„Europa braucht zuerst eine geistliche Erneuerung“

Die Politologin Monika Bartoszewicz im Gespräch über die Erneuerung Europas: eine Erneuerung, die von einem Konservatismus ausgeht, der nicht nur defensiv auf die Bremse drückt, sondern proaktiv neue Spielregeln formuliert.

picture alliance / CHROMORANGE | Michelangelo Oprandi

Auf der Konferenz Battle for the Soul of Europe in Brüssel plädierte die Politologin Monika Bartoszewicz Anfang Dezember für einen neuen Konservatismus, der nicht nur reagiert, sondern proaktiv eine gestalterische Rolle einnimmt, um die Erneuerung Europas zu befördern. Im Interview mit TE geht sie auf die Voraussetzungen einer solchen Erneuerung ein und wendet sich gegen veraltete politische Kategorien.

Tichys Einblick: Frau Bartoszewicz, auf der Konferenz Battle for the Soul of Europe haben Sie betont, dass, wer Europa aus der Krise reißen will, nicht Systeme und Strukturen, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellen müsse. Können Sie diesen Ansatz näher erläutern?

Monika Bartoszewicz: Es geht sowohl um den Menschen als auch um die Gemeinschaft. Unsere Zivilisation ist auf das Individuum ausgerichtet, aber der Einzelne war nie ein Einzelgänger – er war immer Teil von etwas, das größer ist als eine einzelne Person.

Wenn man darüber nachdenkt, was es bedeutet, Europäer zu sein, dann liegt die Schönheit dieser Identität darin, Teil eines riesigen Gebildes zu werden, das so viel größer ist als man selbst, sozusagen eines herrlichen Gebäudes. Wenn wir Europa heute betrachten, dann haben wir diese wunderschönen Gebäude immer noch, ganz wortwörtlich sogar. Aber wenn das Gebäude leersteht, zieht jemand anderes ein, der den ursprünglichen Geist, der einst darin herrschte, nicht wiederbelebt; oder es bleiben nur Verwalter zurück, die das Erbe nur äußerlich notdürftig in Stand halten.

Wenn wir ein solches altes, ehrwürdiges Gebäude als Sinnbild für Europa betrachten, dann ist es unsere wichtigste Aufgabe, dass es wieder lebendig wird. Und das geht nicht ohne die Menschen, ohne den Einzelnen: Wer lebt in diesem Gebäude, das Europa ist? Wie leben sie? Welche Werte machen diese äußeren Strukturen lebendig, sozusagen? Das ist der Kern dessen, was wir meiner Ansicht nach wiederentdecken müssen.

Sie beziehen sich auf den heiligen Augustinus, wenn Sie sagen: „Lasst die Löwen frei“. Augustinus meinte damit die Wahrheit, die sich selbst verteidige wie ein Löwe, wenn man sie nur freilasse. Ist das auch eine Aufforderung dazu, mutiger zu sein?

Heutzutage geht es häufig um Angst. Man wirft Menschen, die sich für die Erneuerung Europas und für europäische Identität einsetzen, vor, Angst zu haben. Aber genau darum geht es nicht. Wer Angst hat, hat einen Kloß im Hals und verliert seine Stimme, du zitterst, dein Herz schlägt schnell, du kannst nicht mehr handeln.

Wenn ich also sage, dass man die Löwen freilassen soll, dann meine ich damit, man soll die Wahrheiten aussprechen, über die wir nicht mehr zu sprechen wagen, weil wir befürchten, dass uns dann jemand mit einem Etikett versieht: Man sei „rechtsextrem“ oder „populistisch“, man sei Rassist oder leide unter einer Phobie. Aber die Probleme, über die wir nicht zu sprechen wagen, können nicht mehr länger ignoriert werden.

In der politischen Landschaft Europas geht es nicht mehr um „rechtsextrem“ oder „linksextrem“. Das sind wirklich veraltete Etiketten. Mittlerweile gibt es das, was man sagen darf: das Establishment, den Mainstream. Und das, was nicht gesagt werden darf.

Welche Folgen hat das Schubladendenken, das Sie kritisieren, und was kann man dagegen tun?

Nun, ich sage: Lasst diese Löwen frei. Sagt es laut. Denn wenn ihr das nicht tut, wird es gefährlich! Die Spannungen in der Bevölkerung werden zu Gewalt führen, wenn wir nicht darüber sprechen können. Dann werden die Probleme irgendwann auf die eine oder andere Art „gelöst“, aber auf eine Weise, die wir verabscheuen und ablehnen, mit Blutvergießen, wie wir es aus der Geschichte kennen. Ich weiß, das klingt sehr dystopisch.

Aber in einigen Ländern Europas, namentlich in Großbritannien, teilweise auch in Frankreich, sehen wir Städte, die am Rand von Gewaltausbrüchen stehen. Und warum? Weil man sich weigert, die heiklen Themen anzusprechen. Da geht es unter anderem um Normen und Werte, und darum, wie wir zusammenleben wollen; aber all diese Dinge haben wir beiseitegeschoben in der Hoffnung, mit den Unterschieden und Differenzen umgehen zu können, indem wir darüber hinweggehen und hinwegsehen.

Aber wir können ein Gemeinwesen nicht technokratisch managen. Wir müssen uns dazu bekennen, dass wir nicht alle glücklich machen können. Vielleicht muss Europa sagen: Es gibt Grenzen, und die ziehen wir.

Wir sind nicht gut darin, unsere Grenzen neu zu ziehen. Wir sind nur gut darin, Grenzen zu beseitigen. Aber wohin führt uns das? Es führt uns zu der Vorstellung, dass Europa keine Grenzen habe. Das aber ermöglicht gerade keine grenzenlose Gesellschaft, sondern im Gegenteil: Wir errichten lauter kleinen Festungen mit sehr engen Grenzen, wo man jeweils unter sich bleibt, abgeschirmt, eingezäunt. Das kann so nicht weitergehen.

Sie erwähnen ein drohendes Blutvergießen. Doch gerade Konservative werden doch beschuldigt, Gewalt zu befördern, „Hass und Hetze“ zu verbreiten. Was sagen Sie zu diesem Vorwurf, dass es nur die Rechten oder Konservativen seien, die Intoleranz, Gewalt gegen Minderheiten und so weiter fördern?

Sehen Sie, wenn wir der Intoleranz bezichtigt werden, wird automatisch angenommen, dass Intoleranz etwas Schlechtes sei. Es wird jedoch nie erklärt, warum. Intoleranz an sich ist aber nichts Schlechtes. Jeder ist in seinem Leben gegenüber bestimmten Dingen intolerant. Ich bin zum Beispiel sehr intolerant gegenüber Unordnung in meinem Haushalt und gegenüber vielen anderen Dingen, die wir bei uns zu Hause einfach nicht tun. Nun: Europa ist unser Haus, unser Zuhause. Wir haben die Pflicht, gegenüber bestimmten Dingen intolerant zu sein.

Derzeit sind wir uns lediglich nicht darüber einig, gegenüber welchen Phänomenen wir intolerant sein wollen. Das müssen wir ausdiskutieren. Diesen Prozess kann man nicht verwerfen mit platten Labels wie „ach, das ist rassistisch“ etc. Nein, es muss diskutiert werden.

Was die Vorwürfe gegen den Konservatismus angeht, so denke ich, dass dem Konservatismus tatsächlich alles Mögliche vorgeworfen wird, sogar widersprüchliche Dinge gleichzeitig, wann immer es gerade passt. In den letzten 20 Jahren wurde man durch das Fehlen einer gleichberechtigten Debatte in die Defensive gedrängt.

Und das ist nun nicht mehr so?

Ich habe den Eindruck, dass eine Verschiebung stattfindet, dass sich dieses Ungleichgewicht verändert. Jetzt sind wir in der Lage, die Diskussion auf Augenhöhe zu führen. Wir können nicht nur das Ergebnis des Spiels in Frage stellen, sondern ganz grundsätzlich die Spielregeln. Und das sorgt natürlich für Anfeindungen: dass da jemand ändern will, welches Spiel gespielt wird. Dass da jemand die Schiedsrichter austauschen will, und nicht bloß den einen oder anderen Spieler auswechseln; kurz, dass da jemand ein grundsätzlich anderes Europa will und das einfordert.

Ich neige daher dazu, die Vorwürfe abperlen zu lassen. Denn wenn man zum Beispiel erst einmal erklären muss, dass und warum man nicht intolerant ist, lässt man sich sofort auf das Spiel des Gegners ein, auf seine Spielregeln. Diese Art von Austausch ist kein echter Dialog, deshalb sollte man darauf gar nicht erst eingehen.

Gerade in der jüngeren Generation – es ist sehr wichtig, das zu verstehen – erlebe ich eine entschiedene Ablehnung aller Labels. Mehr noch: Jegliche Form von herkömmlichen Einordnungen, die wir üblicherweise anwenden und akzeptieren, werden infrage gestellt. Einige junge Leute sagen mittlerweile „Na gut, vielleicht bin ich ein bisschen rassistisch, weil mir eben mein Volk am Herzen liegt und ich es großartig finde.“

Als ich studiert habe, hätte man so etwas niemals gehört. Niemand hätte so etwas gesagt. Jetzt wird so etwas ausgesprochen. Und es ist eine Aufgabe, die sich den Konservativen stellt, solche Stimmen nicht zu ignorieren. Wenn wir die Fragen der Menschen abtun, werden wir uns in derselben Situation wiederfinden wie die europäischen Eliten, die schockiert feststellen müssen, dass sie die Menschen verloren haben.

Natürlich haben sie die Bevölkerung verloren, weil sie nie zugehört, und alles abgetan haben, was ihnen nicht gefiel.

Vielleicht ist eine der Schwächen des Konservatismus, dass wir dazu neigen, in allem sehr vorsichtig zu sein. Im Unterschied zur konservativen Veranlagung, Dinge eher zu bewahren als zu verändern, ist die größte Sünde des Progressivismus die absolute Besessenheit von der Zukunft. Progressive hassen die Vergangenheit, weil sie denken, dass die Utopie, die sie anstreben, großartig sein wird.

Nun begehen Konservative in Europa manchmal dieselbe Sünde in umgekehrter Richtung. Wir sind so besessen von der Vergangenheit, dass wir nicht nach vorne schauen. Weisheit aber bedeutet, ein Gleichgewicht zwischen beidem zu finden.

Wir müssen unsere Vergangenheit annehmen, aber wir müssen gleichzeitig wissen, warum, wofür und worauf hin wir eigentlich das tun, was wir tun. Und dieser Aspekt fehlt oft.

Das heißt, Konservatismus muss sowohl in Richtung linker progressiver Kreise als auch in Richtung des rechten Lagers seine Position behaupten?

Ich würde mir wünschen, dass wir diese Debatte führen. Wohin führt uns unser Handeln? Sind wir bereit, auch jene mit an Bord zu nehmen, die wir nicht wirklich mögen, auch jene Stimmen zuzulassen, die wir für fehlgeleitet halten? Also, etwas platt gesprochen: Bringt uns wirkkich jede Erwähnung des Wortes „Rasse“ zurück zu Hitler? Ich denke, wir bewegen uns hier in historischen Kreisen, aus denen wir uns nicht lösen können, aber als Konservative müssen wir das tun. Dabei verstehe ich mich eigentlich nicht einmal als „konservativ“, auch wenn ich diesen Begriff nun verwende, das muss ich klar sagen.

Sie sagen, Sie sind keine Konservative, aber was sind Sie dann? Wie würden Sie sich selbst beschreiben?

Ich habe mir diese Frage bereits selbst gestellt. Bin ich ein „Restaurationist“? Vielleicht bin ich Traditionalist. Ich liebe Chestertons Definition von Tradition: „Tradition ist nichts anderes als Demokratie, die sich über die Zeit erstreckt. (…) Es ist die Demokratie der Toten.“ Das ist wirklich so. Ich glaube, dass Traditionen leitende Prinzipien sind, aber sie dürfen natürlich nicht erstarren. Nein, es ist nicht die Asche. Es ist das Feuer.

Ich werde Ihnen ein Beispiel geben, warum wir wieder proaktiv handeln müssen. 2019 schrieb ein junger Mann, der Konservatismus sei tot. Denn was würde er denn noch bewahren? Nichts mehr. Er würde keine Nation bewahren, keine Religion. Keine Rasse, weil er nicht an das Konzept der Rasse glaube. Er sei tot. Wir müssten etwas anderes finden. Diese Worte stammen von Brenton Tarrant, dem Attentäter, der in Christchurch in zwei Moscheen 51 Menschen ermordete und viele weitere teils schwer verletzte.

Als Tarrant diese Worte schrieb, stellten er und seine Position eine absolute Randerscheinung dar, sie fand sich in obskuren Internetforen, die niemand kannte. Heute, wenige Jahre später, ist die Ansicht, dass der Konservatismus tot sei, weil er es nicht geschafft habe, irgendetwas zu bewahren, eine verbreitete Ansicht in bestimmten Kreisen, die dem Konservatismus nichts mehr zutrauen, und sich radikalisieren. Anstatt uns mit solchen Positionen auseinanderzusetzen, haben wir sie ignoriert.

Aber solche Positionen verschwinden nicht dadurch, dass man sich weigert, sie wahrzunehmen.

Solche Äußerungen geraten irgendwann außer Kontrolle, wenn man sie ignoriert. Ich denke, Konservative wissen um die mäßigende Wirkung von Traditionen. Sie sollten dieses Wissen einbringen: Wir müssen aufzeigen, wo Ideen fehlgeleitet sind; wo man auf die Bremse treten muss. Sicher, Konservative neigen dazu, zu viel auf die Bremse zu treten. Aber ein Auto ohne Bremsen ist genauso gefährlich. Man muss ein Gleichgewicht finden.

Also das Althergebrachte bewahren, auch um neuen Herausforderungen begegnen zu können. Was aber macht den Kern der europäischen Tradition aus, wie kann man ihn wiedergewinnen?

Meiner Ansicht nach ist der Ausgangspunkt die Seele. Und wenn ich Seele sage, dann meine ich damit wirklich Spiritualität. Es wird keine echten Eliten geben, wenn diese Eliten nicht zur Tugend erzogen werden. Tugend ist hier zu verstehen als die Veranlagung, Gutes zu tun.

Und ob das nun von den Eliten, von oben ausgeht, oder aus einem Bedürfnis heraus von unten wächst, durch organische Arbeit in der Gesellschaft – beides ist möglich. Vielleicht wird es an manchen Orten so, an anderen anders vonstatten gehen.

Aber wie auch immer man sie angeht, die geistliche Erneuerung ist das Erste, was geschehen muss. Wenn man dies ablehnt, wird jeder Versuch, die Politik in Europa zu verändern, äußerlich bleiben, wie eine leere Hülle.

Das bedeutet auch: Christentum. Es tut mir leid, aber wer meint, er könne Europa haben ohne das Christentum, irrt. Ich glaube nicht an eine Zukunft ohne Gott. Wenn es nicht Jesus ist, wird es eben ein anderer Gott sein, so einfach ist das. Wir brauchen einen göttlichen Funken, und das ist doch, was die Seele ist.

Diese Aussage wird sicher nicht jedem gefallen. Es gibt unter Menschen, die sich im konservativen Lager verorten, schließlich einige, die dem Glauben feindlich gegenüberstehen. Menschen zum Beispiel, die gegen den Islam sind, aber denken, dass Christentum und Islam aus derselben Quelle stammen; die an der aufklärerischen Idee festhalten, dass alle Religionen letztlich gleich seien.

Nun, betrachten wir es einmal historisch: Wir sind jahrhundertelang sozusagen auf der Welle des Christentums geritten, haben sein soziales Kapital genutzt. Aber dieses Kapital ist beinahe aufgebraucht. Die Idee, dass man ein säkulares Europa haben könne, dass man das, was Europa ausmacht, retten könne ohne das Christentum, ist illusorisch. Sie können all das säkulare Vokabular benutzen, die „hight trust“-Gesellschaft, Transparenz, was auch immer – all diese Begriffe gehen von den Normen und Werten aus, die durch das Christentum jahrhundertelang in das Wesen Europas eingeschrieben wurden.

Es gibt eine schöne Anekdote über den Premierminister von Singapur, der Großbritannien besuchte und erstaunt war darüber, wie die britische Gesellschaft funktioniert. Er bemerkte, dass man Zeitungen unbewacht aufstellen konnte, und die Leute legten Geld in die Kasse, niemand würde eine Zeitung stehlen; er wolle das auch für Singapur, sagte er.

Natürlich ist das eine Frage unterschiedlicher gesellschaftlicher Normen in kultureller Hinsicht. Aber das ist sekundär. „Du sollst nicht stehlen“ kommt aus dem Dekalog, aus den Zehn Geboten, nicht von politischer Bildung. Es ist eine Norm, die älter ist als bürgerliche Normen oder gesellschaftliche Gepflogenheiten. Diese können sich nicht aus sich selbst heraus erhalten. Warum nicht? Weil das Gesetz nur äußerlich ist. Gesetzliche Normen und Vorschriften sind äußerlich. Man lernt, dass man bei Rot nicht über die Straße gehen darf. Aber der eigentliche Antrieb, das Richtige zu tun, kommt immer aus der Seele, aus dem Herzen oder von wo auch immer. Wenn man das Richtige tut, auch wenn niemand einem sagt, dass man es tun soll.

Und das ist es, was ich meine mit der Erziehung zur Tugend. Die Stärkung der Veranlagung, Gutes zu tun – auch, wenn es niemand kontrolliert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir ohne dies etwas erreichen können. An dieser Stelle müssen wir ansetzen. In den Schulen, an Universitäten, in der Familie. An all diesen Orten.

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Kommentare ( 42 )

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amendewirdallesgut
1 Monat her

Da ist es schon wieder das Böckenförde Paradox , aber eines ist sicher den Knoten lösen wir nicht in einem demokratischen Stuhlkreis .

Mausi
1 Monat her

„betont, dass, wer Europa aus der Krise reißen will, nicht Systeme und Strukturen, sondern den Menschen in den Mittelpunkt stellen müsse.“
Wirklich, reden Sie so verknotet?? Wie wäre es mit „Betont, wer E aus der K reißen wolle, müsse nicht…., sondern….“
Es hat Jahrzehnte gebraucht, die Art, wie wir leben, umzupolen. Mal eben so wird sich das nicht rückgängig machen lassen. Wieso auch sollte Konservativ plötzlich einen Weg weg vom WokeGrünen Lebensstil finden? Das wird zudem noch erschwert, weil WokeGrün Unterstützung und gleichzeitig Konkurrenz durch eine weitere Kultur bekommen hat.

Nibelung
1 Monat her

Wenn man rein zufälliger Natur in dieses Land hinein geboren wurde, ist das noch lange keine Verpflichtung sich mit anderen gemein zu machen, außer der Einhaltung bestehender Gesetze, denn wer sich freimachen will von den Zwängen der Gemeinsschaft kann diese nur meiden und sich anderen Dingen ergeben, die förderlicher sind für Geist und Seele, was völlig ausreicht, solange man keinen wirtschaftlichen Zwängen mehr unterliegt, die ein Zusammentreffen notwendig machen. Die Kunst allein zu bleiben ist kein Manko, aber die Gesellschaft ertragen zu müssen ist weit belastender und das ist auch eine Art von Weltanschauung und wenn der Zerfall aus irgendwelchen… Mehr

CasusKnaxus
1 Monat her

Ich dachte, wir haben zuallererst ganz einfach einen Kontrollverlust. Der muß mit allen Mittlen zurückerkämpft werden. Dafür müssen alle möglichen Konservativen wieder mehr zusammenrücken. Und vor allem wieder in die Offensive kommen. Um aufzuräumen und das Geradezurücken, was hier jahrelang verbockt worden ist. Ansonsten ist doch alles mögliche hunderttausendmal gesagt worden -oder nicht? Auf ein gutes neues blaues Jahr!

StefanH
1 Monat her

Jetzt sind wir in der Lage, die Diskussion auf Augenhöhe zu führen.“

Die „Linke“ konnte noch nie eine Diskussion auf Augenhöhe führen. Sie hat diese „Augenhöhe“ nur auf ihr Niveau hinunterdefiniert. Zum Bildungskanon gehörten dereinst Latein und Altgriechisch, damit kannte man die Klassiker, auf denen die westliche Welt beruhte, konnte sie lesen und verstehen, im Original, zumindest ein nicht unerheblicher Teil der Elite, die dereinst das Land führte. Es funktionierte. Dies betrachtete man dann irgendwann als nicht mehr zeitgemäß und schaffte es ab. Ergebnis: Baerbock als Außenministerin und Habeck als Wirtschaftsminister. Damit wäre alles gesagt.

MartinKienzle
1 Monat her

Gewiss: Lediglich Besinnung auf die christlichen Traditionen/Werte Europas kann selbiges abermals erblühen lassen, das allerdings die Rückkehr zur christlichen Familie respektive zum christlichen Frauenbild als dessen Fundament erfordert, das wiederum die gänzliche Annullierung des sogenannten „Feminismus“ bedingt, da lediglich innerhalb der christlichen (intakten) Familie der Geist für den Zugang zu christlichen Traditionen/Werten geschult wird (https://www.youtube.com/watch?v=NKi0LGJBgpg); dass Bartoszewicz es unterließ, die Abschaffung des sogenannten „Feminismus“ zur Gänze zu fordern, offenbart abermals die Kernproblematik: Frauen erkennen mittels der weiblichen Intuition einen Mangel, den sie allerdings nicht beheben können, da ihnen aufgrund der weiblichen Gehirnstruktur die Fähigkeit fehlt, abstrakt zu denken (wissenschaftlich belegt;… Mehr

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  MartinKienzle

Ihre Rückbesinnung können Sie den Hasen geben. Niemand will zurück ins Mittelalter. Das mit den Frauen stimmt natürlich. Die meisten Frauen denken halt mit dem Uterus, ein echtes Problem. Da haben uns die Moslems einiges voraus.

Deutscher
1 Monat her

„Du sollst nicht stehlen“ kommt aus dem Dekalog, aus den Zehn Geboten, nicht von politischer Bildung. Es ist eine Norm, die älter ist als bürgerliche Normen oder gesellschaftliche Gepflogenheiten.“ Kaum zu glauben, aber wahr: Schon vor dem Christentum wusste man in Europa, dass man nicht klauen soll. Uiii! Und das im Heiden- und Barbarentum! Gesellschaftliche Gepflogenheiten sind um ein vielfaches älter als der „Dekalog“. Aber hier zeigt sich die Anmaßung des Christentums: Die glauben, dass es vor ihrer Religion so etwas wie Gesellschaft und ethische Normen gar nicht gegeben hätte. Die Wahrheit ist aber, dass es vor ihrer Religion keine… Mehr

Last edited 1 Monat her by Deutscher
Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Deutscher

Im Grunde haben Sie Recht, aber den entscheidenden Punkt nicht verstanden. Die 10 Gebote die Hebräer galten nur für Hebräer untereinander. Für Nicht-Hebräer galten ganz andere Gesetze. Die Hebräer begingen im Namen Jehovas über 70 in der Bibel dokumentierte Völkermorde. Verstehen Sie den Unterschied?

Retlapsneklow
1 Monat her
Antworten an  Deutscher

Ohne die 10 Gebote gäbe es keinen höheren, ja universellen Anlass nicht zu töten usw..

Hexenverbrennungen sind somit durch die 10 Gebote ausgeschlossen. Es waren Verfehlungen. Sie geschahen nicht wegen sondern entgegen der Religion.

Last edited 1 Monat her by Retlapsneklow
Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Retlapsneklow

Auch Sie verstehen die Bibel nicht, Herr Retlapsneklow. Die 10 Gebote befinden sich im II. Buch Mose, Exodus. Das sind ganz viele Gesetze, Gebote, Regeln um die 10 Gebote herum positioniert. U.a. auch das Gebot, welches die Hexenverbrennung legalisiert & zwar im Kapitel 22 steht: „Du sollst die Zauberinnen nicht leben lassen.“ Da interessieren dann die 10 Gebote nicht mehr.

Last edited 1 Monat her by Laurenz
Retlapsneklow
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Beides gleichzeitig kann nicht gelten. Was steht höher, und welches ist der Fehler?

Übrigens: Niemand kann zaubern.

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Retlapsneklow

Entweder kann man zaubern & es gibt Gott, zumindest nach Meinung der Juden & des Klerus, oder man kann nicht zaubern, dann gibt es auch keinen Gott.

Retlapsneklow
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Wer etwas machen kann, braucht nicht zu zaubern.

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Retlapsneklow

Wer sein Leben selbst verantwortet, braucht keinen Gott.

Retlapsneklow
1 Monat her

Die Epoche der sogenannten Aufklärung war das, was uns in der jüngeren Phase zu dem gebracht hat, wie es heute ist – einschließlich der vielerlei Spaltungen, die sich u.a. in verschiedenen Ideologien manifestieren, sowie in ihrem Überdach, der Demokratie selbst. Die monotheistische Religion des Nahen Ostens nahm schon viel früher denselben Weg. Ausgehend von Abraham teilte sie sich in Judentum, Christentum, Islam. Das Christentum erlebte eine Spaltung ist Ost- und Westkirche, später in Katholiken und Protestanten sowie anderen Unterteilungen. Der Islam eine in Schiiten und Sunniten nebst anderen Absprengseln. Zurück zu den Wurzeln ist der Weg zum Original. Aber es… Mehr

Laurenz
1 Monat her

Sie, persönlich, Frau Diouf, begeben Sich hier auf sehr rutschiges Glatteis, weil Sie, wie Frau Bartoszewicz glauben & nicht wissen. Aber, wenn wir mit der Klima-Sünde in die Sackgasse geraten sind, hatten wir das Scheitern der Ewigen Verdammnis bereits hinter uns. Was das sozialistische Christentum seit Theodosius stark machte, ist, daß Frauen, wie im Orient üblich, nix zu melden hatten. Von Frauen dominierte Gesellschaften, oder gar Matriarchate funktionieren nicht wirklich, weil ohne Krieg, 80% der Männer keine Frau finden & sich 100% der Frauen 20% der Männer teilen. Frauen wollen sich generell mit Alpha-Männern fortpflanzen. Das hat sich seit der… Mehr

MartinKienzle
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Zitat: „Glaubhaft ist der Mensch nur, wenn er bereit ist, für seine Überzeugungen auch zu sterben.“

Wie Muslime nach ihrem Vorbild Mohammed, der den sogenannten „Glauben“ mit dem Schwert verbreitete?

Mit Verlaub: Ihre Ausführungen zum Christentum sind aus meiner Warte konfus!

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  MartinKienzle

Wieso? Angeblich starb Jesus am Kreuz & die Reconquistadoren mit dem Ruf „Santiago“ auf den Lippen. Sie, Kienzle, versuchen Sich, wie Frau Diouf, nur als Sofa-Krieger & beschweren sich darüber, daß weltweit die Christen gemeuchelt werden, anstatt den Musels den Garaus zu machen. Wir sind hier nicht im Presseclub.

MartinKienzle
1 Monat her
Antworten an  Laurenz

Verzeihen Sie: Sie haben das Christentum aus meiner Warte nicht verstanden: Christsein bedeutet, nach dem Guten, dem Schönen und dem Wahren zu streben und vor jenem Hintergrund eben nicht, anderen gewaltsam die christliche Botschaft heutzutage zu oktroyieren, wovon Sie allerdings überzeugt sind, da Sie schrieben: „Glaubhaft ist der Mensch nur, wenn er bereit ist, für seine Überzeugungen auch zu sterben.“ Mit Verlaub: Atheisten wie Sie sind mir sehr suspekt: Hegen über sich selbst die Meinung, lediglich human/rational zu handeln und erkennen in diesem Zusammenhang innerhalb ihres Gedankenmodells nicht, wie inhuman, wie irrational und wie verworren ihre Gedanken/Handlungen aussehen, wovon der… Mehr

Last edited 1 Monat her by MartinKienzle
cernunnos
1 Monat her
Antworten an  MartinKienzle

Er hat damit aber Recht. Von Christentum oder sonst was mal abgesehen: wenn dich jemand umbringen will, dann musst du ihn umbringen sonst wirst du selber eben umgebracht. Dabei ist es komplett unerheblich ob man den Grund, warum einen der andere umbringen will, irgendwie selber anders interpretiert.

Diogenes
1 Monat her

Europa braucht eine Erneuerung der die Kirche repräsentierenden Geistlichkeit. Es ist ja nur noch abstoßend und peinlich, wie „die Kirchen“ und deren irdischen Vertreter ihre „Poltik“ gegenüber den noch übrig gebliebenen Gläubigen sich den führenden Zerstörern Europas totalitär unterwirft und angleicht. Es geht um Reichtum-Erhalt, Macht und Schutz vor Machtverlust der sie zu solch einem kriechenden Verhalten vor Sozialisten, Kommunisten, Globalisten etc. veranlasst. Von Christentum in bei dieser Berechnung gar kein merklicher Einfluß mehr wahrzunehmen. Sie nehmen jeden „Ismus“ auf und machen ihn bei Nützlichkeit zu ihrer Ideologie. Ob Katholizismus oder Protestantismus spielt da garkeine Rolle. Einen neuen Luther bräuchten… Mehr

Dieter Rose
1 Monat her
Antworten an  Diogenes

Es sagt schon alles, wenn Gemeinden zu Seelsorgeeinheiten werden, aus Menschen werden Einheiten. Eigenartiges theologisches Verständnis von „Geistlichen“, die das „Wort“ verkündigen wollen.

Laurenz
1 Monat her
Antworten an  Diogenes

Der christliche Weg ist seit dem 15. Jahrhundert gescheitert. Das ist wie mit Jogi Löw. Deutschland wurde 2014 Weltmeister trotz Jogi Löw. Und Europa wurde das, was es ist, trotz Christentum.

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  Diogenes

Es geht doch nicht um die Kirche. Was ist sie schon? Nicht mehr als ein Konzern. Es geht um die Völker und ihre Nationalstaaten.

Axel Fachtan
1 Monat her
Antworten an  Diogenes

Ist der Laden nicht schon derart verfault,
dass mit ihm nichts mehr anzufangen ist ?
Hilft irgendjemand den bedrängt Christen weltweit ?
Wieviele Kollekten gab es denn für die Christen in Nigeria ?
Wieviele Gedenkstunden und wieviele christliche Proteste
gegenüber der dortigen Regierung ?
EKD und Nigeria ?
Deutsche Bischofskonferenz ?
Irgendwie ist da zuviel Schweigen im Walde.
https://www.nzz.ch/international/ein-genozid-an-christen-us-senator-ted-cruz-wirft-nigeria-vor-glaeubige-wuerden-systematisch-verfolgt-ld.1907242