Grüne Jugend fordert Namensänderungen

Nach der Umbenennung des Dorfes Negernbötel in Schleswig-Holstein fordert die Nachwuchsorganisation von Bündnis90/Die Grünen jetzt auch konsequenterweise die Umbenennung der eigenen Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt.

picture alliance/DPA/Daniel Reinhardt

Berlin. Die Grüne Jugend macht jetzt vor nichts mehr Halt: Nach der Umbenennung des Dorfes Negernbötel in Schleswig-Holstein fordert die Nachwuchsorganisation von Bündnis90/Die Grünen jetzt auch konsequenterweise die Umbenennung der eigenen Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt.

„Wer den Namen lese“, so die SprecherInnen des Ortsverband Segeberg, Lennart Stahl und Marlene Jakob, „assoziiert den Ortsnamen mit dem rassistischen, Jahrhunderte zur Unterdrückung von Schwarzen Menschen genutzten, N-Wort.“Das sei bei Göring-Eckardt ähnlich, „hier assoziiert man die erste Hälfte des Doppelnamens mit dem Nazi-Kriegsverbrecher Hermann Göring, der die ersten Konzentrationslager errichten ließ und die Judenverfolgung organisierte“.

Die Grünen könnten sich nur dadurch als die moralisch besseren Deutschen beweisen, die aus dem Holocaust den richtigen Schluß „Nie wieder Ausschwitz“ gezogen hätten, wenn sie das auch im Namen deutlich machten, so die beiden Vertreter*Innen der grünen Jugend. Sie finden, die Fraktionsvorsitzende hätte das eigentlich längst tun können, habe sie sich doch schon vor vier Jahren vom Doppel-Namensgeber, ihrem Ehemann Michael Göring getrennt und heiße mit Geburtsnamen ohnehin Eckardt.

„Wer einen solch leichten Schritt zur moralischen Namensreinheit nicht vollzieht, die muß sich kritische Fragen gefallen lassen, ob sie mit der Beibehaltung des Namens „Göring“ nicht auf den rechten Rand schielt, um von dort vielleicht Stimmen für den nächsten Karriereschritt als erste grüne Bundespräsidentin zu sammeln“, so die Grüne Jugend Segeberg.

Scharfe Kritik kam vom – aus Schleswig-Holstein stammenden Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki: „Wer Menschen mit Doppelnamen, der von einem angeheirateten Pfarrer stammt, der nichts mit Hermann Göring zu tun hat, zumindest unterschwellig in die Nazi-Ecke stellt, der hat alle Maßstäbe verloren.“


Claudia Pritt

Anzeige
Unterstützung
oder

Kommentare ( 77 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

77 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
WandererX
4 Monate her

Wenn sich die Grünen mit solch einem Quatsch weiterhin gegenseitig fertig machen, dann wird diese Moralisten- Partei bald im Nichts verschwinden.

Morioon
4 Monate her

Die Verblödung unserer Grünen erreicht langsam Kultstatus

Nachdenklicher
4 Monate her

Da zeigt die grüne (wie doppeldeutig 🙂 ), dass sie nocht nicht gelernt hat mit zweierlei Maß zu messen. KGE ist bei den Grünen und somit die Gute >> d.h. es kann kein Gedanke an Hermann aufkommen. Negernbötel hat einen Namen, der schon zu Sklavereizeiten bestand und wer weiß von denen schon, wie dass mit den Negersklaven dort damals so lief. Meiner einer kann sich schon denken, dass da kein Hinweis auf Sklaverei und Diskriminierung verborgen ist und macht sich ggf. auf die Suche in alter Sprache. Mit KGE geht es mir wiederum anders: Als Grüne glaubt sie ganz fest… Mehr

Stef
4 Monate her
Antworten an  Nachdenklicher

Die Linken fressen sich gegenseitig, das liegt in ihrer Natur. Wie schon Solchenitzin beobachtete: Parteitreue Neuankömmlinge im Gulag konnten es einfach nicht fassen, selbst Opfer von Denunziation und Deportation geworden zu sein. Sie selbst gehörten doch zu den Guten!

Ernst-Friedrich Behr
4 Monate her

Diese neue geistige Verirrung der grünen Jugend im Dschungel der eigenen Bildungsmängel ist typisch für unsere Zeit. Als wenn wir keine anderen Sorgen hätten. Der Ortsnahe „Negernbötel“ ist Niederdeutsch, das ja nicht ein Dialekt des Hochdeutschen, sondern eine eigene Hochsprache aus der Gruppe der westgermanischen Sprachen ist, zu der außer dem Niederdeutschen und Hochdeutschen noch das Niederländische, das Friesische, der germanische Anteil der Neuenglischen Sprache (die dem Niederdeutschen sehr ähnlich ist), das Jiddische und das Afrikaans gehören (jeweils mit eigenen Dialekten). Das Niederdeutsche Wort „negern“, (andere Schreibweisen sind „neern“ oder „nearn“) heißt auf Hochdeutsch „Nieder-“ oder „Unter-„. Der Ort heißt… Mehr

Gerro Medicus
4 Monate her

Und was ist mit Montenegro oder Nigeria? Besonders letzterer lädt doch geradzu dazu ein, gegen den Rassismus zu kämpfen, liegt der Name Nigeria doch phonetisch bedenklich nahe an diesem N-Schimpfwort!
Komisch nur, dass sich weder die Montenegriner noch die Nigerianer daran stören, obwohl sie doch angeblich Rassismusopfer sind?
Wann hört dieser Blödsinn endlich auf, dass sich Leute Opfer ausdenken, sich ungefragt zu deren Anwälten aufzuschwingen und dann damit anderen Menschen das Leben schwer machen? Und wann hört unsere Regierung endlich auf, diese Idio…logen auch noch mit unserem Steuergeld zu fördern?

Stef
4 Monate her
Antworten an  Gerro Medicus

Darauf trink ich ein Negroni

Suedbuerger
4 Monate her

Mein afrikanischer Freund Alassan hat in Stuttgart studiert und promoviert. Er hat hier eine besonders hitzresistente Ziegenrasse gezüchtet, die er jetzt an der Elfenbeinküste zum Wohle Afrikas vermehrt. Er bezeichnet sich französischsprachig ganz natürlich als „negre“, empfindet überhaupt keine Diskriminierung damit und amüsiert sich über die sprachlichen Probleme der Deutschen. Als ich ihm erzählte, dass ein paar schräge Gendergestalten das nette Café „Mohrenköpfle“ umtaufen wollen, kommentierte er nur, er habe hier immer gern die leckeren Mohrenköpfle gegessen. Vielleicht ist es jetzt wirklich überfällig eine vernunftbetonte EMannzipation zu starten, damit uns diese WohlstandsVersprengten (vielfach femininen oder **** Geschlechts) uns nicht noch… Mehr

Hannibal Murkle
4 Monate her

Kein Wunder, dass Bettina Röhl in der Tichys-Ausblick-Talkrunde die Grünen mit der Kulturrevolution Maos vergleicht.

Noch ein Thema für die Revolutionseiferer – ein Herr Habeck hat einen Namen auf H mit zwei Silben, wie ein anderer Herr auf H mit zwei Silben (eigentlich gab es damals noch einen weiteren H…er). Müsste er nicht asap den Namen ändern?

Hannibal Murkle
4 Monate her

„… Das sei bei Göring-Eckardt ähnlich, „hier assoziiert man die erste Hälfte des Doppelnamens mit dem Nazi-Kriegsverbrecher Hermann Göring, der die ersten Konzentrationslager errichten ließ und die Judenverfolgung organisierte“ …“

Ist Antisemitismus nicht inzwischen zum Teil von Wokeness geworden?

https://www.xing.com/communities/posts/die-metamorphosen-des-antisemitismus-1022032042

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article231218569/Hipper-Judenhass-Die-Metamorphosen-des-Antisemitismus.html

Bei Gelegenheit:

https://www.wochenblatt.de/archiv/die-gruenen-adolf-hitler-als-landshuts-ehrenbuerger-und-ein-link-auf-wikipedia-99484

„… Die Grünen im Stadtrat fordern die Entfernung eines Links von den Seiten der Stadt auf die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Der Grund: Dort soll immer noch Adolf Hitler als Ehrenbürger der Stadt Landshut aufgezählt werden …“

Die besagte Liste – die Aberkennung durchaus vermerkt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Ehrenb%C3%BCrger_von_Landshut

Morioon
4 Monate her

“ Nie wieder Auschwitz“. Das wird es wahrscheinlich nicht mehr geben, aber es könnte leicht sein, dass man nach einem Sieg Annalenas schon mal Bautzen wieder herrichtet.

Lotus
4 Monate her

Meine Güte, dann sollte man konsequent sein und die deutsche Sprache verbieten. Und Deutschland umbenennen. Vielleicht: KBR = Kunterbunte Bananen Republik? Oder GNS = Grünes Narren Schiff? Man mag über den Schwachsinn, den man über linksgrüne Hirnflatulenzen mittlerweile wirklich tagtäglich lesen muss, nicht mal mehr lachen. Es nervt nur noch. Und diese Partei hat ernsthaft Chancen, die nächste Bundeskanzlerin zu stellen! Was sagt uns das über die Leute, die in der KBR leben?

Last edited 4 Monate her by Lotus