Corona: Der Crash ist da?

Marc Friedrich im Gespräch mit Roland Tichy über die Folgen des Corona-Crashs: Wie tief geht die Krise und wie kann sie überwunden werden? Was macht man jetzt - abwarten und Tee trinken oder schnell handeln?

 

„Den größten Crash aller Zeiten“ haben die beiden Finanzberater Marc Friedrich und Matthias Weik in ihrem Bestseller prophezeit. Ist das der prophezeite Crash – oder haben die beiden Autoren einfach nur zutreffend geraten mit ihrer Prognose? Sind ein Virus und seine Auswirkungen auf die Wirtschaft vorhersehbar – aber vor allem: Wie geht es jetzt weiter?

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Kommentare ( 21 )

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Marie-Jeanne Decourroux
7 Monate her

Ich kann mir nicht helfen, aber es hat für mich etwas Unseriöses, die Auswirkungen einer unvorhergesehenen und unvorhersehbaren Pandemie als Bestätigung einer Prognose darzustellen, die aus ganz anderern Voraussetzungen abgeleitet wurde.

Herr Friedrich sagt es ja selbst [ab Minute 8:00]: in JEDEM Fall hätte das Virus die Wirtschaft einbrechen lassen.

Wo ist also ist der logische Zusammenhang mit Friedrichs Prognose ??? 😵

Verwunzelt
7 Monate her

Also ich verstehe dieses Interview nicht, wie es einige Kommentatoren hier offenbar tun, als kostenlose Anlageberatung. Stattdessen spricht Herr Friedrich hier eher als Volkswirt, auch wenn ersteres eher zu seinem Berufsbild passen würde. Seine Aussagen sind soweit sicherlich in vielem richtig und nachvollziehbar. Gerade die Rede von der Politik der EZB und der Staaten nach der Finanzkriese, von Zombieunternehmen die durch die Nullzinspolitik zur Insolvenzverschleppung angehalten werden, kann man auch bei anderen renomierten Ökonomen nachlesen. Letztlich muss ich aber sagen, dass es mich nach spätestens 10 Minuten dunkler Lagen- bzw. Krisenbeschreibung nach Lösungsfindung dürstet. Es ist keine große Kunst die… Mehr

Til
7 Monate her

Marc Friedrich hat sich spätestens mit seiner Empfehlung für Bitcoin als Anlageberater disqualifiziert. Der Wert dieser spekulativen Kryptowährung wird früher oder später bei Null enden. Da halte ich mich lieber an die Empfehlungen von Markus Krall, von dem ich hier gerne regelmäßig ein Status-Update lesen würde.

IJ
7 Monate her

Das Gespräch war interessant, aber leider auch nicht mehr. Finanzmarktaktuere benötigen indes konkrete Entscheidungsgrundlagen zum Was und Wann. Die wesentliche Frage aktuell ist, wann man denn wieder in Aktien einsteigen kann (Wer jetzt noch welche hält, dem ist ohnehin nicht zu helfen.). Interessante Hinweise liefert dazu der Baltic Dry Frachtraten Index, der dem Aktienmarkt als Frühindikator voraussläuft. Nach einem massiven Abschwung seit ca. Sept. 2019 begann er Ende Feb. 2020 wieder zu steigen. Geht man von einer ca. 5-6 monatigen Vorlaufzeit aus, wäre Mitte / Ende Juli 2020 wieder der richtige Zeitpunkt, um über einen Wiedereinstieg nachzudenken. Zudem hätte dann… Mehr

Wolfgang M
7 Monate her

Weder der Corona-Virus, noch der Streit zwischen Russland und den OPEC-Staaten war vorhersehbar. Insofern kommt das wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Wer einen Crash im ersten Halbjahr 2020 vorhergesagt hat, hat mit seiner Prognose Glück gehabt.
Wer seine Liquidität noch nicht verschossen hat, kann jetzt günstig Aktien kaufen.

Alfons Kuchlbacher
7 Monate her

Und dann muss ich noch an Jordan Peterson denken: „You must go down into the belly of the whale and rescue your father.“ Wenn das Unbekannte auf uns einbricht, wir es nicht einordnen können, gilt es sich der Herausforderung zu stellen und daran zu wachsen.

herbert b.
7 Monate her

Du lieber Himmel, bei dem Schnellfeuer-Sprech, wer kann da noch richtig den Überblick behalten. Im Hobellied gibt es einen Vers, der lautet: „Am Ende weiß keiner nichts“. Selbst Herr Tichy, wenn auch mit sehr klugen Einwürfen aufwartend, wirkt eher, ich möchte sagen…zurückhaltend. Mein persönliches Geständnis lautet, daß ich Menschen wie dem Herrn Friedrich, wenn auch durchaus sympathisch, rein instinktiv distanziert begegne – trotz, oder gerade wegen, einer erheblichen Brillanz. Dies besonders dann (das ist aber nur meine „Lebensweisheit“), wenn sich so etwas wie Faszination an einen ranschleicht. Mir war das alles, ehrlich gesagt, irgendwie zu glatt. Der Mann ist scheinbar… Mehr

nomenestomen
7 Monate her
Antworten an  herbert b.

Das ist auch mein subjektiver Eindruck, was vielleicht nicht ganz fair ist, denn ich würde gern objektiv Bezug nehmen können, aber Herr Friedrich kommt mir in erster Linie wie ein glatter Vertriebler vor, weshalb ich einem Herrn Krall instinktiv mehr Glauben schenke.

Slawek
7 Monate her
Antworten an  herbert b.

Bei mir schleicht sich das gleiche Gefühl ein. Mir fällt dazu das Trump’sche „Fortune Tellers“ und „Prophets of Doom“ ein. Wirtschaft ist zwar wichtiger als Klima, finde ich. Aber die Frage für mich ist auch hier nicht die wann die Welt zu Ende geht, sondern wie windet man sich da heraus.

Johann Thiel
7 Monate her

Also was der Herr Friedrich da alles losgelassen hat, war ja eher so eine Art Schrotflintenvariante nach dem Motto, irgendetwas trifft immer. Alles für möglich halten kann man immer, dass aber hat keine Substanz. Da sind mir Herrn Kralls wunderbar überzeugend vorgetragenen logischen Ketten schon lieber und vor allem lehrreicher, auch wenn diese in ihrer Vorhersage wohl auch nicht stimmen. Es gibt einfach zu viele Unwägbarkeiten. Aber wenn man einfach nur alle möglichen Gruselszenarien herunterspulen will und die schwarzen Klamotten unpassenderweise ausgerechnet jetzt probetragen will, dann passt das schon irgendwie zusammen.

Thrym
7 Monate her

Vielen Dank für das wirklich tolle Video! Aber eine Verständnisfrage hätte ich: Der Satz „Vor jeder Hyperinflation kam die Deflation“ mag historisch korrekt sein, allerdings stößt er mir etwas sauer auf. Momentan wird unser Geldsystem doch schon so sehr durch das Bedrucken von Papier im Akkord verwässert, dass man erstmals in der Geschichte dafür bezahlen muss, wenn man es loswerden möchte (Minuszinsen). Wie soll eine Deflation zustande kommen, wenn jeden Tag Milliarden an DIN-A4-Blättern ohne jeglichen Gegenwert von der EZB in Geld verwandelt werden? Wie, wo und warum sollte es Geldknappheit geben? Ansonsten bin ich absolut Ihrer Meinung. Für die… Mehr

Politikmausi
7 Monate her
Antworten an  Thrym

Das meiste Geld, das gedruckt wird, kommt nicht in der Wirtschaft an. Die Banken bunkern wie verrückt das Geld, das die EZB schafft. Deshalb ist der Einlagenzins negativ und deshalb ist bereits der 500-€-Schein abgeschafft worden. Kleine Unternehmen bekommen kaum noch Kredite und jeder flüchtet in Sachwerte, was die Schere zwischen Reich und dem Rest der Bevölkerung immer weiter auseinandertreibt. Durch die Nullzinspolitik weiß niemand mehr, in was er eigentlich noch investieren soll, weil es keine Marktsignale mehr gibt. Der Ottonormalverbraucher neigt dann ebenfalls zum Bunkern von Geld. Liquiditätsfalle nannte das Keynes. Das meiste Geld versickert in bestimmten Kanälen der… Mehr

Del. Delos
7 Monate her

Hier ist ein hochinteresanter Link zum gleichen (Corona-)Thema:
https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-act-today-or-people-will-die-f4d3d9cd99ca
Sehr empfehlenswert!

Wahl1
7 Monate her
Antworten an  Del. Delos

Danke für den Link. Übersetze es mir mit Deepl. Habe bisher keine Auflistung wie diese gelesen. Sehr informativ.

Kapitaen Notaras
7 Monate her
Antworten an  Del. Delos