Hart aber Fair: Neuwahlen „geisteskrank“ und „brandgefährlich“ 

Wer wissen will, weshalb die Wahlergebnisse am Wochenende so ausgefallen sind, wie sie es sind, der bekommt in dieser Sendung seine Antwort. Aber weniger in den Inhalten, die diskutiert wurden, sondern vielmehr wie diskutiert wurde. 

Screenprint ARD / Hart aber Fair

Mama, wenn ich groß bin, will ich auch ARD-Moderator werden! Man muss schon sagen, Louis Klamroth lebt kein schlechtes Leben. In der Zeit, in der ich mich noch durch’s Sommersemester quäle, geht er jetzt schon das dritte Mal in irgendeine Pause. Kaum ist er drei Wochen aus den Pfingstferien zurück, verabschiedet er sich schon bis August in die Sommerferien.

Mit einem Bein auf Malle steht er uns für diese Woche aber noch treu zur Verfügung, um mit seiner Schar an verdutzten Gästen einzuordnen, was wir da am Wochenende alle komisches gewählt haben. „Sommer der Wahrheit – Was hält die Ampel noch zusammen?“, ist der Titel der Sendung, „Kommen jetzt Neuwahlen?“, ist eine der Leitfragen.

Die Richtung ist der Sendung ist, wenn man etwas drüber nachdenkt, schon ziemlich geschickt gelenkt. Der Elefant im Raum ist nach dieser Wahl sehr eindeutig. Nicht nur in Deutschland, sondern in sehr vielen Ländern der EU.

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Man kann schwer behaupten, dass Louis nie mit Elefanten spricht, er hatte sie in den letzten Wochen tatsächlich öfter in der Sendung, als man es aus Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen gewohnt ist. Doch jedes Mal, wenn man einen Elefanten im Studio hatte, konnte man dem die Skandal-Spitzenkandidaten um die Ohren hauen, sinkende Umfrageergebnisse anführen und sie mit Klatschen im Publikum übertönen.

Ich erinnere mich dunkel an eine Illner-Sendung, in der eine Juli Zeh anführte, man brauche doch gar nicht so viel über die AfD sprechen, denn mit Blick auf die Umfrageergebnisse hätten die doch eh lange ihren Zenit überschritten und würden stetig an Relevanz verlieren.

Tja, wenn man jetzt einen Elefanten im Studio sitzen hätte, könnte man ihn nicht in die Irrelevanz quatschen und klatschen. Stattdessen müsste man sich der Frage stellen, warum die ehemalige Wählerschaft denn plötzlich zu seiner Wasserquelle abgewandert sind.

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Da setzt man den Fokus doch lieber auf die Ampel, lädt als Ampel-Vertreter die Grünen-Innenpolitikerin Lamya Kaddor, den FDP-Abgeordneten Konstantin Kuhle und den Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer ein, für den Wahlgewinner CDU Serap Güler, Juli Zeh, weil die sich immer gut macht, als Vertreterin der Presse die stellvertretende Chefredakteurin von Table.Media Helene Bubrowski und dann noch Wolfang Niedecken in die Mitte, weil, weil ..- weiß ich nicht.

Niedecken ist seines Zeichens angeblich Sänger und Gründer der Band BAP, ich persönlich weiß davon nix und sehe den Mann zum ersten Mal, obwohl Wikipedia seine Kuschelrockband als eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Rockbands bezeichnet.

Der Rock-Opa aus alten Zeiten hat den Schuss noch nicht ganz gehört, könnte altersbedingt sein. Die wenigen Male die er was sagt, redet er jedenfalls davon, dass es jetzt für die junge Generation endlich mehr Klimaschutz bräuchte. Der Blick auf die Wahlergebnisse bei den unter 16 Jährigen scheiterte dabei wohl an der verlegten Lesebrille.

Immer wenn die Richterin und Autorin Juli Zeh in einer politischen Sendung ist, legt man besonders auch im bürgerlichen Lager sehr viel Hoffnung auf sie als die Stimme der Vernunft. Und ja, sie sagt sehr oft sehr erfrischend vernünftige Dinge. Doch oft spielt auch sehr viel Wunschdenken mit. Denn vergessen sollte man nicht: Juli Zeh ist SPD-Mitglied. Und das nicht, weil sie die Altparteien alle so unwählbar findet.

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Sie ist wie eine abgeschwächte Version von Sarah Wagenknecht. Die wirkt auch manchmal für Rechte nahbarer als für Linke, weil sie nicht den ganzen woken Kram mitmachen will. Doch Sarah Wagenknecht hat es nicht so lange bei der SED-Nachfolgepartei ausgehalten, weil sie liberale Marktwirtschaft toll findet.

Als Parteimitglied der SPD ist natürlich auch für Frau Zeh ein herber Schlag, wenn die SPD in den EU-Wahlen so absackt – und wenn eine SPD-Kanzlerschaft durch Neuwahlen oder Vertrauensfragen gefährdet werden könnte. Und diesen Unmut lässt Juli Zeh an diesem Abend besonders in Richtung Serap Güler aus, die sie mit bissigen Bemerkungen für den Wahlsieg ihrer Partei und die damit verbundene Hochstimmung abstraft.

Besonders klare Worte findet sie, wenn es um eine der Leitfragen der Sendung geht, die nach Neuwahlen. Eine Forderung, die auch von Seiten der CDU kam. Dazu sagt Juli Zeh: „Wir müssen wissen, dass wir in einem Teufelskreis sind. Je mehr solche Hybriden wir haben, desto dysfunktionaler wirkt Politik, desto leichter ist es für die AfD zu sagen: ‚Guckt mal, die kriegen nichts auf die Kette.‘“ Mit Hybriden meint sie dabei Koalitionen wie die Ampel, bei denen zu unterschiedliche Parteien zusammenarbeiten müssen, obwohl sie nicht zueinander passen.

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„Dann kommt die nächste Wahl, am besten durch Vertrauensfrage (*Zeh macht eine Handgeste Richtung Güler*) noch diesen Sommer, dann haben wir ein noch dysfunktionaleres Konstrukt danach, weil es wird noch mehr AfD-Wähler und noch weniger für unsere alten Parteien geben und es wird eine noch schwächere Koalition mit noch mehr Problemen geben und die Politik wird noch schwieriger werden.“

Sie wählt Neuwahlen also vor allem ab, weil die AfD darin zu stark werden könnte – und rechnet im Umkehrschluss bereits damit, dass die SPD das Rennen nicht mehr so glimpflich machen wird wie beim letzten Mal. „Und das ist der Teufelskreis, wir werden das auf Landesebene sehen und wir werden das, wenn wir Pech haben, auch auf Bundesebene sehen. Und weil das so ist, ist die Idee, jetzt ne Vertrauensfrage zu stellen und Neuwahlen zu machen, geisteskrank. Das ist brandgefährlich.“ Bei dem Schlagwort „geisteskrank“ schaut Julie Zeh wieder zu Serap Güler. Ob man so das alte Wählerpotential wieder auf seine Seite bekommt?

Den Rest der Sendung möchte ich für Sie möglichst kurz fassen. Das Format Hart aber Fair hat sich schon vor Klamroths Zeiten als besonders bürgernahe Talkshow verkauft. Noch immer mit Publikum, früher mit vorgelesenen Meinungen aus der Zuschauerschaft, gerne mit Reportagen nah am Volk. Diese Tradition versucht auch Louis Klamroth auf seine Art zu erhalten. Diese Woche war er mit dem LKW-Fahrer Jan auf der Autobahn, um mit ihm über die wahren Probleme im Land zu sprechen.

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„Politiker glauben zu wissen was hier los ist. Das glaube ich nicht.“, sagt der. Er hat ein sehr entzaubertes Bild vom politischen Berlin. Ihn plagt der Mangel an Parkplätzen, dass die Infrastruktur so marode ist, dass seine Spesen nicht angehoben werden. „Wirkt so, als würdest du nicht das Vertrauen in die Politik haben, die Probleme die das Land hat in den Griff zu kriegen.“ „Genau. Das trifft’s.“

Ich könnte nun viel zu dem Verhalten der anwesenden Politiker ausführen, die plötzlich mit einem echten durchschnittlichen Bürger konfrontiert wurden. Kuhle bewies eindrücklich innerhalb weniger Minuten, weshalb die FDP immer noch als Partei für Zahnärzte und Anwälte angesehen wird – wenn ein LKW-Fahrer sich über die schlechte wirtschaftliche Lage aufregt und dann kritisiert dass die Bundestagsabgeordneten sich die Diäten erhöht haben, sollte man vielleicht nicht vorwurfsvoll darauf hinweisen, dass die Diäten ja zu Corona gesenkt wurden und da ja nie jemand drüber spricht.

Türmer schwang sich daraufhin zum Repräsentant der Arbeiterklasse auf. Als jemand, der mit vollem Namen Philipp Ganolf Balthasar Türmer heißt und das Kind eines hochrangigen Beamten und einer Oberstaatsanwältin ist, wenig glaubwürdig, doch der Applaus war ihm sicher.

Kaddor bewies daraufhin, dass sie konfrontiert mit Arbeitenden, die unter der schlechten Wirtschaft zu leiden haben, absolut nicht umgehen kann – denn alles war ihr erstmal einfiel, war über Kindergrundsicherung und Sozialpolitik zu sprechen, als wäre der ihr vorgesetzte LKW-Fahrer ein Sozialhilfeempfänger.

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Kurz zusammenfassen lässt sich die Konfrontation mit dem Herrn aus der Durchschnittsbevölkerung, der auch im Studio anwesend war, mit einem Wort: Zoobesuch. Es gibt einen Grund, weshalb man bei solchen Spielchen nie Anwälte oder Steuerberater sieht. Die lassen sich nicht so leicht als Kuriositäten ausstellen, weil die Hälfte des Bundestages aus Anwälten besteht. Aber wer kennt den heute schon noch einen Normalen aus der normalen Bevölkerung?

Wer wissen will, weshalb die Wahlergebnisse am Wochenende so ausgefallen sind, wie sie es sind, der bekommt in dieser Sendung seine Antwort. Aber weniger in den Inhalten, die diskutiert wurden, sondern vielmehr wie diskutiert wurde.

Dazu gehört ganz besonders die Tatsache, dass man in dieser Sendung endlich (zwei Wochen später) über Mannheim sprach – allerdings in der letzten Viertelstunde auf den letzten Drücker noch reingeschoben. Der Name des ermordeten Polizisten Rouven Laur fiel kein einziges Mal. Schon gar nicht der von Stürzenberger.

Wer von dem Attentat nichts mitbekommen hat, könnte meinen, dass es sich hierbei um einen weiteren Partylied-Skandal handeln könnte, denn von Opfern wurde eigentlich überhaupt nicht gesprochen. Nur anonymisiert von „Mannheim“.

Doch fast noch schlimmer war, mit wem man darüber gesprochen hat: Für diesen letzten Drücker hat Klamroth sich noch Meran Feroz ins Studio geholt. Ausgerechnet wenige Tage, nachdem man aus Israel erfährt, dass ein Al Jazeera-Journalist in die Geiselnahme der verschleppten Israelis involviert gewesen sein soll, hat Klamroth einen Al Jazeera-Journalisten im Studio zu sitzen. Was soll man dazu noch sagen?

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Kommentare ( 17 )

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Stefan Z
1 Tag her

Ja, Ja, Wahlen sind gefährlich. Die SED in der DDR wusste das noch. Wie zum Geier haben die das bloß geschafft, ständig 98% Zustimmung zu bekommen? Das muss doch in der in allen Belangen überlegenen BRD auch zu schaffen sein. Faeser, Haldenwang und die „demokratischen“ Medien, müssen das mit diesem Pöbel jetzt endlich mal unter Kontrolle bringen. Wie soll denn die Regierung, diesem Volk jemals wieder Vertrauen entgegen bringen? Dieses Geschwätz über Neuwahlen ist doch nur wieder rechte Propaganda. Das Vertrauen der Ampel in die Ampel ist unerschütterlich und selbst Ochs und Esel stehen geschlossen hinter „unserem“ Bundeskanzler.

Ohanse
2 Tage her

Klamroths Sendung ist ja nun beileibe kein politisches Format, dazu versteht er ja ganz offensichtlich zu wenig von der Materie, sondern soll wohl eher dem Bereich Unterhaltung zugerechnet werden. Aber ein Entertainer ist der Junge ja nun auch nicht. Insgesamt wäre der Sendeplatz besser mit der Ausstrahlung eines Testbildes besetzt. Tut einem ja fast schon leid, wie der arme Kerl da immer wieder seine Schwächen offenbaren muss und entblößt wird. Aber vielleicht löst ja genau das Luisas Mutterinstinkt aus. Das würde helfen, es zu erklären.

Deutscher
2 Tage her

Vergessen Sie die Union! Wer Kanzler wird, ist ohnehin so lange irrelevant, bis die politische Stimmung im Volk für tiefgreifende Veränderungen gereift ist. Dann erst wird faktisch bedeutend, wer den Kanzler stellt. Bis dahin ist alles sinnvoll, was einer ernsthaften Opposition nützt – im parlamentarischen Rahmen wie auch im Vorfeld. Letzteres ist unsere Aufgabe und die wichtigsten Schritte sind für jeden Einzelnen, sich offen und selbstbewusst zu seiner Meinung zu bekennen und so auch andere zu ermutigen.

Radikaler Demokrat
2 Tage her

Man darf bei Juli Zeh nicht vergessen, daß sie auf SPD-Ticket ins Landesverfassungsgericht des Landes Brandenburg befördert wurde, obwohl sie nach ihrem juristischen Staatsexamen und der Dissertation keine praktischen juristischen Erfahrungen gesammelt hat; ihre Einlassungen zu Neuwahlen outen sie aber als Antidemokratin, die davon überzeugt ist, daß der Wählerwille um jeden Preis unterlaufen werden muß, weil Politiker wie sie einfach besser wissen, was gut für „die Menschen“ ist. Mittlerweile kann man konstatieren, daß der Begriff „Demokratie“ im Rahmen der meisten Politiker der Altparteien zu einer leeren Hülle verkommen ist, die dazu benutzt wird, bestehende Macht, Geld und weitere Pfründe auf… Mehr

Simplex
1 Tag her
Antworten an  Radikaler Demokrat

Wissen Sie, wenn von Kaliningrad aus Berlin und Hamburg beschossen werden, dürfen Sie ihren Kommentar ruhig wiederholen. Lieber rot als tot, hiess das früher im „kalten Krieg“. Unter Putins Joch schaffen. Da werden sich aber einige umgucken. Wenn Sie ernsthaft meinen, die Ukraine, die EU, oder die USA hätten Russland angegriffen, muss ich mir große Sorgen um so manchen Geisteszustand machen. In der Phoenixrunde kürzlich hat der Chefredakteur vom Wiener Standard den Herrn SZ-Prantl direkt gefragt, was er denn er machen würde, wenn Putin Berlin und Hamburg beschiessen ließe, als der wieder mit „Verhandlungen“ anfing: Da befiel den Adressaten die… Mehr

Deutscher
2 Tage her

Sie kennen wirklich BAP nicht? Da war nix mit Kuschelrock. Eine der besten deutschen Rockbands Anfang der 80er. Und damals noch politisch relevant, weil sie schon den Finger in die eine oder andere zatsächlichr Wunde gelegt haben. Leider aber ist der gute Wolfgang, wie auch der Udo, der Herbert und der Campino, geistig in den 80ern stecken geblieben und hat nicht mehr ganz mitbekommen, dass sich die Welt – vor allem die deutsche – seither verändert hat. Sie glauben, ihre Rezepte für die Probleme der 80er seien auch die richtigen für die 2020er. Früher hab ich die Jungs verehrt. Heute… Mehr

Last edited 2 Tage her by Deutscher
Ohanse
2 Tage her
Antworten an  Deutscher

Hab alle Platten von denen entsorgt, zeitgleich mit denen von H. Die Zeit war schlicht drüber hinweggegangen. Und hörenswertes Neues ist ja nicht mehr nachgekommen. Alles hat seine Zeit. Und für Niedecken liegt diese Zeit in der Vergangenheit. Stimmt schon, der ist echt bemitleidenswert, wenn er solche Auftritte abliefern muss. Früher hieß es noch „Nit für Kooche“, heute macht der jeden Dreck mit. Arm.

Simplex
1 Tag her
Antworten an  Deutscher

Verdammppt lang her als ich noch im Pershing-WOC des Geschwaderkommandeurs saß und auf den nächsten NATO-Alarm wartete. Wir hatten 20 Minuten Vorwarnzeit, dann musste alles, was rollen konnte im Outback sein. Ob wir im Ernstfall noch zum Schuss kommen konnten? Das war echt und die Angst war trotz Bewaffnung auch echt, aber man ging damit professionell um. Und was sehe ich heute angesichts der russischen Bedrohung? Dass wohl viele unter Putin leben wollen, die Frauen eine große Klappe haben, wenns ernst wird und kracht, sich aber hinter den Männern verstecken. Die Masse will die starke Hand spüren, denn mit Freiheit… Mehr

Last edited 1 Tag her by Simplex
Stefan Z
1 Tag her
Antworten an  Deutscher

Die Werte die diese Künstler vertreten, schützt man eben nicht dadurch, dass man immer mehr intolerante Messermörder, Kalifatsforderer und Antisemiten in dieses Land lässt. Sie werden auch keine Konzerte dieser Künstler besuchen. Zumindest nicht in friedlicher Absicht. Diese Menschen, hassen diese Künstler und ihre Werte genauso wie sie uns hassen. Friede, Freude, Eierkuchen wünschen wir uns alle, die Realität sieht leider anders aus. Dafür weiter zu kämpfen, ist ja vollkommen in Ordnung, allerdings darf man dabei die aktuellen Gefahren nicht ignorieren. Auch Jesus predigte Liebe und würde dafür ans Kreuz genagelt. Daher keine Toleranz gegenüber den Intoleranten! Sonst wird es… Mehr

Rob Roy
2 Tage her

Wer Neuwahlen ablehnt, lehnt vermutlich Wahlen generell ab – solange er und siene Partei gerade in der Regierung sind. Hat man in Thüringen gesehen, wo das Versprechen von Neuwahlen mal eben gebrochen wurde.
Dass man neue Wahlen als „brandgefährlich“ und „geisteskrank“ diffamiert, zeigt, wie die Regierung wirklich denkt. Wahlen haben keine Geisteszustände und gefährlich sind sie nur für schlechte Politiker. Hier sieht man die wahren Anti-Demokraten.

Deutscher
2 Tage her
Antworten an  Rob Roy

Nach Juli Zehs Logik dürften in der Tat gar keine Wahlen mehr stattfinden. Sagt viel darüber aus, wie realitätsnah die ganze Blase angesichts ihres absehbaren Niedergangs noch zu denken imstande ist. Totaler intellektueller Kontrollverlust. Ein sicheres Anzeichen für das nahende Ende. Sehr schön zu beobachten.

Ohanse
2 Tage her
Antworten an  Deutscher

Erschütternd, dass das von einer Juristin kommt. Da muss man mehr erwarten dürfen.

Stefan Z
1 Tag her
Antworten an  Rob Roy

Nach dieser Sendung, müssen „Wir“ doch endlich mal einsehen, dass nur Scholz, Habeck und Co wissen, was gut für uns ist. Muss es denn erst soweit kommen, dass der unfehlbare Staat Gewalt anwenden muss um uns auf den „richtigen“ Weg zurück zu geleiten? 😉
Einfach unglaublich, was hier mittlerweile passiert.

mediainfo
2 Tage her

“ .. dann noch Wolfang Niedecken in die Mitte, weil, weil ..“ Weil er immer gut ist für populäre Betroffenheitslyrik aus einem politischen Lager, das sich als „links“ bezeichnet. Wobei diese Etiketten meiner Ansicht nach inhaltlich hinterfragt werden müssen. „Dazu sagt Juli Zeh: „Wir müssen wissen, dass wir in einem Teufelskreis sind. Je mehr solche Hybriden wir haben, desto dysfunktionaler wirkt Politik, ..“ Warum habe ich wiederholt den Eindruck, dass dieses „Wir“ ein Wir ist, zu dem die meisten Menschen in Deutschland nicht gehören, unabhängig von ihren politischen Vorlieben. Dass das ein Wir ist, das in erster Linie die Personen… Mehr

Last edited 2 Tage her by mediainfo
Simplex
1 Tag her
Antworten an  mediainfo

Ja, das ist die politische Kaste, die mit sich selbst redet, die da um sich selbst kreist.

Sidetrack
2 Tage her

“ … Louis Klamroth lebt kein schlechtes Leben … „
Schnösel, Schauspielersohn, von n-tv gepampert, jetzt angehender GEZ-Millionär …
Verdient Plasberg eigentlich noch mit an diesem ARD Machwerk?

Flik Flak
2 Tage her

Ich schaue mir die öffentlich rechtlichen und den Rest der Mischpoke schon lange nicht mehr an. Ich stelle mir die Frage, wie viele Menschen in Deutschland, in Europa wissen denn überhaupt, dass, nur zum Beispiel, ein Al Jazeera-Journalist in die Geiselnahme der verschleppten Israelis involviert gewesen sein soll?

Es ist doch nur ein kleiner Teil, der alternative Medien konsumiert, oder? Die überwiegende Mehrheit bezieht ihre Informationen aus dem Mainstream, denke ich.