieder in Verbrennermodelle und rücken von einst als reine Elektroprojekte geplanten Vorhaben ab. Dem Beispiel folgt auch Porsche, das seine E-Rollouts reduziert und stärker auf Hybridvarianten setzt.
Wie lange wird es in diesem Umfeld wohl dauern, bis das Experiment des politisch erzwungenen Verbots der Verbrennertechnologie als klassischer politischer Kniefall vor der Realität endet? Mittelfristig werden Hybridantriebe und effiziente klassische Verbrennungsmotoren wohl das Rennen machen, denn niemand kann sich vom amerikanischen Binnenmarkt abkoppeln. Wer heute konkurrenzfähig sein will, insbesondere gegenüber der chinesischen Konkurrenz, muss dies berücksichtigen.
Hauptaugenmerk: US-Markt
Der toxische Mix aus selbst verursachter Energiekrise, restriktiven Regulierungsvorgaben der grünen Transformation und dem scharfen Wettbewerb aus Übersee hat die deutsche Automobilindustrie besonders hart getroffen. Das zeigt der Rückgang der Produktion seit dem Jahr vor den Corona-Lockdowns 2019: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland nur noch rund 4,15 Millionen Autos gefertigt – ein Minus von etwa 18 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Niveau.
Die Hersteller weichen zunehmend auf andere, auch europäische Standorte wie Ungarn, Polen oder die Tschechische Republik aus. Nach Angaben des Branchenverbands VDA wurden im Zuge der Produktionskürzungen allein in den vergangenen beiden Jahren rund 55.000 Arbeitsplätze in diesem nach wie vor fundamentalen Industriebereich der deutschen Wirtschaft gestrichen.
Losgelöst vom traurigen Schicksal derer, die im Zuge der Stellantis-Krise aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Existenz verlieren, gewährt der Fall einen tiefen Einblick in die Verheerungen, die politisch-ideologische Systeme auslösen. Je weiter der Graben zwischen dem politischen Wunschergebnis emissionsfreier Mobilität und der tatsächlichen Marktwirklichkeit aufreißt, desto teurer wird dieses wirtschaftliche Experiment. Die klassische Interventionsspirale gewinnt an Schwung.
Dass die Bundesregierung nun angesichts des fußlahmen E-Automarktes das bereits gescheiterte Instrument der Kaufprämie reaktiviert und mit Milliarden an Steuergeldern versucht, diesen Markt zu beleben, bestätigt diese These.
Man darf gespannt sein, zu welchen Ergebnissen der Strategiewechsel der europäischen Autobauer führen wird, wenn in politischen Kreisen die Erkenntnis reift, dass die Branche nicht länger der vorgegebenen Transformationslogik folgt.
Manchmal hilft es, Fakten zu schaffen und sich nicht länger auf medienwirksame Schauspiele wie Krisengipfel und Subventionsversprechen zu verlassen. Das dürften inzwischen selbst die vom Transformationstheater bezauberten Funktionäre der deutschen Automobilwirtschaft eingesehen haben.




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Firmen wie Stellantis haben ICE- Autos als veraltet und e-Autos als die Zukunft vermarketet. Auf einmal wollen sie den Leuten wieder ‘veraltete’ Technik anbieten. Und solchen Firmen soll man noch vertrauen?
In unserer hiesigen Gegend gab es zwei Brände im Zusammenhang mit PV.
Sogleich wurde das Risiko marginalisiert.
Trotzdem blöd wenn einem die Hütte abbrennt weil man auf andere gehört hat.
Leider begreifen die Menschen es nicht.
Manipulation führt zu nichts Gutem.
Ich kenne Leute, denen ist schon 2 mal das Dach wegen Solar abgebrannt. Und jedes Mal wurden neu Panele aufgenagelt, weil die „neuen“ ja so viel sicherer sind. Der Deutsche ist Politik-hörig!
Erst wenn die ganzen Klimajünger verstanden haben, dass Transformation evolutionär unter Einbindung der Zustimmung der Bevölkerung erfolgen muss, könnte man sich auf den Weg machen. Das eine tun ohne das andere zu lassen. Bestehende Infrastruktur nicht zerstören, sondern bis zum wirtschaftlichen Ende laufen lassen und gleichzeitig in private PV Anlagen mit eigenen Stromspeicher investieren, ist der Weg. Grüner Wasserstoff ist genauso realistisch, als wenn die Erde eine Scheibe wäre. Vollkommen sinnbefreit. Windräder, werden bis auf aktuell eine Ausnahme, wahrscheinlich nie ohne Subventionen, gewinnbringend arbeiten können. Moderne Verbrennermotoren mit Hybrid verbrauchen weniger als 4 Liter. Also liebe Politiker, wacht endlich auf… Mehr
Die Evolution auf diesem Gebiet hat bereits vor über 100 Jahren stattgefunden, dabei ist die E-Mobilität ausgestorben.
Diese veraltete, evolutionär überholte Technologie wiederzubeleben, ist bisher jedes Mal kläglich gescheitert (MAN E-Busse in den 70ern, VW CitySTROMer in den 80ern, CitySTROMer II in den 90ern, sämtliche Versuche in den 2000/2010ern)..
Meine Pflanzen wünschen sich Co², zukünftig problematisch wird wahrscheinlich die Zufuhr von Wasser sein. Doch eine nachhaltige, positiv Wetter-fördernde Wasserwirtschaft haben die grünen Phantasten nicht auf ihrer Agenda, holzen lieber den Urwald ab um eine Autobahn zum Beweihräucherungstreffen zu bauen. Aber klar, mit Wasserwirtschaft ist ja kein Geld zu verdienen wie mit von den Bürgern subventionierten Windrädern, Photovoltaik-Anlagen oder diesen E-Karren, deren aller ökologische Fußabdruck bei der Herstellung in keinem Verhältnis zum Gewinn für den Bürger bei der Benutzung steht. Gewinner sind wie immer skrupellose Geschäftemacher, denen die nachhaltige Entsorgung dieser Errungenschaften völlig egal ist.
Verstehe ich nicht. Ein Fiat 500 La Prima mit 42 kWh-Batteriekapazität hat doch nur einen Listenpreis von knapp 35.000 Euro. Dafür bekommt man immerhin einen Kleinstwagen mit zwar mäßiger Qualität, aber immerhin schnuckeligem Aussehen. Und das will keiner haben?
Wer hat’s gemacht?
Die schwarz-rot-grünen sozialistischen Klimaplanwirtschafter.
Bedankt euch bei dieser Sekte, der ihr auch begeistert gefolgt seid. Klimaprediger haben vollmundig eine neue Zeit eines Ökoparadieses versprochen, wo Milch und Honig fließt. Da hat wohl keiner nachgerechnet. So ist es meistens mit den „einfachen Lösungen“.
Das E-Auto als Vollersatz für Diesel und Ottomotor war von Anfang an ein Irrweg. Wegen der Versorgungssicherheit, wegen der Technikprobleme, wegen der fraglichen Nachhaltigkeit des ganzen Stromproduktionskreislaufs. Keiner hat sich bisher mit Recykling von Akkus, Solarzellen und Windrädern befasst. Zumindest liest man nichts darüber.
Keine der bisher 15 Milliarden einzelen Batteriezellen der Tesla-Fahrzeuge enthalt auch nur ein einzigs Gramm recycelten Rohstoff.
„… Die Aktie verlor im Tagesverlauf bis zu 25 Prozent ihres Wertes …“
Nun ja: man hätte auch Edelmetalle kaufen können. Aber dann wäre man ja „rechts“ gewesen, anstatt grüne Superideen zu fördern.
Irgendwie kommt es mir so vor, als holten sich hier genau die Richtigen ihre blutigen Nasen …
Bislang liest man auch aus diesem Konzern in den Autozeitungen fast ausschließlich von neuen Elektromodellen , insofern darf man auf die Trendwende gespannt sein. Was die deutschen Autobauer anbelangt, die werden sklavisch, vielleicht mit minimalen Korrekturen , bis zum eigenen Untergang, zumindest hierzulande, der Politik folgen!
Für die kommenden Jahre sind Investitionen in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar geplant, um wieder in den Wachstumsmodus zu gelangen. Dies lässt den Schluss zu, dass Europa bei den strategischen Überlegungen der Chefetage an relativer Bedeutung verliert. Diese Strategie ist die einzige logische Konsequenz. Man ist nicht wettbewerbsfähig gegenüber chinesischen E-Autos, viele Verbraucher wollen auch kein E-Auto, und wenn dann das E-Auto auch noch vorgeschrieben wird und Verbrenner verboten, dann ist die logische Konsequenz in diesen Markt und diesen durch den Klimawahn überzogenen Energiepreisen und Umweltauflagen keinen müden € zu investieren. Die EU zerstört somit die europäische Autoindustrie, die dann… Mehr
Die Idee war gut. Sie wurde nur schlecht ausgeführt. Aber beim nächsten Mal klappt es bestimmt. Der Sozialismus siecht immer!