Max Ottes Notizen aus einer anderen Zeit

Max Otte zeigt, von wem und warum unser soziales Kapital bedroht ist - und nennt vier „Zeigerpflanzen“ für das Vorhandensein der ursprünglichen Kraft des Landes - die Kneipe, die Kirmes, den Gesangsverein und den Bäcker.

 

Erstmals schreibt Bestsellerautor Max Otte („Der Crash kommt“) über sich selbst. „Auf der Suche nach dem verlorenen Deutschland“ sind Reflexionen über das, was Deutschland ausmacht und ihn aus der weiten Welt zurückkehren ließ. Und es zeigt, von wem und warum unser soziales Kapital bedroht ist. Große Konzerne, staatliche Regulierung und mangelndes Bewusstsein für die Stärken unser Gesellschaft. Er nennt vier „Zeigerpflanzen“ für das Vorhandensein der ursprünglichen Kraft des Landes – die Kneipe, die Kirmes, den Gesangsverein und den Bäcker.


Empfohlen von Tichys Einblick. Erhältlich im Tichys Einblick Shop >>>
Unterstützung
oder

Kommentare ( 25 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

25 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Wise Otherwise
4 Monate her

Erst heute habe ich es zeitlich geschafft, mir dieses wunderbare Gespräch anzuhören. Vielen, vielen Dank, lieber Herr Tichy und lieber Herr Otte, für Ihre Offenheit, für Ihre Klarheit und Ihren Mut. Es tut gut zu wissen, dass es Menschen wie Sie gibt. Danke

Jens Frisch
5 Monate her

Seit den Coronamaßnahmen kann man zum ersten mal in der Geschichte der Menschheit sagen, daß früher wirklich alles besser war.

Wilhelm Roepke
5 Monate her

Ich finde es erstaunlich, dass ein Ökonom so etwas feststellen muss, noch dazu eine Portfoliomanager. Solch ein Buch hätte ich eher bei einem Intellektuellen, Dichter oder sonstigen Künstler vermutet. Anscheinend hat Prof. Otte mehr von einem Künstler als viele „Kulturschaffende“ heute, die sich nicht trauen, öffentlich konservativ zu sein.

Donostia
5 Monate her
Antworten an  Wilhelm Roepke

Herr Otte ist unabhängig und nicht auf Aufträge des Staates abhängig. Die Kulturschaffende in der Regel schon.

giesemann
5 Monate her

Ein Mann, der zu sich selbst findet, mit Mitte 50 darf man das. Zumal das Geschäft eines Analysten, eines Börsianers doch eher ein einsames Geschäft ist, keineswegs jedoch ohne Konkurrenz. Und Selbstfindung gelingt wohl am besten in einem sozialen Kontext – bis einem das auch auf die Nerven geht, Dann muss eben etwas anders her, Politik? Engagement für etwas Lohnendes? Alles besser, als die Restlaufzeit zu verdimpfeln, auch nicht in einer Kneipe. Muss jeder für sich selbst heraus finden – einfach ist das nicht. But who says it’s easy?

Peter Gramm
5 Monate her

An der Zerstörung der deutschen Identität wird schon länger gearbeitet.

Dieter Kief
5 Monate her

Kirche und Schule – das war vermutlich früher, vor dem Crash, nedwahr.

Ach – : „Der Crash kommt – Max Otte geht meilenweit – für eine Semmel!“

Gut oder?

Klaus D
5 Monate her

unser soziales Kapital….sorry……hahahahahahahahahahahaha…..was herr Otte da sagt war uns schon anfang der 1980 klar als die liberal konservativen an die macht gekommen sind…

Keili
5 Monate her

Ich stimme Herrn Otte ja in Vielem zu, aber Investmentbanking als Handwerk zu bezeichnen, ist schlicht falsch, ist der Versuch, etwas Unproduktiven, keine echten, realen Werte Schaffenden, einen wertschaffendes Mäntelchen umzuhängen. Selbst Kopfwerk würde ich als anmaßend sehen. Das Kopfwerk eines Ingenieurs kann durchaus wertschaffend sein. Ach, immer diese Haarspaltereien!

Lucius de Geer
5 Monate her
Antworten an  Keili

Professionelle Geldanlage ist durchaus ein Handwerk – es geht nicht um ein besseres Spielcasino, sondern darum, in der Realwirtschaft verdientes Geld nach den Rendite/Risiko-Vorstellungen der Kapitaleigner am globalen Finanzmarkt bestmöglich anzulegen. Klar liegen auch Profis immer wieder mal schief und wie in jedem Beruf (Handwerker, Ärzte, Verkäufer, Gastwirte) gibt es Pfuscher und Betrüger. Doch würden die Kapitaleigner das Anlagegeschäft selbst besser beherrschen, gäbe es keine Profiinvestoren. Die Leistung liegt in der Bereitstellung von Kapital für riskante Vorhaben (für die die meisten Ihr Erspartes nie einsetzen würden) – man denke nur an die Eisenbahnen oder die Tech-Unternehmen, deren Produkte wie hier… Mehr

Britsch
5 Monate her
Antworten an  Lucius de Geer

Für mich entspricht dieses „Handwerk“, die Tätigkeit wie beschrieben schon länger größtenteils nicht mehr der Realität.
Dazu z.B. Dirk Müller „Hochfrequenzhandel“

Lucius de Geer
5 Monate her
Antworten an  Britsch

Zu Dirk Müller nichts. Zum Hochfrequenzhandel dieses: umstritten, ja aber für die professionelle Geldanlage nicht elementar. Also: Thema verfehlt.

friedrich - wilhelm
5 Monate her
Antworten an  Keili

……stimmt! ich würde mit herrn otte liebend gern eine diskussion über realwirt-schaft versus finanzwirtschaft führen. dazu könnte ich dann einen großen haufen bilanzen und unternehmensbewertungen aus sanierungen mitbringen!

doerte
5 Monate her

Dieses Gespräch hat mir sehr gut gefallen! Das Geld hat Herrn Ottes Charakter nicht verdorben. Er ist Mensch geblieben. Sehr wohltuend!
Ich höre ihm immer wieder gerne zu, weil er nicht nur redet, sondern etwas zu sagen hat.
Zum Thema: ich befürchte, diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten, weil sie politisch gewollt ist. Alles was uns Deutsche und unser Land ausmacht musst weg, mit aller Gewalt. Unter dem Deckmantel der Gesundheit und des Klimaschutzes werden wir zu ängstlichen Befehlsempfängern degradiert.
Die Meisten finden’s gut.

RMPetersen
5 Monate her

Nachdem Vera Lengsfeld das Buch gelobt hatte, kaufte und las ich es in mehreren Abschnitten. Es ist ein persönliches Buch, nicht nur weil die Lebensstationen und die Umgebung von Jugend und Kindheit beschrieben werden, sondern auch in Bezug auf die sehr kurzschlüssigen Gedanken. Der ehrgeizige und erfolgreiche Ökonom gewinnt im mittleren Alter die Liebe zur Heimat zurück und hat ein waches Auge für die Veränderungen in den Jahrzehnten. Er beschreibt sie liebevoll in ihren sichtbaren Auswirkungen. Was mir fehlt, ist die Reflexion darüber, was der eigene Berufsweg (-kurz gesagt: Geld verdienen mit globalen Finanzprodukten) mit diesen Veränderungen zu tun hat.… Mehr