Warum der deutsche Sozialneid so groß ist

Der Sozialneid gefährdet Deutschlands Wohlstand. So direkt sagt es das neue Buch von Rainer Zitelmann nicht, doch seine Befunde sprechen eine klare Sprache – oder: um einen inzwischen verdientermaßen abgelösten Bundesinnenminister sinngemäß zu zitieren: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“

imago/United Archives

Mit einer auf Deutsch verfassten, soziologischen, rund 450 Seiten starken Abhandlung in die englische „Times“ zu kommen – und das noch auf Seite 1: Das muss man erst mal schaffen! Rainer Zitelmann ist es mit „Die Gesellschaft und ihre Reichen – Voururteile über eine beneidete Minderheit“ gelungen. „Britain is a considerably friendlier place for millionaires than its neighbours“, steht auf der Titelseite der Times vom 11. Februar 2019 zu lesen. Nur jeder fünfte Brite zeige ausgeprägten Sozialneid, während dies auf jeden vierten US-Amerikaner zutreffe, jeden dritten Franzosen und jeden zweiten Deutschen.

Zitelmann, den TE-Lesern als Kolumnist bestens bekannt, legt den Finger in die Wunde. Nicht genug damit, dass rund die Hälfte aller Deutschen einen ausgeprägten Sozialneid kultiviere – dies werde durch Medien zwischen Rhein und Oder auch noch stark befördert. Reiche Bürger würden, so Zitelmann, „keineswegs durchweg negativ dargestellt“, aber es überwiege die Darstellung des schlechten Charakters, auch wenn sie ansonsten intelligent und kompetent geschildert werden. Dieses Bild unterscheide sich deutlich von der Darstellung vergleichsweise ärmerer Leute, „die überwiegend mit einem positiven Charakter gezeichnet werden“. Diese Art der Darstellung ist deswegen so wirksam, weil sie scheinbar differenziert ist. Ein plattes Feindbild wäre einfacher zu entlarven.

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Dass die Bürger hierzulande selbst zu diesem Ergebnis – ihrem ausgeprägten Sozialneid also – beigetragen haben, ist kein Überraschung mehr, seit vor über 30 Jahren das fiese Lachen von J. R. Ewing aus quasi jedem guten alten Grundig-Fernseher zwischen Kiel und Konstanz scholl. Die Frage, woher dieses negative Bild kommt und was es über unsere Gesellschaft aussagt, ist jedoch heutzutage aktueller denn je. Dieses Buch ist, so die Empfehlung, ist kapitelweise von hinten nach vorne zu lesen – gerade dann ist es spannend wie ein Krimi!

Ein düsteres deutsches Panorama

Im 19. und letzten Kapitel befasst sich Zitelmann mit 43 Hollywoodfilmen, die zum Allgemeingut der heutigen Alltagskultur gehören – von „Pretty Woman“ über „Titanic“ bis zu mancherlei Abenteuern des Geheimagenten James Bond. Schlüssig legt der Autor die Strukturen offen, nach denen Reiche im Film auf ganz unterschiedliche Weise immer aufs Neue bloßgestellt, desavouiert oder als moralische Verlierer hingestellt werden. Dem aufmerksamen Leser entgeht nicht, dass es sich um die Verarbeitung von Neidkomplexen handelt. So, wie bereits in der Antike die Urängste der Menschen durch die Tragödien, die im Theater gegeben wurden, kanalisiert wurden, scheinen die im heutigen Leben die Neidkomplexe in der Bevölkerung steuerbar, indem Reiche auf der Leinwand entzaubert und als geistig arm dargestellt werden. Das Maß, in dem das Image reicher Menschen durch – fiktive! – Filme beeinflusst wird, darf keinesfalls unterschätzt werden. Zitelmann belegt dies mit seinen Ausführungen.

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  Die Folge davon ist bereits im Kapitel 18 zu lesen, in dem die Sicht auf Reiche untersucht wird, die sich aus Kommentaren im Internet ergibt. Zitelmann zählt die Vorurteile auf, die er vorrangig fand: „Reiche sind oder verhalten sich unmoralisch, sind gierig, arrogant und abgehoben, Managergehälter sind viel zu hoch, Reiche drücken sich vor Steuerzahlungen, die Schere zwischen Arm und reich geht immer weiter auseinander.“ Zudem beeinflussten sie die Politik, eine Umverteilung der Vermögen sei wünschenswert. Höchst interessant ist dabei der Befund, dass derlei Kritik in konservativ-liberalen und linken Foren gleichermaßen verbreitet ist.

Im Kapitel 17 findet sich ein möglicher Schlüssel für das negative Bild, das in den Medien von reichen Leuten gezeichnet wird – es ist die Sensationslust. Ausgehend von der Yellow Press zieht Rainer Zitelmann den Schluss, dass die Mehrheit der Medien „allenfalls für bestimmte Teilgruppen der Reichen ein realistisches Bild zeichnet, das jedoch – mangels eigener Erfahrung – vermutlich von den Lesern für ‚die Reichen’ insgesamt verallgemeinert wird, weil Reiche, die weder Wert auf übersteigerten Konsum und Prominenz legen noch finanzielle Probleme oder Eheprobleme haben, kaum gezeigt werden.“ Und in Kapitel 16 erfährt der Leser, dass es für Briefkastenfirmen auch legale Gründe geben kann. Hier allerdings verfängt sich Zitelmann – wenn auch nur kurz – in der selbstgelegten Schlinge: zu den „legalen“ Gründen, warum es Briefkastenfirmen geben kann, zählt er die Vertuschung von Ehebruch oder den Versuch, den Preis von Kunstwerken oder Immobilien nicht durch den Prominenzfaktor des reichen Erwerbers zusätzlich in die Höhe zu treiben. Er übersieht dabei, dass es genau solche Vorgänge sind, die – im Falle des Bekanntwerdens – das Image reicher Leute kaum weniger schädigen als eine Steuerhinterziehung. Angesichts der insgesamt profunden und umfassenden Untersuchung zu einem sehr drängenden, zuvor aber noch nicht untersuchten Thema ist dieser Malus indes zu vernachlässigen.

Wie spannend Soziologie sein kann, wird in Kapitel 14 deutlich. Dort werden die Länder Frankreich, Deutschland, Großbritannien und USA verglichen. Fast würde man sich wünschen, dass Zitelmann hier auch den Brexit untersucht hätte, denn auffällig ist, dass Deutschland und Frankreich einen hohen Sozialneidkoeffizienten aufweisen, die beiden angloamerikanischen Länder dagegen signifikant weniger stark vom Neid bestimmt sind. Auf mancherlei Faktoren wird diese Untersuchung ausgedehnt. Diese unterschiedlichen Blickwinkel und auch die Zuschreibungen von Attributen lassen einen Blick tief in die Seele des Volkes zu – doch in einer Rezension wird nicht jedes Geheimnis gelüftet. Im Kapitel 13 werden diese Befunde speziell für die toleranten Briten vertieft, die in puncto Sozialneid wesentlich spezielleren Franzosen kommen in Kapitel 11 dran; eine gewisse Sonderstellung findet Zitelmann bei den US-Amerikanern, weil hier zumindest der selbsterwobene Reichtum nach wie vor auf relativ größte Toleranz bei den Mitmenschen stößt.

Eine Parallele zu den USA ergibt sich am Ende des 10. Kapitels, in dem die Befunde aus Deutschland im Bezug auf die Sichtweise gegenüber Reichen geschildert werden. Leute mit Migrationshintergrund hierzulande, so Zitelmann, sehen den selbsterworbenen Reichtum so entspannt und positiv, wie das sonst nur in den USA der Fall ist – und sie zählen auch deutlich mehr Millionäre als der deutsche Durchschnittsbürger mit einheimischen Wurzeln zu ihrem Bekannten- oder Freundeskreis. Das lässt aufhorchen.

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Interessant ist auch, welche Parteigänger die „Nullsummenfrage“ ablehnen, nach der automatisch mehr Geld für alle da ist, wenn die Reichen – wie auch immer – ärmer gemacht werden. Eine mehrheitliche Ablehnung findet sich lediglich bei Unon und FDP. Das linke Parteienspektrum und die AfD stimmen dieser Überlegung zu – so führt Zitelmann ebenfalls im 10., zentralen Kapitel de Werkes aus, das für sich genommen bereits eine vollständige Publikation wäre. Eine weitere Kostprobe: 91 Prozent der Deutschen meinen, man dürfe Reiche ohne weiteres kritisieren – nur Christen dürfen noch eher die linke Backe hinhalten, wenn sie auf die rechte geschlagen werden: 94 Prozent. Über das Thema der Sozialneides weit hinausweisend ist dagegen die Tatsache, dass nur ein Drittel der Deutschen meint, man dürfe Muslime kritisieren: die Bindung der Menschen durch den Koran auch in sozialen Fragen, also über das Religiöse hinaus, die in den Suren angelegt ist – hier wird sie sichtbar. Gestärkt mit derlei anschaulichen Erkenntnissen ist der Leser gut präpariert, um den gut 150 Seiten umfassenden, ersten Teil des Werkes zu lesen, in dem die Grundlagen auf wissenschaftlich exakte Weise dargelegt werden.

Der Finanzbuchverlag, jüngst bekanntgeworden durch die mutige Aufnahme des neuen Sarrazin-Buches in sein Programm, hat dem „neuen Zitelmann“ nicht nur einen festen Einband, sondern auch eine Fadenheftung und einen Schutzumschlag spendiert – gediegen, ja nobel wirkt das Werk. Haptik und Papier des Buchblocks erinnern dagegen ein wenig zu sehr an ein Universitätsmanuskript. Doch das ist vielleicht auch gar nicht unbeabsichtigt, war die Grundlage für dies gewichtige Werk doch die zweite Promotionsschrift, die der Autor – erfolgreich! – vorgelegt hat.

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Insgesamt ist dies ein Buch, aus dem ganz unterschiedliche soziale Gruppen deutliche Vorteile gewinnen können. Von der Arbeits- und Organisationspsychologie bis zu den Erklärversuchen für die Geschichte des 20. Jahrhundert reicht dabei das Spektrum, und die Analysten wirtschaftlicher Fragen seien dabei nicht vergessen. Schließlich hängen das Wirtschaftswachstum und die Zukunftsfähigkeit einer Industrienation nicht unwesentlich an der Frage, ob die Erfolge Einzelner mit Beifall oder mit Argwohn aufgenommen werden, wobei speziell in Deutschland das Bild eher düster ist. Was auch die britische „Times“ in einem Kommentar, der als fiktiver Dialog aufgebaut ist, genüsslich thematisiert: „Apparently“, said John to Jeremy, „Germans think the rich are egotistic, materialistic, and arrogant. While Brits think they are intelligent, bold and hard-working.“ „But I don’t know anybody who thinks that,“ said Jeremy to John. „Nor me,“ said John, to Jeremy. „And worse still, the young like the rich even more than the old do.“ „Somebody,” said Jeremy to John, „must have made a mistake.“

Das mag wohl sein – aber Rainer Zitelmann hat definitiv keine Fehler gemacht. Eine zentrale Frage drängt sich vielmehr auf: Gefährdet der Sozialneid den Wohlstand an sich – und damit die Sicherheit in Deutschland? Nun, ganz so ausschließlich formuliert Rainer Zitelmann nicht. Stattdessen sein ein inzwischen verdientermaßen abgelöster Bundesinnenminister zitiert: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“


Rainer Zitelmann, Die Gesellschaft und ihre Reichen. Vorurteile über eine beneidete Minderheit. FinanzBuch Verlag, 464 Seiten, 34,99 €.


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Kommentare ( 46 )

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46 Kommentare auf "Warum der deutsche Sozialneid so groß ist"

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Daß der Wohlstand eine Ersatzreligion ist, halte ich für offensichtlich. In dieesw Kategorie fällt dann auch der Sozialneid. Echte Religiosität macht eher großzügig. Dafür braucht man aber eine Identität. Die Löcher dieser fehlenden Identität mit allen Arten von Gummibärchen zu stopfen, bringt es nicht. Die spannende Frae ist also: wie bekommt der Michel ein individuelles Gesicht, wie wird aus dem Unteranein Souverän oder anders, wie wird der Michel erwachsen, damit er diese Gummibärchen nicht mehr braucht?

Wohlstand ist vielleicht eine Religion, aber keine Ersatzreligion. Angeblich sind wir ja hierzulande sooo tolerant. Aber kaum sagt jemand, dass er an den Allmächtigen Dollar glaubt und zu Mammon betet, schon kommen dumme Sprüche.
Wir Kapitalisten sind genauso großzügig wie andere Religiöse auch. Nur dass wir uns das auch das auch leisten können.
😉

Mich beunruhigt vorrangig die gesellschaftliche Einflussnahme wohlhabender Familien (konzerne). Die Absichten/Bestrebungen werden der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht.

„Über das Thema der Sozialneides weit hinausweisend ist dagegen die Tatsache, dass nur ein Drittel der Deutschen meint, man dürfe Muslime kritisieren:“

Diese aussage stützt ihre argumentation, bzw die argumentation des besprochenen autors NICHT.
Was man darf und was nicht, das hat NICHTS mit dem angesprochenen neid zu tun, sondern nur damit, was als politkorrekt angesehen wird.

Thema verfehlt sage ich da nur, bzw unfähigkeit in der formulierung von fragestellungen.

Polarisierungen helfen nicht und tragen auch nicht zur Besserung bei , Apelle tun dies zwar auch nicht immer , aber sie spalten auch nicht . Es braucht mehr , als seine Position ständig rechtfertigen und verteidigen zu müssen und im gleichen Atemzug anzuklagen , es braucht faire , ehrliche , offene , transparente , leistungsgerechte und verhältnismäßige Rahmenbedingungen , bis hierhin hätten wir dann schon mal eine solide partnerschaftliche Basis . Wer darüber hinaus noch mehr will , (aber dies ist sicher nicht Herrn Zitelmanns primär Intension und gehört auch eher in den Bereich wünschenswert ideell als pragmatisch rational fundiert… Mehr

Ehrlich gesagt gefällt mir das pauschale Bashen des Sozialneids nicht so sehr. Ich glaube aber auch nicht, dass dies die Intention von Herrn Zitelmann war.

Sozialneid kann antreiben und positive Effekte erzeugen. Wer neidet, der wird motiviert etwas zu tun.
Veränderung und Fortschritt entsteht im Kleinen wie Großen durch Konflikt. Das war der Grund, warum Europa historisch so einzigartig war und der Welt den Fortschritt brachte. Viele Staaten, viel Konkurrenz.

Negativ wird das Ganze, wenn das Individuum lediglich unentwegt klagt, ohne eigene Initiative zu zeigen.

Beim Sozialneid sollte man den gesunden(kapitalistisches Streben) vom **(Sozialismus) trennen.

Sind Sie sicher, dass Sie den Begriff „Neid“ korrekt wiedergeben?
Neid unterscheidet sich doch entscheidend vom Ehrgeiz durch den Aspekt der Missgunst. Wer beim anderen etwas sieht, was er selbst anstrebt, muss dem Vorbild noch lange nichts missgönnen.
Neid ist eine Todsünde, die den Menschen zerfrisst und negative Gefühle erzeugt.

Hätte man mich raten lassen hätte ich den Franzosen noch etwas mehr Sozialneid zugetraut.
So ganz verwunderlich ist das Ergebnis aber auch nicht.
Meiner Überzeugung nach war es Sozialneid der die Deutschen vor rund 80 Jahren über die Juden herfallen ließ; die Bänker, das angebliche ‚Finanzjudendum‘ und der vermeintliche Wohlstand standen im Visier der Nationalsozialisten, nicht die ‚Rasse‘.
Und so ist im Mutterland des Faschismus auch heute noch der Sozialneid ausgeprägter als im untersuchten Rest der zivilisierten Welt.

Ein sehr starker Artikel, der jedoch der wichtigsten Frage nicht nachgeht: Cui bono?
Gibt man bei google „soziale Gerechtigkeit“ erhält man 14,5 Millionen Treffer. Nun muss man wissen, dass „social justice“ ein Propagandabegriff aus dem Haus des KGB Kommandanten Dropow ist. Ein Hoch auf die Internationale!

https://www.youtube.com/watch?v=wQmog9BZZ6o

Sozial gerecht klingt irgendwie , wie warmer Schnee . Entweder ist etwas sozial oder es ist gerecht . Klassiche Wortsinnhülse aber funktioniert .

Sozialneid funktioniert in beide Richtungen. So wie das Geld fließt. Ich beneide Mitmenschen die jede Menge Zeit zum Wandern, Heimwerkern, Musik hören haben… Also solche mit keinem Auto und keinem Haus, oder solche mit mehreren Autos und mehreren Häusern.

Ich gestehe: ich wäre gerne reich (wer nicht?). Und dann wäre es mir egal, wenn andere neidisch wären….ansonsten ist es mir egal. Hauptsache selber nicht arm.

Letztens fragten mich mal die Kinder einer Freundin, ob ich reich sei. Meine Antwort: Selbstverständlich, was ich dann auch erklärte. Diese kleinen Kinder wissen nun etwas, was viele Sozialneider vergessen: Reichtum ist relativ. Und da ich beruflich schon viel in der Welt rumgekommen bin, kann ich sagen, dass ich im Vergleich zum größten Teil der aktuell auf der Erde lebenden Menschen verdammt reich bin. Betrachte ich sämtliche Menschen, die schon mal auf der Erde gelebt haben, so sieht der Vergleich noch besser aus. Juhu! Nur ist Reichtum nicht mit Glück gleichzusetzen. Insbes. das ständige Vergleichen stört beim Glück am Reichsein… Mehr

Was philosophisches : Reich macht nur was man nicht begehrt !
und noch etwas von meinem Vater : „Ich bin lieber wertvoll als reich“ (im materialistischen Sinn)

…ich bin eher sauer, dass der Staat mich so schröpft, dass ich mir so ein bisschen was auf die Seite legen kann. Naja, es wird wohl reichen. Ansonsten: Reich wird man durch das Erben. Und diese Vermögen sind durch Fleiß erabeiten worden – also in den Fällen, die ich kenne. Aber ich denke mir in einer Zeit, wo der Staat nicht neidisch auf seine Untertanen war. Der Staat ist es, der neidisch ist auf seine Bürger!

„Reich wird man durch das Erben“. In einer Rezension des Buches Dr. Zitelmanns in der heutigen FAZ steht ein wahrer Satz, wie ich meine. Dr einzige Reichtum, den einem niemand neidet, ist ein Lottogewinn. Er kann unterschiedslos jeden ereilen. Zumindest jeden, der bereit ist, jede Woche die zugehörige Deppensteuer zu zahlen.