TE Sonntagswecker: Aufbruch statt Abbruch – Kernenergie weltweit

Der TE-Wecker erscheint ab jetzt auch am Sonntag - in einer längeren Hintergrund-Version. Diesmal mit einem ausführlichen Gespräch mit dem Physiker Dr. Björn Peters. Ideal für den Frühstückstisch – wir freuen uns, wenn Sie regelmäßig einschalten.

 

Im TE-Sonntagswecker behandeln wir die weltweit vorherrschende Aufbruchsstimmung der friedlichen Nutzung der Kernkraft, von der man in Deutschland so gar nichts mitbekommt.

Die Herausforderung weltweit ist nämlich nicht, Kernkraftwerke zu verkaufen, sondern die Produktionskapazitäten schneller schaffen zu können, als Kernkraftwerke gebraucht werden. Denn weltweit ist der Bedarf an neuen Kernkraftwerken so hoch, dass die Fertigungskapazitäten bei weitem nicht ausreichen, und schon so etwas wie Goldgräberstimmung herrscht.
Robert Habeck, derzeit grüner Bundeswirtschaftsminister, hat bekanntlich ein Osterpaket geschnürt. Nach dem soll Deutschland mit Wind und Sonne sich versorgen, also gewissermaßen mit Luft und Liebe. Weltweit ist man realistischer.
Wir schnüren hier ein Pfingstpaket zum Fest des heiligen Geistes und schauen in die Zukunft der Nutzung der Kernkraft – jedenfalls wie sie außerhalb der Grenzen Deutschlands gesehen wird.

Dr. Björn Peters – von Haus aus Physiker, arbeitete über zwei Jahrzehnte für die Kraftwerks- und Rohstofffinanzierung. Er ist seit 2016 ehrenamtlicher Ressortleiter Energiepolitik des Deutschen Arbeitgeberverbandes e.V. und zudem Finanzchef einer der aufregendsten Neugründungen im Kernkraftwerksbereich, der Dual Fluid Energy Inc. – jedoch nicht in Deutschland, nicht in Berlin, sondern in Vancouver, Kanada.
Dieser Flüssigsalz-Reaktor kann nicht „durchgehen“, gilt als sicher, nicht zuletzt durch eine Art Schmelzsicherung. Bei zu hohen Temperaturen schmilzt diese Sicherung, das radioaktive Innere fließt nach unten in eine Wanne und dadurch wird die Kettenreaktion unterbrochen.

Ein wesentlicher Trend: die Nutzung kleinerer Reaktoren ist in das Blickfeld des Interesses gerückt.

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Kommentare ( 7 )

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Everhard
27 Tage her

Vielleicht ist Ihr Name irreleitend, vielleicht haben auch ihre Kollegen von der pädagogischen Fakultät Sie gehirngewaschen. Wer weiß das schon. Was man aber leicht prüfen kann, ist, daß es erstens funktionierende Flüssigsalzreaktoren gab und gibt. Daß es darüberhinaus in dem Bereich erheblich bessere und genauere Berechnungen und Simulationen als in anderen Bereichen gibt, da ist also nix mit „wolkigen Phantasiegebilden“, das ist so ein Totschläger von Ihnen. Und daß darüber hinaus, das ist ja offenbar, ein Startup kein bereits fertiges und jahrzehntelang zigfach verkauftes Produkt hat. Deshalb fängt man ja an. Weil es genau das eben noch nicht gibt, es… Mehr

Britsch
27 Tage her

Wer sich nur ein Bischen informiert weiß daß man praktisch auf der Ganzen Welt Weiterentwicklungen gibt. es gibt teilweise auch bereits Reaktoren, die am Netz sind. Auf der ganzen Welt werden neue Reaktoren gebaut/ st bereits geplant neue Raktoren zu Bauen und ins Stromnetz zu Integrieren. Deutschland war Einst führen bezüglich Technik Kernenergienutzung. Es ist immer besser den tatsächlich Besten / mit den Besten Vorraussetzungen Weiterentwicklungen zu überlassen. In Deutschland gab / gibt es solche vielversprechenden Ansätze schon lange. Man hat in Deutschland aber Knüppel in den Weg gelegt wo es nur ging und geht. Weiterentwickeln in Deutschland vom Umfeld… Mehr

Mig
27 Tage her

Es dauert halt etwas von der Erfindung bis zum fertigen Kraftwerk.
Das es gebaut wird ist Fakt. Auch Windräder brauchten und brauchen eine Vorlaufszeit.
Das ist realer als zu behaupten ein Industrieland, wie Deutschland, mit Zappelstrom aus derWind und Solarenergie erfogreich durch die Zeit zu bringen. Nachts ist dunkel und am Tag weht kein Wind. Ups!

Bernd Bueter
28 Tage her

Solange die Wählermehrheit dem rot-grünen Sozialismus immer wieder ihre Zustimmung gibt, wird doch alles was geschieht, von einer Mehrheit getragen und ist somit gewollt.

Hannibal Murkle
28 Tage her

„ Nach dem soll Deutschland mit Wind und Sonne sich versorgen, also gewissermaßen mit Luft und Liebe“

Ich vermute stark, die Lobbyvereine für Green Tech wie *** (in einem guten WELT-Artikel vor Jahren beschrieben), können noch andere Vorteile für Lobbyismus bieten als Liebe. Statt Windräder hätte man Pyramiden bauen und Subventionen auszahlen können – ob da dem Wahlvolk der Groschen fallen würde?

Traurigkeit
28 Tage her

Als physikalischer Laie kann ich das was dort erzählt wird überhaupt nicht prüfen. Die Wissenschaft hat uns ja schon so alle tollen Projekte versprochen.
Aber: ich kann mir vorstellen das es sinnvoller gewesen wäre statt 10 Mrd nach Indien für irgendwelche Projekte zu überweisen, hier mal richtig zu investieren.

ketzerlehrling
28 Tage her

Deutschland bricht lieber ab, mit der Energieversorgung das ganze Land. Es ist offensichtlich, dass ein Ausverkauf und damit die Abwicklung stattfindet.