Die CDU zahlt die Kosten für G20 aus der Wahlkampfkasse

Dann fehlte seriöserweise eigentlich nur noch, dass an vorderster Stelle die CDU wenigstens bis Ende 2017 für alle GEZ-Zwangszahler die Gebühren übernimmt.

© Thomas Lohnes/Getty Images
Protesters against the G20 Summit plunder a supermarket and throw the goods into fires in the Schanzenviertel district on July 7, 2017 in Hamburg, Germany. Leaders of the G20 group of nations are arriving in Hamburg today for the July 7-8 economic summit and authorities are bracing for large-scale and disruptive protest efforts.

Weil der G20-Gipfel innenpolitisch vor allem Merkel und ihren Hofberichterstattern zugutekommt, zahlt die CDU die in Hamburg entstandenen Kosten aus der CDU-Wahlkampfkasse. Solche Wahlkampfkassen heißen im Parteijargon „Kriegskassen“. Jetzt kann sich dieser Name bewahrheiten, denn „Kriegskasse“ bekam mit dem G20-Gipfel einen sehr realen Hintergrund.

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Nun, Ende 2015 verfügte die CDU über ein Reinvermögen von 140 Mio. Euro. Das passt ziemlich genau zur ersten Schätzung, dass das Hamburger G20-Chaotenhappening mit seinen mehr als 20.000 eingesetzten und zum Teil erheblich verletzten Polizisten 130 Mio. Euro kostet. Sollten die 140 CDU-Millionen nicht reichen, kann ja die kuschelig gewordene CSU mithelfen, sie hat rund 37 Mio. auf der hohen Kante.  Und damit die anderen Parteien nicht ungeschoren davonkommen, bezahlt die SPD aus ihrem 202-Mio-Euro-Vermögen allen Hamburger Geschäftsleuten erstens deren in doppelte Millionenhöhe gehenden Umsatzausfälle und zerschlagenen oder geplünderten Geschäfte. Und einen Sondermalus zahlt die SPD zweitens für ihre Küstenbarbie Manuela Schwesig, weil diese doch tatsächlich meinte, linke Gewalt werde aufgebauscht. Die Grünen kaufen allen aus der „grün“ wählenden Schickeria, deren Porsches abgefackelt wurden, neue. Die „Linke“ kommt für alle anderen Porsches und für alle sonstigen Autos auf, die ausgebrannt stehengeblieben. Immerhin hat sich „Links“-Frontfrau Katja Kipping auf die völlig falsche Seite geschlagen und die Schuld am Hamburger Chaos „marodierenden Polizisten“ zugeschrieben. Sollten die 29 Mio. Euro Vermögen der Linken nicht reichen, kann ja Jakob Augstein mit seinem Erbe aushelfen; er hatte ebenfalls die Polizei für den Horror verantwortlich gemacht; diese habe sich ja gelangweilt und nach „Auslauf“ verlangt.

Einen großen Vorteil hätte dieses Finanzierungsmischmodell: Der Steuerzahler wird um dreistellige Millionenbeträge entlastet. Und der Wahlkampf wird sofort eingestellt, die Unionsprognose wird bei 40 Prozent eingefroren. Martin kann sich multitaskend gleichermaßen auf die Rolle als Vizekanzler oder als Oppositionsführer vorbereiten.

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Dann fehlte seriöserweise eigentlich nur noch, dass an vorderster Stelle die CDU wenigstens bis Ende 2017 für alle GEZ-Zwangszahler die Gebühren übernimmt. Denn flächendeckender kann Wahlkampf zugunsten der medial „gefühlten“ Trump-Putin-Erdogan-Macho-Bändigerin Merkel nicht gemacht werden als mit Hilfe von ARD und ZDF. Letztere Machos übrigens werden „off records“ vor sich hin schmunzeln und sich rhetorisch fragen: „Die Chefin dieses Landes soll die mächtigste Frau der Welt sein“?

Und noch ein Fake News: Der nächste Gipfel findet auf den Falklandinseln (mittlere Juli-Temperatur der Luft 2,2 und des Wassers 5 Grad) oder alternativ – cruisend vor Arktis oder Antarktis – auf einem Flugzeugträger statt. Dorthin schaffen es nur noch die Chaoten, die in voller Maskierung und Ausrüstung wenigstens das Seepferdchen-Abzeichen erworben haben. Das werden nicht viele sein. Brandsätze gibt es dann keine, und Wasserwerfer werden auch nicht gebraucht. Porsches und sonstige Premium-Gefährte können dann ebenfalls nicht abgefackelt werden. All diese Wohltaten erledigt der Ozean präventiv-prophylaktisch und voll-biologisch, ohne auch nur einen Euro oder Dollar in Rechnung zu stellen. Oder doch lieber nicht? Hätten dann nicht die Mittelmeerschleuser und ihre NGO-Abholtaxis ein neues Betätigungsfeld? Oder vielleicht doch? Auf dem Mittelmeer ginge es dann wenigstens eine Zeitlang ruhiger zu.

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Kommentare ( 30 )

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HAMBURG KRAWALL – einmal zu Ende gedacht! So sehen Machtspiele zur Abwehr der Konkurrenz um das Kanzleramt aus. Merkels geschickter Schachzug ! Wieder blamiert sie eine Rot/ Grüne Regierung ! Warum gerade das rote Hamburg ? Alle haben gewußt , dass dort die Sicherheit gefährdet ist. Die Bürger sind die Opfer ! Die Rechnung ist planmäßig aufgegangen. Die Opferentschädigung wurde von Frau Merkel angekündigt, übernimmt deshalb auch bereitwillig die Partei(kriegs)kasse (!) und die ist ja prall gefüllt. Fällt ja schließlich auch unter die Rubrik Wahlkampfausgaben. https://www.tichyseinblick.de/…/die-cdu-zahlt-die-kosten-f…/ Jetzt kann die CDU sich rühmen und die Parole ausgeben:“ wir gehen jetzt scharf… Mehr

Besser kann man diesen geistigen Schwachsinn, der sich da in HH abgespielt hat, nicht beschreiben!
Dennoch ein Zusatz: Die Millionen, die für den angeblichen Kampf gegen „Räächts“ ausgegeben werden, könnten wohl sinnvoller eingesetzt werden; z.B. für Verfassungsklagen gegen die willkürlichen Gesetzesbrüche politisch verantwortlicher!

Ja, Kostenwahrheit wär echt mal was. Wie viel Geld bleibt eigentlich, vom Steurzahler schön umgeschichtet, für die „Premium“ Gastronomie und Hotellerie übrig, wo ja die „Führer der Welt“ und deren Berater/Assistenten-Tross einquartiert und verköstigt wird?

Es beschreibt sich ein Grusel dessen, was man heute noch ‚Demokratie‘ nennen will: Linksautonome Körperverletzer, Brandschatzer, Plünderer, potenzielle Totschläger befinden sich unter der Masse der ‚Gerechten‘. Die wollen ’nur spielen‘ – das habe ich mittlerweile gelernt. Allerdings hat nur ‚die Polizei‘ zu dieser Eskalation beigetragen – so sagt Frau Kipping… Was allerdings wäre u. a. Frau Kipping ohne die Polizei? Ist sie da (die Polizei), agiert sie als ‚Bedrohung‘ sog. Freiheit. Ist die Polizei allerdings nicht da, brüllt man gleichzeitig nach mehr ‚Aufrüstung‘. Ich bezweifle solche Äußerungen an einem ernsthaften Diskurs über die Lage in ‚Schland‘. Vielleicht sollte man sich… Mehr

Eine charmante Idee. Sie würde jedoch voraussetzen, dass in Deutschland Menschen, die Verantwortung tragen, abundzu auch einmal verantwortlich gemacht würden. Letzteres kann ich mir auch mit viel Fantasie nicht vorstellen.

Das ist eine schöne Vorstellung, welche Sie Herr Kraus beschreiben. Politiker übernehmen die Verantwortung und die Kosten für ihre Entscheidungen.
Die CDU und die SPD für ihre Profilierungssucht, welche sie trotz aller Warnungen dazu gebracht haben, Hamburg als Standort auszuwählen und die Linken und Grünen, welche mitgeholfen haben die Stimmung aufzuheizen.

Es wäre wirklich schön, wenn man Politiker für verantwortungsloses Handeln haftbar machen könnte. Die Parteikassen wären längst leer und so manche für die Bevölkerung kritische Entscheidung wäre wohl nicht getroffen worden.

Wo steckt eigentlich der 1.Sympathisant – Herr Maas?
Hat man von ihm schon irgendeinen kritischen Kommentar gehört …?

Der studiert einen neuen Song mit „Fein Sahne Fisch Filet“ ein

Nee, natürlich nicht. Die in HH dürfen das. Sind ja keine Rechten.

Ich bitte Sie Hr. Kraus, Kaiserin Merkel ist die Führerin der freien Welt

Ich finde kaum noch Worte – ihr Beitrag sollte in Stein gemeißelt und auf die Redaktionstische der Hof- und Geierpresse geknallt werden. – Mein Kommentar im MDR hingegen wurde wieder mal geblockt: Stichworte – ELPHI wurde, koste es was es wolle termingerecht fertiggestellt, als Kulisse für ihren Hofstaat und für ihre Inszenierung als RETTERIN der Welt und von EUROPA. Ihre leuchtenden Augen: Junge Prinzen aus Frankreich und Canada sollen ihr den heiligen Gral bringen.- Ich komme nicht umhin an 1989 zu denken. Drinnen im Palast der Republik wurde gefeiert- draußen Unmut und Rufe nach Gorbatschow. Dann ging es plötzlich ganz… Mehr
Danke Josef Kraus für den Einblick in die „Kriegskassen“. Wenn nicht alles zum Heulen wäre, würde ich lachen. Hat mich sehr an die 1970iger + Ffmain erinnert. Es fing ähnlich an. Dennoch musste ich an Sie, das Atlantic und Lindenberg denken. „04.07.2017 Udo Lindenberg ist wohl einer der berühmtesten Einwohner Hamburgs. Auch in seinem Zuhause, dem Hotel Atlantic, übernachten beim G-20-Gipfel Politiker. Lindenberg wird dann zwar nicht da sein, hat aber trotzdem Ideen, worüber er mit Angela Merkel und Justin Trudeau sprechen würde.“ „Wäre ich da, könnte ich mit Merkel und Trudeau ja ein bisschen über die alternativen Politikansätze für… Mehr
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