Caren Miosga lädt in ihre Sendung Collien Fernandes ein, die die Vorwürfe gegen ihren Ehemann vor Millionen wiederholen kann – ohne dass er die Möglichkeit zur Verteidigung erhält. Die Justizministerin kommentiert das Geschehen dann und arbeitet es in Gesetze um. Eine plumpe Kampagne, findet Tagesthemen-Insiderin Annekatrin Mücke.
Die ARD ergreift Partei im Skandal um Collien Fernandes. Die Schauspielerin wirft ihrem Ehemann vor, dass er Fake-Videos und -Bilder sexueller Natur unter ihrem Namen geteilt haben soll. Diesen Vorwurf kann sie in der ARD-Talkshow von Caren Miosga wiederholen – die Gegenseite kommt nicht zu Wort. Im Gegenteil: Trotz eines Angebots, an der Sendung teilzunehmen, ist Christian Ulmens Anwalt nicht erwünscht. Bei der Sendung dabei sitzt jedoch Bundesjustizministerin Stefanie Hubig. So wird eine Talkshow zum Tribunal, bei dem die Schuld Ulmens fast schon vorausgesetzt wird. Der Einwurf „Es gilt die Unschuldsvermutung“ ändert daran auch nichts.
Miosga und die ARD machen sich damit zum Teil einer Kampagne gegen die Bürgerrechte. Einer Kampagne, mit der Hubig ein Gesetz durchbringen will, das weit in die Privatsphäre der Bürger eingreift – vorgeblich im Kampf gegen „Deepfake-Pornographie“. Praktisch werden aber auch Satire und Karikatur kriminalisiert; faktisch wird eine Vorratsdatenspeicherung eingeführt; theoretisch bleiben Bürgerrechte gerade so erhalten – bis zum nächsten Skandal.
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Ach Gottchen, ist das etwas Neues? Sternchen wollen mehr Öffentlichkeit, um mehr Geld zu verdienen. Mit „me too“ fing doch alles so richtig an. Frauen dürfen behaupten, was sie wollen, es ist immer die Wahrheit. Der Mann ist immer der Schuldige. Die Frauchen weinen sich vor der Kamera aus und zeigen uns, dass sie nicht starke Typen sind, sondern weinerliche Etwas mit dem Hang zum inrigieren sind. also das Gegenteil dessen, was sie uns vormachen wollen. Das sage ich als Frau. Starke, richtige Frauen können das selbst lösen und das nicht erst nach langer Zeit sondern sofort. Das, was Frauen… Mehr
Herr Tichy und Frau Mücke haben grundsätzlich recht. Stimmt, um Deepfakes ging es in der Sendung mit Frau Miosga, aber das sind bei genauer Analyse nur die Aufräumarbeiten nach der Explosion. Das Streichholz, was die Sprengladung gezündet hat, das war gleich zum Anfang die Behauptung von der „Virtuellen Vergewaltigung“, siehe Spiegeltitel. Und mein Eindruck ist, erst als dieses den Irrsinnigen auf den Demos auf Schildern und Kommentare entgegengehalten wurde. Dass eine virtuelle Vergewaltigung eine Lüge ist, im Vergleich mit den vielen echten Vergewaltigungen, einzeln und als Massenvergewaltigungen, erst als dieses Argument den Beteiligten mit ihrer Doppelmoral vor Augen geführt wurde,… Mehr