Deutschlands industrieller Kern schmilzt wie Eis in der Sonne. Im vierten Jahr der Dauerrezession frisst sich das Desaster der grünen Transformation durch sämtliche ökonomischen und fiskalischen Schichten. Dabei erhalten die Kommunen den ersten schweren Schlag.
picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt
Die kleine Stadt Rastatt zählt rund 50.700 Einwohner – und sie galt lange als ein Fixpunkt auf der wirtschaftlichen Landkarte Baden-Württembergs. Das lag vor allem an Mercedes. Der Konzern produziert dort Fahrzeuge der A- und B-Klasse, den GLA, den EQA und den neuen CLA. Am Standort laufen (oder liefen) unterschiedliche Antriebstechnologien vom Band: klassische Verbrenner, Plug-in-Hybride und vollelektrische Modelle für den Weltmarkt.
Das Rastatt-Syndrom
Doch Rastatt hat ein Problem – ein strukturelles, hausgemachtes Problem: seine ökonomische Monokultur. Der politisch orchestrierte Angriff auf den Verbrennungsmotor und dessen Produktion in Deutschland hat nun auch den Mercedes-Standort Rastatt in die Knie gezwungen. Die Folgen sind dramatisch. Für das Jahr 2026 rechnet die Stadt nur noch mit einem Gewerbesteueraufkommen von gerade einmal einer Million Euro. 2024 waren es noch über 100 Millionen.
Inzwischen spricht man mit Blick auf den Niedergang der deutschen Automobilindustrie auch vom „Rastatt-Syndrom“.
Und dieses Syndrom hat auch die Landeshauptstadt Stuttgart erfasst.
Nach Rekordeinnahmen von 1,6 Milliarden Euro bei der Gewerbesteuer im Jahr 2023 hat sich das Volumen im laufenden Jahr halbiert. Und für das kommende Jahr erwartet man einen weiteren Einbruch um mindestens 20 Prozent.
Es wird nun unübersehbar: Die selbst erzeugte Energiekrise wirkt – im Zusammenspiel mit der sogenannten grünen Revolution – wie ein fiskalischer Dampfhammer auf das Fundament des deutschen Staates, auf seine kommunalen Finanzen.
Niedergang der Städte
Man kann es nicht länger übersehen. Der scharfe Produktionsrückgang in den Schlüsselsektoren der deutschen Industrie – im Automobilsektor, im Maschinenbau und in der Chemie –, der seit dem Spitzenjahr 2018 über 20 Prozent der Produktion ausgelöscht hat, trifft nun als erste die Kommunen. Diese beziehen einen Großteil ihrer Mittel aus der Gewerbesteuer und sind damit extrem konjunkturabhängig.
Der Landkreistag schätzt das laufende globale Defizit der deutschen Städte und Gemeinden für 2025 auf bis zu 35 Milliarden Euro.
Und auch für das darauffolgende Jahr sieht es nicht besser aus. Die Städte, denen man politisch-ideologische Aufgaben wie die Bewältigung der Massenmigration aufgebürdet hat, dürften dann noch tiefer in die Knie gehen.
Diese fiskalische Krise wird Bund und Länder in kurzer Frist dazu zwingen, den Kommunen mit Sonderfonds – sei es durch eine Umsteuerung bestehender Sondervermögen oder durch zusätzliche Neuverschuldung – finanziell unter die Arme zu greifen, will man den Kollaps im Fundament des Staatswesens zumindest aufschieben.
Auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit
In der Politik sollte sich niemand über diesen dramatischen Zustand verwundert zeigen. Die deutsche Industrie befindet sich seit mittlerweile 41 Monaten ununterbrochen in einer Kontraktionsphase.
Der Manufacturing PMI, der das Produktionsniveau misst, liegt mit 48,4 Punkten auch im Oktober weiterhin deutlich im rezessiven Bereich. Energieintensive Produktion lohnt sich am Standort Deutschland schlicht nicht mehr.
Nachdem im vergangenen Jahr 64,5 Milliarden Euro an Direktinvestitionen netto abgezogen wurden, ist davon auszugehen, dass diese Zahl im laufenden Jahr noch höher ausfallen wird. Deutschland blutet aus – und ein politisches Einlenken ist nicht in Sicht.
Man ist offenkundig nicht bereit, den ideologischen Kurs Brüssels zu verlassen. Und auch der für das kommende Jahr angekündigte subventionierte Industriestrompreis entpuppt sich als Mogelpackung. Einige ausgewählte Konzerne erhalten zwar für die Hälfte ihrer Energiekosten einen Zuschuss, müssen den Rest aber „klimagerecht“ investieren – ein bürokratisches Monstrum, das die Absurdität des gesamten Konstrukts offenlegt und den Steuerzahler zur Kasse bittet.
Kein Bezug zur Realität
Allein diese flüchtig verfugte Konstruktion zeigt, dass man weder in Brüssel noch in Berlin die Tragweite der Industriekrise begriffen hat. Mit der Industrie steht und fällt das Wirtschaftsmodell einer Nation, die jahrzehntelang Wert darauf legte, einen Sozialstaat zu finanzieren, der selbst am Rande des ökonomischen Geschehens eine würdevolle Existenz ermöglichen sollte.
Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei. Die Deutschen müssen sich darauf einstellen, dass Armut und der Niedergang der Mittelschicht dieser Politik auf dem Fuß folgen.
Spiegelbildlich hat sich Deutschlands wichtigster Handelspartner China entwickelt. China ist auf Deutschland als Technologielieferanten längst nicht mehr angewiesen und erscheint inzwischen in der Statistik als Nettoexporteur von Kapitalgütern nach Deutschland.
Industriemaschinen, Robotik, Werkzeugmaschinen – überall verliert Deutschland kontinuierlich Marktanteile, vor allem an China. Zudem ist davon auszugehen, dass die massiv angeschobene Reindustrialisierung der Vereinigten Staaten weiteren Druck auf den Standort entfaltet.
Dass der Politik nichts anderes einfällt, als mit Erhaltungssubventionen gegen die selbstverursachte Transformations-Krise anzusteuern, sollte alle Alarmglocken schrillen lassen. Es ist nicht die Schuld der globalen Konkurrenz, dass sich EU-Europa mit einem ideologischen Sonderweg selbst aus dem Spiel genommen hat.
Was wird geschehen?
Man lehnt sich wohl nicht allzu weit aus dem Fenster, angesichts der heraufziehenden fiskalischen Turbulenzen von weiteren Steuererhöhungen auszugehen. Mit der Debatte über eine Ausweitung der Erbschaftsteuer hat die Politik in den vergangenen Wochen bereits die Saat ausgebracht und die Öffentlichkeit darauf vorbereitet, künftig verstärkt auf die wirtschaftliche Substanz der Bürger zurückgreifen zu wollen.
Verpufft der fiskalische Effekt, dürfte die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer wieder auf dem Tisch liegen – ganz gleich, wie das Bundesverfassungsgericht in der Vergangenheit entschieden hat. Die politischen Verhältnisse haben sich auch hier massiv verschoben.
Dass die Politik in diesem Klima des ökonomischen Verfalls dennoch stur an grotesken Zwangsgesetzen wie dem Heizungsgesetz festhält, ist sozialpolitisch wie wirtschaftlich verantwortungslos. Die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz bleibt dem ökosozialistischen Kurs treu ergeben. Die Bürger werden die Konsequenzen zu tragen haben.

Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
OB Monika Müller, 24.11.2025:
„Auf der heutigen Tagesordnung steht als Teil des Maßnahmenbündels die befristete Erhöhung des Hebesatzes der Gewerbesteuer.“
Microsoft Word – HH-Rede Einbringung OB Müller.docx
Der Kuh, die immer weniger Milch gibt, auch noch Gras weg zu nehmen macht natürlich Sinn 👍
Aber kein Wort darüber, wo eigentlich gespart werden soll, bis auf den Verweis auf ein paar wenige öffentliche Baumaßnahmen.
TE sollte hier mal bei Fr. Müller bzw. der Finanzverwaltung nachhaken:
Haushalt und Finanzen | Rastatt
Für „Kampf gegen Rächz“ wäre diese letzte Million aber mit Sicherheit gut investiert. Steht auf, RaststätterInnen!
„Rastatt steht auf“: Bündnis für Demokratie und Vielfalt formiert sich
Immerhin steht die Einheitsfront:
Ergebnisse Rastatt – Die Bundeswahlleiterin
Ihr schafft das!
Jeder Autofahrer mit Verbrenner sollte einen Aufkleber ans Heck kleben: „Ein Herz für den Verbrenner! Ich fahre weiter Verbrenner, egal wie verrückt die EU noch werden wird!“
Mit einem neuen Mercedes CLA aus Raststatt wird das dann aber nichts – den gibt es nähmlich nur vollelektrisch: „Das cleverste Auto, das Mercedes-Benz jemals gebaut hat: der neue CLA.“ 🤣🤣
Es birgt das Risiko von Vandalismusschäden.
Ein mir bekannter Fahrer eines Ural-Gespanns hat einen Ukraine-Aufkleber auf den Beiwagen geklebt, da ihm wiederholt das Gespann aufgrund von Putinhass beschädigt wurde.
Das ist vollkommen ohne Vernunft, da Putin kein derartiges Fahrzeug nutzt und Ural mittlerweile in Kasachstan produziert. Aber derartige Delikte von „den Richtigen“ werden nicht verfolgt, und man hat nur Ärger und Kosten.
Auch mit noch so viel Herz für Verbrenner – deren Produktion wurde mit staatlicher Subvention und Einverständnis der Gewerkschaften an Orte exportiert, die eine Fertigung ermöglichen, an den Fahrzeugen auch etwas verdienen zu können.
Auch wenn das Verbrennerverbot fallen würde – an den übrigen Verhältnissen hierzulande ändert sich ja nichts; die Arbeitsplätze blieben da wo sie sich jetzt eingerichtet haben.
Dann kann Rastatt und Stuttgart sich schon einmal Detroit anschauen, denn bei ihnen wird es demnächst sicher genauso aussehen.
Das Ländle hat nicht nur die Grünen in die Regierung gewählt – was ich ggf. beim ersten Mal, bei der ersten Wahl noch entschuldigen könnte, da der CDU Mann das Allerletzte war und es noch keine Alternative gab – sondern auch noch bei der nächsten Wahl bestätigt, belassen.
Sorry, geliefert, wie bestellt.
Oder anders ausgedrückt.
Man erntet, was man sät.
Tiefgehende Abneigung gegen „die Konzerne“, „Atom“, Chemie, Auto, Gentechnik, „Apparatemedizin“ ist in Deutschland grüne DNA seit den Zeiten der alternativen Pulloverstricker zu Beginn der 80er Jahre. Deshalb muss das alles weg. Im grünen Lalaland ist man nachhaltig bis zum Kompostklo. Seinen Lebensunterhalt verdient man entweder als biodynamischer Bauer oder als work-life-balance bestimmtes Mitglied in einem Handwerkerkollektiv.
„Allein diese flüchtig verfugte Konstruktion zeigt, dass man weder in Brüssel noch in Berlin die Tragweite der Industriekrise begriffen hat.“ Die Begriffslosigkeit zeigt sich eher in dem Zitat. Wie kann man nach all den Maßnahmen, die ja nur zum Schaden der EU und Deutschlands sind (CO2-Steuer, Griechenlandrettung, Bankenrettung, EZB-Bazooka, Ukrainekrieg, Lieferkettengesetz, Verbrennerverbot, Green Deal, Masseneinwanderung, Verstoß gegen Dubliner Übereinkommen, Verstoß gegen No-Bail-Out-Klausel, Pfizerdeal, Datenschutz, etc.) immer noch der Meinung sein, das alles wäre „Zufall“? Professionelle wie der Schwarzkopf oder die Hüpfdohle sind tatsächlich ökonomisch behindert, aber die Strippenzieher in der EU doch nicht. Die wissen ganz genau, welche Folgen ihre… Mehr
das ist die spannende frage: absicht oder ideologische dummheit? letzteres sollte man nicht unterschätzen, aber es sieht eher wie kalkül aus, mit ansage.
Im Sozialismus werden die Menschen demoralisiert – sie werden unselbständige, verwöhnte Kinder und der Spruch war schon immer „Wenn daß der Führer wüsste“.
Nun, die Demoralisierung kann laut Yuri Bezmenov erst durchbrochen werden, wenn im Gulag der Soldatenstiefel dir die Eier zertritt (when the military boot crushes his balls…) Daher – gut so:
„Nur aus Schaden wird man klug“
Durch Schmerzen lernen, denken ist verpönt.
Ich finde es gut, dass das Wahlvolk für ihre Wahlentscheidung endlich zur Kasse gebeten wird. Leid tun mir die, die immer davor gewarnt haben und auch mit im Boot sitzen. Allerdings werden viele Warner hoffentlich entsprechend vorgebaut haben. Allein meckern, hilft im Falle das man Recht hat nicht. Man muss schon sein Handeln an das zu Befürchtete anpassen, ansonsten gehört man auch zu den Gelackmeierten.
Besser ein schneller Niedergang als ein langsamer. Nur das entlarvt die Regierungs-Heuchler, schafft Chancen, dass sich noch etwas ändert – geht nur, mit der AfD an der Regierung –, bevor wirklich alles zu spät ist.
Deshalb hier mein Plädoyer: Bitte, gebt uns den Rastatt-Niedergang überall, bald!
Leider bilden die Wähler dieses verbohrten Unsinns nur eine überschaubare Schnittmenge mit den Nettosteuerzahlern, die von Islamgekusche, Migra-Sause und Co2-Vertreibung bis zur NGO-Verschleuderung an Nasenringe, Problemponys, Politikerdunstkreis und den woken Rest der weiten Welt den ganzen Blödsinn der linksgrüngeschädigten Regierungen bezahlen müssen. Die meisten, die den giftigen Quatsch wählen, kriegen entweder jeden Monat mittelbar oder unmittelbar Staatsknete oder sie greifen die ganzen „Förderungen“ ab.
Auch das Geld für die Staatsbediensteten geht irgendwann aus. Greifen Sie einem nackten Mann in die Tasche. Diejenigen, die heute von Staatsknete leben wird es mit am Schlimmsten treffen. Den nach dem Untergang werden die nichts mehr umsonst bekommen. Der Landwirt, Automechaniker, Bauarbeiter und all die vielen die wertschöpfend arbeiten werden als die Gewinner aus der Asche aufsteigen, denn diejenigen die noch Geld haben werden nur für Gegenleistung, was ein Beamter schwerlich kann, ihr Geld noch herausrücken.