Iran und die Separatisten: Wer schuldet wem?

Da dieser Artikel, der vor Kurzem auf Persisch vom international renommierten iranischen Journalisten Amir Taheri veröffentlicht wurde, für die Diaspora und deutsche Leser von großer Bedeutung ist, präsentieren wir Ihnen die deutsche Übersetzung von Nasrin Amirsedghi.

IMAGO / Funke Foto Services
Sanaa, Yemen: Neue Rekruten der Houthi-Rebellen in Yemen, bei einer Parade in Solidarität mit der Hamas. Die Houthis haben tausende neue Kämpfer rekrutiert, um sich auf einen Krieg mit Israel vorzubereiten.

Es gibt ihn, den „anderen Iran“: insbesondere in der Diaspora herrscht die Vorstellung, dass man die gegenwärtige staatliche Ordnung und den Iran als solchen nicht verwechseln sollte. Daraus erwächst das Dilemma, dass nicht jede Opposition gegen den Iran auch gleichzeitig gut ist. Der Iran hatte zwar stets eine historische Mehrheit, besteht in seiner Summe jedoch aus mehreren Kulturen und Sprachen. Die kurdische Minderheit gehört dazu – zuletzt aufgrund ihrer Sprache, die – wie das Persische – der indogermanischen Sprachfamilie angehört (im Gegensatz zum Türkischen oder dem Arabischen). Aus iranischer Sicht kann eine Unterstützung kurdisch-separatistischer Tendenzen nicht im Sinn der Iraner sein, auch nicht für Oppositionelle.

Kann die Opposition gegen die Islamische Republik die Opposition gegen die gesamte Existenz des Iran als Nationalstaat rechtfertigen? Diese Frage hat in den letzten Tagen die Aufmerksamkeit vieler iranischer politischer Aktivisten auf sich gezogen. Der Auslöser für diese Aufmerksamkeit war die Veröffentlichung eines Tonbandes eines geheimen Treffens der Anführer bewaffneter Gruppen, die sich der Islamischen Republik widersetzen und auf Militärstützpunkten im irakischen Kurdistan stationiert sind.

Viele Zuhörer dieses Bandes halten die Teilnehmer dieser Treffen für Separatisten, die sich Kurden nennen, und indem sie die territoriale Integrität Irans und die Identität Irans als Nation in Frage stellen, schaden sie tatsächlich der laufenden Befreiungsbewegung. Manche Zuhörer sprechen jedoch auch von „Kurdophobie und persischem Chauvinismus“ und fügen hinzu: „Es wäre wünschenswert, wenn alle, die die Kurden der Sezession beschuldigen, auch ein wenig auf ihre Anliegen hören und ihren Forderungen Beachtung schenken würden.“

Kurdophobie? Wer hat diesen Stereotyp erfunden? Die Warnung vor Abenteurern, die sich als Anführer der iranischen Kurden ausgeben, hat nichts mit Kurdophobie zu tun. Wer Kriegsuniformen trägt, Kalaschnikows schwingt, in iranische Grenzgebiete eindringt, über Schmuggelnetzwerke und Schwarzmärkte verfügt und, was noch schlimmer ist, mit Irans ausländischen Feinden zusammenarbeitet, ist für die Verzerrung des Bildes der iranischen Kurden verantwortlich. Aber auch auf diesem Gebiet haben sie versagt, denn heute haben die kurdischen Iraner mehr denn je einen Platz im Herzen aller Iraner. Mahsa Amini ist ein iranisches Mädchen. Ein Mädchen, das Opfer eines antiiranischen Regimes wurde und auf dem Weg in die Freiheit zunächst Teheran und dann ganz Iran auf das politische Schlachtfeld brachte.

Der Begriff persischer Chauvinismus ist so dumm, dass er keiner Antwort bedarf. Kann man die Liebe zum Mutterland, die Verteidigung seiner Unabhängigkeit und territorialen Integrität und den Kampf zur Wahrung der iranischen Identität als Chauvinismus bezeichnen? Dies ist ein weiterer aus dem Westen entlehnter Begriff, den Unwissende und Schwachsinnige verwenden, ohne seine wahre Bedeutung zu kennen.

Soweit ich weiß, hat niemand den Kurden Separatismus vorgeworfen, denn es gibt keinen geringsten Grund, solche Anschuldigungen zu erheben. Aber es gibt diejenigen, die mit dem Finger auf die Separatisten zeigen, die sich fälschlicherweise als iranische Kurden ausgeben. Nach Angaben des Innenministeriums in Bagdad verlegte die irakische Regierung 713 bewaffnete Männer und Frauen, die die irakische Region Kurdistan als Basis für Offensivoperationen gegen den Iran nutzten, zu einem ehemaligen Stützpunkt amerikanischer Soldaten in der Provinz Anbar. Irakischen Quellen zufolge sind mehr als die Hälfte dieser Menschen Staatsbürger europäischer Länder – insbesondere Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs. Bagdad hofft, die Übergabe an die jeweiligen Regierungen durch Verhandlungen mit der Europäischen Union zu arrangieren.

Auf Schmerzen hören und bürgerliche Forderungen achten? Kann jemand einer solchen Meinung widersprechen? Der Schmerz besteht darin, dass die Behauptungen, Kurden zu sein, sich bisher geweigert haben, zwei Fragen zu beantworten:

1. Sind diese Schmerzen und bürgerlichen Forderungen spezifisch für einen Teil der iranischen Nation oder umfassen sie die gesamte iranische Nation?

2. Von welcher Behörde fordern Sie die Geltendmachung dieser bürgerlich rechtlichen Ansprüche und die Behandlung dieser Schmerzen?

Diejenigen, die behaupten, Kurden zu sein, also die Kalaschnikf-Gruppe, können diese beiden Fragen nicht beantworten, denn wenn sie es tun, müssen sie akzeptieren, dass, wenn kurdische Iraner Schmerzen haben, auch alle Iraner diese Schmerzen haben und damit die Existenz Irans als Ein Nationalstaat muss akzeptiert werden. Andererseits kann die Darstellung dieser Forderungen nur im Rahmen eines Nationalstaates, also nationaler Souveränität, ernst genommen werden. Andernfalls wäre zu behaupten, dass die iranischen Kurden vom gesamten Iran getrennt seien und die Behandlung ihrer Leiden und die Erfüllung ihrer bürgerlichen Forderungen nur außerhalb des Rahmens des Nationalstaates Iran möglich sei. In diesem Fall handelt es sich um Apartheid, was ihr umgangssprachlicher Begriff ist: Separatismus.

Forderungen sind die Pluralform von Forderung, also eine Aufforderung zur Begleichung einer Schuld eines Schuldners an einen Gläubiger. Hier stellt sich die Frage: Wer schuldet wem? Wenn Sie sich als Teil eines Ganzen, also des iranischen Nationalstaates betrachten, sollten Sie Ihre Forderungen in dessen Rahmen darlegen.

Was die Beobachter als „bürgerliche Forderungen“ bezeichnen, ist eine falsche Übersetzung des Begriffs „Bürgerrechte / civil rights“ aus der Afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre in den USA und dann während der Apartheid-Ära in Südafrika entwickelten.

In beiden Fällen wurden Bürgerrechte eindeutig verletzt. In Amerika wurde vielen Schwarzen, vor allem in den Südstaaten, das Wahlrecht praktisch verwehrt, mancherorts hatten sie nicht einmal das Recht, in einem Bus mit Nichtschwarzen mitzufahren. Während der Apartheid waren Schwarze und schwarzhäutigen – Bürger indischer Herkunft – faktisch in einer Parallelgesellschaft eingesperrt. Der Kampf für Bürgerrechte sowohl in Amerika als auch in Südafrika war greifbar und spürbar – es war ein Kampf für die Beendigung der Apartheid. Im Iran hat es jedoch weder in den Zeiten des „Konstitutionalismus mit Konstitutioneller Verfassung“ (Mashruteh) noch im gegenwärtigen System mit Scharia-Gesetzen (Mashrueh) eine solche Diskriminierung gegeben.

Wenn es Unterdrückung gibt, die sicherlich vorhanden ist und immer noch besteht, betrifft sie das gesamte iranische Volk. Der Versuch, einen Teil der Iraner als rassische Minderheit zu deklarieren und sie dann zu unterdrücken, ist wirklich bedauerlich. Es ist auch für sie eine Beleidigung, einen Teil der Iraner als „Minderheit“ (also als minderwertig) zu bezeichnen. Wie kann ein Teil einer Nation als „Minderheit“ (also der Niedere) bezeichnet werden? Wer hat gesagt, dass ein kurdischer Staatsbürger beispielsweise im Vergleich zu einem Semnani-Bürger (Semnan, eine Provinz im Norden des Iran) in einer „niederen“ Position ist?

Wenn wir die falsche Opferdarstellung beiseitelassen, kommen wir zu den Fragen eines Professors an der Teheraner Universität: „Warum durften die Kurden keine hohen politischen und militärischen Positionen erreichen?“ Und warum gab es nie eine Erlaubnis zur Gründung einer einzigen Schule in kurdischer Sprache?“
Tatsache ist, dass im Iran keiner Gruppe von Bürgern jemals absichtlich und vorsätzlich der Zugang zu hohen politischen und militärischen Positionen verwehrt wurde. Schon vor dem Konstitutionalismus waren iranische Kurden in den höchsten politischen und militärischen Positionen vertreten. Chiragh-Ali Khan Zanganeh (Seraj al-Mulk, ges.1864) formulierte zusammen mit Amir Kabir (1807-1852) den ersten Plan zur Modernisierung des Iran und übernahm danach über mehrere Jahrzehnte hinweg wichtige politisch-administrative Aufgaben. Zia ol-Saltaneh (Premierminister, 1799–1873) war einer der Helden der Konstitutionellen Bewegung und dann einer ihrer Anführer.

Während der Ära von Reza Schah Kabir und Mohammad Reza Schah waren kurdische Persönlichkeiten Minister in mehreren Kabinetten: darunter zwei Minister für Kultur (Bildung und Erziehung), zwei Justizminister und ein Außenminister. Der letzte Hofminister zurzeit Mohammad Reza Schahs war ebenfalls ein iranischer Kurde.

Warum wurde einer kurdischen Sprachschule keine Erlaubnis erteilt? Die Antwort ist klar: Weil ein solcher Antrag nie gestellt wurde. Im Iran wurden während der Periode der Konstitutionelle Revolution (1905-1911) Dutzende Schulen in Aseri, Armenisch, Assyrisch, Chaldäisch (Iranisch- Kurdisch) und sogar in Französisch, Deutsch, Englisch und für kurze Zeit im Jahr 1971 in Türkisch unterrichtet. Gleichzeitig war Arabisch in den Schulen ein Pflichtfach. Welcher Iraner weiß nicht, dass jede vom iranischen Volk verwendete Sprache als die Sprache des Iran gilt? Wie können die vier kurdischen Sprachen, die vor Tausenden von Jahren im Iran entstanden sind und Teil der iranischen Sprachfamilie und der größeren indogermanischen Sprachfamilie sind, verboten werden?

Die Tatsache, dass die Mehrheit der iranischen kurdischen Dichter und Schriftsteller und manchmal sogar die Kurden der Türkei, des Irak und Syriens die persische Sprache als Teil ihres kulturell-zivilisatorischen Erbes betrachten, zeigt, dass die Missionare der sprachlichen Apartheid entweder unwissend oder voreingenommen sind. Haben die großen Dichter des modernen Iran, wie Abolqasem Lahouti (1887-1957) und Mirzadeh Eshghi (1893-1924), ihre Werke zwangsweise auf Persisch statt in ihrer Muttersprache verfasst?

Mohammad Hossein Shahriar (1906-1988), einer der größten iranischen Dichter der letzten 100 Jahre, schreibt sein intimstes Gedicht an seine Mutter (Oh, oh meine Mutter…) auf Farsi, nicht auf Azari, seiner Muttersprache. Heute kennen wir mindestens 50 iranische Schriftsteller, die ihre Werke auf Englisch, Französisch, Deutsch, Hindi, Arabisch und sogar Japanisch präsentieren, während ihre Muttersprache Persisch oder in einigen Fällen Kurdisch ist.

Die Verfechter der Opferdarstellung haben einen weiteren Anspruch: Kurdistan wurde seiner Anteile an staatlichen Investitionen beraubt. Diese Behauptung verdient aus zwei Perspektiven Kritik.

Erstens: Sie fordert implizit eine nationale Wirtschaftsplanung durch Quoten. Wer sich mit Makroökonomie auskennt, weiß jedoch, dass Rationierung auch in stark zentralisierten sozialistischen Systemen mittelfristig schädlich ist.

Zweitens: In der Provinz Kurdistan, in der weniger als 2 % der Gesamtbevölkerung Irans leben, müsste sie sich bei Anwendung des Quotensystems für immer dem gleichen Anteil unterwerfen, während sie möglicherweise über die potenziellen Möglichkeiten verfügt, einen viel größeren Anteil anzuziehen. Mit anderen Worten: Auch wirtschaftliche Apartheid ist schädlich. Eine Provinz kann zu einem bestimmten Zeitpunkt einen größeren Anteil ihrer Bevölkerung haben und zu einem anderen Zeitpunkt einen kleineren.

Während der Ära von Mohammad Reza Schah, also in Zeiten, als mehr oder weniger zuverlässige Daten zur Verfügung gestellt wurden, hatten die Provinzen Chuzestan, Isfahan, Ost-Azarbaijan (zu denen auch Ardabil gehörte), Zentral-Azarbaijan und in den letzten Jahren Sistan sowie Belutschistan und Hormozgan den größten Anteil der direkten staatlichen Investitionen. Diese Tatsache war jedoch nicht auf eine Diskriminierung anderer Provinzen zurückzuführen. Um so schnell wie möglich wirtschaftliches Wachstum zu erreichen, achteten die damaligen iranischen Politiker auf die Provinzen, die über die natürlichen und demografischen Kapazitäten verfügten, um dieses Ziel zu erreichen. Schließlich floss ein wichtiger Teil der staatlichen Investitionen in die Schaffung von Infrastrukturen, Eisenbahnlinien, Dämmen, Öl- und Gasraffinerien, Petrochemie, Minen, Eisenwerke, Militärindustrie sowie Luft- und Seestützpunkte, was zwangsläufig die natürlichen Vorteile einiger Provinzen nutzte, um Kapital anzuziehen. Obwohl ich über den Anteil Kurdistans nicht ausreichend informiert bin, glaube ich nicht, dass es während des fraglichen Zeitraums eine besondere Diskriminierung gab. (Ich bitte die ehemaligen Mitarbeiter der Planungs- und Haushaltsorganisation um Auskunft.)

Der verehrte Professor, der über Quoten spricht, behauptet implizit, dass alle kurdischen Iraner in Kurdistan leben, was jedoch nicht der Fall ist. Den verfügbaren Daten zufolge leben in Kurdistan weniger als ein Drittel der kurdischen Iraner. Daher müssen wir akzeptieren, dass die iranischen Kurden, wo auch immer sie sich im Iran aufhalten, auf der Grundlage des Grundsatzes, dass überall im Iran meine Heimat ist, ihrerseits von staatlichen Investitionen profitiert haben. Diejenigen, die von „zivilen Forderungen“ sprechen, warum stellen sie diese Forderungen nicht auf nationaler Ebene im Iran? Warum haben sie Angst vor dem Wort Iran und sind deshalb Apartheid- Missionare, die Iraner in Parallelgesellschaften einsperren?

Die Minderheitendiskriminierung beruht manchmal auf der falschen Verwendung eines Fremdwortes – „ethnisch“. „Ethnisch“ bezeichnet diejenigen, die aus ihrem Geburtsland in ein anderes Land gezogen sind und bis zur Erlangung der Staatsangehörigkeit in diesem neuen Land als ethnische Minderheit gelten und daher einige Bürgerrechte nicht besitzen. Beispielsweise waren türkische Einwanderer, die in den letzten sechs Jahrzehnten in der Bundesrepublik Deutschland stark vertreten waren, lange Zeit eine ethnische Gruppe, bis ihnen die volle Staatsbürgerschaft verliehen wurde. Heute sind sie jedoch ein integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft. Wie können also iranische Kurden, die in ihrem Heimatland waren, sind und sein werden, als fremde „ethnische“ Gruppe bezeichnet werden?

Politische Aktivisten, die Bürgerrechte erreichen wollen, sollten alle Bürger Irans berücksichtigen. Dies bedeutet nicht, dass besondere Anforderungen und spezifische kulturelle, wirtschaftliche und soziale Einrichtungen nicht berücksichtigt werden sollten. Die Bildung von Vereinen, Kulturzentren und Forschungsinstituten ist sowohl notwendig als auch wünschenswert, um alle Teile der iranischen Kultur und alle iranischen Sprachen zu bewahren und zu fördern.

In diesem Zusammenhang beruhen die Aufgaben eines Zentralstaats auf klarer nationaler Souveränität: Sie muss das Recht verteidigen, die betreffenden Systeme zu gestalten und sie im Rahmen der nationalen Gesetze zum Erfolg zu verhelfen. Allen kulturellen, sprachlichen, religiösen und ethnischen Strömungen Aufmerksamkeit zu schenken, die den großen Fluss unseres iranischen Heimatlandes ausmachen, kommt allen Bürgern und damit dem Nationalstaat Iran zugute.

Aber diese Arbeit kann nicht mit Kalaschnikows, Che-Guevara-Uniformen, der Errichtung von Militärstützpunkten in Nachbarländern, der Geldabnahme von antiiranischen Mächten und Kreisen, der Schaffung von Schmuggel- und Erpressungsnetzwerken und schließlich kalten, lauwarmen und heißen Terroreinsätzen erledigt werden.

Es sei noch einmal darauf hingewiesen, dass wir keine iranischen Kurden kennen, die Separatisten sind; aber wir kennen Separatisten, die sich als Kurden mit europäischen, amerikanischen, kanadischen, australischen und irakischen Pässen identifizieren und die Unterdrückung der sogenannten Volksgruppe auf eine Art Geschäft reduziert haben.

Ah, ich habe es nicht vergessen: Freunde, Ali Ghazi, der prominente Diplomat und Landesadjutant von Mohammad Reza Schah, zitierte immer seinen Vater, Ghazi Mohammed, mit den Worten: Wo Kurden sind, ist auch der Iran!


Dieser Beitrag von Amir Taheri, übersetzt von Nasrin Amirsedghi, ist zuerst hier erschienen.

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Kommentare ( 5 )

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In Veritas
1 Monat her

Beispielsweise waren türkische Einwanderer, die in den letzten sechs Jahrzehnten in der Bundesrepublik Deutschland stark vertreten waren, lange Zeit eine ethnische Gruppe, bis ihnen die volle Staatsbürgerschaft verliehen wurde. Heute sind sie jedoch ein integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft.
Integraler Bestandteil…selten so gelacht. M.E. vielleicht ein kleiner Teil von 5-8 %.

EinBuerger
1 Monat her

Subjektiv gibt es Gut gegen Böse (Meine Gruppe ist die gute, die andere die böse.). Objektiv gibt es sicherlich Gruppen, die verschiedene Stufen der Brutalität haben. Aber es gibt kein Gut gegen Böse.
Es gibt nur verschiedene Gruppen mit verschiedenen Interessen. Und sicherlich gibt es Unterschiede in der Brutalität der Mittel diese durchzusetzen.

Marcel Seiler
1 Monat her

Hier hat also ein Iraner (Perser?) Probleme damit, dass eine Minderheit von Kurden, die das gleiche Regime bekämpft wie er, nämlich die Mullahs, sich ggf. vom Iran abspalten möchte zu Gunsten eines eigenen Kurdenstaats. Echt jetzt?

Sollte es nicht Hauptsorge des Autors sein, die Mullahs mit ihrem archaischem Islam, ihrer Unterdrückung von Frauen, Ermordung von Homosexuellen, Terror in der ganzen Region usw. wegzukriegen? Diese Konstrukteure der A-Bombe?

Ich habe für dieses Anliegen des Autors null Verständnis. Ich verstehe auch nicht, warum dieser Artikel hier bei Tichy abgedruckt ist.

Last edited 1 Monat her by Marcel Seiler
bl2
1 Monat her
Antworten an  Marcel Seiler

„Die Mullahs mit ihrem archaischen Islam, Unterdrückung von Frauen, Terror mit der A-Bombe“: Was Sie hier zitieren, ist die (subtile) westliche Propaganda, die auf die De-Legitimierung und Zerstörung des Irans als Regionalmacht abzielt. Und die ausgerechnet von Staaten betrieben wird, die mehrfach bereits eine A-Bombe einsetzten, extrem hässliche Kolonialpolitik betrieben, sich regelmäßig in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischten, exzessiv geächtete Waffen einsetzten (z.B. Streumunition), und von dekadenten Eliten dominiert werden die ihre Länder abgewirtschaftet haben und aktuell gegen ihre eigenen Bevölkerungen regieren. Glauben Sie immer noch alles, was im „Werte-Westen“ in den Staats- und Stiftungs-finanzierten Zeitungen steht? Mein Ratschlag:… Mehr

Marcel Seiler
1 Monat her
Antworten an  bl2

Damit, dass der Iran (wie alle anderen Länder auch) im Inneren viel komplizierter ist, als wir hier wissen, haben Sie sicher recht. Aber muss ich das wirklich wissen?

Mich interessiert am Iran, dass er mit dem westlichen Öl-Geld anti-westliche/antisemitische Terroristen finanziert, mit Waffen ausstattet und für Mordtaten und Massaker bezahlt. Sowie dass er vom Westen die A-Bomben-Technologie stiehlt, um schließlich in der Lage zu sein, Israel und vielleicht auch uns auszulöschen.

Dass auch iranische Mütter ihre Kinder lieben, interessiert mich da weniger.