Der „Polizeiruf“ aus Halle wird abgesetzt – ausgerechnet einer der wenigen düsteren Ost-Krimis mit Substanz. Im letzten Fall ertränkt ein Ex-Stasi-„Schlüsselmacher“ Alte in der Badewanne. Die Ost-Quote der ARD war wohl nicht so gemeint.
screenshot/ ARD
Der Polizeiruf verstummt an der Saale, aber bevor die ARD Kriminalhauptkommissar Henry Koitzsch (Peter Kurth) und Kriminalkommissar Michael Lehmann (Peter Schneider) endgültig aus dem Verkehr zieht (Meldung der ARD-Website), dürfen sie ein letztes Mal in „Der Wanderer zieht von dannen“ in ihrem dritten und letzten Fall ermitteln. Die alleinstehende Rentnerin Ingrid Krüger (Sibylle Maria Dordel) wird tot in ihrer Plattenbauwohnung entdeckt. Rechtsmediziner Reinhold (Andreas Leupold) findet Hinweise darauf, dass jemand sie in ihrer Badewanne ertränkt hat. Weil zu ihren Gewohnheiten nicht nur der Besuch der Bingo-Abende der „Volkssolidarität“ (Gewinn: 1,50 Euro und ein Rätselbuch) gehörte, sondern auch das akribische Führen eines Tagebuchs, finden die Kommissare einen Eintrag, in dem sie über den Besuch eines Schlüsseldienstmitarbeiters berichtet.
Koitzsch, der immer mehr unter seinem Beruf zu leiden scheint, weil ihm die Opfer aus vergangenen Mordfällen erscheinen, und der nachts Schweiß gebadet aus dem Schlaf hochschreckt, sieht Frau Krüger unter der heimlichen Beobachtung eines vermummten Dunkelmannes, der sich unerkannt und willkürlich Zutritt zu Privatwohnungen verschafft. Die Hallenser Polizei bringt nach und nach immer mehr ungeklärte Todesfälle „Alter und Schwacher“ mit diesem unheimlichen stillen Gast (ähnlich: Borowski-Tatort 842) in Verbindung, der an den Tatorten stets eine getrocknete „Jungfer im Grünen“ zurücklässt.
Im kalten, langen Schatten der Stasi
Mit derselben Wahrscheinlichkeit, dass der diebische Hausmeister Trojanowitz (Henning Peker) sich zeitgleich mit den Polizisten und dem Mörder (Mario Schmidtke, gespielt von Dirk Martens) in der Wohnung von Frau Krüger trifft, entspinnt sich auch die weitere Geschichte (Drehbuch: Clemens Meyer). Der Vollwaise Schmidtke ist ehemaliger Angehöriger des Ministeriums für Staatsicherheit der DDR und wuchs in einem Kinderheim auf, wo ihn die Erzieherin offenbar missbrauchte und er sie daraufhin mit Waschbenzin angezündet hat (er wurde dabei grässlich entstellt). Später dann nahm ihn die Stasi unter ihre Fittiche und er wurde deren so legendärer wie geheimnisvoller „Schlüsselmacher“.
Und weiter plaudert Koitzsch‘ Jugendfreund (Roman Schuster, gespielt von Thomas Lawinky) im Knast aus dem Nähkästchen seiner ehemaligen „Firma“ MfS: Die Stasi habe sogar spezielle Kampfmesser gehabt „für den Nahkampf nach einem Umsturz“. Nach der Wende, die für keinen Angehörigen der Spezialeinheiten der Firma in der Arbeitslosigkeit geendet habe, sondern „direkt in der freien Marktwirtschaft“ bei „Immobilien, Rotlicht oder Raub…manche Wachdienst oder Security“, sei das schon eine wilde Zeit gewesen.
Mit diesen Informationen ausgestattet ist es ein Leichtes, den Verdächtigen aufzuspüren und seine Werkstatt auszuheben, wo sich auch eine Liste mit den Opfern, jeweils mit einem Kreuz versehen, findet. Zur Strecke gebracht wird er aber erst, als er versucht, Koitzsch in seiner Wohnung (CO2-Bewusste achten auf den Kaminofen) zu ermorden und dabei von Lehmann angeschossen wird.
Das Ende des Polizeirufs aus Halle wird in der Presse weithin bedauert, Schauspieler Michael Lehmann sagte zu den Gründen in der „Hörzu“: „…ich verstehe es vor allem nicht, weil es gerade diese „Quote Ost“-Bewegung gibt, wo man sagt: 20 Prozent der Bevölkerung sind ostsozialisiert, also sollten die Geschichten über den Osten beziehungsweise Menschen und Städte und Kriminalfälle im Osten auch von Leuten erzählt werden, die hier sozialisiert wurden“.

Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Liebe Mitforisten, was wundert es, wenn man die Bedeutung von ARD kennt:
„Arbeitsgemeinschaft Rotgrünes Deutschland.“
Als begeisterte westdeutsche Zuschauer der „Ostkrimis“ mit Schmücke & Schneider sowie Ehrlicher & Kain haben meine Frau und ich uns nach dem „Ende deren Dienstzeit“ abgewöhnt, Krimis der ARD und des ZDFs mit Handlungen und Darstellern aus dem „Osten“ anzusehen. Egal ob nun Tatort oder Polizeiruf 110. Handlungen, Inhalte und der ewig erhoben kommunistische Schulmeisterzeigefinger sind unerträglich. Dann schon lieber die x-te Wiederholung von Streifen mit den beiden sympathischen o.g. „Kommissar-Paaren“. Die Beschädigung des schauspielerisch exzellenten Peter Kurth, in solch erbärmlichen Produktionen vermatscht worden zu sein, ist allerdings sehr bedauerlich. Nun, er wird es bei seiner Klasse überstehen und hoffentlich… Mehr
Geht es Ihnen auch so, dass Sie manchmal glauben, das ganze ARD ZDF Programm ist eine einzige große Festplatte, die immer wieder die selben Beiträge in zufälliger Reihenfolge auf die Zwangszahlenden losläßt, lediglich eingestreut billig produzierte „aktuelle“ Talkshows und der unsägliche Sonntagskrimi?
Die zu Wende jungen Stasikader sind jetzt auch alle 60+ und taugen noch nichtmal als die sinistren Stasi-Leute mit hoher Wichtigkeit und vielen bösen Taten.
Was machen wir bloß, da die uns nun langsam ausgehen, als Bösewichte in ÖRR-Krimis?
Einer von denen ist uns immerhin als Alterspräsident des Bundestages erhalten geblieben.
Mir viel auf, dass in einer Szene unter der Hochstrasse nach Neustadt ganz groß in weiß „ANTIFA“ an einem Brückenpfeiler geschrieben stand. Zufall, wie der „FCK AFD“ Aufkleber an einem Laptop vor Jahren (Tatort Magdeburg) oder „Haltung“ ? Kenne zwar die Hochstrasse, wohne aber zu weit weg um das prüfen zu können.
Das war sicher kein Zufall. Nicht bei denen. Im Rostocker Polizeiruf hatte die Frau Hauptkommissarin auch immer FCK AFD-Aufkleber auf ihrem Laptop. Für mich ein Grund zum Abschalten.
Wie bei mittlerweile einigen Serien in den Öffis. Zwei Beispiele: Wilsberg, ein syrischer Ingenieur, verheiratet mit EINER Frau, zwei kleinen Kinder, lebt in einem Flüchtlingsheim in Münster, das von braunen Schlägern in Bomberjacken „bewacht“ wird.
Oder „die Toten von Salzburg“. Der brave Herr Hofrat Dr. Meywald hat auf seine alten Tage noch sein schwules Coming out.
Man glaubt es einfach nicht.
Es ko… einen nur noch an!
Das sind keine Zufälle, sondern Kriterien für die Fördergeldvergabe.
Auch in einem aufwändig produziertem Musikvideo der Band Deichkind sieht man FCK AfD im Hintergrund auf einem alten Fabrikgebäude.
Diese drei „Polizeiruf Halle“, mit Kurth und Schneider, sind m.M.n. in den ‚Polizeiruf 110‘ Top-Ten, wahrscheinlich Top-Five (vom „Tatort“ ganz zu schweigen).
Die Öffentlich- Rechtlichen sind komplett am Ende. Nur noch rette sich wer kann, nur noch „Hauptsache, die Pension ist sicher“. Kein frisches Format, keine Idee nirgends.
Aus Versehen in MAINZ BLEIBT MAINZ reingezappt. Da setzen die einen fetten unlustigen weinerlichen Typ im Pfaffenkostüm hin. Unfassbar, was der von sich gegeben hat. Der hätte sich über die Kinderschänder seiner Kostümzunft auslassen können. Dass er das nicht macht, hat sicher diesselben Gründe, aus denen ARD- ZDF tunlichst auf eine journalistische Aufarbeitung der Epstein- Files verzichten.
Der Osten war, ist und bleibt Verfügungsmasse des Westens, hier wird falsch gewählt, falsch gelebt, falsch geliebt und überhaupt, Dunkeldeutschland eben. Da hilft nur eins, zusammentun und wehren.
Geschichten über den Osten müssen grundsätzlich ein derartiger Müll sein? Die Achtzehneurosechsunddreissig Zwangsbeitrag sind wirklich Schmerzensgeld.
Ich dachte immer, Schmerzensgeld bekommt man, wenn einem jemand wehtut. Hier scheint es so zu sein, dass man für den Schmerz zahlt. Hört sich für mich nach Masochismus an.