Die Geschichte von der Geburt Jesu 
aus dem Evangelium für Selbstzweifler

Es gibt Dinge, über die hat das Virus keine Macht. Es sind die Dinge, um die sich die Kirche von alters her versammelt. Kein Moment ist dazu besser geeignet als der Heilige Abend.

Als Jesus geboren wurde im jüdischen Lande, da sangen die Engel verhalten. Auch blieb das Licht in den himmlischen Höhen unter dem Scheffel. Der heilige Thronrat nämlich hatte getagt und beschlossen: „Lasst die Geburt des Kindes in aller Demut geschehen. Sonst mag es Menschen geben, die falsch verstehen, was kommt. Hirten könnten sich in den Stall drängen, aus aller Welt könnten Leute herbeilaufen, und am Ende wird gar Herodes aufmerksam und trachtet dem Kind nach dem Leben. Auch könnte ein Aufruhr entstehen, den des Königs Soldaten blutig ersticken!“

So lautete die Parole der Engel für diese heilige Nacht: 
„Seid still in der Höhe und Ruhe auf Erden. Ein Wohlgefallen für alle, die in ihren Häusern verharren. Bleibt, wo ihr seid! Dann seid ihr sicher. Geht mit gutem Beispiel voran! So rettet ihr Leben. Den Retter braucht es dann nicht.“

So kam es, dass die Hirten weiter am Feuer froren. Die Weisen verloren den Stern aus den Augen und auch die Kreuzigung später geschah ganz diskret.
Maria aber genas des Knaben nur mühsam und bewegte in ihrem Herzen das Wort: Wozu?

Es gibt Dinge, über die hat das Virus keine Macht. Es sind die Dinge, um die sich die Kirche von alters her versammelt. Sie sollte gerade in diesem Jahr davon reden. Mehr noch: Unter Beachtung der Regeln (!) sollte sie den Menschen die Möglichkeit geben, das Wunder leibhaftig zu erleben. Kein Moment ist dazu besser geeignet als der Heilige Abend.


Ulrich Pohl

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Kommentare ( 9 )

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November Man
1 Monat her

So besingen sie aktuell bei uns im Schwabenland satirisch unsere Zukunft:
Alle Jahre wieder, kommt die Pandemie auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind.
Kehrt mit seinem Impfstoff ein in jedes Haus, geht auf allen Wegen mit uns ein und aus.
Ist auch mir zur Seite still und unerkannt, dass es treu mich leite an der linken Hand.
Aus dem Himmel ferne wo die Englein sind – Schauen die Profiteure so gerne hier auf jedes Kind.

Kassandra
1 Monat her

Bei uns haben sie sogar mit der Tradition des weihnachtlichen Turmblasens gebrochen! Bisher spielte der Posaunenchor um Mitternacht all unsere liebsten Weihnachtslieder über die ganze Stadt – dieses Jahr tatsächlich: ganz und gar „Stille Nacht“ und eben nicht: „Oh Du Fröhliche“. Wie auch die Kinderlein nur mit Voranmeldung in die Mette durften und ansonsten ausgeschlossen waren. Einem von irren Politikern wie Kirchenleuten genutzten Virus sei Dank – wie kann man befürchten, dass sich das gut genutzte Coronadings mit Tönen über die ganze Stadt ausbreitete? Aber, wahrscheinlicher, wollte man sich anderen schon unterwerfen, denn ein in Deutschland predigender Imam durfte sich… Mehr

Last edited 1 Monat her by Kassandra
Hegauhenne
1 Monat her

Sehr schön beschrieben, Herr Pohl, und da fährt mir beim Lesen ein gänzlich unweihnachtlicher Schauer über den Rücken. So hätte es unser „besorgter“ überforderter Thronrat wohl gerne. Die Straßen leer, Weihnachten findet nur noch vor der Glotze statt, als Winterfest mit ollen Kamellen aus uralter Zeit. Und langsam vergessen wir den Sinn der Heiligen Nacht. Die Kirchen sind die größten Versager in dieser Zeit. Phantasielos, vom Heiligen Geist verlassen, geduckt und verdruckst, beschränkte Andacht nur mit Voranmeldung und die Kollekte für Seawatch. Warum machen sie ihre Tore nicht weit auf? Andachten den ganzen Tag, dann wird es nie voll, Lautsprecher… Mehr

twsan
1 Monat her

„Unter Beachtung der Regeln“: Normalerweise würde ich jetzt einen Abendspaziergang machen – wie jeden Heiligabend. Die Straßen sind leer – wie jeden Heiligabend. Aber ich bin – Ausgangssperre – zu Hause eingesperrt. Welcher Sinn steckt dahinter? Dass kranke Politiker sich an der Machtausübung über uns Bürger aufgeilen? Politiker, die sich nie – jedenfalls solange sie an der Macht sind – an diese Regelns halten – halten würden? Beispiele gibt es genug: Werden sie erwischt, halten sie solange die Luft an, bis sie einen roten Kopf bekommen, üben sich in scheinbarer Zerknirschung, zahlen von ihren üppigen Politikersalären mit links die Strafe… Mehr

twsan
1 Monat her

„Unter Beachtung der Regeln“: Hier ist zwar niemand auf der Straße – war es letztes Jahr auch nicht.
Aber dennoch bin ich in meiner Wohnung eingeperrt: Ist schließlich Ausgangssperre.

Wem nützt es also, wenn ich eingesperrt bin?

Ein paar Politikern, die sich mit ihrem kranken Ego an der Macht, die sie über uns ausüben, aufgeilen.

Soeren Haeberle
1 Monat her

Der Retter ist uns geboren: Der Impfstoff.
Das Titelbild der neuesten Stern-Ausgabe:
Für ein bisschen Staatsstütze aus dem „Printmedien-Fördertopf“ sind sie sich für nichts zu Schade:
Die Überschrift:
Ein Akt der Liebe – Impfen – Was Sie jetzt wissen müssen“.
Das Bild dazu:
Die drei Weisen aus dem Morgenland bringen dem Christkind den Impfstoff als Gabe.
Was soll „uns“ das sagen?
Ich vermute, dass mit dem Impfen direkt nach der Geburt begonnen werden sollte.
Sollte das Christkind Impfschäden davontragen, oder gar sterben, würde Herodes von der Tötung aller Unter-Zwei-Jährigen absehen?
Schöne Bescherung?

Andreas aus E.
1 Monat her
Antworten an  Soeren Haeberle

Was uns das sagen soll?
Daß der „stern“ ein primitives Gossenblatt am Rande der Pleite ist.
Was sonst?

Hegauhenne
1 Monat her
Antworten an  Soeren Haeberle

Eine Geschmacklosigkeit sondergleichen. Sowas dürften wir uns mit einer anderen Religion nicht erlauben.
Und peinlich dazu, da waren die Herren aus dem Morgenland wohl zu langsam unterwegs. Wer will noch Covid 19?
Die Mutanten 21 sind bereits in BW, der Schweizer Heimatschutz ist alarmiert, die Felchen im Bodensee tragen bereits FFP2.😷 
Ihnen trotzdem geruhsame Feiertage, Herr Haeberle.

Soeren Haeberle
1 Monat her
Antworten an  Hegauhenne

Danke, das wünsche ich Ihnen auch
… und dass die Felchen mit dem „leichten Atemschutzgerät“ immer mit der Bauchseite nach unten im schwäbischen Meer unterwegs sein mögen …