Oh, wie schön ist Dubai!

In Berlin wird der Haushalt besprochen, doch Olaf Scholz folgt der Tigerente Svenja Schulze ins Land der Träume namens Dubai. Dabei ist es doch wie mit dem kleinen Tiger und dem kleinen Bären: Die schönste Wüste findet Scholz zuhause.

IMAGO / IPON

Einfach mal die Seele baumeln lassen. Die arabische Sonne genießen, indes daheim Deutschland im Schnee versinkt. Oder in Schulden. Aus der Sicht von Olaf Scholz nachrangig. Es ist Sitzungswoche, mehr noch: Haushaltswoche nach einem erschütternden Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das eine einzigartige Staatskrise ausgelöst hat.

Doch Scholz folgt der Tigerente Svenja Schulze. Dort, im schönen Dubai, riecht es nicht nach Bananen, aber aus der Champagnerkiste strömt ebenso verlockendes Aroma. 100 Millionen hat Schulze spendiert. Und wo Schulze gut lebt, kann es für Scholz nicht schlecht sein.

Bundeskanzler und Entwicklungsministerin gehen dahin, wo es wirklich wichtig ist, während der zum Hanswurst deutscher Finanzpolitik degradierte Christian Lindner brav daheimbleibt. Nicht einmal zum Chauffeur hat er es gebracht, der die angetrunkenen Freunde nach Hause fährt. Er bleibt gleich ganz zuhause und hält den Kopf hin. Im Zweifel darf Lindner auch mal vor dem Kanzleramt Schnee schippen.

„Jede Tonne CO2, die ein Land ausstößt, schadet uns allen“, war bekanntlich die Devise der feministischsten Außenministerin aller Zeiten. Da ist klar, dass der Bundeskanzler eher in Dubai gebraucht wird als in Berlin. Hier werden die wichtigen Entscheidungen getroffen.

Welche Entscheidungen, das weiß man nicht, aber eins ist klar: Die Deutschen werden es bezahlen. Christian Lindner hat bekanntlich den Haushalt in Deutschland gesperrt, nicht in Dubai. Und wie heißt es noch bei Janosch? „Wer einen Freund wie Christian Lindner hat, der braucht sich vor nichts zu fürchten.“ So, oder so ähnlich.

Zurück zu Scholz. Finanzen, das weckt ganz schlechte Erinnerungen beim ehemaligen Finanzminister (oder eben keine). Ein Kanzler macht Weltpolitik. Manchmal auch in einer Wüste. Hier schließt sich ebenfalls der Kreis: Denn vielleicht wird auch Scholz bei seiner Rückkehr feststellen, dass er die Wüste gar nicht in Dubai suchen muss. Die kann er nämlich auch zuhause finden, wenn der Schnee geschmolzen ist und darunter die ehemalige deutsche Industrielandschaft auftaucht. Aber keine Angst: Zum Pilzesammeln und Fischefangen reicht es auch mit den Grünen.

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Kommentare ( 19 )

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Freiheit fuer Argumente
3 Monate her

Ich hätte da einen Flüchtlingsdeal anzubieten: 250 deutsche Klimabesucher gegen 250 Arbeitsmigranten aus Dubai.
Lindner gibt’s gratis dazu, gegen Abholung.
Ende der Glosse. Man wird ja noch träumen dürfen.

Johann P.
3 Monate her

Die ganze Delegation sollte dort in Dubai bleiben, da könnten sie den Klimawandel in der arabischen Wüste beobachten und wir wären sie los, Wi-Win-Situation!

Haba Orwell
3 Monate her

Kein Scherz: Die Bayerische Ober-Grüne filmte sich mit Schnee hinter dem Fenster im Hintergrund und erklärte, die Erde würde „überall brennen“. Schnee ist das neue Feuer, frei nach Orwell.

Leroy
3 Monate her

Ich wundere mich immer wieder was alle mit diesem „Dubai“ ( Do buy) verbinden.
Das ist ein schlichtes staubiges Nest mit Hochhäusern und Einkaufszentren.
Am zweiten Tag wird es dir langweilig weil du dann alles, wirklich alles gesehen hast. Die einzigen die das gut finden sind die Saudis, die donnerstags abends einfallen und alles machen können was man ihnen zu Hause verbietet.
Mein Tipp, fahrt noch eine Stunde mit dem Auto und besucht den Oman.

bkkopp
3 Monate her

Alle, die mindestens 1 Woche in Dubai bleiben können mit einer aufgefrischten Urlaubsbräune zurückkehren. Dies soll gut für die Vitamin-D-Produktion und die Widerstandskräfte über die Wintermonate sein. So kann man wenigstens die Krankmeldungen in den Ministerien bei den besonders wichtigen Führungskräften niedriger halten. Bikinifotos von Ricarda am Pool im 5-Sterne-Resort hätten wahrscheinlich auch einen hohen Unterhaltungswert, nicht nur aber besonders in The Land.

Tysken
3 Monate her

Noch ˋne Glosse:
Ich empfehle unseren Politikern das Studium der Gründe der französischen Revolution. In einfache Sprache für weniger Gebildete auch hier zu finden:
https://studyflix.de/geschichte/ursachen-der-franzoesischen-revolution-4043
Danach nochmal kurz nachdenken, wie es damals ausging und auf sich selbst und die jetzigen Zustände reflektieren.

PK110
3 Monate her

Grünen-Chefin Ricarda Lang hat die deutsche Delegationsgröße bei der Klimakonferenz in Dubai verteidigt. Das zeige, „dass die Bundesregierung den Klimaschutz ernst nehme“
Man bestätigt sich selber, dümmer geht es kaum noch.

BellaCiao
3 Monate her
Antworten an  PK110

Ricarda Lang gibt uns Hilfestellung, wie wir die Politik der Bundesregierung zu verstehen haben. Bei den Grünen ist betreutes Denken für das Volk traditionell und schon lange ein großes Thema. Bei einem Happening wie in Dubai werden in dieser Hinsicht viele bedeutsame Reden gehalten.

Kassandra
3 Monate her
Antworten an  PK110

Hat sie schon mal einer gefragt, was man unter „Klimaschutz“ zu verstehen haben soll?
Was soll der komplette Firlefanz seit Jahren, wenn es dafür gar keine Grundlagen geben kann?
Dass die die eigenen in die Welt propagierten Narrative inzwischen selbst glaubten ist nicht anzunehmen.

Freigeistiger
3 Monate her

Besonders interessant für die deutsche Delegation dürfte sein, was am Rande der Konferenz passiert. Damit sind nicht exclusive Vergnügen wie Kamelreiten oder Skifahren in der Wüste gemeint, sondern die Zirkel, wo Öl- und Gas-Deals ausgehandelt werden. Es wäre natürlich ein großer Erfolg, wenn die Regierung bei dieser Gelegenheit eine weitere Energiequelle auftun könnte, wo doch in Deutschkand der Winter begonnen hat. Dann hätte sich die Teilnahme an der Klimakonferenz gelohnt.

89-erlebt
3 Monate her

Geht mir auch so: Diesen widerlichen Heuchlern kann man nur noch Verachtung entgegen bringen.
Aber seien sie versichert, ich hatte NIE Zweifel, was die Dame von der FDJ und der mindestens 9 x bei Egon Krenz zum Partei Lehrjahr weilende JuSo mit der BRD wirklich vor hatten.

Nibelung
3 Monate her

Solange die noch Zeit haben für solche Spirenzchen um sich ein paar lustige Tage zu machen. als Auszeit für die Unbill im eigenen Land, scheinen sie die Tragweite hierzulande entweder nicht erkannt zu haben oder sie wollen flüchten um den Problemen aus dem Weg zu gehen. Das erinnert ja in direkter Linie an Schilda, die auch den Mond mit der Stange verschieben wollten um der Stadt heimzuleuchten und man muß nur dumm genug sein um anderen mit finsteren Absichten auf den Leim zu gehen und dabei ein ganzes Land zu ruinieren und aus der Not heraus verkünden sie die Mär… Mehr